Les Paul classic - PU für Blues bis (hi-gain)Hard-Rock ("tight & clear")?

  • Ersteller Köstliches Brot
  • Erstellt am
Köstliches Brot
Köstliches Brot
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
24.07.24
Registriert
11.04.04
Beiträge
2.322
Kekse
4.715
Ort
Meppen
Moin zusammen,

ich bin auf der Suche nach neuen Pickups für meine Les Paul Classic.
Es ist eine von 2005, also mit den 496R/500T Pickups.

Bei denen fehlt es mir ein bisschen an tightness und Klarheit.

Ich spiele meist Hard Rock, mag sowohl klassische High Gain Sounds, Classic Rock Sounds und auch Blues.

Ich hatte jetzt schon mehrere Pickups probiert, zuletzt die Burstbucker 1+2. die waren dann im Vergleich aber doch eher dünn und im High Gain irgendwie „squishie“ 🤷🏽‍♂️

Habe jetzt schon öfter vom Suhr Doug Aldrich Set gelesen, auf der anderen Seite fällt mich auch das Slash 2.0 Set ins Auge, was aber auch A2 Magneten hat.

Wie ist denn das Slash Set im Vergleich zu den Burstbucker?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

also wenn dir die 496 und 500er zu wenig tight und klar sind, wüsste ich es auch nicht.

Schon die Pickups in unterschiedlichen Höhen gespielt?

Wenn du nach o.g. Eigenschaften aus bist, würde wie ich persönlich keinen Alnico 2 spielen. Eher 5er oder mit Ceramic-Magneten, so wie die, die du drin hast.

Die Slashs klingen sehr viel mittiger für meinen Geschmack.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Hi,

hast Du denn mal die Potis überprüft? Die Classic dürfte 2005 noch 300 KOhm Volumepotis gehabt haben, und das wäre dann auch eine Erklärung für mangelnde Klarheit. Die Burstbucker 1 und 2 haben im Vergleich mehr eh mehr Höhen, aber auch einen kleineren Widerstand, deshalb würde es da weniger aufallen. Bei stärker gewickelten HB wie dem 500T ist die Absenkung der Resonanzfrequenz schon recht deutlich hörbar.

Ich habe vor einiger Zeit mal für einen Bekannten eine etwas ältere Les Paul Classic (mit den gleichen PUs) ein bisschen renoviert, da wurde das sehr deutlich. Ich habe einige Teile der ausgelutschten Hardware getauscht, bei unveränderten PUs die Volumepotis gegen 500 KOhm ausgetauscht und auf 50s Wiring umgelötet, und hatte das Gefühl, eine andere Gitarre zu hören. Mit dem 50s Wiring haben auch die Potis wunderbar funktioniert - Volume und Ton auf 8-9 runtergedreht, und ein geiler Classic Rock- und Blues Sound war trotz der heißen HB problemlos möglich.

Auch die Hardware ist ein Faktor, gegen den PUs wenig ausrichten können. Die damals verwendete Nashville Bridge ist nach meiner Erfahrung ein Tonräuber erster Güte. Der billige Zinkdruckguss hat ja schon Tradition, aber hier geht es bis hin zu den Saitenreitern, die bei der ABR-1 noch aus massivem Messing waren. Vor allem ist die Passung viel schlechter, die Saitenreiter rappeln und wackeln in den Rillen, und statt auf Stahlgewinden im Holz liegt das Teil auf Bolzen aus irgendeinem Billigkram auf, die wiederum in oft schlecht sitzenden, mickrigen Einschlaghülsen aus Druckguss herumwackeln wie ein Kuhschwanz.

Mein Rat: Lass die PUs erst mal drin, besorg Dir 500er Potis und eine gute Bridge wie die Modelle von ABM 2504n (aus gefrästem Messing) oder vintagemäßig eine Faber mit direkter Verankerung im Holz. Es gibt da die iNserts, eine Art Adapter, die anstelle der Einschlaghülsen direkt ins Holz gepresst werden und auf die dann eine hochwertige ABR-1 aus besserem Material und mit Messingreitern passt. Auch die TonePros TP6A N wäre schon eine deutliche Verbesserung, aus Aluminium mit Messingreitern und Locking-Funktion.

Selbst wenn Du letztlich doch an die PUs gehen solltest, lohnen sich diese Teile (für den halben Preis eines guten HB-Sets) auf jeden Fall. Ich war aber wie gesagt erstaunt, welche Bandbreite von auch weniger heftigen Sounds aus genau diesen Gibson PUs rauszuholen war.

Gruß, bagotrix
 
  • Gefällt mir
  • Interessant
Reaktionen: 8 Benutzer
Hey @bagotrix,

500er Pots sind drin mit 50s Wiring.
ABM Brücke mit Faber Bolzen und Faber TP.

Nochmal zur Tightness. Die Gibsons sind schon stabil im Bass aber haben davon auch sehr viel und tragen entsprechend dick auf.

Ich hatte auch schon mal einen Leosounds Growl Dog drin. Grundsätzlich gut und auch viel offener, aber auch recht aggressiv. Der Burstbucker war da viel angenehmer gerade bei gemäßigteren Sounds.

Ein Häussel Vin+ A5 war recht drucklos in der Gitarre.
Ein Tonerider Rocksong gefiel mir vom Gesamtsound her nicht in dieser Gitarre.

Am Ende bin ich dann doch immer wieder bei den original Pickups gelandet :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kenne leider die Gibson PUs nicht, sodass ich keinen Direktvergleich im Ohr habe.
Auf die Schnelle würden mir die Häussel 1959 einfallen, weil die sowohl Klarheit und Transparenz liefern, nicht dünn werden und auch diesen Hichmittenpeak liefern, der sich dann auch mit mehr Gain durchsetzt.

Zuallererst würde ich aber vielleicht Deine Pickups ein paar mm weiter weg von den Saiten drehen. Damit klaren sie auf und verschlanken.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Schon die Polepieces hoch-/runtergeschraubt?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ich würde eine anderen Vorschlag machen: Probier mal einen Treble-Booster aus, alternativ auch einen Equalizer. Ein Tubescreamer und Artverwandte sollten aber auch gehen, im Prinzip fast jedes Overdrive-Pedal als Booster verwendet. Der schneidet doch ziemlich die Höhen ab, weshalb die Mitten und Höhen etwas mehr zu Geltung kommen, der Sound insgesamt klarer und transparenter wird. So ein klassischer Treble-Booster, in die Richtung eines Rangemasters, funktioniert meines Erachtens sehr gut bei Verstärkern die so richtig Marshall/Fender Bassmann gehen. Für Verstärker wie ein Fender Blackface sind sie mir aber etwas zu heftig, da gefällt mir ein Tubescreamer besser. Insgesamt würde ich mittlerweile aber ungern auf einen Booster verzichten. Vielleicht ist es auch für dich was.

PS: Viele klassische Rocksounds basieren ja auch gerade auf dieser Kombination
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Die Gibsons sind schon stabil im Bass aber haben davon auch sehr viel und tragen entsprechend dick auf.
Mal 'ne ganz dumme Frage, wie sind denn die Einstellungen an Deinem Amp? Wäre da nichts zu machen (bis hin zu einem anderen Amp)?
Es ist doch immer auch die Frage was der benutze Amp leistet und liefert.

In meiner LP werkeln die 57er PAF HB's und ich spiele über einen Crate BV150H. Der Sound ist druckvoll, tight und einfach "Sahnig". (finde nicht nur ich)
Ich habe auch noch ein paar andere Amps die alle gut klingen (sonst hätte ich sie nicht mehr), aber der geilste Sound kommt über den Crate.
Ich will damit sagen, das man nicht den Einfluss des Amps vernachlässigen sollte. Ab und an ist es der kostengünstigere und stressfreiere Weg mal mit Amps zu experimentieren.

Gruß
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Schon die Polepieces hoch-/runtergeschraubt?
Oh ja, hatte ich vergessen.
Insbesondere PU runter und Polepieces rauf könnte in die richtige Richtung gehen, um Mitten mehr zu halten und nicht zu viel Druck zu verlieren (weil dann nur noch eine der beiden Spulen saitennäher abgenommen wird).
 
Bei denen fehlt es mir ein bisschen an tightness und Klarheit.

Ich spiele meist Hard Rock, mag sowohl klassische High Gain Sounds, Classic Rock Sounds und auch Blues.

Ich hatte jetzt schon mehrere Pickups probiert, zuletzt die Burstbucker 1+2. die waren dann im Vergleich aber doch eher dünn und im High Gain irgendwie „squishie“ 🤷🏽‍♂️

Habe jetzt schon öfter vom Suhr Doug Aldrich Set gelesen, auf der anderen Seite fällt mich auch das Slash 2.0 Set ins Auge, was aber auch A2 Magneten hat.
Hi, bei den Burstbuckern wäre vielleicht die Kombination von BB2 und BB3 etwas besser geeignet gewesen. Ich hatte mit meiner LP Classic genau das gleiche Problem wie du. Die APH2 habe ich auch in meiner Classic verbaut, weil mir die serienmäßigen Keramik-PU`s viel zu mumpfig klangen.
Mit den Duncans bin ich seitdem super zufrieden, die haben in der Gitarre genau die Veränderung gebracht, welche ich mir erhofft hatte.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ich werde mich nochmal mit der Einstellung der Pickups beschäftigen. Ich habe diese schon recht weit von den Saiten weg geschraubt.

Wenn es doch zu einem Tausch kommen sollte habe ich aktuell folgende Optionen auf dem Tisch:

- BB2 an den Hals, BB3 (oder BB pro?) besorgen und an den Steg
- Suhr Aldrich Set (klingt lt. Beschreibung sehr passend)
- Slash 2.0 Set (kann ich jedoch nicht richtig einschätzen, mehr Klarheit bestimmt, aber ansonsten?)
 
Also von den genannten Optionen kann ich mir vorstellen, dass BB2 und BB3 ganz gut passen könnte.
Alternativ zum BB Pro an der Brücke wäre ggf. auch ein Classic 57 Plus eine Option.
 
Meine Lösung - aber ich brauche nun mal sehr wenig Gain - ist eher low-wind PUs näher an die Saiten, als overwound weiter weg.
Vor allem, da Du 50s Wiring und gute Potis schon hast.
Man kann übrigens günstig und mit wenig Mühe auch einfach mal die Magnete in den Humbuckern tauschen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Der BB Pro ist für HiGain gut, aber lässt sich mit dem Hals Pickup unglaublich schwer in der Lautstärke abstimmen. Zumindest war das bei der BB Pro Kombi in meiner Les Paul so.

Dann einen JB von Seymour Duncan. Oder auch ganz toll (aber mit Pfund untenrum) ein Screamin' Demon von der gleichen Marke.
 
Das 2.0 hat ja ein bisschen mehr Output, darf es ja ruhig sein
 
Output lässt sich mit einem Boost vorm Fuß erhöhen - Klangfarbe nicht
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Wenn es um mehr Klarheit im Ton geht, würde ich auch zu weniger Output raten, anstatt zu mehr.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
500er Pots sind drin mit 50s Wiring.
ABM Brücke mit Faber Bolzen und Faber TP.

Nochmal zur Tightness. Die Gibsons sind schon stabil im Bass aber haben davon auch sehr viel und tragen entsprechend dick auf.

Also, an der Basis der Gitarre dürfte es dann schon mal nicht liegen, da bleiben tatsächlich nur die PUs. Ich mag die Gibson Ceramics wie gesagt ganz gerne, gerade weil sie nicht so knochentrocken klingen. Genau das scheint Dir aber zu fehlen.

Meine Empfehlung wäre in dem Fall ein Duncan Custom an der Bridge. Ich habe ihn als sehr guten Hard Rock und Heavy-HB empfunden, der aber vielseitig genug bleibt. Gerade in einer Paula bekommt er schon von der Gitarrenbasis her auch mehr Farbe in den Mitten, weshalb er mir dort viel besser gefällt als zB in Superstrats. Kräftiger, aber nicht übertriebener Output und sehr definiert im Bass. Am Hals hatte ich in meiner "Rock-Paula" einen Pearly Gates Bridge dazu kombiniert, weil er im Bass eher schlank und definiert ist und mit dem Output trotzdem besser mithält als die meisten echten Neck-PAFs.

Ich weiß nicht, ob Du mit den genannten PUs unbedingt glücklicher wirst. Der BB Pro und die APH-2 sind mMn prinzipiell schon gut geeignet für Deine Musik, aber wenn Dir der Häussel Vin+ A5 bzw. der Rocksong nicht gefallen haben, glaube ich nicht, dass die genannten PUs das wesentlich besser können. Denn im eigentlich sind die vom Charakter her jeweils recht ähnlich zu den beiden genannten.

Eine Alternative wäre es aber auch, die vorhandenen HB zu modden. Der 500T hat einen etwas speziellen Aufbau, nämlich mit 3 Ceramic-Magneten, einem in doppelter Dicke in der Mitte und zwei weiteren außen, wo sonst die Abstandhalter liegen. Ersetzt Du die durch normale Abstandhalter und einen Ceramic-Magneten in Standardgröße, sollte er gerade im Bass ein Stück schlanker werden. Von A5 würde ich eher abraten, da werden die Mitten nach meinen Erfahrungen mit solchen PUs schon sehr deutlich gescooped.

Für einen gut definierten HalsHB-Sound wiederum gibts für mich kaum was besseres als einen A4-Magneten. In meiner Tokai habe ich einen mal versuchshalber in den SH-1 gebackt, den ich wegen der Basslastigkeit nie gemocht habe. Jetzt ist er einer meiner Lieblings HalsPUs. Es spricht also nichts dagegen, mal einen zu besorgen und im 496R zu probieren.

In einem heiß gewickelten BridgePU, sprich einem Duncan Custom, habe ich A4 übrigens auch schon probiert, aber da klang er mir irgendwie ein bisschen zu brav. Nachdem die Wicklung des 500T nicht weit entfernt vom SH-5 ist, würde ich das nicht als erstes probieren. Ceramic scheint Dir im Prinzip zu liegen, dann würde ich wie gesagt einfach mal "weniger davon" probieren.

Jetzt kann man natürlich immer auf die teure Suche nach neuen Teilen gehen, aber gerade wenn man die vorhandenen PUs im Grunde mag, aber einen gewisse Eigenheiten doch stören, ist so ein Magnettausch allemal einen Versuch wert. Zumal die Gibsons keine Kappen haben - sind die Kabel noch lang genug, muss man dafür ja nicht einmal löten.

Gruß, bagotrix
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Ich bin nicht dafür gleich immer an die PUs zu gehen! @bagotrix hat ja schon die grundsätzliche Technik der Paula beschrieben. Mit den Potis kann man schon viel machen. Jedoch würde ich einfach einen EQ Pedal (parametrischer EQ - der mit den Schiebereglern) greifen und damit herumexperimentieren, bevor ich darüber nachdenke, die Pickups zu tauschen. Das ist meistens die bessere und preiswertere Lösung.
 

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben