Live Pannen

  • Ersteller Ruonitb
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Meine Live Pannen sind irgendwie nicht so lustig, erwähnen will ich sie aber trotzdem, weil man ja in der heutigen Zeit was mitzuteilen haben soll (Zumindest gibts keine Hashtags, also ist das eine Art Mitteilungswahn-Kompromiss).

Nun gut: Ich kurz vor einem Gitarrensolo, hau noch schnell den Booster rein, damit ich auch mit Sicherheit alle anderen minderwertigen Musiker in meiner Band übertönen werde, Vorfreude steigt, ich zwinker noch kurz den Groupies in der ersten Reihe zu, final Drum-Break, 3...2....1... ..... ..... NIX!
Da steht mir der Kerl mit dem Bass doch einfach aufs Gitarrenkabel, reisst es mir aus der Klinke (I know.... aber Sicherung ist was für Mädels), grinst mich hohl an und spielt weiter E-E-E-E-A-A-A-A. Was erlaube Strunz?

Bis ich mich gebückt und das Kabel eingestöpselt habe und wieder ready to Solo bin, ist das selbige natürlich schon wieder vorbei und die Sängerin triumphiert mit dem abschliessenden Refrain. Die Groupies wenden sich peinlich berührt ab. Ein Lebenstraum zerplatzt wie eine Seifenblase. Jetzt hat alles keinen Sinn mehr!

Ich sag nur zwei Worte: #Fies (Aetsch.... da hab ich euch schön reingelegt zu Beginn mit dem Hashtag).
 
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Bei uns ist bei einem Auftritt zuerst die Bühnenbeleuchtung ausgefallen sodass auf die Raumbeleuchtung gewechselt wurde, und dann sind auch noch nach und nach alle Monitorboxen verraucht und wir haben auf der Bühne uns überhaupt nicht mehr gehört und mussten auf die Schlaghand des gitarrenspielers sehen um einen einheitlichen Rytmus zu bekommen ;) schwierige angelegenheit ;)
 
Da kann ich auch was beisteuern, ist aber schon ein paar Jahre her...

Eine Geschichte ist während eines Gigs in einem Bürgerhaus passiert. Mitten im Lied ist auf einmal der Bass weg (man hörte ihn nicht mehr). Den Grund dafür hab ich dann gesehen, als ich mich zu unserem Bassisten umdrehte:
Sein Gurt hatte sich gelöst und er kniete auf dem Boden, und tüddelte das Ding in aller Seelenruhe wieder ran. Wir haben einfach gegrinst, weitergespielt und er ist dann einfach wieder mit eingestiegen. Besonders schön ist, dass wir ein Video davon haben.

Eine andere Geschichte haben wir mit einem Ersatzschlagzeuger erlebt, mit dem wir einen Gig gespielt haben, da unser Drummer verhindert war. Vom Veranstalter gab es nen Kasten Bier -- leider muss man sagen, da der Ersatzdrummer sich davon eine beträchtliche Menge vor unserem Auftritt einverleibt hat. Das hat dann wohl dazu geführt, dass er sich nicht mehr so richtig an unsere Songs erinnern konnte. Zu allem Überfluss klemmte dann noch die Fußmaschine mitten im Song. War ehrlich gesagt der einzige nicht so schöne Abend auf der Bühne.

Und eine dritte Story muss auch noch erzählt werden, allerdings von der anderen Seite der Bühne. Und zwar bin ich mal mit einem orange-farbenen T-Shirt auf einer Rocknacht gewesen (und bin damit ziemlich aufgefallen, wie man sich denken kann). Alle in schwarz, nur ein so ein bunter Hippie hüpft da vor der Bühne (ich halt mal wieder). Das witzige an der Sache ist, dass eine der Bands an dem Abend ein Live-Video aufgenommen hat und man jetzt immer den orangen Typen in der schwarzen Menge hüpfen sehen kann :-D
 
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Uff - bei uns füllen die Live Pannen ganze Bücher.

Welche der unzähligen lustigen Anekdoten wollt ihr gerne hören?
- Gitarrist vor Konzert im Hotel vergessen
- Gitarrist stuermt solierend an den Bühnenrand und reisst dabei sein Kabel aus dem Amp
- Location während des Konzerts abgebrannt
- Gitarrist fast von anderer Band vergiftet, weil man sich nicht einigen konnte wer Vorband und wer Hauptact ist
- Bassist an der Grenze verhaftet
- Gitarristen und Drummer an der frz. Grenze verhaftet und kurz geschoren worden, danach mit Peruecken aufgetreten
.... oder soll es eine ganz andere Geschichte sein?

Ihr habt die Wahl.

LG,
FLiszt
 
Das zweite klingt zu normal, den Rest würde ich gerne lesen :D
 
Von mir aus kannste gerne jeder dieser Geschichten ausführen :D
 
Schreib was zu allen:prost:
 
Schließe mich @redstrat95 an: zweites kennt fast jeder, der Rest klingt sehr interessant :D
 
Kann ich mir vorstellen, dass Ihr was zu erzählen habt....
 
Also gut, dann aber der Reihe nach, beginnend mit der ersten :)

... damals besaß die Band ein Bandauto, genauergesagt einen Goldenen Stretch Cadillac.
In der Nacht vor dem Gig war die Band in eine Hotel in einiger Entfernung von der Spielstätte untergebracht, zusammen mit den meistan anderen mitwirkenden Musikern.
"Morgens", also nach dem Aufwachen und vor dem nüchtern werden, hatte man es eilig zum Festival Gelände zu kommen - die Band bestieg den Caddy, der Drummer startete den Motor, und los ging es.
Das Chris, einer der beiden Gitarristen, nicht mit im Wagen saß, war niemandem aufgefallen.
Glücklicherweise hatte Chris aber im Hotel andere Leute getroffen, die ebenfalls zu dem Festival wollten, und ihn mitnahmen - unterweges wurde der Cadillac noch ein- und letztlich überholt, so daß Chris bereits vor Ort (und angeblich mit Soundcheck fertig) war, als die anderen eintrafen....
 
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Tja, die brennende Halle gab es mehrfach.

Das erste Mal war sehr tragisch mit vier Toten. Plötzlich stand der Vorhang hinter der Bühne in Flammen und der Club in Köln ist komplett ausgebrannt. Feuerfestes Inventar oder brandhemmende Vorhãnge waren damals (ca. 1970) noch nicht Standard.

Das zweite Mal war in Paris im Olympique, wo wohl eine Schlägerei im Publikum Auslöser des Dramas war. Zum Glück gab es keine Toten, aber Feuer und jede Menge Löschwasser, und die Halle wurde von der Nationalgarde umstellt.
Das Schöne daran war, daß die von einer bekannten Verstärkerfirma gestellte Anlage noch problemlos funktionierte. Eine Woche trocknen, einschalten, geht. Die Amps waren zwar nicht mehr Orange, sondern eher rußschwarz, funktionierten aber tadellos.

Also, Feuer im Saal ist leider für keinen Beteiligten lustig :-/
 
... dafür ist die folgende Begebenheit lustiger und kommt ohne Verstorbene aus, wenn auch nur knapp:

in Barcelona konnten wir uns mit der anderen dort spielenden Band nicht einigen, wer denn nun Vorband und wer Hauptband sei, und in welcher Reihenfolge denn gespielt werden solle.
Die andere Band beharrte auf der Reihenfolge, die auf dem Plakat stand, wir bestanden darauf, daß diese Reihenfolge nur dem Alphabet geschuldet sei; die anderen führten die wesentlich größere Schrift mit der der Bandname gedruckt war ins Feld, wir verwiesen darauf, das unser Name aus zwei Worten bestehend ja viel länger sei ("Can" ist nun auch wirklich kein langer Name), und, obwohl kleiner gedruckt, doch graphisch viel mehr Raum auf dem Plakat einnähme... die Argumente flogen hin und her, und man konnte sich nicht einigen.
Nun war es Can irgendwie gelungen, unseren Gitarristen John in ihre Garderobe zu locken, und ihn dort mit allem abzufüllen, was die Bandapotheke so her gab. Ziel dieser perfiden Attacke war es wohl, John derart auszuknocken, daß wir gar nicht mehr spielen können und Can der Abend und die Halle gehört.

Nach einiger Zeit der Abwesenheit kam John dann aus der feindlichen Garderobe. Er bewegte sich in etwa wie ein Roboter, der in einen Sandsturm geraten ist, die Augen waren nach innen gedreht und John beobachtete fasziniert die Gehirnwindungen in seinem eigenen Hinterkopf. In irgendeiner Weise ansprechbar war er natürlich nicht mehr, geschweige denn wusste er wer, wie, wo oder warum er war.

Nun schob man denn diesen völlig apathischen John auf die Bühne, hängte ihm eine Gitarre um, und legte seine Hand zum Barree geformt auf das Griffbrett, rutschte sie auf den ersten Akkord. Der Schlagzeuger zählte ein, und in diesem Moment haben die verschiedenen Überdosen in John's Kopf irgendetwas veranstaltet, was medizinisch nicht zu erklären ist. Er begann zu spielen, mit seiner ganzen Seele, wie ein Besessener, wie ein Berserker, wie ein Erleuchteter. Und er hörte nicht mehr auf. Er war völlig aus dem Häuschen, die Band und das Publikum übrigens auch. Das Konzert von uns war an diesem Abend ein fast dreistündiges Inferno, Can durfte danach noch für eine knappe Stunde den Rausschmeißer machen.

Was lernen wir daraus? Chemische Waffen können ziemlich unberechenbar sein... :-D
 
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Hammer :D :D Von dem Zeug hätte ich auch gern was. ^^
 
Wie zum Beispiel die Decke? ;)
Eine Blues-Session in NRW vor ca. zwei Jahren. Die Abwasserleitungen im Obergeschoss (Toiletten) über der Kneipe waren verstopft. Dann wärend unseres Session-Sets wölbte sich die abgehängte Decke nach unten und es begann immer mehr Wasser daraus zu tropfen. Kurz vor dem geplanten Ende unseres Sets war es dem Wirt nicht mehr geheuer und die Kneipe wurde recht zügig geräumt.

Grüße, Pat

Das King's College in Aachen?
Da bin ich genau deswegen auch einmal geflüchtet.
 
:great: COOL! :)
Das war der gleiche Abend! Mit Tom Witrock?

Ich bin fast jedesmal da. Immer am 3. Freitag im Monat ist dort offene Blues- Session!
 
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Bei uns gab's da auch so ein paar Geschichten... kurz Vorweg: vor Lesen dieses Beitrags sollte für ausreichend Popcorn gesorgt sein
:popcorn2:


Hier ein Ausschnitt aus unserer Sammlung:


BURNING CHICK:
wir spielten gerade "Zombie" von den Cranberries. Dieses Mal wollten wir es anders machen als sonst. Geplant war, Feuer aus den Gittern des Podestes aufsteigen zu lassen, sodass ich damit "spielen" konnte. Da ich das vorher noch nie gemacht hatte, wusste ich nicht, wie viel Abstand ich zu den Flammen halten müsste, damit ich mich beim Aufstieg nicht verbrenne.
Wie der Zufall es wollte, stand ich natürlich zu weit vorne. Die Flammen schossen nach oben und brannten mir sämtliche Armhaare sowie Haarspitzen (!!) ab. Trotzdem zog ich den Song bis zum Schluss durch.
Nach dem Song dann die genaue Analyse: Verbrennungen 1. Grades & verkohlte Haarspitzen. Ich roch wie ein gebratenes Hühnchen :-(


FLYING GUITARHERO ON NEW DRUMS:
die wohl spektakulärste Geschichte war die, als unser Gitarrist das neue, teure Schlagzeug unseres Drummers im Flug abgeräumt hat.
Als Showband hatten wir eine Zeit lang ein hoch gelegenes Podest (2. Etage) mit Treppe. Dieses führte über das Schlagzeug unseres Drummers. So... nun hatte unser Gitarrist zu viel intus, lief während der Show irgendwo auf dem Podest herum und kam wohl irgendwie auf die Idee, er könne über das Schlagzeug springen und einen mega Move hinlegen :m_git1: (seine offizielle Version war: "ich bin ausgerutscht!", alle anderen Zeugen des Geschehnisses erklärten aber, dass er sogar Anlauf genommen hätte:-D) Jedenfalls landete er geradewegs im neuen Schlagzeug unseres Drummers. Dieser, total verdutzt, wusste nicht, ob er nun lachen oder bitterlich weinen sollte, da seine neuen Kessel verbogen waren. Der Gig musste abgebrochen werden. Unserem Gitarristen ist nichts passiert. Abgesehen von dem Ärger mit unserem Drummer :tomatoes:


BANGING PEE ON STAGE:
dann gab es da mal so einen Abend, an dem unser Sänger mal wieder meinte, die Jackie-Flasche der Band in einem Zug vernichten zu müssen. Ich muss dazu sagen: eigentlich war das selten ein Problem (abgesehen von dem Ärger der anderen Jackie-dürstigen Mitglieder und der Tatsache, dass Dienstleister sowas normal nicht tun sollten), da er an und für sich sehr trinkfest ist und seine Sache im Normalfall immer noch akzeptabel abliefern konnte.
An diesem Abend ging aber wohl irgendwas schief. Und so kam es, dass er nach seinem Toilettengang mit offener Hose auf sein Mikrofon zusteuerte und damit die Bühne erklomm, um seinen Auftritt zu absolvierend. Nur blöd, dass die Hose halt nicht nur offen war, sondern auch sein Gehänge synchron zum Headbanging mitschwang... schön war's nicht... dafür aber voll Rock'n'Roll - für ihn. :rock:


BRENNENDE MONITORE ALS NEUE SHOWEINLAGE:
wir spielten gerade Engel von Rammstein. Zu Ende des Liedes war es normal, dass sich unser Sänger mit einem Bogen(Pfeil&Bogen) aus Metall in der Hand drehte, während dieser Funken sprühte.
Dieses Mal fehlte unserem Sänger der Platz und er hatte Probleme, sich wie einstudiert zu bewegen. Das führte dazu, dass die Funken geradewegs in eine Monitorbox sprühten und ein Feuer entfachten. Nun stand der Monitor in Flammen und wir mussten versuchen, ihn während des Songs noch irgendwie zu löschen... der Monitor war natürlich hinüber...


FLYING MICROPHONE:
ich half mal wieder als Aushilfe bei einer "fremden" Band aus. Für mehrere Gigs.
Ich muss dazu sagen, dass ich bei dieser Band irgendwie fast nur Pannen erleben durfte: Strafzettel, kaputte Schuhe dank nassem Boden, Magenverstimmungen dank schlechtem Essen, blaues Auge durch Kollision mit einem Bass :dizzy: (ja, sowas ist unschön!)...
dieses Mal waren wir schon beinah am Ende der letzten Set angekommen. Ich sang "Highway to Hell" von AC/DC, bei dem ich mich immer so richtig gut ausleben kann.
Nach dem Solo jumpte ich voller Elan in Richtung Publikum, um den letzten Part des Liedes nochmal voll auszukosten. Ich hob meine Hand mit Schwung nach oben und da passierte es: mein Mikrofon flog mit Wucht von der Bühne, in Mitten des Publikums. Ich natürlich hinterher. Mikrofon geschnappt, peinlich berührt gecheckt, ob noch alles funktioniert, und wieder ab auf die Bühne, um weiterzusingen... Sehr amüsant für alle Mann außenrum. Mein Freund hat sich noch Tage danach darüber halb schepp gelacht, wie doof ich da in die Menge gesprungen bin. Sah wohl leicht so aus wie der Sprung von Axl Rose in die Menge, als er einen Fan verschlagen wollte :embarrassed:
( siehe 01:02 bis ca 01:07 )

Nur ich fand das leider nicht so lustig... mein armes Sennheiser :weep:
 
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:great: COOL! :)
Das war der gleiche Abend! Mit Tom Witrock?

Ich bin fast jedesmal da. Immer am 3. Freitag im Monat ist dort offene Blues- Session!

Ja, genau.
Für mich ist es leider etwas weit, daher war es bislang das einzige mal, dass ich dort war.

Grüße, Pat
 
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