Looper- verschiedene Zeiten?

Das ist ein wirklich cooler, minimalistischer Ansatz!
Finde ich auch erstmal, allerdings (als jemand, der diese Verfahren benutzt) ist das für mich …
meine ich, wenn man über die erste Looplänge gespielt hat, also der erste Loop verdoppelt wurde, bleibt die Verdoppelung bestehen.
… eine massive Einschränkung.
Ich denke, dass man bei dezidierten 2-Track Loopern deutlich flexibler ist. Zumal die Overdub-Möglichkeit dann ja auf beiden Tracks möglich ist! Du also z.B. dem Groove (Track 1) im laufenden Song noch Akzente/Auffüllungen geben kannst und darüber hinaus auch den zweiten Track weiterentwickeln kannst, sogar auf den Groove zurückfallen kannst und zweiten Track wieder neu (mit anderer Länge) aufbauen kannst.
 
Für mich ist die Frage des Live-Einsatzes entscheidend.
Wer eine DAW hat, kann quasi Unmengen von Tracks aufnehmen, die man kopieren und dann zeitlich fast unbegrenzt durchlaufen lassen kann, und unterschiedliche Loop-Längen sind ohnehin kein Problem. Das kann sogar mein BOSS BR 80, den es für unter 200 € gibt und bei dem ich 8 Tracks bespielen kann (es ist im Grunde ein handlicher, digitaler 8-Spur-Recorder) und der zusätzlich noch die bewährten BOSS-Effekte plus drum-patterns plus ganz taugliche eingebaute Mikros am Bord hat.

Bloss: das macht für einen Live-Auftritt keinen Sinn, weil viel zu umständlich in der Bedienung - das ist für Backing-Tracks und zum Üben und zum Entwickeln von Song gut, aber wenn ich live Loop-Tracks einspielen und nach Belieben abrufen und schichten will, unterstützt es zu wenig die geforderte Performance. Auch in einer Band wäre das wenig tauglich, es sei denn, der drummer und alle anderen richten sich sehr genau nach einem vorgegebenen Klick / Tempo ein - wenig tauglich, wenn ein Song gar nicht mit einem Loop anfängt, sondern der erst später anfängt.

Wenn ich aber bei einem Live-Auftritt als bevorzugte Einsatzgebiet bin, schaue ich auch danach, ob ich das Gerät live gut und sicher bedienen kann. Klar - das ist auch eine Frage, wie intensiv ich mich mit dem Gerät befasse - aber es muss mir sozusagen vom Handling her entgegenkommen.

x-Riff
 
der rc 600 hat bei mir keine
Ist mir auch nicht bekannt. Auch für den RC 500 gab es immer mal solche Berichte. die sich aber letztlich eher als Fehlbedienung erwiesen haben.
Ich finde allerdings (und kenne auch Leute, die vom RC 600 wieder auf den RC 500 zurückgegangen sind) der RC 500 ist so schön klein (hat sogar ne Batterieoption!) und wenn man dessen Möglichkeiten voll ausnutzen möchte, ist man schon ganz schön beschäftigt.

Apropos Live, wenn ich bei Session mal spontan was loope, benutze ich eigentlich immer nur einen Track. Für rein Live wäre also m.E. ein 1-Track Looper (ggfs. mit dieser Extended Funktion) völlig reichen.
Ich vermute, viele wollen Looper auch als „Band“-Ersatz benutzen, und da machen 2-Track Looper mit Rhythmusoption mehr Sinn.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

wenig tauglich, wenn ein Song gar nicht mit einem Loop anfängt, sondern der erst später anfängt
Nach meiner Erfahrung reine Übungsache. Und wenn man einigermaßen eingespielt ist, kann „man“ auch ohne Click (für alle) mal ein paar Takte loopen, ohne dass der Song rumeiert.
 
Nach meiner Erfahrung reine Übungsache. Und wenn man einigermaßen eingespielt ist, kann „man“ auch ohne Click (für alle) mal ein paar Takte loopen, ohne dass der Song rumeiert.
Da ist in einer Band das schwächste Glied ausschlaggebend.
Ich bin ein recht versierter Live- Drummer, habe aber bis auf wenige Aufnahmen nie auf Klick gespielt und hätte damit mit Sicherheit Schwierigkeiten. Die sind nicht unüberbrückbar, aber „man“ muss sich da schon reinfinden. Ich habe in mehreren Bands gespielt, wo nach Klick spielen ein No Go wäre.
Ich will einfach darauf hinweisen, dass das für viele eine Umstellung wäre und man sich darauf einlassen muss. Ich habe auch schon als Gitarrist live mit einem Didgeridoo-Menschen zusammengespielt - da waren mehrere Loops mit unterschiedlichen Effekten schon hilfreich. Mit meinem Zoom Floorboard kam ich da schon an meine Grenzen.

Eine andere Anforderung ist, wenn ich nur mit mir im Proberaum jamme. Da habe ich Zeit und zwischendurch verschiedene Menüpunkte zu aktivieren, um verschiedene Loops zu bespielen und dann abzurufen ist dann auch nicht unbedingt ein limitierender Faktor.


Ich finde allerdings (und kenne auch Leute, die vom RC 600 wieder auf den RC 500 zurückgegangen sind) der RC 500 ist so schön klein (hat sogar ne Batterieoption!)
Das ist noch mal ein wichtiger Punkt. Gerne lande ich am Ende meiner Überlegungen bei einer „großen“ Lösung, weil die eben alles kann. Aber neben den Budget ist die schiere Größe der Geräte ein Faktor: Ich persönlich mag es nicht so, wenn vor mir der ganze Fussbereich voll ist, ist natürlich auch Geschmacksache. Aber wenn man am Ende bei was landet, von dem man nur 10% nutzt, ist das ja auch doof.

x-Riff
 
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das ist glücklicherweise 'musiker sei dank', frei zu entscheiden.
wir haben fast alles auch live mit click gespielt. und der kam aus zwei synchronisierten one loop stereo loopern. da ich die gitarre als mono instrument nur in mono gespielt habe hatte ich den click auf der einen spur, das instrument auf der anderen. der click ging dann separat via iem an alle und konnte von jedem individuell angepaßt werden.
da ich inzwischen als solo mensch neben gitarre und bass auch noch die stimme loope habe ich mich nach langem zögern - unter anderem wegen der größe - doch für den rc-600 entschieden.
brauch ich es mal einfach und leicht nutze ich den einfachen looper der im ampero II stomp verbaut ist zusammen mit einem externen pedal zum schalten.
 
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Ist auch ein Thema: Braucht man einen Mikro-Eingang, braucht man Gitarren-Effekte oder schleift man den Looper eh in dem Ampweg ein?

Man gibt halt sonst Geld für etwas aus, das man eh nicht braucht.

Bringt schon was, sich vorher damit zu befassen.

x-Riff
 
richtig, aber für die einfachversion meiner songs komme ich damit hin. für anderes habe ich dann ja den großen.
es ist leider wie so häufig, eine echte all in one lösung gibt es nicht.
---
mehr als 60 sekunden meines solo gedudels während des geloopten instrumentalen refrain will sowieso niemand hören :eek2:.
 

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