Im Metal wird die Sauferei eben auch von vielen Bands propagiert. Beispiele sind Manowar, die sich bei Liveshows reihenweise Halbliter-Bierdosen auf ex reinziehen, oder Amon Amarth, die auch nie ohne gefüllte Trinkhörhner auf der Bühne zu sehen sind. Von Black Label Society gibts Albentitel wie "Alcohol Fueled Brewtality" und "Hangover Music".
Es gibt aber auch eine ganze Reihe von Metal-Musikern, die sich davon distanzieren. Dazu gehören Ozzy Osbourne und James Hetfield, die wohl mittlerweile gemerkt haben, dass der Rock'n'Roll-Lebensstil die Gesundheit kostet, und Bruce Dickinson, der kürzlich in einem Interview ungefähr sagte "ich bin hier (auf der Bühne), um Musik zu spielen. Wenn ihr Drogen nehmen oder euch prügeln wollt, dann geht woanders hin" und "zu viel Alkohol würde meiner Stimme schaden". Und wenn die Jungs nicht Heavy Metal sind, wer dann? So viel zum Thema Klischee.
Meiner Ansicht nach ist Alkoholismus eine schwere Krankheit, die tödlich oder zumindest mit erheblichen gesundheitlichen Schäden und in sozialer Isolation endet. Wer mit Alkohol nicht verantwortlich umgehen kann, sollte die Finger davon lassen. Bedenklich finde ich in diesem Zusammenhang, das gerade auf Metal-Festivals Alkoholismus zur Kultur erhoben wird. Da hat man oft weniger das Gefühl, dass die Leute in einer lustigen Runde mal einen zusammen trinken, sondern dass die bis zum Pupillenstillstand die Sau rauslassen, weil sie es hier endlich mal dürfen, bzw. weil es vermeintlich jeder macht. So, wie sich manche da benehmen, da hat so mancher Penner auf der Straße mehr Stil.