Marshall JTM-45 - Trafokiller

von Turbomarcel, 24.10.06.

  1. Turbomarcel

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    Erstellt: 24.10.06   #1
    Hallo!

    Leute, ich hab ein großes Problem.

    Ich habe mir im April ein Marshall JTM-45 Topteil aus Wales ergattert. Der Verkäufer wollte den Amp vor dem verpacken noch einmal testen, wobei der Trafo die Mücke machte ("... and it died"). Er lies den Verstärker reparieren, was ihn ungefär 160€ gekostet hat - wie gesagt auf seine Kosten.
    So kam der Verstärker nun endlich mit 6 wochen Verspätung bei mir an. Er lief ziemlich genau 3 Monate ohne Probleme und sehr gut. Doch dann ... während des spielens ging er mit einem mal aus ... gefolgt von intensiver Gerruchsbildung.
    -> DER TRAFO!
    Daraufhin hatte ich ihn zur Reperatur gebracht und meine Situation und die oben stehende Geschichte geschildert; mit der bitte mal ALLES durchzuchecken, weil ich dachte: "Mensch, es muss doch eine Ursache für das durchbrennen geben!". Er tat dies und meinte es wäre eigentlich alles in Ordnung und ich hätte nur "unglaubliches Pech" gehabt. Wieder 6 Wochen später hab ich ihn nun endlich wiederbekommen (Marshall scheint immer EWIG zu brauchen, um die Teile zu versenden - außerdem kostete mich der Spaß 130€, was noch recht günstig war).

    Doch jetzt ... nach 2 STUNDEN Spieldauer -> WIEDER ALLES IM ARSCH! Derselbe Geruch, dieselbe "Wirkung"!

    HILFE ... was kann die Ursache sein???

    Vielen Dank!
     
  2. rollthebones

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    Erstellt: 24.10.06   #2
    Welcher Trafo? OT? Keine Sicherungen rausgesprungen?
     
  3. Turbomarcel

    Turbomarcel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.10.06   #3
    Ähm ... der in der Mitte ... :o - also ich glaube der Ausgangstrafo.
    Hab mal zwei Bilder von dem gemacht, der damals vom Verkäufer eingebaut wurde, als der ursprüngliche "ausfiel".

    Sicherungen sind nicht rausgesprungen.
     

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  4. rollthebones

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    Erstellt: 24.10.06   #4
    Ein Durchbrennen des OT ist die Folge eines zu großen Stromflusses (was auch sonst :p ). Mögliche Ursachen: Fehlanpassung der Box an den Amp, zu hoher BIAS und dadurch geschrottete Endstufenröhren. Dabei brennen auch meistens die Schirmgitterwiderstände durch. Weitere mögliche Ursache wäre ein Problem mir der Betriebsspannung. Ist die Gleichrichterröhre in Ordnung? Wie sieht's aus mit der choke-Spule usw. . Normalerweise würde ich mir in so einen Amp ein paar Sicherungsdioden zum Schutz des OTs bei Endstufenröhrenversagen einbauen lassen. Schließlich ist der OT so ziemlich das teuerste Teil in dem Amp.
     
  5. Kinslayer

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    Erstellt: 24.10.06   #5
    Check mal den Widerstand der Box und des Amp. Also ob du das angepasst hast.
     
  6. Turbomarcel

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    Erstellt: 24.10.06   #6
    Also erstmal danke für die bisherigen Antworten.

    Ich betreibe den Amp mit einer 8 Ohm Marshall 1936 2x12" Box --- entsprechend ist der Schalter am Verstärker auch auf 8 Ohm gestellt.

    Wenn die Endstufenröhren kaputt wären und/oder die Schirmgitterwiderstände [ich habe keine Ahnung von der Technik :-( ], dann würde - nach Austausch des Trafos - doch trotzdem kein Ton mehr kommen oder? Wenn dies so wäre, dann müssten sie ganz sein.
    Der Mensch, der mir den Verstärker repariert hat, meinte auch heute - als ich ihn deswegen anrief - dass er alles angesehen hätte und auch mit den Röhren und Ecos alles in Ordnung sei. Er ist mit seinem Latein am Ende. Mir schien es so, als würde er das Problem wieder auf einen schlechten Trafo zurückführen, doch hey: ist es nicht fast genauso wahrscheinlich im Lotto zu gewinnen, wie das 3 Trafos in kürzester Zeit durchbrennen und es außschließlich an den Trafos liegt? Vor allem der letzte hielt nur 2 Stunden. Das muss doch eine andere Ursache haben, denn die Dinger die von Marshall kommen sind ja eigentlich alle geprüft, oder?
     
  7. rollthebones

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    Erstellt: 24.10.06   #7
    Die Frage ist nun, ob die 8Ohm Buchse am Amp tatsächlich auch der 8Ohm Anzapfung am Trafo entspricht? :D

    Die Schirmgitterwiderstände müssen ja nicht durch sein, sondern laufen vielleicht lediglich "out of spec". War übrigends nur ein Gedanke, vielleicht sind's ja mehr Teile, die "out of spec" sind (wahrscheinlich sogar).
    Jedenfalls steht definitiv fest, daß im HT Bereich zuviel Strom geflossen ist.
     
  8. Turbomarcel

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    Erstellt: 24.10.06   #8
    Oh mann ... wie soll ich das alles checken ;-)
     
  9. rollthebones

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    Erstellt: 24.10.06   #9
    Wenn Du gar keine Erfahrung mit solchen Dingen hast, laß es lieber sein. Man kommt auch auf angenehmere Art zu einer Punkerfrisur :D .

    Ne Spaß beiseite, es ist wirklich nix für Ungeübte.
     
  10. Turbomarcel

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    Erstellt: 24.10.06   #10
    Ja :-D ... aber was soll ich jetzt machen?

    Aber hey: woher habt ihr die Ahnung ... gibts Bücher zu dem Thema, die man empfehlen könnte ... oder muss man gleich gelernter Elektromechaniker sein? ^^

    Kennt vielleicht noch jemand das Problem ... also dasselbe ... und hat eine Lösung gefunden?
     
  11. rollthebones

    rollthebones Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.06   #11
    Das Wissen kannst Du Dir auf viele Weisen beschaffen - Ausbildung (nicht notwendigerweise), DIY Foren, Onlinewissen. Das geht niveaumäßig vom absoluten Anfänger bis zum Hochschulniveau. Wenn's Dich interessiert, hänge ich ein paar Links an :D .

    Ich hätte noch ein paar Fragen zu Deinem Fall: Welches Baujahr ist der Amp? Welche Endstufenröhren sind drin (Typ)? Ist das 'ne Point to point - Verdrahtung oder eine Platine?
    Funktioniert das Gerät gar nicht mehr (keine Betriebsspannung) oder kommt nur kein Ton mehr?

    Links:
    AX84.com - The Cooperative Tube Guitar Amp Project
    navy
    Technical books online
     
  12. Turbomarcel

    Turbomarcel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.06   #12
    Danke für die Links!

    Baujahr: '89
    Platine
    Kein Strom!

    Endstufenröhren sind die größeren oder?
     
  13. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 25.10.06   #13
    Wenn das teil grade vom Check kommt, dann reklamiere es.

    Auch darauf hast du eine Gewährleistung!
     
  14. Turbomarcel

    Turbomarcel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.06   #14
    Ja na ... leider wars kein offizieller "Amp-Master". Sondern jemand, der mir von einigen empfohlen wurde. Komisch finde ich nur, dass er meinte, dass ich keine Garantie für den Marshall Trafo erwarten kann und dass das nur eine "Nettigkeit" von Marshall wäre, wenn sie mir die Garantie gewähren würden. Aber er will nochmal nachfragen.

    Was mich auch so wundert, ich habe von 2 Personen, die nichts voneinander wissen aber Ahnung von der Materie haben, bestätigt bekommen, dass "der AMp bei ihm in guten Händen" ist. Und wenn ER jetzt schon nich weiß worans liegt ... ich will gar nich dran denken.

    Er sagte mir auch am Telefon, er hätte alles durchgecheckt ... und eigentlich ist alles in Ordnung :-(
     
  15. rollthebones

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    Erstellt: 25.10.06   #15
    Groß ist relativ. Ich weiß nicht wie Dein amp von hinten aussieht. Das Problem ist, daß Gleichrichterröhren auch sehr bauchig und groß sind (ein Foto wäre hilfreich).

    Hier ist ein Foto eines solchen Amps:
    (Die Endstufenröhren sind die beiden dicken)
    Google-Ergebnis für http://www.cathedralstone.net/Pics/JTM45ee.jpg
     
  16. Kinslayer

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    Erstellt: 25.10.06   #16
    Ich bin leider auch nicht sooo fit in dem Gebiet.
    ich hatte mal ein Thermik Problem mit einem Amp -> wenn der zu warm wurde hat er nen gleichen Kurzschluss oder sowas erzeugt (kann mich nicht mehr so genau erinnern) und mir "nur" die Sicherung rausgefetzt.
    Worauf ich hinaus will:
    VIelleicht hat dein Amp auch thermische Probleme, und immer wenn er eine bestimmte Temperatur erreicht erzeugt er nen Kurzen, oder macht sonst irgendwas, was den Trafo killt. Es gibt glaube ich so ein Thermik Spray, mit dem man solchen Fehlern auf die Schliche kommt...

    Wie gesagt, ich hab nicht soo die Ahnung von der Materie, und es kann gut sein, dass das totaler Bullshit ist. Aber teste es mal aus! Denn IRGENDWAS muss der Amp ja haben :)
     
  17. Turbomarcel

    Turbomarcel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.06   #17
    Ok also hier die Bilder ... besser gings jetzt gerade leider nicht.
    Und wie ich vermutete sind die Endstufenröhren die großen Sovtek.
    Hab auch noch ein Bild der GZ-Röhre und einer Vorstufenröhre gemacht.

    Ach ja: Wie ist das eigentlich mit dem SPANNUNSWAHLSCHALTER? Der Amp kommt ja aus GB und eigentlich haben die dort ... soweit ich weiß ... auch 240V wie wir (oder?).
    Ich habe an dem Schalter nicht rumgefummelt und weiß dementsprechend auch nich, ob er richtig eingestellt ist. Vielleicht erkennt einer es ja anhand des Bildes, ob er die richtige Stellung hat.
     

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  18. Turbomarcel

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    Erstellt: 25.10.06   #18
    Ja das mit der Temperatur klingt interessant, obwohl mir bis jetzt keine besondere Wärme aufgefallen ist. Im Gegenteil ... im Sommer wurde er schon manchmal ordentlich warm. Das war aber nie ein Proplem.
     
  19. Kinslayer

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    Erstellt: 25.10.06   #19
    Die Briten haben 230Volt und 3 polige Steckdosen, aber damit dürfte das nichts zu tun haben
     
  20. rollthebones

    rollthebones Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.06   #20
    Sieht cool aus Dein Amp :great: . Woher weißt Du, daß Dein OT abgeraucht ist? Vielleicht sind bloß die Sicherungen durch (was manchmal quasi grundlos passieren kann). Ich würde mich mit einem Arsenal an Sicherungen versorgen und daran gehen festzustellen, was alles hinüber (wenn überhaupt) ist.

    Folgende Vorgehensweise:

    0. Stromkabel herausziehen

    0,5. Sicherungen alle wechseln

    1. Nummeriere Endstufenröhren und Gleichrichterröhre mit einem Marker (damit Du nachher weißt in welcher Position die Röhren in die Sockel kommen -> idiotensichere Methode)

    2. Ziehe diese Röhren nun nacheinander alle heraus

    3. Schalte den Amp ein

    4. Sollte die Sicherung fliegen, ist Dein Netztafo hinüber (alllerdings relativ unwahrscheinlich)

    5. Schalte den Amp aus und trenne ihn wieder vom Netz

    6. Stecke die Gleichrichterröhre wieder an ihren Platz

    7. Schalte den Amp ein

    8. Sollte die Sicherung nun fliegen, ist die Gleichrichterröhre hinüber und muß ersetzt werden

    9. Amp ausschalten und vom Netz trennen

    10. Endstufenröhren wieder reinstecken

    11. Das weitere Vorgehen kannst Du nur machen, wenn Du bestimmte Geräte zur Verfügung hast.

    http://www.pacificrecone.com/files/Darr6.PDF

    (Ab Outputstage Testing)

    P.S.: Berühre ja nicht den Kondensator (das große blaue Teil)

    Wenn Du Glück hattest, sind nur die Endstufenröhren abgeraucht, aber der OT ist eventuell noch o.k. . Hängt alles davon ab, wie schnell die Sicherungen ausgelöst haben. Ich vermute, daß der BIAS zu hoch war und deshalb die Röhren nach einiger Zeit den Geist aufgegeben haben.
     
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