Lap Steel

von gexx, 05.12.04.

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  1. gexx

    gexx Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.04   #1
    Hallo,

    ich habe mal ne Frage zur Spieltechnik von Lap-Steels (gibt es überhaupt im Forum Steel-Spieler?) .
    Die Steel -bzw. Tonebar liegt ja während des Spielens auf allen Saiten auf, da müsste es doch eigentlich zu unerwünschte Nebengeräusche der nicht bespielten Saiten kommen, vor allem wenn verzerrt gespielt wird. Wie kann man das verhindern? Spezielle Abdämpftechnik?

    Grüße
    Robert
     
  2. mad.mick

    mad.mick Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.04.05   #2
    Nebengeräusche auf der Lapsteel (ebenso auf der Pedal Steel) entstehen hauptsächlich dann, wenn man hinter dem Bar nicht richtig abdämpft. Den Bar hält man zwischen Mittelfinger und Daumen und drückt ihn mit dem Zeigefinger nach unten. Ring- und kleiner Finger werden flach auf die Saiten gelegt und dämpfen den hinteren Teil der Saiten.

    Eine andere Ursache für Nebengeräusche ist, wenn der Bar nicht ganz glatt ist. Einfach ab und zu mit Poliermittel behandeln und natürlich nach jedem Spielen mit einem weichen, trockenen und saugfähigen Tuch abwischen.

    Die Saiten selbst sollten nicht korrodiert sein, weil sie dann beim Sliden kratzig klingen. Außerdem klingen korrodierte Saiten stumpf, was man meist durch ein Aufdrehen der Höhen zu kompensieren versucht, wobei das die Nebengeräusche ebenfalls wieder erhöht. Bei der Pedal Steel ist das weniger ein Problem, da man da meist ziemlich neue Saiten drauf hat, weil die ja wg. der Belastung durch die Pedale ziemlich schnell reissen ;).

    Chrom-Bar auf Chrom-Saiten bzw. Stahl-Bar auf Stahl-Saiten klingen angeblich kratziger, als Chrom auf Stahl oder umgekehrt. Warum das so sein soll, weiß ich nicht, und ich habe es auch noch nicht ausprobiert.

    Zuletzt ist die Technik der rechten Hand noch wichtig, bei der man mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger (manche Spieler, zB. ich, verwenden auch zusätzlich den Ringfinger) zupft (meist mit Fingerpicks) und mit der Handkante und dem kleinen Finger flach auf die Saiten gelegt abdämpft. Das ist ein bisserl schwierig zu erklären... am Bass oder der Gitarre kann man einfach mit der linken Hand dämpfen, indem man den Druck des Fingers von der Saite nimmt. Bei der Steel geht das nicht, und da muss das die rechte Hand erledigen. Da man mit Fingerpicks schlecht dämpfen kann, muss man das wie oben beschrieben mit der Handkante und dem flach aufgelegten kleinen Finger der rechten Hand machen. Wenn man nur einzelne Saiten abdämpfen will, kann man das mit der Fingerkuppe des kleinen und evtl. des Ringfingers machen. Das erfordert allerdings etwas mehr Übung.

    Außerdem verwenden Steeler oft 15"-Speaker, die weicher klingen und den Frequenz-Bereich, in dem das Kratzen liegt, weniger betonen. Ich persönlich mag lieber einen brillianten und aggressiven Sound (hab einen MusicMan 210-HD-65 mit zwei 10"-Speakern), den ich mit Hall und evtl. Chorus etwas indirekter klingen lasse. Das ergibt dann den von mir bevorzugten "gothic"-Sound und hilft auch ein bisschen bei Intonations-Problemen :great:. Ich spiel übrigens meistens eh nur Accorde, da ich kein so begnadeter Fingerpicker bin.

    Gruß,
    Mick.
     
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  3. gexx

    gexx Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.06.05   #3
    Danke für die ausführliche Antwort...Es gibt ja auch Musiker die mit Plektrum die Saiten bearbeiten (David Gilmour) und da ist mir aufgefallen, daß die Steelbar nur mit der Spitze auf der jeweiligen gespielten Saite bewegt wird...Klar geht das natürlich nur beim Single-Note-Spiel...

    Grüße
     
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