Liedbegleitung: Umstieg von Western- auf E-Gitarre

dschuller
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Hallo zusammen,
wir singen bei uns in der evangelischen Gemeinde moderne, christliche Lieder aus der „Feiert Jesus!“ Reihe. Dazu begleiten wir die Songs mit einer kleinen Band mit Schlagzeug, Bass und Gitarre, manchmal ist auch noch ein Klavier dabei. Ich habe bisher immer auf der Westerngitarre gespielt, und möchte jetzt auf E-Gitarre wechseln.

Wie muss ich jetzt meinen Spielstil ändern? Ich vermute mal, dass ich keine vollen Akkorde mehr schrammeln sollte. Also wie geht man da am besten vor? Eher Dreiklänge/Arpeggios spielen? Clean und mit etwas Reverb/Chorus? Was wären da die „Basics“, damit es in diesem Kontext gut klingt?
 
Du bist da schon auf dem richtigen Weg, ich hab auch früher im Jugendgottesdienst Musik gemacht. Du kannst sogar weiter schrammeln, da würde ich halt einen sehr dünnen Sound mit ziemlich wenig Mitten nehmen, wie Du schon schreibst, mit bisschen Chorus/Reverb. In den Mitten darf das Piano der Gemeinde die Akkorde hin schmeißen, denk Deinen Sound vielleicht mehr so als Pad zum anfetten und in den Höhen ätherisch im Hintergrund rum klingen, poppigen Sparkle kannste bei Lobpreis immer brauchen :) Dreiklänge und Arps, vielleicht auch gar nicht auf dem Grundakkord (da sind Bass und Klavier schon), sind immer ne Option, alles rhythmisch neue und verspielte kommt bei Lobpreis cool, finde ich. Klar, die "Balladen" müssen halt so gespielt werden, dass emotional großes Drama herrscht. Aber die beschwingteren Sachen einfach mal mit Reggae- oder Funk-Vibes zu spielen, kann richtig Spaß machen und man kann ja gleichzeitig beten und tanzen. Wenn Du bei den ruhigen Schmachtfetzen nicht weißt, wo Du hin sollst, lass das Klavier viel machen und spiel mal mit heftigem Gainsound, aber schön leise, einfach Powerchords im Refrain, oder leise, aber tragende Leads, gern auch zweistimmig.
Bei Lobpreis hat man ja manchmal das Gefühl, dass man nicht auf den Putz hauen kann. Aber es kommt schon gut an, wenn man es mal etwas beschwingter angehen lässt. Es sollte nicht komplett ballern, aber rocken kann man schon. Da geht es auch ziemlich um den Mix. Bei solcher Musik bist Du als Musiker nicht so wichtig, da geht es nicht darum, dass Du krass entertainst. Dadurch gibt es dann die Freiheit, im Hintergrund doch viel zu spielen und kreativ zu sein.
 
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Die Basics sind ausschließlich die Ohren. Egal, welches Instrument: Suche die Musik.
Der grundsätzliche Zwang zur E-Gitarre für dieses Bandkonzept erschließt sich mir nicht. Meine Westerngitarre spielt sich wie eine E-Gitarre. AER Verstärker und gut ist es. Der Sound kommt aus den Fingern. Meine Gitarre hat einen Singlecoil plus Piezo, die Balance kann man einstellen. Vielleicht noch einen Phaser für Abwechslung in jedem 5. Song.
Was suchen und machen, was niemand sonst kennt. Musikalität austoben.
 
Für den angedachten Zweck Liedbegleitung würde ich bei der Westerngitarre bleiben, ist doch DAS Instrument dafür ... evtl. Pickup/Amp nachbessern wenn erforderlich ...
Für einen vollen Umstieg auf E-Gitarre sehe ich da keine Vorteile. Außer du hast andere Gründe zur E-Gitarre zu wechseln ... aber da würde ich eher diese zusäzlich mit dazu nehmen.
 
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Dafür wäre wichtig zu wissen, wie viel Verzerrung du nutzt. Bei keiner Verzerrung kann man die Akkorde so lassen wie sie sind, bei viel Verzerrung hingegen sollte man sie massiv abwandeln.
 
Der Grund für den Umstieg ist auch, dass wir oft einen zweiten Gitarristen an der Westerngitarre haben. Dem möchte ich ein bisschen aus dem Weg gehen. Klar, ich könnte dafür die Akkorde auch in anderen Lagen spielen, aber langfristig will ich schon zur E-Gitarre wechseln. Vielleicht kann ich dann später auch mal ein kurzes Solo einstreuen.
 
Das eine tun, das andere nicht lassen! Spiele niemals mit der E-Gitarre die gleiche Lage! Jeder bekommt im Bandkonzept sein schmales Frequenzband und rhythmische Aufgabe. E-Gitarre hat mit Westerngitarre so viel gemein wie ein Banjo mit Flöte. Überspitzt formuliert.
 
Den zweiten A-Gitarristen wünsche ich mir auch schon lange, um mal E-Gitarre als zusätzliche Farbe soielen zu können.
Da wir nur zu dritt sind, außer mir noch Bass und Drums, bleibe ich selbst meisten bei meiner 12-String oder Piano für das Fundament.
Wenn das da ist, finde ich E-Gitarre als Ergänzung super, aber eher nicht zum Schrammeln
 
@dschuller , Hi, vielleicht kannst du dich mal mit @GeiGit in Verbindung setzen. Der hat viel Erfahrung auf dem Gebiet,
und wird dir bestimmt weiterhelfen können.
 
Den zweiten A-Gitarristen wünsche ich mir auch schon lange, um mal E-Gitarre als zusätzliche Farbe soielen zu können.
Da wir nur zu dritt sind, außer mir noch Bass und Drums, bleibe ich selbst meisten bei meiner 12-String oder Piano für das Fundament.
Wenn das da ist, finde ich E-Gitarre als Ergänzung super, aber eher nicht zum Schrammeln
Das Bandkonzept Drums, Bass, 1x E-Git funktioniert extrem gut! Plus Voc natürlich.
 

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