MIDI als ultimative Live-Ergänzung - Meinungen/Rat gefragt

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damasta
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Hallo zusammen!

Seit ein paar Wochen sind wir in der Band am überlegen unser Live-Equipment ein wenig aufzustocken, um unseren Sound on stage zu verfeinern. Vorweg: Wir sind ne 3-Mann Rock/Metal-Band und ein vierter Mann kommt erstmal nicht in Frage, der das nachfolgende mit Keyboard o. ä. übernehmen könnte...

Wir möchten zusätzlich zu Git, Bass und Drums noch zusätzliche Instrumente und Effekte einbauen, wie "Unterwasser-Drums", Regenplätschern oder ein paar Hintergrund-Streicher. Keine Frage, dass da ohne MIDI nichts laufen wird. Diese Sachen sollen ich (Bass) und unser Drummer übernehmen, da unser Gitarrist schon genug Tretminen vor sich liegen hat.
Zum einen möchte sich unser Drummer 3-4 E-Pads besorgen und zum anderen möcht ich mir ein Behringer FCB1010 holen. Die E-Pads kommen an ein Drum-Modul, das aus den Drum-Schlägen MIDI-Signale macht. Diese und meine Footboard-Signale sollen an einen MIDITEMP Multiplayer geschickt werden, der dann
  • Wave-Dateien oder
  • MIDI-Files abspielt.
(je nachdem, was wir brauchen)
Um nun so Spielereien wie Unterwasser-Drums und Violinen-Parts hin zu bekommen, dachte ich an einen Sampler, der je nach Einstellung entweder die MIDI-Files vom Multiplayer interpretiert oder eben die MIDI-Signale von den E-Pads. Zwischen Sampler und PA können dann noch EQ und andere Effekte kommen, die dann wohl auch per MIDI über mein Footboard gesteuert werden.

Ich hoffe, ihr wisst, um was es mir geht. Meine Frage ist nun allerdings, ob das alles nicht auch irgendwie einfacher mit weniger Geräten geht? Wie siehts auf dem Gebiet mit Laptops auf der Bühne aus? Wäre das ne brauchbare Alternative?
Zu anfangs dachte ich nur an einen Sampler, allerdings schreckte mich die relativ kurze Sample-Dauer, die zumindest der AKAI S2000 hat, ab. (20 Sec bei 44,1kHz...) Es soll ja Luft bleiben für noch kommende Soundexperimente, da wir auch einiges an Hintergrund-Sound einbringen wollen.
Die Frage des Geldes spielt natürlich auch eine Rolle, allerdings darf das ruhig um die 800 bis 1000 Euro kosten, da das nicht von heute auf morgen passieren muss. Ich hab mich schon ein wenig bei Ebay wg. Samplern und dem Multiplayer schlau gemacht, das würde alles in den preislichen Rahmen passen.

Danke schonmal für eure Antworten! :)

Grüße,
damasta
 
Eigenschaft
 
ich würde das ganze mit notebook(g4 powerbook / ibook aufwärts), sequenzer(ableton live oder logic) und mehrkanal-audiointerface lösen.
dann könnt ihr das relativ bequem verwalten.

drumtrigger + fcb per midi ins notebook,
dort dann im sequenzer: 1 spur backing(wave, besser, wenns vorgerendert ist, das braucht nicht so viel rechenleistung wie die livebrechnung diverser instrumente), 1 spur klick(wave, ausgabe auf separaten out für monitor), und dann, wenn ihr live eure freiheit genießen wollt, noch mal die ein oder andere spur mit nem software-instrument(sampler etc), die ihr dann über die pads ansteuert. das ganze lässt sich dann soweit konfigurieren, dass ihr den sequenzer fast komplett fernsteuern könnt(start/stop), das einzige, was ihr eventuell per hand machen müsstet, wären die song-wechsel, aber das wäre in live zumindest mit 1 mausklick zu machen, und bei logic gabs da auch irgendeinen trick, wo man dann alle songs auf einmal verfügbar hatte.
 
ok, die sache mit dem laptop auf der bühne wurde in der band jetzt abgewiesen, da meine kollegen eher auf hardware basiertes zeug im rack setzen wollen als auf pc software im laptop... ich hab mich in der zwischenzeit in einem musikladen beraten lassen bezüglich samplern und da meinte man, dass es auf jedenfall einer mit mindestens 128 mb speicher und ide festplattenanschluss sein sollte, da alles andere unserem anwendungsgebiet nicht gerecht werden würde. klang dort auch relativ logisch.
so suche ich jetzt nach nem akai z4/z8 oder s 5000/6000 oder nem emu 5000/6400 ultra. der miditemp multiplayer gilt als beschlossene sache.
nur leider ist es richtig schwierig einen dieser sampler aufzutreiben und noch dazu für einige von denen das ide-modul! gibts da irgendwelche geheimen quellen, bzw. spezielle platformen für sowas? (gebrauchtgeräte natürlich)

grüße,
damasta
 
Noch ne andere Idee, die sehr stabil ist und gleich zwei Geräte in einem ist: Roland SPD-Serie. Das sind Geräte mit Sounds, Samplespeicher und Schlagflächen für den Schlagzeuger. Selbstverständlich kannst auch du über diverse Controller wie Bodentreter, kleines Keyboard, Bass to MIDI Converter, und und und das Teil mit ansteuern. Dann haste alles in einem Hardware-Gerät. Die Speichergröße ist auch ausbaubar.

Im Detail darfste mich aber nicht weiter fragen, da ich das Teil nur vom Laden und vom Prospekt kenne, klingt aber alles irgendwie passend für euch.
 
das spd dürfte, was den import von samples angeht, etwas unkomfortabel sein, da man die nur über audiokabel reinbekommt. ich würde immernoch die computer-lösung nehmen(mit mac, vor nem win-pc hätt ich auch angst), weil die hardware-sampler verdammt lahm sind, was das laden der samples angeht.
 
degger schrieb:
... weil die hardware-sampler verdammt lahm sind, was das laden der samples angeht.

bezogen auf welche geräte? ich kann mir vorstellen, dass es da auch gravierende unterschiede gibt.

das roland spd schau ich mir gleich an...

grüße,
damasta
 
bezogen auf alle... ich hab vor 3 jahren mal in einem studio 10 min vor nem emu-irgendwas(war bestimmt nichts altes oder einfaches) gesessen und zugeschaut, wie ein kleines drumset geladen wurde...
 
hmm... also das mit der ladezeit klingt nicht gerade live-tauglich. gibt es sonst irgendwelche geräte, mit denen wir arbeiten könnten? es sollten am besten rack geräte sein, denn dann ist alles immer beisammen im rack und das risiko, dass mal was kaputt geht ist da auch geringer. (was auch der grund ist, warum wir eher auf richtige hardware geräte setzen als auf software über laptop)

das roland sp404 wird dann ja wohl dasselbe ladezeit-problem haben, nehme ich an. erst recht, weil der so gut wie keinen internen speicher hat und sonst nur mit compactflash-karten gefüttert werden kann.

kann man mit rack-synthies was anfangen? wie der ton im endeffekt erzeugt wird spielt ja keine rolle! hauptsache wir können bestimmen, wie der sich anhört und eben samples benutzen, die dann synthie-kompatibel gemacht werden können.

grüße,
damasta
 
Das mit dem nachladen entfällt, wenn der Sampler genug Speicher hat. Schaut euch mal den Akai Z4 an, der ist auf 256 MB mit einem Standard Dimm auf 256MB ausbauba. Das sollte locker ausreichen. Preislich liegt der bei ca. 500€ plus 70€ für den Speicher.
Das mit den Midifiles hört sich immer schön und gut an. Euch muß aber bewußt sein, das das nur vernünftig mit Click funktioniert. Ja O.K. für Regenplätschern ginge das noch, bei Attacklastigen Sound aber nicht mehr. Die müssen auf den Punkt kommen.
Auch denke ich das für ein zwei Soundeffekte ein Miditemp etwas übertrieben ist. Einfacher wäre es die Sound über das Floorboard/den Pads Direkt abzuspielen. Ob das Behringer das kann weiß ich nicht. ich selbst habe dafür früher ein MFC10 von Yamaha eingesetzt. Ein Setup könnte so aussehen:

Die Pads und das Floorborad gehen auf einen Midi-Merger (ca. 70€). Dieser in das Z4.
 
Also: Ich halte von MIDI und dem ganzen Zeug nicht viel. Nur gespielte Musik ist wahre Musik. Sonst kann ich auch eine CD reinschmeißen oder gar einen Computer anwerfen.

Entweder macht man Livemusik - ohne Netz und doppelten Boden, oder man verläßt sich auf den Computer. Aber dann kann der Musiker auch nach hause gehen und die Instrumente spielen alleine.

*Meine Meinung*
 
Im Prinzip kann ich mich der Meinung von Böhmorgler nur anschließen.
Allerdings für die Verwaltung meines Equipments (Kurzweil PC88, Quasar, M1, Virtualizer) benutze ich ein MIDI-Setup über die PMM-88 (Kanalzuordnungen, Programmumschaltung). Ansonsten würde die Umschaltung aller Geräte einzeln bei ner Live-Mugge zu lange dauern.
Gruß Jürgen
http://www.blueskyrocklive.de
 
juerfi schrieb:
Im Prinzip kann ich mich der Meinung von Böhmorgler nur anschließen.
Allerdings für die Verwaltung meines Equipments (Kurzweil PC88, Quasar, M1, Virtualizer) benutze ich ein MIDI-Setup über die PMM-88 (Kanalzuordnungen, Programmumschaltung). Ansonsten würde die Umschaltung aller Geräte einzeln bei ner Live-Mugge zu lange dauern.
Gruß Jürgen
http://www.blueskyrocklive.de

Für das Umschalten eines Gerätes benötigt man keinen PMM. Das MFC kann das selbst und meines Wissens auch das von Behringer. Ausserdem reden wir hier von ein zwei Effekten. Ich denke da wird ein Umschalten sowieso nicht gebraucht.
 
also ich hab mich die letzten wochen mal gründlich informiert - und bin zum entschluss gekommen, dass es doch einige überwiegende vorteile hat einen rechner auf der bühne zu haben. ich hab mir das natürlich nicht ohne preislichen hintergedanken überlegt und das setup mit dem rechner kommt genauso teuer, allerdings mit natürlich fast unbegrenzten möglichkeiten im gegensatz zu den hardware-samplern und -playern. so haben wir uns jetzt dafür entschlossen uns einen rechner ins rack einzubauen (den ich grad einrichte), der is dann natürlich total abgespeckt was das betriebssystem angeht usw. ... auf dem compi wird dann ableton live laufen, das programm ist perfekt für das was wir wollen und noch im preislichen rahmen. welches sample-vst-instrument wir uns holen wissen wir noch nicht, aber da wird wohl eher der preis entscheiden. der rechner bekommt ein midi und audio-interface spendiert mit allem drum und dran und das alles kommt dann mit noch ein paar extras ins rack.

ich bin mit dieser lösung doch zufriedener als mit den hardware-geräten. das miditemp hat mir da gründlich den spaß verdorben.

grüße,
damasta
 

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