Mal wieder: Lebensberatung für angehenden Tontechniker

Das_TIER
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Moin,
Ich mach nächstes jahr Abi und will Musik aufnehmen. So zumindest die Kurze geschichte.
Im Detail heißt das, dass ich seit ~ 3 Jahren Veranstaltungstechnik an meiner Schule mache und dadurch zum Ton gekommen bin. Bin auch selber Musiker und hab schon so manches Mikro aufgebaut, verkabelt und (in der DAW oder am Pult) eingestellt. Höhepunkte waren bis jetzt eine CD des Oberstufenchors und ein Hörspiel in den Projekttagen. Beides Technisch (aus meiner sicht) sehr gelungen, performancemäßig natürlich nicht das goldene vom Ei ;)
Ich interessiere mich fürs Aufnehmen/Mischen/Mastern, aber eben auch sehr für den Technischen Aspekt. (Über Elektronik Bausätze bin ich schon lange hinaus -> RIAA Preamp für den Plattenspieler, Effekte für Gitarre, etc. schon alles gebaut)

Ich habe jetzt aber ein Problem: Studium oder gleich rein in den Beruf? (Wie auch immer das gehen soll)

Studium is echt nich so mein favorit, ich hab lang genug in Klassenräumen geschlafen :)
Daher wäre ja eine Ausbildung super, wenns denn eine Gäbe. Laut Bundesagentur für Arbeit und Ausbeute gibts zwar ne menge "Mediengestalter Bild/Ton" Ausbildungsplätze, aber alle in irgendwelchen Filmfabriken und Werbeagenturen - nix für mich.

Daher meine Frage: Wie kommt man dazu, in einem Studio zu arbeiten? Gibt es überhaupt Studios, die neue Leute annehmen?
Und selbst nach dem Potentiellen Studium stellt sich mir die gleiche Frage: Wie kann man in der Branche Fuß fassen?

Bin gespannt auf eure Gechichten :D

Viele Grüße
Das_TIER


PS: JA, ich hab die anderen Threads durchgelesen, hab schon viel gelernt.
 
Eigenschaft
 
Nee, so
in Klassenräumen geschlafen
wird das alles nix.
Schlaf ist das, was du am wenigsten bekommst. Soviel ist schon mal sicher.

Neueinstieg über die klassische Schiene a la Bewerbung wird eher schwierig. So läuft das nicht mehr, fürchte ich.
Schau dich doch hier um, oder ein noch besseres Beispiel ist recording.de, so viele ambitionierte und teilweise auch gute Hobbyisten, da haben Studios schon einen recht hohes Level an Ansprüchen. Die meisten expandieren nicht wirklich, sondern kämpfen eher gegen das Schrumpfen an.
Ergo: Viel, sehr viel Eigeninitiative. Am besten schon gut vorgebildet und praktiziert irgendwo ankommen. Das heisst im Klartext, zwei Handvoll Praktika mitbringen und schon gutes Grundwissen besitzen.
Wir nähern uns meiner Meinung nach dem amerikanischen Geschehen an, was ja bekanntermaßen sehr liberal ist, was die Arbeitswelt betrifft. Am ehesten wirst du das bei solchen Jobs wie Tontechnik merken, die nicht wirklich vakant sind.

Du musst halt auch sehen, dass das klassische Tonstudio eher im Rückgang ist, da viel und immer mehr dezentral gemacht werden kann, von den Leuten selbst.
Alternative sind tatsächlich halbwegs stabilere Stellen an Theater, Uni, Film und Fernsehen (Wobei, stabil ist das auch nicht wirklich).
Als Anlaufpunkt wäre das eine Ausbildung nach klassischer Art. Das geht aber nicht ohne (mindestens Fachschul-) Studium. Also, Schulbank drücken. Nebenbei so viel wie möglich in dem Bereich für lau jobben (für die Praxis).
 

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