Micro für Chor

von Minimi, 17.12.07.

  1. Minimi

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    Erstellt: 17.12.07   #1
    Hallo !

    Ich suche ein Mikrofon was für Chöre gedacht ist. Sollte man bei einem Chor verschiedene Mikros nehmen (wegen Bass, Alt, Sopran ect) oder reicht es wenn man mehrmals das gleiche nimmt? Falls euch das hilft: der Chor hat ca 20 Mitglieder. Da es nicht allzu professionell betrieben werden soll wäre es lieb wenn ihr nicht die teuersten aussucht. Vielen Dank schon einmal vorab. lg markus
     
  2. 4feetsmaller

    4feetsmaller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 17.12.07   #2
    1. Geht es um die Chor aufnahme, oder ist es für den PA/Live Betrieb ?
    2. Welches weitere Equipment soll für die Aufnahme (bzw. Live, wenn es so ist) genutzt werden ?
    3. In welcher Location findet es statt ?
     
  3. Minimi

    Minimi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.07   #3
    zu 1. Für beides, sowohl aufnahme als auch Live !

    zu .2 Naja gewöhnliches halt. Ein Behringer Mischpult ist dabei, ne Endstufe und 2 Monitorboxen. Ach ja und eine Akkustikgitarre (hoffe das schreibt man so :) )

    zu 3.Meistens In Kirchen
     
  4. Fish

    Fish HuF User & Mod PA/E-Tech Moderator HFU

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    Erstellt: 18.12.07   #4
    Hallo Minmi,

    ich singe auch mein Chor u.a. in einem Chor mit. Gute Erfahrungen habe ich mit den AKG C1000S Mics für die Männer und Beyerdynamik BEYERDYNAMIC MCE 86 S II für die Damen (unsere Standartausrüstung für Live Gigs).

    Alls Solomikrofon ist das gute alte SM58 nicht schlecht. Sehr gute Erfahrungen im Sinne von Günstigen und Tauglichen Solomics habe ich mit dem T-Bone SM85 Beta gemacht.
    Bei unserem letzten Gig habe ich mit Großmembran Kondensatormics T-bone SC 600 Mics für die Abnahme des Chors experimentiert. Für den Preis war das Ergebnis nicht schlecht.

    Alls low cost Geheimtip wurden mir die T-bone SC 140 genannt. Habe sie allerdings noch nicht probiert.

    Unseren letzten Stereo Live mitschnitt -allerdings vom Quintet, nicht Chor- hat der Machmahall mit OKTAVA MK 012-01 MSP2 durchgeführt. IMHO sehr zu empfehlen! Werde ich mir auch zulegen wenn wieder Kohle in der Kasse ist.

    Bei der Positionierung der Mics zur Chorabnahme musst Du aber auch aufpassen. Da kannst Du viel vom Klang versauen und gewinnen.

    gruß

    Fish
     
  5. Minimi

    Minimi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.07   #5
    Vielen Dank für die hilfreiche Antwort.

    Wollte mich halt erstmal nur kundig machen was da (geldlich gesehen) noch alles auf mich zukommt. Momentan arbeiten wir mit Kleinmembran Mikros von Sennheiser (von der Kirche aus gestellt). Leider arbeiten wir nicht nur mit Mikros von Sennheiser (die zwar auch schon ihre besten Jahre hinter sich haben, trotzdem noch gut funktionieren). Es sind auch einige, ich will es mal so sagen "nicht passende Micros" dabei. Da der Chor nächstes Jahr im Frühjahr eine CD aufnehmen möchte, möchte ich schon dafür, so gut es geht, gerüstet sein. Es soll ja auch keine Top Professionelle CD werden, da ich selber in dem Gebiet des Recordings leider nocht nicht allzu bewandert bin. Aber jeder hat mal kein Angefangen :)

    Nun hätte ich noch gern gewusst mit welchen Programm man einen Chor am besten aufnehmen kann ? Wieder , wenn es geht, nicht zu teuer. Und wie man eine Akkustikgitarre am besten aufnimmt ?

    Und noch so am Rande die Frage: Was benötigt man um so aufzunehmen das auch im PC jeder Kanal (also jedes Micro) im Programm auf einen Kanal läuft ?

    Vielen Dank jetzt schonmal für die Antworten.

    Liebe Grüße Markus

    P.s. Was sollte man beim aufstellen der Mikros denn beachten ?
     
  6. Fish

    Fish HuF User & Mod PA/E-Tech Moderator HFU

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    Erstellt: 18.12.07   #6
    Hallo Markus,

    Akkustikgitarre: Entweder Tonabnehmer im Schalloch und direkt (evtl. über DI) in den Mischer oder abnahme per Kleinmembran Kondensatormic. Live bevorzuge ich den Tonabnehmer.

    Aufstellung der Mics ist kniffelig. Sind sie zu nahe werden nur einzelne Stimmen Aufgenommen und nicht der Chorklang. Sind sie zu weit weg ist die gefahr von Rückkopplungen und Phasenauslöschungen da. Alls Faustregel gilt: Möglichst viele mics -bei Euch wären 6 Stk IMHO optimal- so aufgestellt, das das verhältnis Abstand Mic/Chor zu Abstand Mic/Mic nicht unter 1/3 ist (wegen der auslöschung). ist aber alles von Raum zu Raum unterschiedlich. Wenige Winkelgrade Drehung einzelner Mics und Vareiren des Abstands bringen manchmal grosse unterschiede. Mit der zeit bekommst Du da mit der Erfahrung ein feeling für die richtige positionierung der Mics.

    Aufnehmen:
    Mit günstigen Mitteln kann ich eigentlich nur einen Live Stereomitschnitt empfehlen. Die Stereosumme des Mixers ist hierbei nicht ganz optimal, da gerade der raum "Kirche" stark klingt. Ich mache bei fast jedem Konzert zur Späteren Kontrolle einen einfachen Stereomitschnitt in ORTF Technik mit Kleinmembran Kondensatormics und einem Digitalen Stereorecorder. Um Publikumsgeräusche zu minimieren in 2,5m Höhe. Ist recht tauglich das Resultat. ORTF ist in der Plazierung auch ziemlich unkritisch.

    Bei Mehrkanalrecording brauchst Du passende Software und ein gutes Interface. Das wird schnell ziemlich teuer. Ich würde für Semiproffesionelle Mehrkanl Livemittschnitte z.B einen Yamaha AW 1600 einsetzen bevor ich mich mit Windoof, laptop und kompatibilitätsproblemen rumärgere.

    gruß

    Fish
     
  7. Minimi

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    Erstellt: 18.12.07   #7
    Abermals danke für die kompetente Antwort !

    Musste mich erstmal erkundigen was ein ORTF ist. Zum Glück gabs da bei Wikipedia eine gute Erklärung :great:

    Nun ist mir leider bei der ganzen Mikrofon- Geschichte noch etwas eingefallen. Da ich neben dem Chor noch andere Projekte habe/bekommen (Bands ect) wäre es wohl nicht so sinnvoll nur Kleinmembranmikros zu kaufen, da ich denke das diese Mikros nicht besonders für Bands geeignet sind. Gibt es da villeicht eine , ich will es mal vorsichtig formulieren "allround Lösung" ? z.b. https://www.thomann.de/de/sennheiser_e835s.htm

    oder etwas ähnliches ?

    Liebe Grüße Markus
     
  8. 4feetsmaller

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    Erstellt: 18.12.07   #8
    Die KM kann man wunderbar als Overhead-Mikrofone für das Schlagzeug nutzen.
    Für den Gesang sind sie aber weniger geeignet, besonderes im Live- Proberaumbetrieb.

    Dafür find ich aber auch ein dynamisches Mikrofon (von dir verlinkt) nicht vernünftig genug für eine Chorabnahme. Von daher sehe ich keine Möglichkeit, dass man ein Mikrofon als Gesangsmikrofon und als Chormikrofon nutzen kann.
     
  9. Minimi

    Minimi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.07   #9
    Dann werde ich für die Aufnahme die vorhandenen Sennheiser benutzen und mir erstmal dynamische Mikros zulegen. Wenn das mit dem Chor dann "aufwendiger" wird kann ich mir dann ja noch die Kleinmembranmikros holen.
    Vielen Dank ersteinmal für die wirklich hilfreichen Antworten. :rolleyes:
     
  10. Fish

    Fish HuF User & Mod PA/E-Tech Moderator HFU

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    Erstellt: 18.12.07   #10
    4feetsmaller hats schon auf den Punkt gebracht. Die Eierlegende Wollmilchsau gibts (leider) nicht. Allerdings kannst Du auch so verfahren, das Du alle kabel, Stage Boxen, Recording Equipment, solo Mics... die ihr gemeinsam braucht (Chor und Band) anschafft und bei Bedarf eben die Chormics anmietet bis Ihr Kohle habt eigene zu kaufen.
    Ich persöhnlich Miete mir z.B. für grössere Gigs immer das Main System zur FOH Beschallung.

    gruß

    Fish
     
  11. lemursh

    lemursh Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 22.12.07   #11
    Da ihr meist in (für Beschhallungsbegriffe) akustisch schwierigen Umgebungen (viel Naturhall, Reflexionen) arbeitet, kann ich nur eine Abnahme der Einzelnen Register empfehlen in einer etwas näheren Mikrofonierung (ca. 1m vor den Sängern).

    Für das Recording geht das natürlich nicht, hier eine geeignete Stereomikrofonierung mit ev. Stütze einzelner Register planen.

    Als Mikrofone kann ich empfehlen:
    Budgetvariante:
    - MXL 603S
    - Beyerdynamic Opus 53
    - Beyerdynamic MCE-530

    Mitteklasse:
    - HAUN MBC660L

    Oberklasse:
    - Beyerdynamic MC-930

    Oktavas werden auch immer wieder als "Geheimfavoriten" gehandelt, leider konnte ich bislang noch keins testen :o

    Das MXL hat den Vorteil einer breiten Niere, man braucht also weniger MIC`s, wobei das im Fall des "Close" Mikings keine Rolle spielt oder eher hinderlich ist. Das MC-530 ist ein günstiges und durchaus gutes MIC, das in direkter Konkurrenz zum MXL steht, aber eine normale Niere hat. Das Opus soll die gleiche Kapsel wie das MCE-530 haben, hat halt ein günstigeres Äusseres.

    Das HAUN hat den direktesten Klang aller hier definierten Typen, löst aber sehr fein auf. Der Klang kann als neutral ggf. auch als kühl bezeichnet werden. Es hat IMHO das beste Preis-/Leistungsverhältnis. Das Haun benötigt aber auch etwas mehr Verstärkung als die anderen Typen, was bei einem modernen Mischpult kein Problem darstellt. Das MC-930 hat die beste Auflösung und einen warmen Klang. Es ist auf jeden Fall ein hervorragendes Mic, nicht nur im Klang sondern auch im Preis-/ Leistungsverhältnis.

    Für Sologesang eignet sich als günstiges Teil Bsp. das TGX-48/58 als direkter (besserer) Konkurrent zum allseits verwendeten Shure SM58. Falls es das Budget hergibt würde ich auf die etwas höhere Preisklasse verweisen (ab. ca. 160€). Hier stimmt dann der Frequenzgang, Auflösungsvermögen, Feedbacksicherheit etc. Was hier dann verwendet wird hängt von der Stimme und dem eignen Hörempfinden ab.

    NB: Das Pult das ihr verwendet sollte ggf. auch geprüft werden. Ein Tipp geht hier in Richtung eines Yamaha MG166CX oder Ähnliches.
     
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