marshall zu teuer?

  • Ersteller devil-may-care
  • Erstellt am
und natürlich gibts auch Marken wo man nicht so viel Geld bezahlt, die aber fast die selbe Quailität haben...
Genau auf dieses "fast" kommt es aber an!
Hersteller, die gleichgute Amps bauen, verlangen auch gleichviel für ihre Amps; sie wären ja blöd, wenn sie's nicht täten. Und bei billigeren Amps - z.B.:peavey Valveking - muss man Kompromisse in der Qualität (Rauschen, Umschaltzeiten, Knacken) in Kauf nehmen.
 
That's the Problem: Bei Amps muss man für geringe Verbesserungen, oftmals einen ziemlich übertriebenen Aufpreis zahlen.
 
Um hier auch meinen Senf dazu zugeben. Marshall (insbesondere die DSL-Serie) ist einfach spitze im P/L-Vergleich. Es gibt natürlich auch andere gute Amps im 1000€ Preissegment (Orange, Engl, Laney,...). Der TSL klingt meiner Meinung nach aber nicht so dufte um es mal dabei zu belassen. Der Grund warum ich Marshall so schätze ist, dass er ehrlich klingt und man auch mal ackern muss um tollen Tone heraus zu bekommen.
In einem Aspekt ruht Marshall sich schon auf seinem Namen aus, denn im Musikladen klingt ein Marshall im Vergleich zu anderen Marken nicht `so gut´ wenn man nicht spielen kann. Mir scheint, dass viele (nicht alle und nicht immer) Amps so konstruiert werden um im Musikladen `gut´ zu klingen (man will ja verkaufen). Aber im Proberaum oder auf der Bühne setzt sich meist der Marshall durch und das wissen alle die Marshall kennen.
 
bigsby schrieb:
Mir scheint, dass viele (nicht alle und nicht immer) Amps so konstruiert werden um im Musikladen `gut´ zu klingen (man will ja verkaufen). Aber im Proberaum oder auf der Bühne setzt sich meist der Marshall durch und das wissen alle die Marshall kennen.
Wahre Worte, bigsby.
 
also ich glaube das ist viel geschmackssache
wenn ich meine 2x12"er combo von marshall mit der von fender von nem kumpel vergleiche
find ich meine vom sound viel besser
andere mögen vllt den anderen mehr
aber generell taugen die marshall amps schon was würd ich einfach im laden testen
 
hoss33 schrieb:
Nochmal Zustimmung! Genauso ist es. Heute führt unterhalb der Röhrenliga nichts am Modeller vorbei.
Problem: Die Software entwickelt sich wie alles Computerzeug rasant und man hat alle 12 Monate einen veralteten Amp.

damit magst du bei vielen amps recht haben aber je nach soundvorstellungen gibt es auch sehr, sehr gute transistoramps. diese sind dann allerdings auch preislich auf einer stufe mit vielen röhrenamps.
 
sicher taugen marshall´s was. bin auch marshall fan. allerdings ist (gerade der marshall sound) geschamckssache. manche verfluchen diesen sound und manche lieben ihn. :=)
 
Warum denkt ihr in Kategorien wie "schlechter" und "besser"? Ich seh das immer so: Ob ich jetzt engl, crate, mashall, peavy oder sonstwas kauf - es kommt ganz einfach nur darauf an, ob einem der stiel, der sound gefällt und ob er zum musikstil passt. über die qualität (in Bezug auf die Verarbeitung) kann man vielleicht noch kategorisieren, aber bei den gängigen Herstellern kann man so gut wie nie über die qualität meckern.

Gardengrove :great:
 
Find Marshall auch nicht überteuert spiel n TSL100, war für mich damals zwar oberste Preisklasse, hat sich aber gelohnt und für meinen Geschmack hat er einige teurere Kandidaten (z.b. JSX) die für das was ich spiele vermeintlich besser sein sollen, alt aussehen lassen. Man zahlt aber bei eigentlich allen Firmen auch den Namen, die wären ja auch blöd wenn sie nicht von ihrem Ruf profitieren wollen, auch wenns zu Lasten der Käufer geht.
 
marshall ist ja keine schlechte sache, besonders die 1960er boxen... saber... . aber fast jede marke hat seine sch... und seine geilen seiten. mit der sch... seite meine ich, manche amps mit unnützen und nach nichts klingenten digitaleffekten... und dafür noch ein haufen geld lassen... leck mich doch einer am ar... arm
hier mal ein bsp.:
https://www.thomann.de/marshall_avt150x_gitarrencombo_prodinfo.html
 
Es wird ja niemand gezwungen oder genötigt, einen Marshall zu kaufen. Die Firma bietet aber solide Qualität und man bekommt ( wenn man darüber informiert ist ) immer das geboten, was man erwartet und erhofft.
Was die Mesas angeht: für die letzten 5-8 % an Qualität bei der Entwicklung zahlt man halt am meisten Aufpreis. Der Unterschied zwischen einem guten und einem Top- Amp ist eben dieses letzte bißchen Feintuning bei der Entwicklung. Das kostet viel Zeit und Aufwand und diesen lassen sich die Firmen berechtigterweise zahlen.
Was die Transistordinger angeht: Ich finde Marshall sollte es wie Mesa machen und nur noch Röhrenamps ab einem gewissen Preis und Qualitätsniveau anbieten. Mesa hat es richtig gemacht und ist nicht in den Low- Budget Bereich eingestiegen. Dieser verlangt immer nach Kompromissen ( meist in der Qualität ) und wirft im negativsten Fall dann ein schlechtes Licht auf die gesamte Produktpalette ( was einem ja bei Marshall und den Vergleichen /Gleichstellung der Röhren- Serie und der MG- Serie hier im Board ja oft bestätigt wurde ).
Eine Marke wie Mesa lebt ja gewissermaßen ja auch davon, daß sie noch etwas "Besonderes" und "Überdurchschnittliches" darstellt. Wen jetzt jede Schülerband ( nicht abwertend gemeint ) bei einem Nachwuchsfestival mit nem Mesa ( Budget- ) Halfstack antreten würde, würde das vielleicht Kunden vergraulen, die einen hochpreisigen Mesa kaufen wollen. Finanziell würde es sich wohl schon lohnen, siehe Marshall, aber der Gründer von Mesa ist ja auch ein Röhrenfanatiker und hat die Qualität und Handwerkskunst des Ampbaus immer besonders hervorgehoben.

Marshall und andere zu teuer => nein, sofern man von den Röhrengeräten spricht
Bei den Transistoramps gibt es genügend andere, die es wohl besser und billiger können.
 
MeinAnderesIch schrieb:
Was die Mesas angeht: für die letzten 5-8 % an Qualität bei der Entwicklung zahlt man halt am meisten Aufpreis. Der Unterschied zwischen einem guten und einem Top- Amp ist eben dieses letzte bißchen Feintuning bei der Entwicklung.
Also alleine wenn ich die Vielseitigkeit meines Mesas betrachte, habe ich da 2 (oder 4, wenn man die EL34 und 6L6 austauscht) Spitzenamps in einem. Dann ist der Preis wieder relativ günstig.
 
hoss33 schrieb:
Also alleine wenn ich die Vielseitigkeit meines Mesas betrachte, habe ich da 2 (oder 4, wenn man die EL34 und 6L6 austauscht) Spitzenamps in einem. Dann ist der Preis wieder relativ günstig.
Vor allem liebäugelt man danach nicht mehr nach was Besserem ( Stichwort: G.A.S. ).
In dieser Klasse gibt es nämlich kein "besser" mehr, sondern nur "anders".
Sorry, daß ich jetzt in die Status- Symbol Schiene abfalle, aber:
  • ein Mesa ist auch nach 20 Jahren noch ein Mesa
  • ein Marshall JCM 800 ist heut noch ein Röhrenamp, der gewissermaßen verehrt wird
  • eine Gibson Custom Shop ist auch nach 20 Jahren noch eine Custom Shop
  • dito: Rolex, Armani, Bentley, Aston Martin,...
Wer spricht heut noch von Transistor Verstärkern von vor 20 Jahren. Das sind Bauserien, die von anderen Bauserien abgelöst werden. Anders bei den JCM 800 oder 900: die sind so gesehen nicht als Bauserie durch den 2000er abgelöst worden, sondern man ergänzt halt das Programm durch etwas neues, während das "Alte" in den Köpfen zurück bleibt.
Mal ehrlich: wer spricht heute noch von der Marshall Valvestate Serie oder vom Hughes & Kettner Attax
Zitat: Henry Royce ( Rolls Royce): Die Qualität existiert noch, wenn der Preis längst vergessen ist.
 
MeinAnderesIch schrieb:
Die Qualität existiert noch, wenn der Preis längst vergessen ist.
Das stimmt! Weil Du Rolex genannt hast. Ich habe meine ehemals recht breite Uhrenkollektion auf zwei wirklich feine Edeluhren und eine Multifunktions-Sportuhr reduziert.
 
MeinAnderesIch schrieb:
Wer spricht heut noch von Transistor Verstärkern von vor 20 Jahren.
Ich?
MeinAnderesIch schrieb:
Das sind Bauserien, die von anderen Bauserien abgelöst werden.
Kann man pauschal nicht sagen.
MeinAnderesIch schrieb:
Mal ehrlich: wer spricht heute noch von der Marshall Valvestate Serie oder vom Hughes & Kettner Attax
Benutz mal die Suchfunktion. ;)
MeinAnderesIch schrieb:
Zitat: Henry Royce ( Rolls Royce): Die Qualität existiert noch, wenn der Preis längst vergessen ist.
Stimmt, eine geniale Möglichkeit Schnäppchen zu machen und unbekannte aber top qualitative Gitarren und Amps zum Schleuderpreis zu bekommen.
 
hoss33 schrieb:
Das stimmt! Weil Du Rolex genannt hast. Ich habe meine ehemals recht breite Uhrenkollektion auf zwei wirklich feine Edeluhren und eine Multifunktions-Sportuhr reduziert.
Wir teilen uns anscheinend nicht nur das Interesse an Les Pauls.:D
Du wist das damit freie Geld ja hoffentlich irgendwie gitarristisch einsetzen, oder?;)
 
MeinAnderesIch schrieb:
Wir teilen uns anscheinend nicht nur das Interesse an Les Pauls.:D
Du wist das damit freie Geld ja hoffentlich irgendwie gitarristisch einsetzen, oder?;)
Nein, das waren keine besonders teuren Uhren, aber einfach unnötig viele. Ich bin draufgekommen dass ich nicht mehr brauche als 2-3 wirklich gute.
Interessen decken sich oft, der Sinn für das Schöne bei Gitarren fängt bei Uhren an, geht über englische Landhauseinrichtung und endet bei feinem Single Malt.
 
hoss33 schrieb:
Interessen decken sich oft, der Sinn für das Schöne bei Gitarren fängt bei Uhren an, geht über englische Landhauseinrichtung und endet bei feinem Single Malt.
Mich fasziniert die Kultur, die hinter einem guten Whiskey steckt , die Tradition, die Seele der oftmal kleinen Familienbetriebe, die das seit Generationen wie eine Selbstverständlichkeit betreiben, ( nicht zu vergleichen mit dem Bierbrauereiwesen hierzulande ), aber ich habe meine Geschmacksnerven leider nie für meine Begeisterung gewinnen können. Schade.

@UncleReaper: Nichts gegen die Qualität und Vielseitigkeit von Transistorverstärker aber ich bin halt, was Amps angeht, ein ignoranter Traditionalist. In unserer hochtechnisierten Welt mit Mp3 Playern, Plasma Bildschirmen und sonstigen klammert man sich halt mal gerne an etwas altmodisches, uriges. Ich höre mir ( wieder ) gerne Schallplatten an, und liebe alte Filme aus den 50ern, 60ern und 70ern und freue mich dann darüber, wenn dieser blecherne, altmodische Mono oder Pseudo Stereo Ton aus meiner Heimkinoanlage kommt.
Die letzten 24 Monate haben mich Kino und DVD- mäßig etwas Special Effects- müde gemacht.
Genauso find ich es jetzt mit den Röhren Verstärkern. Bei Transistorverstärkern habe ich immer das Gefühl, sie wollen alles perfekt machen. Ein Röhrenverstärker steht zu seinen Fehlern und seinen rationell unpraktischen Eigenschaften.

Sorry für so viel Off- Topic.
 

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