Looper/Switcher - Amp ohne FX Loop

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tobias155
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Hallo,

ich bin auf der Suche nach einem Looper/Switcher.
Vorweg: Mein Gitarrenamp besitzt keinen FX-Loop. (Dennoch sollte sich, falls ich mal einen neuen Amp bekomme mit FX-Loop dieser auch nutzbar sein)

Ich benötige aktuell mindestens 4 Kanäle, würde mir aber gerne für zukünftig mehrere "offen halten" (5-6 oder mehr wären schön)

- Clean
- Crunch
- Distortion
- Solo

Aktuell habe ich 2 Distortion Pedale, 1 Reverb, 1 Delay.
Nächste Woche kommt noch ein EQ und ein weiteres Distortion dazu.
Eventuell kommen zukünftig noch weitere Effekte dazu, 15 sollte aber das Maximum sein.

Bin in meiner Vorauswahl bei folgenden hängen geblieben:
- G-Lab GSC 3/4
- Moen GEC9
- Carl Martin Octaswitch

Mein Favorit ist das Moen bisher. Wäre das für meine Zwecke geeignet?
Wie gesagt, es soll Raum bieten, falls ich meine Effekte noch ausbaue (Chorus, Flanger etc..)

Vielen Dank für eure Empfehlungen :)
 
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Ich kann nur vom GSC2 reden (baugleich GSC3, nur andere Taster): Sehr tolles und robustes Ding. Kann Midi, kann Schaltfunktionen...nur die Programmierung ist gewöhnungsbedürftig. Wenn man sich da einmal reingefuchst hat, geht es aber. Wenn es einfacher gehen soll, kann man auch den PC per USB anschließen. Mit der dazugehörigen Software ist es sehr einfach programmiert.

Hast Du auch Bock auf Gebrauchtkauf?
Ich würde nämlich mein GSC2 für 95€ verkaufen.
Grund für den Verkauf: Ich nutze den FX-Loop, das kann das GSC2 nicht ohne weiteres abbilden.
Grund für den Preis: Mir ist das originale Netzteil in die Fritten gegangen. Da mir das eh zu klobig war, habe ich das GSC2 modifiziert, so dass es jetzt mit einem normalen "Effekt-Pedal-Stecker" mit 12 Volt betrieben werden kann.

Schreib mir einfach, wenn Du Interesse hast.
 
Noch eine (vielleicht blöde) Frage: Sagt die Anzahl der verfügbaren Loops etwas darüber aus, wie viele Effektgeräte man verwenden kann? Also mehr Loops = mehr Pedale?
Weil eigentlich tendiere ich zu G-Lab (6 Loops), das Moen hat ja aber z.B. 9.

@Fischi Leider würde ich mich wenn für das GSC3/4 entscheiden, da ich eventuell ja auch noch mal auf einen Amp mit FX-Loop umsteigen werde.
 
Bei mir werkelt der Palmer Octopus, 8 Loops, also für acht Effekte. Falls mehr Effekte vorhanden, kann man ja auch mehrere in einen Loop packen.
 
Ah okay, dann tendiere ich tatsächlich eher zum Moen GEC9, darüber liest man ja fast nur Gutes, allerdings steht bei Thomann.

"6 serielle und 3 separate Einschleifwege" - Was genau bedeutet das?

Mir fällt gerade auf, dass für mich noch nützlich wäre, den Kanal meines Amps mit dem Looper umschalten zu können (Fender Bassbreaker 18/30). Geht das mit den o.g. Switches?
 
Ich hab das GSC2, wie Fischi richtig sagt Baugleich dem GSC3, und das Moen GEC9 und beide sind super! Aber beide machen in meinen Augen recht unterschiedliche Dinge. Kurz zu meiner Nutzung, vielleicht kannst du für dich was davon ableiten:
Das G-Lab nutze ich für die Band, da ich -für mich verhältnismäßig- wenige und vor allem immer dieselben Effektgeräte nutze, dennoch aber zu viel schalten muss um es ohne Switcher zu tun. Es schaltet also 3 pre-Amp Loops, geht durch den 4. Loop zum Eingang des Amp, aus dem FX send in den Return des 4. Loops und dann die post-Amp Effekte in Loop 5 und 6. Loop 4 ist also immer an. Zusätzlich schaltet es via Midi verschiedene Modi am Whammy und den Amp selbst (Marshall JVM, also schon auch ein paar Schaltmöglichleiten, da macht Midi Sinn). Disclaimer: Das G-Lab kam erst zu Corona und ist noch nicht wirklich Praxiserprobt, die Programmierung am PC lief aber recht gut. Vorteil vom G-Lab: es gibt extrem viel Zubehör. Nicht ganz billig, aber sehr flexibel. So lassen sich durch einen Externen Bank-Schalter 2 Presets pro Bank dazu gewinnen, über ein Midi Modul weitere Loops ergänzen oder einen True-Bypass für das Wah oder Whammy bei Berührung dazu zaubern. Außerdem nett: das G-Lab fungiert als Netzteil, spart also nochmal ein Gerät, solange du 6 Effekte nutzt.

Zum Moen: für mich für den Heimgebrauch, weil ich zuletzt viel variiere, tausche, verkaufe, ausprobiere und nicht immer die ganze Effektkette neu arrangieren möchte. Außerdem möchte ich bei ~12 Effektgeräten Kabellänge vermeiden, wo es geht. Für mich eine unfassbar flexible Allround Lösung und da ich Midi für meinen Übungsamp nicht brauche an der Stelle kein Manko. Das Einzige, es hat keinen gesonderten Switch, heißt das Umschalten den Amps kostet einen Loop. Bleiben noch 2 post-Amp Loops, das könnte ggf. schon einer mehr sein, ist aber jammern auf hohem Niveau. Programmierung ist gar kein Thema, da einfach per Knopfdruck Loop an/aus je Preset. Das war für mich das Kriterium gegen z.B. die Joyo/ Harley Benton PXL pro/ FXL Dinger. Wenn ich meine Effektkette laufend ändere ist mir das zu viel "Getaste". Netzteile habe ich bei der Menge an Effekten gleich 2x T-rex Fuel Tank. Das sind gegenüber dem G-Lab wieder ca. 50€ (gebraucht) pro Netzteil zusätzlich, waren in meinem Fall aber auch schon vorhanden.

Das Octaswitch hatte ich mir auch angeschaut und finde ich auch klasse, hat eben 2 Extra Switches, dafür muss man mit dem FX Loop tricksen ähnlich wie mit dem G-Lab. Würde ich funktional aber eher dem Moen gegenüber stellen wegen der Anzahl der Loops und mangelndem Midi.
Für mich war es am Ende eine Preisfrage, weil ich zu einem guten Preis an das Moen kam.

Nachtrag, weil ich gesehen habe, dass die Frage in einem anderen Thread kam (und auch, weil es tatsächlich noch was ist, was mir auf der Zunge lag): Tatsächlich ist das Kabelmanagement beim Moen so eine Sache. Da das Moen zwei Reihen an Ausgängen hat, ist es nahezu unmöglich normale Winkelstecker für obere Reihe zu verwenden, da diese mit den Steckern der unteren Reihe kollidieren. Ich habe persönlich einfach an der Stelle auf Optik gepfiffen und die Kabel oben nicht nach unten, sondern nach oben abgeführt, da ich einen großen Satz an recht teuren Pancake-Steckern hatte und diese einfach weiter verwenden wollte. Aber eine saubere Lösung wären entweder sehr teure Solderless Patchkabel wie Evidence Ausio / Lava Cable oder gerade Klinkenstecker, was dann aber Platzraubend wäre.
Das G-Lab und Octaswitch sind einreihig, also dahingehend einfacher zu bekabeln.
 
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Wenn man es genauer betrachtet, schmelzen IMO die vermeintlichen Vorteile vom GEC9 etwas zusammen.
So richtig verstanden habe ich dass mit den "separaten" Loops 7-9 noch nicht, aber es ist wohl auch so, das man jeweils einen davon opfern muss, um ihn in ein "Latch" Umschalter z.B. die Amp Kanalumschaltung zu nutzen.
Die Programmierung vom GEC9 ist erfrischend einfach und übersichtlich, aber dadurch auch wenig "flexibel".
Einer der größten Vorteile des G-Lab GSC-3 ist IMO, dass man die Fußschalter sehr frei konfigurieren kann. Man kann wählen, ob ein Schalter ein ganzes Presets an Loops, Midi Befehlen und CTRL-Switch Stellungen aufruft oder lediglich irgendetwas ganz unabhängig von den Presets geschaltet wird (..das können eigentlich auch nur ganz wenige Switcher oder auch Multi Effekte Da muss man immer zwischen Preset und "Stomp"-Modus erst umschalten).
Das ist IMO aber sehr praktisch, weil häufig braucht man gar kein komplett neues Preset sondern lediglich z.B. einen zusätzlichen Solo Boost; einen Kompressor zum "Standard-Clean-Sound",...
Wenn man mit den Fußschaltern jedoch nur gesamte Presets aufrufen kann, ist man das schnell bei eine sehr großen Anzahl von Patches. Das GSC-3 hat dann 10 Schalter, die man frei belegen kann, beim GEC9 sind das nur 5!
Jetzt hat man zwar die Möglichkeit über den Wechsel auf andere Bänke sehr viel mehr Presets aufzurufen. Das wird IMO aber sehr schnell unübersichtlich, so dass ich es möglichst vermeide, zu einer anderen Bank wechseln zu müssen, um einen bestimmten Sound aufrufen zu können.
Ein weiterer Vorteil vom GSC-3 wurde schon erwähnt und das ist die Erweiterbarkeit via Midi. Es gibt von G-Lab 2er und 4er Loop Erweiterungen. Bis zu 4 davon könnte man via Midi ansteuern und so sein Rig, auf satte 20 Loops erweitern.
Diese Art der Erweiterung macht IMO besonders viel Sinn, wenn man den FX-Loop vom Amp einbinden möchte.
Ein "normaler" Looper/Switcher hat einen Ein- und Ausgang. Wenn man da die 4-Kabelmethode nutzen möchte, um den Amp FX-Einschleifweg zu nutzen, muss man dahrer dafür einen Loop des Switchers "opfern" (...man schleift im Prinzip die Amp-Vorstufe in einem der Loops ein, wie auch die anderen Zerrer/Overdrive-Pedale und der Looper Ausgang geht dann direkt auf die Amp-Endstufe...).
Die Looper Erweiterungen habe aber jeweils ihren eigenen Ein- und Ausgang und so nutze ich das z.B. so, dass ich am GSC-3 direkt alle Pedale angeschlossen habe, die vor dem Amp sind und auf einem zweiten kleinen Board habe ich Delay/Reverb und einen Clean Booster, die mit hilfe einer 2er Loop Erweiterung im FX-Weg geschaltet werden:
GSC-3 Floor Board:
FX-Board am Amp:

Da durch reduzieren sich die Kabel Wege immens. Mein FX Board mit 60 cm Patchkabeln am Amp angeschlossen ist. (Via Midi werden dort auch noch Presets vom Eventide Space gesteuert).
Vom Floorboard muss dann nur noch ein Kabel zum Amp Eingang und das das Midi Kabel (...ggf. natürlich noch ein TRS Kabel, falls der Amp nicht auch via Midi steuerbar ist...) verlegt werden.

In Sachen Erweiterbarkeit, Flexibilität und Möglichkeiten ist daher das GSC von G-Lab IMO sehr viel besser aufgestellt.
 
Hallo zusammen,

ich habe mich nach langem Hin und her und einem Gespräch mit Thomann nun doch für das Carl Martin Octa-Switch MK3 entschieden.

Hat genau das, was ich möchte (8 Presets, 8 Loops) und die Möglichkeit, den Amp umzuschalten. Zudem einfach programmierbar! Bin sehr gespannt, sollte spätestens am Wochenende eintreffen! :)
 

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