Marshall 1960 oder Framus Cobra ?

von dingens, 28.12.07.

  1. dingens

    dingens Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.12.07   #1
    Hallo leute
    bin auf der Suche nach einer passenden Box für meinen Marshall TSL 100.
    Jetzt bin ich am überlegen, was für eine Box ich mir holen soll.
    Mein bandkollege spielt nen 5150 mit ner Cobra Box, und find den Sound sehr gut.
    Aber viele Leute preisen ja die 1960er so hoch jetzt wollt ichmal von euch wissen, was ihr so denkt ?
    Also wir spielen Metal-Krams xD
     
  2. glenn tipton

    glenn tipton Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.12.07   #2
    tja das ist leider geschmacksache. ich spiel mein 6100erlm top an einer 1960A mit den "normalen" g12-75er speaker. ich finde das is ne echt geile hardrock und metal box!
    im gegensatz zu der gleichen box:1960AV ( bestückt mit den berühmten und geliebten V30ern von celestion .........weil ohne V30 geht ja heutzutage gar nichts :cool:) klingt sie ,...hmmmmm ich find irgendwie agressiver, in den hohen lagen und bei hoher laustärke irgendwie schreiender. aber die kombination mit meinem amp und der "normalen" 1960er schneidet sich durchs bandgefüge wie n heisses messer durch warme butter,....:rolleyes:
    bei mir steht der gainregler aber auch nicht auf volle möhre, ich würd mal sagen auf gut 50%,....höchstens.
    man kann nähmlich auch mit nem nicht-high-gain-amp metal spielen *GGG* da muss nicht immer engl oder mesa draufstehen ( duck )

    aber is ja alles geschmacksache , nich ????

    ich würd beide boxen mal antesten wenn du die chance dazu hast und nimm die, die dir besser gefällt. im falle des falles kannst du beide ohne probleme wieder verkaufen.


    habe immer wieder gerne geholfen

    glenn/marshall-fan und steht dazu !
     
  3. Slashjuenger

    Slashjuenger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.12.07   #3
    Hi,
    den Vorteil der 1960er mit G12-T75 sehe ich ganz klar in der hohen Brillianz und der feinen und vor allem ehrlichen Auflösung auch bei hohen Verzerrungen. Dazu kommt das vergleichsweise große Volumen des Marshallmodells gegenüber anderen 4x12ern (ausgenommen Mesas Roadking Cabs) und die wirklich bombenfeste Verarbeitung. Ich ziehe generell die gerade der Version der schrägen vor, da ich das Gefühl hatte, dass die Durchsetzungfähigkeit dadurch noch erhöht wird.

    Was du auch spielst, die Box gibt es dem Charakter des Instrumentes, des Amps und deiner Finger entsprechend sehr genau wieder und das hat mir bisher bei jeder V30-Box gefehlt. Den V30-boxen wird hingegen nachgesagt, sie hätten etwas mehr Wumms von tief unten und wenn man sich den Einsatz des Frequenzdiagramms auf der Celestion-HP ansieht sieht man das auch. Viel davon festgestellt habe aber nicht wirklich. Dabei bleibt für mich auch die Frage: ist das überhaupt erwünscht? Eine Gitarre hat im Frequenzbereich des Basses eigentlich nicht allzuviel verloren, sonst ist der erste Schritt zum Soundbrei bereits gemacht. Das ist natürlich auch immer noch eine Einstellungssache des EQ und die Wahl des richtigen PickUps und Amps sowie außerdem der Gitarre spielen eine nicht weniger wichtige Rolle.

    Was ich aber kürzlich im direkten Vergleich einer 1960B zu einer 1960 BV (mit V30) gemerkt habe: Die V30 schiebt die Mitten etwas aggressiver raus, dabei geht aber die von mir so geschätzte gute Auflösung verloren, weil die V30er doch anders schwingen als die T75er, welche hingegen stets differenziert bleiben, was diese Box derzeit zu meiner absoluten Weapon-of-Choice macht.
     
  4. glenn tipton

    glenn tipton Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.12.07   #4
    ...dem ist, glaube ich, nichts mehr hinzuzufügen:great:
     
  5. Slashjuenger

    Slashjuenger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.12.07   #5
    Ja, wobei man natürlich immer sagen muss, dass Sound an sich eine reine Geschmackssache ist. Die V30er sind berechtigterweise sehr erfolgreich, weil sie sehr gut zu den modernen Amps mit ihren hohen Lautstärken und erdigen Verzerrungen passen, nur geht meiner Meinung eben die Auflösung verloren. Dabei wird aber leider auch häufig vergessen, dass gerade die T75er in den 80ern und frühen 90ern den Metal und Hardrock-Sound maßgeblich geprägt haben und weiterhin für ihre Ausgewogenheit bekannt sind.
     
  6. Granufink

    Granufink Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.12.07   #6
    Hallo,

    für meine Begriffe sind die Marshall-Kisten in letzter Zeit etwas untergegangen (jeder will offenbar was anderes haben, bloß keine Marshall), obwohl sie besser als ihr Ruf sind.
    Ich habe ebenfalls die G12T-75-Bestückung, mit den Vintage 30 gefiel mir zwar der Clean-Sound besser, aber im Zerrbetrieb zu belegt und die Ansprache bei gemäßigtem Pegel zu zäh - die Standard-Lautsprecher sind da einfach universeller.

    Ich sage mal: Mit dem G12T-75 kann man wirklich nichts falsch machen, er ist halt am "neutralsten" (wenn man das bei einem Gitarrenlautsprecher überhaupt sagen darf), der V-30 halt mehr für hohe Pegel und auf-die-Fresse. Übrigens spielt der Standard auch bei tiefen Stimmungen und/oder bassigen Amps hervorragend mit, es klingt für meine Ohren im Vergleich zum V-30 einfach aufgeräumter, der Tiefenschub ist aber definitiv vorhanden, auch wenn die Marshall-Kisten den Klang angeblich etwas mittiger herausstellen sollen. Im Alleinbetrieb merkt man das nicht so deutlich, manchem wird der V-30 da besser gefallen, aber im Bandkontext passt der Standard besser.

    Letztendlich bleibt es natürlich Geschmackssache, also ausprobieren.
     
  7. musiker01

    musiker01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.12.07   #7
    Also mir war die Marshall mit V30 immer zu, hmm, "honkig", son Mittentouch wie durch nen Telefonhörer. Ich hab immer lieber die T75 benutzt.

    Allerdings hatte ich mal eine V30 bestückte Box von Johnson (nicht zu verwechseln mit den heutigen Billigprodukten, werden leider nicht mehr gebaut), die war die Beste, die ich je hatte. Schön warm, mittig (ohne "Telefoneffekt") und druckvoll ohne Ende (ähnlich den Mesa-Cabinets, kostete auch damals entsprechend).

    Aber nicht umsonst benutze ich auch bei den gängigen Modellern i.d.R. die Simulation der T75.

    Viele Grüße
     
  8. pat.lane

    pat.lane Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 28.12.07   #8
    ich bin seit längerem ein freund von Mischbestückung

    man nehme eine Marshall 1960 A Standard mit G12T75ern und kaufe zusätzlich ne HarleyBenton 212er mit V30er Bestückung. dort die V30er raus und diagnoal in die 1960er Box. die beiden G12T75er kannste ja wieder in die Benton einbauen und hast damit ne übungsbox für daheim oder du stellst die 412er druff, hast n 3/4tel-Stack und hörst dich obendrein besser (weil die box höher steht). du kannst die benton natürlich auch vertickern, die benton standard kostet neu 129, also dürften mit G12T75ern auch wieder 100 bis 150 drin sein. also die V30er fast schon für lau...

    auf jeden fall: damit bekommt man das beste aus beiden welten. die brillianz und differenziertheit der G12T75er und den kräftigeren Mittenschub der V30er. man könnte ja fast schon von nem fullrangesystem für gitarren sprechen aber eben nur fast.

    probiers doch einfach mal aus...
     
  9. Fireball01

    Fireball01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.12.07   #9
    Ich hatte lange Jahre ´ne 1960-er Marshall Box (80-er Jahre) und ne ORANGE aus den 70-ern.
    Ich kann das mit der zähen Ansprache der V30 nur bestätigen. Genau das hat mich immer gestört. Entweder Vollgas oder gar nüscht. Die Orange war gnadenlos, aber leise gespielt bassig und muffig und eher undifferenziert. Das ist aber auch der Charakter des V30 den man so nebenher mal entdeckt hatte: Kurz vorm Abnippeln klingt er am besten. :)
    Das war Celestion damals dann auch ´ne flotte Preiserhöhung wert.

    Die Marshall Box fand ich recht gut. Allerdings klang sie immer sägend und schrebblig im Vergleich zu den heutigen aktuellen Cabs von Engl, Framus & Co
    Hinzu kommt das ich an der Verarbeitung mäkle: Die neuen Cab´s haben einfach mehr Metall und Holz außen dran. (Schutzecken, Frontgitter usw.)
    Was habe ich mich damals geärgert als unser Keyboarder peinlich berührt nach Bandbustransport seinen sch... Keyboardständer wiederholt aus meiner Box gezogen hat. Sein Flickversuch der Frontbespannung sah auch grausam aus. Wie ein gestopfter Socken. ;)
    Marshallboxen also nur noch ohne Keyboarder in der Band :D
     
  10. Klartext

    Klartext Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.12.07   #10
    das ist absolut richtig !
    wir haben das mal getestet, nachdem wir zum wiederholten male ne Bogner 412 getestet hatten und uns dachen, "dann sollte ne V30/G12T75 Bestückung in einer 1960 aber auch geil klingen" und das tut sie auch ! über Kreuz angeordnet ist das tatsächlich das beste aus beiden welten, du bekommst V30-mässig auf die Fresse, hast aber auch die höhen und die auflösung, usw der G12T75 aber von beidem nicht zu viel,
    manchen ist ja ne 412 G12T75 zu höhenlastig oder ne 412 V30 zu mulmig.

    Robi
     
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