Mein Übungsplan für Schlaghandspeed/timing. Mögliche Schwachstellen/Verbesserungen?

von XenoTron, 21.01.08.

  1. XenoTron

    XenoTron Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.01.08   #1
    Hi,
    nach ca. einer woche recherche hier im Board habe ich für mich einen kleinen "Übungsplan" zusammengestellt, mit dem ich hoffe meine Schlaghand endlich unter Kontrolle zu bekommen. Da ich keinen Lehrer oder bekannten habe der in diesen Metallischen Gefilden auf die Saiten eindrischt habe ich versucht mir alles selbst zusammenzustellen.
    Bitte macht mich auf mögliche Schwachstellen in meinem Plan aufmerkam und postet Verbesserungen falls euch etwas einfällt.

    Nun gut. Folgendermassen gehe ich nun vor:

    Aufwärmen
    Halte ich für echt wichtig weil nur warme Muskeln und Sehnen schnelle präzise Bewegungen schaffen.
    Erst mal nur 16tel wechselschlag bei 80 BPM auf einer Saite zum locker werden danach mit Petrucci Übung (1234) im Wechselschlag, paar minuten achtel bei 80 BPM, sobald ich merke es läuft, wechsel ich auf sechzehntel. Ich habe mir dazu den "Wie wird man schneller"-Workshop hier als Grundlage genommen.

    Leichtes einspielen mit Master of Puppets bei 50% der Geschwindigkeit, dabei achte ich so gut es geht auf Sauberkeit und Timing. Is schweinelangweilig aber ich glaube das langsame spielen bringts beim genauer werden.

    Paar mal machen dann steig ich normal auf "No Remorse" um und spiele das erst einmal bei 170 BPM (188 is Orginal)

    Wenn das gut klappt steig ich auf Master of Puppets wieder um und fang nun an das bei 175 BPM zu spielen (220 is orginal)

    Wenn ich merke das sich meine Hand verkrampft, also anfängt Kondition abzubauen mache ich zur Entspannung wieder ein paar mal die 16tel übung auf einer Saite, damit sich die Muskeln wieder lockern. Wenn garnichts mehr geht wird 5 Minuten pausiert.

    Danach wieder auf 175 BPM MoP. Ich habe mich so die letzten 5 Tage um ca. 15 BPM gesteigert. Immer wenn ich merke das ein Speed gut klappt setz ich das Tempo um genau 1 BPM hoch.
    Klingt jetzt vielleicht nicht massig aber scheint für mich die einzige Möglichkeit zu sein, wie ich Timing und Speed im Rhythmusspiel draufbekomme.

    Anregungen, Kritik?


    MFG XenoTron
     
  2. MatthiasT

    MatthiasT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.01.08   #2
    Die Schwachstelle in dem Plan könnte die Musik sein, die doch etwas auf der Strecke bleibt.

    Ich hab früher mal für kurze Zeit ähnlich trainiert, in genau der "Metallica ist geil"-Phase in der du wahrscheinlich gerade bist, und ich hab lange gebraucht bis ich mir alle Schweinerreien wieder abgewöhnt hatte.
    Wenn man tagelang nur ein paar Metalriff kloppt, wird man irgendwann mit der rechten Hand tierisch flott, man schleift sich aber auch diese Riffs rein, und irgendwann schreibt und spielt man auch nur noch solche Riffs.

    Dann lieber mit puren Übungen rangehen, also Rhytmus und Melodiemuster entwerfen und diese spielen, aber diese auch recht oft wechseln.

    Oder was ich noch eher vorschlagen würde: Immer schön zum Drumcomputer improvisieren und genau drüber nachdenken und ausprobieren, warum man was wie spielen kann. Die reine Technik wird dadurch nicht ganz so schnell besser, aber musikalisch bildet es deutlich weiter.
    Und unverkrampfter spielt man auch, ein großteil der Probleme die du mit verkrampften Muskeln hast werden daher rühren, dass du dich total drauf versteifst schnell und sauber zu spielen. Einfach schön locker spielen, dann hält man das Plek automatisch entspannter.
     
  3. XenoTron

    XenoTron Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.01.08   #3
    Zum Impro lernen benutze ich diesen Pentatonik Workshop hier ausm Forum mit dem "Big Picture" ^^ Das ist bei mir sogar das Desktopbild damit ich die Patterns und Intervalle schön vor augen habe beim lernen.
    Mir geht es halt aktuell nur um reinen speed und timing. Ich spiele so 2-4 Stunden am Tag und dabei wird natürlich auch improvisiert (So ne halbe bis ne volle Stunde)
    Halte ich für genausowichtig wie timing und speed. Da hast du auf jeden fall recht.
    Was mich halt interessiert, ist, ob ihr glaubt das ich das so angehen kann oder ob das zeitverschwendung ist und es einen viel effektiveren Weg gibt.
    Prinzipiell spricht für mich nichts dagegen das sich irgendwelche Muster bei mir einschleifen. Ich möchte sowieso mehr Rhytmusgitarre spielen als Lead Parts.
     
  4. VisionaryBeast

    VisionaryBeast Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.01.08   #4
    Gutes Training ist alles was dich besser macht. Sprich: Üb so das su einen Erfolg merkst. 15 BPM speed in 5 Tagen gewinnen ist eine tolle Sache sollange man das konsequent umsetzen kann; du solltest alles andere eben auch schneller zwischen links und rechts koordinierne können.
    15 BPM schneller MOP spielen ist kein wirklicher Trainingserfolg sondern die logische Schlussfolgerung aus der ständigen Wiederholung eines Riffs. Dein Training sollte etwas abwechslungsreicher sein. Nimm jeden Tag nen anderes Lied/Riff zur Vorlage. Du willst schließlich nicht der genauste MOP spieler sein sondern allgemein nen besserer (Rhytmus-)Gitarrist.
     
  5. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.08   #5
    Google nach Steve Vai's Guitar Workout, es gibt eine kürzere und eine längere Version. Wenn das einige Monate 1-2 Stunden am Tag übst, wirst zu einem speed-Gott (aber das macht einen nicht automatisch zum besseren Musiker!).
     
  6. Corny

    Corny Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.08   #6
    Zumindest der 30h Workout zielt aber nicht wirklich auf puren Speed ab. Das soll jetzt keine Kritik an der Empfehlung sein, ich finde den Workshop klasse. Wenn auch etwas "over the top" für meine Begriffe.
     
  7. Kingx4one

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    Erstellt: 24.01.08   #7
    Für Speed in der rechten Hand kann ich dir auf jeden Fall noch Songs von Slayer oder Amon Amarth empfehlen. Sie sind von der linken Hand her eher einfach, aber das was die mit rechts machen ist wahnsinnig gut, speziell Slayer mit ihren Stakkato - Passagen.

    Für Tempo auf Links, hat der Herr Petricci mal was gutes raus gebracht. Pretrucci Guitar Discipline heißt das Buch. Sind jede Menge Koordinationsübungen für Rechts und Links drin. Wenn man die ne Zeit lang macht fällt es einem bald wesentlich leichter Große Intervallsprünge mit nem Morts - Tempo zu spielen. Wichtig bei allem ist immer langsam anfangen, Übung drauf kriegen und das Tempo dann langsam ansteigen lassen.
     
  8. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Wichtig ist immer eben langsam anfangen und die Geschw. erst steigern wenn man wirklich ohne Anstrengung und sauber jeden Ton spielen kann, vorher nicht.
     
  9. XenoTron

    XenoTron Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.01.08   #9
    @ Kingx4one. Jop. Slayer hab ich schon in mein Übungsprogramm integriert. Rock Discipline habe ich mir erst letzten Monat gekauft und den 30 hr Workshop vom Vai hab ich mir auch besorgt. Danke

    @ _xxx_. Das ist sowieso klar. Es bringt nichts das Tempo zu steigern wenn es noch nicht sitzt. Das würde mich nicht weiterbringen. Ich stelle jeden 1-3. Tag das Metronom auf genau 1 BPM mehr. Und dann wieder von vorne bis es sauber sitzt.
    Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen ^^
    Bin aber auch damit schon auf 180 BPM Achtel Downstroke Muster rauf. Bin aber wieder runter auf 175 weil nicht alle Lieder die ich spiele schon so schnell klappen.
     
  10. VisionaryBeast

    VisionaryBeast Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.08   #10
    Was sehr lobenswert ist, da nicht alle Gitarreros sich eingestehen wollen das sich der Erfolg nicht over all einstellen will ;)
     
  11. XenoTron

    XenoTron Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.01.08   #11
    da gibts wenig einzugestehen ^^ wenn ich halt mehrere Noten nicht erwische weils mir zu schnell is kann ichs halt noch nicht :) Da gibts wenig zu interpretieren ^^
     
  12. XenoTron

    XenoTron Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #12
    Ok. um nochmal drauf zurück zu kommen:
    Folgendes Problem stellt sich mir in den weg:
    Ich übe nun schon seit 3 wochen massiv Downstroke riffs. (Alles mögliche nicht nur Metallica)
    Ich komme nur ab ca 170 BPM ums verrecken nicht weiter. Ich merke nicht das ich noch irgendwie Fortschritte machen würde.
    Stell ich mein Metronom auf 175 wirds schon sehr hart und ich kann das nicht lange sauber durchhalten. Auf 180 ists noch schlimmer. Also gurke ich seit einigen Tagen auf 170 rum, versuche höher zu stellen aber merke das es noch nicht geht. Auf was genau muss ich beim Üben achten? Jede Bewegung muss aus dem Handgelenk kommen, der rest sollte sich sogut wie garnicht bewegen (Finger die das Plek halten, Arm usw.), richtig?
    Wie genau muss ich mein Plek am besten halte um das wenigste "Spiel" in die aktion reinzubringen? Sonstige tips? Das treibt mich ernsthaft in den Wahnsinn die nummer.....
     
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