Pickups für PRS SC245 - Suhr, Häussel, Bare Knuckle, PRS oder doch Seymour Duncan?

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Saul_Hudson

Saul_Hudson

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Hallo zusammen...

Ich brauche mal eure geballte Kompetenz und Erfahrung für neue Pickups für eine PRS SC245.

Problem ist, daß mir die 245er PUs zu dünn sind. Ich habe in einer Gibson Les Paul die Suhr Doug Aldrich PUs verbaut, weil mir die 57er Classic bzw Classic Plus im High Gain Bereich zu muffig und undifferenziert waren. Die Suhr DA machen hier einen extrem guten Job und ich bin damit absolut zufrieden.

Die PRS klingt im Gegensatz dazu sehr fleischlos. Kein ordentliches Bottom End, an der Bridge viel zu spitz und in den Mitten für meinen Geschmack zu nasal, quäckig. Ich weiß, daß die PRS von der Konstruktion her etwas spritziger und transparenter klingt, als eine Les Paul ist, aber das muß definitiv noch was gehen, um sie anzufetten.

Musikalisch bewege ich mich Bereich Rock/Hardrock im Stil von Social Distortion, Volbeat, Guns N Roses, Motörhead, Black Stone Cherry, Danko Jones, etc.
Also kein Metal oder irgendwelche Drop-Tunings.

Als Amp kommt ein Cornford MK50II zum Einsatz. Grundeinstellung ist ein Heavy Crunch Sound (Gain auf 15h, Boost meist nur bei Solis), Verzerrung regel ich die meiste Zeit mit Volume und Anschlag an der Gitarre direkt.

Ich suche also Pickups, der der PRS ein ordentliches Pfund mehr BUMS verleiht und ihr die beißenden Höhen an der Bridge etwas nimmt, schöne Mitten und das ganze möglichst ohne massiv zu komprimieren und zu matschen. Machbar...? :gruebel:

Ich hatte zuerst wieder an die Suhr Doug Aldrich Pickups gedacht, aber es gestaltet sich schwierig die in Deutschland zu bekommen. Mit Nickelkappen verfügbar, aber da ich kein so großer Fan von Humbucker mit Covern bin (wobei ich zugeben muß, daß die gebürsteten Cover auf den PRS PUs echt nett aussehen), sehe ich es auch nicht ein 72€ Aufpreis für Pickups mit Covern zu bezahlen, die ich gar nicht haben will. :D

Und jetzt brauche ich eure Hilfe... Was habt ihr für Empfehlungen?

Suhr Doug Aldrich Humbucker?

PRS 250 Humbucker (sollen ja moderner und fetter klingen, angeblich ist der 250 Treble der Vorgänger vom Tremonti Treble)?

Bare Knuckle (hatte mal ein Set Nailbombs in meiner Charvel, da haben sie super gepaßt)?

Häussel? Hab viel gutes gehört, kam aber noch nicht zu dem Vergnügen...

Oder doch einfach ein Paar Seymour Duncans?

Oder vielleicht ganz was anderes?

Bitte keine EMGs oder DiMarzio... EMG hat mir noch nie gefallen und bis auf einen uralten ToneZone in einer selbstgebauten Strat, war bei meinen DiMarzio Erfahrungen auch noch nichts wirkliches dabei. Waren auch in meiner Charvel und mußten ziemlich flott gehen... ;)

Und jetzt grabt in euren Erfahrungen und schreibt euch die Finger wund... Vielen Dank... :D

Beste Grüße
Saul
 
bagotrix

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Hi,

wie Du hab ich von Dimarzio in Sachen HB lange nicht viel gehalten. Die erschienen mir oft zu technisch und leblos, auch der alte PAF und der PAF Pro. Der TZ ist mir in den meisten Gitarren ein bisschen zu weich und "dicht" usw. Ich hab es dann doch noch mal mit einem Bluesbucker und dann auch mit dem PAF 36th Anniversary Bridge probiert, und siehe da - ich finde beide absolut super und sie haben eine dauerhafte Heimstatt in meinen Gitarren gefunden. Ich denke also, der Unterschied zwischen den einzelnen PUs einer Marke ist viel größer als der angenommene Unterschied im Charakter verschiedener Hersteller.

Soviel nur vorneweg, es muss aber natürlich kein Dimarzio sein. Jedenfalls scheint Deine PRS ein bisschen ein Problemfall zu sein, mein Eindruck von der Werksbestückung war da doch deutlich positiver (in einer Bernie Marsden, die ja die selben PUs hat). Aber jedes Stück Holz ist anders, und manchmal passt es dann mit Hardware und/oder Elektrik nicht zur eigenen Zufriedenheit.

Du hast ja selbst schon PRS erwähnt, ein Pärchen PRS-HB wäre auch aus meiner Sicht eine passende Aufwertung. Ich hätte da jetzt aber eher nicht an die 250er gedacht, sondern eher an einen Dragon II. Es stimmt, dass der 250 dem Tremonti sehr ähnlich ist, er hat lt. PRS auch den exakt gleichen DC-Widerstand, aber einen anderen Magneten. Beim 250 ist es Keramik, beim Tremonti hält sich PRS bedeckt und schreibt nur "Custom". Demnach müsste es irgendwas sein, was die sonst nicht nehmen, vielleicht ein AlNiCo 8, aber das ist Spekulation. In jedem Fall ist der 250 für meinen Eindruck schon recht metal-lastig für so eine Gitarre. Er klingt in den Höhen auch nicht unbedingt weicher als die Werksbestückung, da helfen die kräftigen Bässe dann vielleicht auch nicht mehr.

Der Dragon II hat im Vergleich kräftige Mitten, aber nicht übertreiben und auch weniger diese aggressiven Hochmitten, mMn ein guter Kompromiss aus Wärme, Druck und Transparenz. Genug Druck untenrum ist auch da, und er liegt im Output zwischen einem kräftigem PAF und den mittelstarken Heavy-Pickups wie dem JB. Klingt irgendwie gediegen.

Suhr DA: Kenne ich nicht aus eigener Anschauung (wobei ich Aldrichs Sound zumindest live super finde), aber wenn Du mit denen glücklich bist, bietet es sich ja an, die mal aus der anderen Gitarre auszubauen und in der SE auszuprobieren.

Von Seymour Duncan käme mir ein PU in den Sinn, der meinen eigenen Geschmack gar nicht mal so getroffen hat, nämlich der SH-14 Custom 5. Der hat aber halt recht starke Bässe und Höhen, in den Mitten ist er dagegen ziemlich "ausgehöhlt". Wenn Deine Gitarre sehr starke Hochmitten produziert, könnte er das also gut kompensieren. Der Output ist kräftig, aber doch etwas unterhalb eines JB.

Hast Du die Gibson PUs eigentlich noch? Deine Beschreibung deckt sich ja durchaus mit meinen Eindrücken, aber vielleicht sind sie genau das, was Deine PRS braucht, wenn sie Dir zu spitz klingt. Der '57 Classic Plus hat ja nun schon einiges an Output, zu giftig klingt er sicher nicht und genug Fundament ist auch da. Das wäre sicher eien Versuch wert.

Zuletzt kann ich es mir doch nicht verkneifen: Eigentlich klingt der von Dir auch erwähnte Tone Zone von (oh Schreck!) Dimarzio nach einer guten Wahl für Deine PRS. Ordentlich Bumms, weniger schrill ist genau sein Ding. Ich hab ihn mal in einer Gibson SG Junior aus den 60ern spielen können, in die jemand eine HB-Fräsung gemacht hatte :eek::eek::eek:. Da klang er jedenfalls sehr gut, fleischig und singend ohne Matsch - wenn die Gitarre auch letztlich schon passender mit dem P-94 ausgestattet war, den ich für den Besitzer einbauen durfte. Falls der TZ Dir ein wenig zu extrem ist: Spiel mal eine Ibanez Andy Timmons an, wenn Du die Gelegenheit hast. Der AT-1 Humbucker klingt für mich sehr nach einem verbesserten Tone Zone mit etwas mehr Transparenz und nicht ganz so viel Output.

Gruß, bagotrix
 
buzzdriver

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Nach meinen Erfahrungen mit einer SC245 würde ich sagen: Lass sie so, wie sie ist. Das Exemplar, dass ich mal leihweise in den Fingern hatte war perfekt, Deine Kritikpunkte kann ich gar nicht nachvollziehen. Aber wahrscheinlich sind unsere Vorlieben nur komplett anders ;)
 
Saul_Hudson

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@bagotrix
Danke für die ausführlihen Tips... Aktuell sind jetzt die Suhr DA drin und ich bin sehr zufrieden. Bei Gelegenheit werde ich den ToneZone vielleicht mal anchecken... :great:

@buzzdriver
Wahrscheinlich gehen unsere Vorlieben auseinander, aber das ist ja auch gut so, das Geschmäcker so verschieden sind. ;)
Die 245er Pickups liegen schön warm eingepackt in der Schublade und können jederzeit wieder zum Einsatz kommen... Vielleicht ändert sich mein Geschmack in Zukunft...
 
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Hallo zusammen...

Ich brauche mal eure geballte Kompetenz und Erfahrung für neue Pickups für eine PRS SC245.

Problem ist, daß mir die 245er PUs zu dünn sind. Ich habe in einer Gibson Les Paul die Suhr Doug Aldrich PUs verbaut, weil mir die 57er Classic bzw Classic Plus im High Gain Bereich zu muffig und undifferenziert waren. Die Suhr DA machen hier einen extrem guten Job und ich bin damit absolut zufrieden.

Die PRS klingt im Gegensatz dazu sehr fleischlos. Kein ordentliches Bottom End, an der Bridge viel zu spitz und in den Mitten für meinen Geschmack zu nasal, quäckig. Ich weiß, daß die PRS von der Konstruktion her etwas spritziger und transparenter klingt, als eine Les Paul ist, aber das muß definitiv noch was gehen, um sie anzufetten.

Musikalisch bewege ich mich Bereich Rock/Hardrock im Stil von Social Distortion, Volbeat, Guns N Roses, Motörhead, Black Stone Cherry, Danko Jones, etc.
Also kein Metal oder irgendwelche Drop-Tunings.

Als Amp kommt ein Cornford MK50II zum Einsatz. Grundeinstellung ist ein Heavy Crunch Sound (Gain auf 15h, Boost meist nur bei Solis), Verzerrung regel ich die meiste Zeit mit Volume und Anschlag an der Gitarre direkt.

Ich suche also Pickups, der der PRS ein ordentliches Pfund mehr BUMS verleiht und ihr die beißenden Höhen an der Bridge etwas nimmt, schöne Mitten und das ganze möglichst ohne massiv zu komprimieren und zu matschen. Machbar...? :gruebel:

Ich hatte zuerst wieder an die Suhr Doug Aldrich Pickups gedacht, aber es gestaltet sich schwierig die in Deutschland zu bekommen. Mit Nickelkappen verfügbar, aber da ich kein so großer Fan von Humbucker mit Covern bin (wobei ich zugeben muß, daß die gebürsteten Cover auf den PRS PUs echt nett aussehen), sehe ich es auch nicht ein 72€ Aufpreis für Pickups mit Covern zu bezahlen, die ich gar nicht haben will. :D

Und jetzt brauche ich eure Hilfe... Was habt ihr für Empfehlungen?

Suhr Doug Aldrich Humbucker?

PRS 250 Humbucker (sollen ja moderner und fetter klingen, angeblich ist der 250 Treble der Vorgänger vom Tremonti Treble)?

Bare Knuckle (hatte mal ein Set Nailbombs in meiner Charvel, da haben sie super gepaßt)?

Häussel? Hab viel gutes gehört, kam aber noch nicht zu dem Vergnügen...

Oder doch einfach ein Paar Seymour Duncans?

Oder vielleicht ganz was anderes?

Bitte keine EMGs oder DiMarzio... EMG hat mir noch nie gefallen und bis auf einen uralten ToneZone in einer selbstgebauten Strat, war bei meinen DiMarzio Erfahrungen auch noch nichts wirkliches dabei. Waren auch in meiner Charvel und mußten ziemlich flott gehen... ;)

Und jetzt grabt in euren Erfahrungen und schreibt euch die Finger wund... Vielen Dank... :D

Beste Grüße
Saul

Hallo, ich habe bisher über 350 Gitarren gebaut und dazu noch sehr viele umgebaut. Dabei habe ich fast alle Tonabnehmer schon einmal verwendet oder gehört. Seit 4 jahren verwende ich fast nur noch die Häussel, sie klingen einfach sehr gut, Extrawünsche werden erfüllt und er tauscht sie um, wenn sie gar nicht gefallen. Dazu ist das Preis- Leistungsverhältnis für mich gut, da ich einen günstigen Kurs bekomme, den ich auch weitergebe.
 

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