Lulu, Metallica und Lou Reed

Ok, DAS Video erklärt einiges. Letztendlich ist das ganze einfach nur ein Rehearsal-Mitschnitt. Ein großer Jam. Und was beweisst das? Nur das Metallica nicht jammen können.:rolleyes:

 
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Ok, Lou Ree redet auch so, er kanns also nicht anders.
 
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Ok, Lou Ree redet auch so, er kanns also nicht anders.

Aufgrund der anderen Beiträge bezüglich Velvet Underground, dachte ich der ist einfach nur alt. Aber Lou konnte wohl noch nie singen und hat sich anscheinend seinen "Kultstatus" eher über die Definition als Idol einer Jugendkultur geholt. Auch gut....
 
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das mit der 'Jugendkultur' hab ich von dir schon mal gelesen - du solltest dich da eventuell etwas schlauer machen.
(falls es nicht zu viel Mühe ist)
Der Begriff deutet in eine völlig falsche Richtung weil das (wofür die Band und Lou Reed als ex Frontfigur) stehen mit 'Jugend' oder Idealen absolut nichts am Hut hat.

es geht eher in eine (ähnliche) Richtung, in der Tom Waits gern als 'Poet der Kehrseite des Amerikanischen Traums' bezeichnet wird.
Das Leben auf der Strasse (der Sadt) oder an den Randbereichen der Gesellschaft kennt keinen Altersunterschied.

Es gibt nicht sooo viele 'Künstler', die diesen Bereich zwischen Ratlosigkeit, Drogensucht, Gewalt, 'abartigen' Neigungen (nicht auf Sexualität beschränkt), schlichtem 'Glücklich-sein' und allem was dazwischen liegt, glaubhaft verkörpern können.
Vor allem ohne den Anspruch des Weltverbesserns und Moralisierens. Es wird nur geschildert...

cheers, Tom
 
das mit der 'Jugendkultur' hab ich von dir schon mal gelesen - du solltest dich da eventuell etwas schlauer machen.
(falls es nicht zu viel Mühe ist)
Der Begriff deutet in eine völlig falsche Richtung weil das (wofür die Band und Lou Reed als ex Frontfigur) stehen mit 'Jugend' oder Idealen absolut nichts am Hut hat.

Das bezog sich auf deinen damaligen Kommentar und falls das eine Fehlinterpretation meinerseits ist/war bitte ich das zu entschuldigen. Deine Deutung der "Wichtigkeit" von Metallica für die 80er und die Entwicklung des Metal war aber auch nicht ganz hasenrein ;)


es geht eher in eine (ähnliche) Richtung, in der Tom Waits gern als 'Poet der Kehrseite des Amerikanischen Traums' bezeichnet wird.
Das Leben auf der Strasse (der Sadt) oder an den Randbereichen der Gesellschaft kennt keinen Altersunterschied.

Es gibt nicht sooo viele 'Künstler', die diesen Bereich zwischen Ratlosigkeit, Drogensucht, Gewalt, 'abartigen' Neigungen (nicht auf Sexualität beschränkt), schlichtem 'Glücklich-sein' und allem was dazwischen liegt, glaubhaft verkörpern können.
Vor allem ohne den Anspruch des Weltverbesserns und Moralisierens. Es wird nur geschildert...

cheers, Tom

Danke für die Klarstellung :)
 
du brauchst dich nicht entschuldigen, ich bin da keineswegs empfindlich... :D
Deine Deutung der "Wichtigkeit" von Metallica für die 80er und die Entwicklung des Metal war aber auch nicht ganz hasenrein ;)
wie du ja richtig in Erinnerung hast ;)

Das war bewusst forsch formuliert... und es bestand Grund zur Hoffnung, dass mich gleich jemand über Metallica besser ins Bild setzt...
Aber da wurde das leider mit der Begründung OT abgewürgt.
Fand ich schade, weil es eine Reihe von Parallelen gibt (imho)
Für mich hat Metallica tatsächlich keine Bedeutung, so wie Lou Reeds Auftritte Ende 60/Anfang70 für den typischen Metallica Hörer vermutlich ein Rätsel darstellen. Schwamm drüber... :D

Ich hab in das Lulu Projekt nur stellenweise reingehört, kann da gut auf die leaks verzichten.
Thematisch schliesst sich das (schon vom Ort des Geschehens) ein wenig an Reeds 'Berlin' an, mit (zeitgemäss ?) mehr exzessiv ausgelebter Gewalt. Ich zitiere mal kurz direkt aus Wiki
...1973 folgte das Album "Berlin", das von einer gescheiterten Liebesgeschichte zweier Junkies in dieser Stadt handelt. Das Album zeichnet sich durch seine bedrückende Stimmung aus und enthält Songs wie "Caroline Says II" (Gewalt), "The Kids" (Prostitution und Drogenmissbrauch), "The Bed" (Suizid) und, nicht überraschend, "Sad Song". "Berlin" wird heute oft als sein Meisterwerk betrachtet, stieß aber zur Zeit seiner Veröffentlichung bei Presse und Publikum auf fast völliges Unverständnis und Entsetzen. Lou Reed war über dieses Scheitern so enttäuscht, dass er nach eigener Aussage die "Schotten dichtmachte". ...
das Album war übrigens akustisch ungewöhnlich gut produziert.
Für solche Inhalte braucht es eine 'emotionale' Stimme, nicht unbedingt eine technisch gut ausgebildete.
Kicks, The Bed, Caroline II, , The Kids
insofern ist dieses Lulu Projekt zumindest aus der Perspektive Lou Reeds nicht unverständlich.

cheers, Tom
 
es geht eher in eine (ähnliche) Richtung, in der Tom Waits gern als 'Poet der Kehrseite des Amerikanischen Traums' bezeichnet wird.
Tom Waits hatte aber immer den Vorteil gehabt dass er in jeder Hinsicht ein verdammt guter Musiker war bzw. immer noch ist, der auch ziemlich eindeutig dieses "Gegenthese zum amerikanischen Traum"-Film Noir Dingens nur auf der Bühne ausgelebt hatte und ansonsten ein ziemlich gutes Gespür für aktuelle Entwicklung und Musik hatte, weswegen er wohl auch nie - entgegen seiner Kunstfigur - tragisch gescheitert ist.

Ich tue mich echt schwer diese beiden in die gleiche Kategorie zu stecken.
 
wo liest du den Vergleich der Personen heraus ? oder das die irgendwas miteinander zu tun haben.
Es ging ausschliesslich um die ART der Charakterisierung.

Was die beiden Protagonisten im realen Leben treiben, wissen wohl nur ihre engeren Bekannten.
Deswegen habe ich mich auf das 'öffentliche' Erscheinungsbild beschränkt.
Und vor allem: ich werte das nicht.
Ich bin absolut kein Lou Reed Fan, oder Anhänger irgendwelcher Glorifizierungen, aber ich erkenne seine Leistung an, einigen nicht ganz einfachen Aspekten des Lebens eine künstlerische Form gegeben zu haben.
Ob die jetzt mit einer persönliche Aesthetik von irgendwem zusammenpasst... egal ;)

cheers, Tom
 
Das war bewusst forsch formuliert... und es bestand Grund zur Hoffnung, dass mich gleich jemand über Metallica besser ins Bild setzt...
Aber da wurde das leider mit der Begründung OT abgewürgt.
Fand ich schade, weil es eine Reihe von Parallelen gibt (imho)
Für mich hat Metallica tatsächlich keine Bedeutung, so wie Lou Reeds Auftritte Ende 60/Anfang70 für den typischen Metallica Hörer vermutlich ein Rätsel darstellen. Schwamm drüber... :D

Wenn da ehrliches Interesse besteht, kann ich dir da (auch gern per PM) bezüglich Metallica und speziell der 80er Metal bzw. Thrash Szene was schreiben um da mehr Klarheit bzw. Verständniss reinzubekommen. Bin schließlich Zeitzeuge ;)
 
meine güte
hab noch nie so einen scheiss gehört
das is ja unglaublich wie schlecht das alles ist da passt ja überhaupt nichts
 
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Wenn da ehrliches Interesse besteht, kann ich dir da (auch gern per PM) bezüglich Metallica und speziell der 80er Metal bzw. Thrash Szene was schreiben um da mehr Klarheit bzw. Verständniss reinzubekommen. Bin schließlich Zeitzeuge ;)
ja gern, aber schreib's bloss nicht hier hinein, sonst wird's wieder gekickt - und auch Tom Waits lassen wir lieber aussen vor... :D

um den Kontext nicht zu verlieren:
in der Rolle der Beteiligten an diesem Projekt dürfte vermutlich der Schlüssel zu der 'Intensität' der Diskussion (nicht nur an dieser Stelle) liegen.
Nebenbei fördert sie anscheined (Stichwort: stark in der Gruppe) auch Unmuts- und Klugsch*** Äusserungen zu Tage, die man unter Musikern (speziell der etwas härteren Gangart) eigentlich nicht vermutet.
Das erinnert geradezu ätzend an vergangene Zeiten.
Ist das Kleinbürgertum in Jeans schwarzem Leder zurückgekehrt ? :D

wie schon erwähnt: das muss man weder mögen noch gefällig finden. Aber sich als Instanz aufzuspielen ?
wer nur in Schablonen denken kann, sollte vielleicht mal einen Ausbruch wagen... (ganz allgemein)

es ist ein meilenweiter Unterschied ob da steht: es klingt schei**e oder es ist Schei**e

cheers, Tom
 
Fast so geil wie das neue Album von William Shatner... ^^
 
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Ist das Kleinbürgertum in Jeans schwarzem Leder zurückgekehrt ?

Ohne hier gleich eine anthropologische Studie zu veröffentlichen, ja der "durchschnittliche" Metalfan ist seit Ende der 80er durch und durch traditionell und konservativ.
Die Idee des "ich lass mir einen Scheiß sagen" und "mich interessieren keine Trends, egal ob Pop oder Punk" ist irgendwann im Spießbürgertum der Kuttenträger ersoffen. Nicht umsonst hatte Hip Hop und Grunge in den 90ern regen Zulauf aus der Metal-Szene. Leider!
Das war auch mit ein Grund für den Niedergang der Metal Szene in den 90ern. Nein, nicht der Grunge war schuld. Sondern die Szene und die Musiker selbst, die immer wieder dasselbe zu Tode gegniedelt haben.
Teile der Metal-Szene sind heutzutage leider durchaus mit der Volksmusik-Szene vergleichbar. Wenn ich mir anschaue, was da mittlerweile im Bereich Power Metal und Folk Metal (die ursprünglich mal eine großartige, kleine Fan-Szene hatten) abgeht, wird mir in Bezug auf die Kommerzialität und dem Verhalten der Zuschauer teilweise echt schlecht. Von der teils unglaublich schlimmen Qualität derMusik, die mal garnichts mehr mit RocknRoll zu tun hat, will ich erst garnicht reden.
 
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Ohne hier gleich eine anthropologische Studie zu veröffentlichen, ja der "durchschnittliche" Metalfan ist seit Ende der 80er durch und durch traditionell und konservativ.
Ich denke das ist aber auch total normal und verständlich. Metal ist einfach schon verdammt alt, was soll da noch passieren? Dem Beat-Fan kann man ja auch schwer vorwerfen dass er in den 60er stecken geblieben ist.

Wie oft kommt es noch vor dass man eine neuere Metalband hört und denkt: "Vor fünf Jahren wäre diese Art von Musik noch nicht denkbar gewesen". Selbst Bands wie Meshuggah die mit ein paar anderen sowas wie die Speerspitze der Innovation innerhalb der Metalszene darstellen hat ihre Wurzeln in den späten 80ern.
 
Ich denke das ist aber auch total normal und verständlich. Metal ist einfach schon verdammt alt, was soll da noch passieren

Da passiert immer noch eine ganze Menge. Man muss nur die Ohren offen halten und darf sich nicht sofort verschrecken lassen. Symphony X finde ich saumässig innovativ, genau wie Opeth (auch wenn ich die neue Scheibe nicht mag). Devildriver oder Lamb of God loten neue Grenzen aus, genau wie The Haunted. Immer in Gefahr laufend die alten Fans zu verschrecken.
Wobei wir wieder bei Metallica wären. Wobei ich auch hier unterscheide zwischen "neue Wege gehen können" oder nur "wollen". Wollen wollen Metallica anscheinend sehr gern, nur mit dem Können haperts wohl meistens :D
 
Da passiert immer noch eine ganze Menge. Man muss nur die Ohren offen halten und darf sich nicht sofort verschrecken lassen. Symphony X finde ich saumässig innovativ, genau wie Opeth (auch wenn ich die neue Scheibe nicht mag). Devildriver oder Lamb of God loten neue Grenzen aus, genau wie The Haunted. Immer in Gefahr laufend die alten Fans zu verschrecken.
So sehr ich einige dieser Bands liebe (Symphony X ist mir einfach zu kitschig... ist aber ein Geschmacksurteil und hat nichts mit der Qualität ihrer Musik zu tun) und ich ein großer Opeth Fan bin - deren große Werke liegen alle schon ein paar Jahre zurück. Die Blackwater Park zum Beispiel war sicher stilprägend und das Album ist auch schon 10 Jahre her

Was in den 90ern mit Grunge so war und heute bei einigen elektronischen Genres ist: Da hört man etwas und denkt dass dies der früheste Augenblick ist in der man so eine Musik machen bzw. auch nur denken konnte. Das ging mir zum Beispiel vor einiger Zeit so als ich die ersten Post-Dupstep Sachen gehört habe. Die Zeiten gab es im Metal sicher auch mal. Das meine ich damit, nicht dass eine Progmetalband mal ein Akustikalbum macht.

Vllt hab ich wirklich nur einiges verpasst in der letzten Zeit, aber ich hab da wirklich das Gefühl dass die Szene im eigenen Saft kocht. Wirklich überrascht wurde ich da schon lange nicht mehr.

Wobei wir wieder bei Metallica wären. Wobei ich auch hier unterscheide zwischen "neue Wege gehen können" oder nur "wollen". Wollen wollen Metallica anscheinend sehr gern, nur mit dem Können haperts wohl meistens :D
In der Tat haben wir hier eine perfekte Demonstration von gewollt und nicht gekonnt. ;)
 
vielleicht ist auch nur eine perfekte Demonstration von: leck mich doch mit der ganzen Technik...
sie können sich alles leisten und (soweit ich es mitbekommen habe) haben sie das auch.
Musikalisch war sicher kein 'echtes' Orchester für die Nothing Else Matters Inszenierung notwendig :p
aber so was macht sich PR-mässig ganz gut - Kommerz muss ja nicht per se schlecht sein.
Mich hat's an einen kernigen, aber dennoch lauwarmen Aufguss von a Whiter Shade of Pale erinnert.
Bahnbrechend ist anders.

ich will sie nicht bemitleiden, aber man kann sich ja mal in die Lage eines Musikers versetzen (unterstell ich einfach mal, dass sie das irgendwo sind), der nichts mehr beweisen muss (um Popularität zu erlangen) und vom Budget her alles realisieren könnte...
Irgendwo ist vielleicht die Antriebsfeder verloren gegangen, Routine hat das Schaffen eingeholt.
Da kommt doch so ein 'Schmeiss-alles-über-Bord' Projekt gerade recht.
Für die Band vermutlich von hohem Unterhaltungswert.... :D

cheers, Tom
 
Wow, geile Musik :great:
Pumping blood ist nach einmaligem hören mein Favorit.
Könnte aber insgesamt mehr Gitarrensoli geben.
 
Coole Scheibe.
 
@Telefunky, Du hast Dich jetzt mehrfach beschwert, dass ich finde, dass eine Diskussion über Metallica am besten im Metallica-Thread geführt werden sollte und es hier um die Kooperation von Metallica mit Lou Reed gehen sollte. Ich persönlich verliere sonst schnell die Übersicht, wenn die Themen über mehrere Threads verteilt diskutiert werden. Sollte Dir das nicht passen, dann thematisiere das bitte im dafür vorgesehenen "Beschwerden"-Unterforum anstatt im Thread zu sticheln...

So und nun wieder zum Thema.
 

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