Makeover 63 Japan Strat

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Hallo zusammen,

da ich immer Spaß dran habe meine Arbeit zu dokumentieren, hier ein neuer Thread. Nach dem Burst, Junior und dem Telecaster Projekt letztes Jahr wird es diesmal ein Makeover.

Eigentlich hatte ich geplant eine 60s Strat von Scratch auf neu zu bauen, aber mein Luthier ist mit anderen Sachen beschäftigt und aufgrund einiger persönlicher Umstände habe ich mich gegen einen kompletten Bau einer Strat entschieden. Neben meinem Faible für Replica's (nicht hier diskutieren bitte) haben es mir immer schon die (alten) Japanerinnen angetan.
Zwischenzeitlich hatte ich mir dann auch wieder eine alte Japan Strat geschossen. Ich hatte bereits eine 79er Tokai und ein Bacchus aus der frühen "beginning of a new history" Serie.

Die gekaufte Strat ist wirklich was besonderes, ich habe sie via Reverb als möglichen Greco Prototyp gekauft.

Trotz sehr viel internationaler Recherche, konnte ich den eigentlichen Ursprung nicht ermitteln. Ich hatte Kontakt zu Vintage, ESP, Deviser/Headrush und auch zum ehemaligem Greco Distributor Kanda Shokai.
Das war alles ergebnislos, aber bei Kanda Shokai glaube ich, das da keiner ist der sich mit den alten Grecos wirklich auskennt. In der FB Grecogruppe wurde das Ganze ausgiebig diskutiert und es ist vermutlich etwas was von Kanda und möglicherweise von Fujigen stammt. Der Body ist definitiv handcarved und die Ganze Gitarre ist eigentlich Top Notch, super Griffbrett und Bundierung, etc.

Das was mich etwas "unglücklich" macht ist die Polylackierung, die ist zwar super lackiert und am Body auch sehr schön gefadet, aber so ganz passt das für mich so nicht. Ich brauche richtiges Nitro :D.

Da ich mir entlacken auch nicht mehr antue habe ich nach den super guten Erfahrungen mit Guitarbuild bei unseren Telecastern, eines 60s Vintage Body bestellt.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
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Noch etwas Background zur ganzen Geschichte, die Strat hat auf 1981 datierte Japan Potis und den DM 30 Switch (5 way) der auch bei den ganzen Japanstrats verbaut war. Wie schon zu sehen ist das Fretboard eine Veneerversion, was zu der Zeitstellung 63 passt. Ich bin auch recht glücklich das der Hals zumindest einen Compoundradius hat (ich hab nur hinten gemessen) und der ist 9,5" mit 7 1/4" komme ich nicht so gut klar. Wenn man sich alte Fender ansieht ist das zumindest bei den Teles alles vorhanden durchgängig 7 1/4", durchgängig 9,5" und Compound in beide Richtungen.

Was ist geplant:

- Montreux Pickguard ist schon drauf, wird aber noch mehr geaged
- Fender Pat. Pend Sättel, das Stringspacing ist 56mm
- Neue Potis und Cap
- Bei den PU's bin ich nicht sicher, es kann sein das es sogar Fullerton sind (das kann ich aber erst sagen wenn ich mir den Draht angesehen habe)
- Neckrefin in geagtem Nitro (viel zu hell im Moment)
- ggfs. auswechseln der Dots gegen clay dots wenn sich die alten nicht färben lassen
- neue Neckplate
- Lackieren und verbauen des Guitarbuildbodies

Wie oben schon gesagt habe ich den Guitarbuildbody schon bestellt, dieser wird Olympic White mit geagtem Klarlack und entspricht dann einem Originalbody der Gelb gebeizt wurde mit Fullerplast, der eigentlichen Farbe und Klarlack lackiert wurde. Wer sich dafür interessiert, dem kann ich nur das folgende ans Herz legen.

http://www.guitarhq.com/fenderc.html

Den bestehenden Body werde ich nicht antasten, der ist mit dem Fading eigentlich viel zu schade und wird sicherlich jemand anderen glücklich machen können.
 
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coucho

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Montreux Pickguard ist schon drauf, wird aber noch mehr geaged
Wie gehst Du da genau vor? Ich versuche da auch ein wenig zu recherchieren aber irgendwie finde ich außer "schmirgeln und Schuhcreme drauf" kaum was brauchbares.
 
shackenb

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Wie gehst Du da genau vor? Ich versuche da auch ein wenig zu recherchieren aber irgendwie finde ich außer "schmirgeln und Schuhcreme drauf" kaum was brauchbares.

Pickguards sind so eine Sache aber mit feinem Papier leicht schmirgeln und wieder aufpolieren geht schon in die richtige Richtung. Die Schuhcremevariante finde ich schlecht und hat bei mir nie funktioniert. Ich nehme Polyboy fix neu dunkel, das färbt alles und gibt den richtigen Farbton. Das kann man quasi mehrfach einpolieren, das Problem dabei ist das es auch ganz schnell Flecken gibt. Mit Kaliumpermangant kann man auch noch Löcher und Kanten betonen, das mache ich aber inzwischen auch lieber mit dem Polyboy.

Bisschen unglücklich bin ich bei dem schon nicht ganz günstigen Montreuxpickguard, da ist die mittlere Schicht leider nicht ganz so dick wie sie sein müsste (doppelt so dick wie eine Weisse). so das das schwarz schon etwas durchscheint. Da werde ich aber zu gegebener Zeit nochmal drüber nachdenken.
 
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coucho

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Ok Polyboy hatte ich noch nicht auf dem Schirm. Das ist aber recht dünnflüssig, so glaube ich?! Also auf einen Lappen und drauf reiben, ist es aber auch wieder zu entfernen, falls es zuviel wurde bzw. zu dunkel wurde.
Mit entfernen meine ich evtl. mit Verdünnung etwas wegnehmen.

Aber das mit dem teuren Montreux Guard ist ja ärgerlich, gerade da sollte man meinen das die zu 100% richtig gut sind.
Ironie des Schicksals, habe mir vor 3 Tagen eins für meine Maybach Lester bestellt. Ich hoffe ich bin zufrieden?!!!
 
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Gast252951

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was gut funktioniert bei Pickguards ist:

- Brennspiritus
- Airbushfarbe ( braun )
- Lappen

Lappen mit Spiritus tränken, das PG damit polieren. Der Spiritus löst das Plastik an, ohne dass es Wellen etc gibt, nur soviel, dass Farbe angenommen werden kann. Ein paar Tropfen Airbrush auf das PG und mit dem Spirituslappen einmassieren und verteilen, Überschuss mit Lappen entfernen, bei Bedarf wiederholen.
 
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Danke auch für diesen Tip, es gibt also noch mehr als Schuhcreme :great:
 
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Ok Polyboy hatte ich noch nicht auf dem Schirm. Das ist aber recht dünnflüssig, so glaube ich?! Also auf einen Lappen und drauf reiben, ist es aber auch wieder zu entfernen, falls es zuviel wurde bzw. zu dunkel wurde.
Mit entfernen meine ich evtl. mit Verdünnung etwas wegnehmen.

Aber das mit dem teuren Montreux Guard ist ja ärgerlich, gerade da sollte man meinen das die zu 100% richtig gut sind.
Ironie des Schicksals, habe mir vor 3 Tagen eins für meine Maybach Lester bestellt. Ich hoffe ich bin zufrieden?!!!
Kann man wieder polieren, dann geht das weg...
 
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So die nächsten Schritte kündigen sich an, der Body von Guitarbuild ist gefräst und auf dem Weg zu mir und sollte am Mittwoch eintreffen. Ich bin schon sehr gespannt und hoffe das er den Erwartungen entspricht. Heute habe ich schon mal gelbe Spiritusbeize angesetzt, das wird quasi der erste Behandlungsschritt nachdem der Body geschliffen ist. Bei Leo wurden die Bodies fast immer in einen Bottich mit gelber Beize getaucht (bei einigen Customs gibt es aber wohl auch welche ohne), meine wird aber die gelbe Beize bekommen.

Bodyfotos stelle ich ein wenn er hier ist!
 
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So DPD war etwas schneller und der Guitarbuild Body ist da...

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First step: like Leo did... gelb gebeizt und anschließend nochmal mit feinem Schleifleinen überschliffen.

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Der zweite Step, der einem in der Seele weh tut, die Nägel wie man sie bis 1965 verwendet hat, bevor der Paintstick zum Einsatz kam.
Bei den Tele’s hatte ich Dachpappennägel verwendet, jetzt nehme ich dünne Messingstifte, die hoffentlich besser halten.
Nagelmuster auch historisch korrekt...
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So Mittagspause im Homeoffice genutzt, Washcoat, Schnellschleifgrund und Grundierung sind drauf. Jetzt lasse ich die trocknen und werde den Body leicht anschleifen.
Danach kommt dann, das Olympic White am Wochenende.

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Titan-Jan

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Der zweite Step, der einem in der Seele weh tut, die Nägel wie man sie bis 1965 verwendet hat, bevor der Paintstick zum Einsatz kam.
Anhang anzeigen 679816

Was genau heißt das?
Ich vermute: Man lackiert zuerst von vorne, dreht die Gitarre dann um (sodass sie auf den Nägeln aufliegt) und lackiert dann von unten und seitlich.
Der Paintstick ist der verbreitete Stock, den man in die Halstasche schraubt, und an dem man die Gitarre während des Lackierens hält/dreht.

Richtig?
:)

By the way: Sehr cooles Projekt!
 
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Was genau heißt das?
Ich vermute: Man lackiert zuerst von vorne, dreht die Gitarre dann um (sodass sie auf den Nägeln aufliegt) und lackiert dann von unten und seitlich.
Der Paintstick ist der verbreitete Stock, den man in die Halstasche schraubt, und an dem man die Gitarre während des Lackierens hält/dreht.

Richtig?
:)

By the way: Sehr cooles Projekt!

Erstmal Danke!

Ja bis rund 65 wurden bei Fender die Nägel verwendet, bevor der Paintstick Verwendung fand. Man kann dann erst die Oberseite lackieren und dann den nicht ganz trockenen Body drehen, die Rückseite lackieren und in aller Ruhe trocknen lassen. Dabei wurde dann auch noch eine Lazy Susan verwendet, so eine Art Drehteller.
 
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Da das mit der Grundierung super geklappt hat und es heute Abend noch gutes Wetter war, habe ich auch gleich noch die erste Schicht Olympic white drauf gemacht.

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kikiroro

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First step: like Leo did... gelb gebeizt und anschließend nochmal mit feinem Schleifleinen überschliffen.

Washcoat, Schnellschleifgrund und Grundierung sind drauf. Jetzt lasse ich die trocknen

Historisch korrekt... Hin und her...
Aber was für einen Sinn macht es den Body erst zu beizen und dann deckend zu grundieren?

Oder machst du danach ein Aging bis aufs Holz runter... Armrest usw...?

Tolles Projekt... :great:

Edit:
Ich muss dazu sagen, ich hab's bei meiner HB Strat auch so gemacht. Erst gebeizt und dann deckend Sonic Blue drüber.
Aber nur weil mir mein Beizversuch nicht gefallen hat.
Und ich im Netz Bilder gesehen hab, das das dann beim abgeschliffenen Armrest ziemlich cool aussieht....
... Nur hab ich mich noch nicht getraut den Armrest zu agen...
 
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Historisch korrekt... Hin und her...
Aber was für einen Sinn macht es den Body erst zu beizen und dann deckend zu grundieren?

Oder machst du danach ein Aging bis aufs Holz runter... Armrest usw...?

Tolles Projekt... :great:

Edit:
Ich muss dazu sagen, ich hab's bei meiner HB Strat auch so gemacht. Erst gebeizt und dann deckend Sonic Blue drüber.
Aber nur weil mir mein Beizversuch nicht gefallen hat.
Und ich im Netz Bilder gesehen hab, das das dann beim abgeschliffenen Armrest ziemlich cool aussieht....
... Nur hab ich mich noch nicht getraut den Armrest zu agen...

Also, Fender hat das damals gemacht um Lack zu sparen (Standard immer sunburst), deshalb wurden ab einer gewissen Zeit alle Bodies gelb gebeizt. Siehe auch den Link den ich oben gepostet habe!
Warum mach ich das? Spaß an der Freude würde ich sagen, so super geaged wird die nicht, zumindest nicht am Armrest, das große Partien Holz zu sehen sind. Aber mal sehen auf welche Ideen ich so komme. Ich age die Gitarren eigentlich immer wenn ich die schon spiele und mache da immer nur kleine Schritte.
 
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shackenb

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So das Olympic White ist jetzt in 2 Schichten drauf, leider hat eine Mücke noch eine Notlandung gemacht, aber das könnte ich zum Glück einfach beheben.

Nächster Schritt wäre dann der gealterte Klarlack, das dann aber so das der Lack unter Pickguard und Neckplate weiß bleibt.

Da das Wetter bei uns nach dem tollen Tag heute wieder schlechter werden soll, kann das dementsprechend dauern.

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Klebst du dann die Pickguard Form ab oder lackierst du mit einem Pickguard drauf ?
 

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