Midi Recording mit Arranger Keyboards

von dorforganist, 18.03.17.

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  1. dorforganist

    dorforganist Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.17   #1
    Hallo zusammen,

    vielleicht klingt meine Frage für manch einen hier blöd, aber ich weiß es leider wirklich nicht. Ich hatte im Lauf meines Lebens diverse Synthies, z.B. Roland D20 oder Yamaha S08, und habe entweder mit dem internen Sequencer oder mit dem PC MIDI Aufnahmen gemacht. Der für mich verständliche Weg war der, dass es in den Synthies meistens Klänge (im Roland Sprech "Patches") und Kombinationen (im Roland Sprech "Performances" gibt). Letztere beinhalten 16 Klänge inkl. Einstellungen (Lautstärke, Effekte, usw.). Über die Performances kann man auch Dinge wie Layer / Split Klänge einstellen. Meistens ist es so, dass man ein oder mehrere Sounds auf Midi Kanal 1 stellt und dann über das Keyboard des Synthies selbst anspricht. Wenn man mit dem internen Sequencer oder dem PC eine mehrspurige Aufnahme macht, dann verwendet man für jede Spur und jeden Sound einen anderen Midi Kanal. Beim Abspielen erklingen dann bis zu 16 Instrumente gleichzeitig. Die Zuordnung der Instrumente zu den Spuren bleibt komplett mir überlassen, z.B. Spur 1 Klavier, Spur 2 Bass, Spur 3 ein Blasinstrument, Spur 4 ein Streichinstument, ganz wie ich Lust habe. Lediglich die Schlagzeugspur ist manchmal auf einen bestimmten Kanal festgelegt, aber damit kann man ja leben. Vielleicht ist das nicht die "reine Lehre" des MIDI Recording, aber nach der Methode war ich bislang glücklich.

    Nun interessiere ich mich aktuell für diverse Arranger Keyboards und würde mir gern eins kaufen. Die Arranger Funktion als solches (Begleitautomatik) interessiert mich eigentlich überhaupt nicht, aber das Gesamtpaket, nämlich ein leichtes tragbares Keyboard mit vielen Sounds und - im Gegensatz zu den Synthies - eingebauten Lautsprechern. Konkret interessieren mich das aktuelle Modell Roland BK-5 oder alternativ das Vorgängermodell Roland E-09 als Gebrauchtkauf. Das E-09 hat ja sogar einen internen Sequencer, also sollte das Aufnehmen doch möglich sein, oder nicht? Ich spreche aber nicht von Aufnehmen des kompletten Spiels mit Begleitautomatik, sondern vom sequenziellen Aufnehmen verschiedener Spuren. Ich verstehe aber nicht, wie man da jedem Midi Kanal seinen Klang zuweist. In der Anleitung des E-09 steht auf S. 20 etwas von einer festen Zuweisung verschiedener "Funktionen" (es fällt mir kein besseres Wort ein) zu den einzelnen Spuren bzw. Midi Kanälen. (Accomp 1 / Arranger bass / Accomp 2 / Main / Accomp 4 / Dual / Accomp 4 / Accomp 5 / Accomp 6 / Arranger drums / Split / Auto bass / - / - / Melody Intelligence / (Main). Sind das nur Namen, und kann ich trotzdem beliebige Klänge zuweisen, wenn ich ohne Begleitautomatik spiele? Ich vermute mal, in den "Styles" ist diese Zuweisung schon fest eingebrannt.

    Irgendwie bringe ich die zwei Welten Synthies und Arranger gedanklich nicht zusammen. Und ich habe leider auch keinen Arranger zur Hand, um es auszuprobieren. Kann man mit Arrangern und speziell mit den beiden o.g. Modellen MIDI Recording in der Art betreiben, wie ich es eingangs beschrieben habe? Hat hiermit jemand Erfahrung? Wie weist man dann die Klänge und Parameter (mindestens die Lautstärken) den einzelnen Midi Kanälen zu, und kann man das Ganze dann auch noch speichern (wie in einer Performance auf dem Synthie?). Schon im Voraus vielen Dank für eure Antworten.

    Viele Grüße aus Schwaben vom
    Dorforganist
     
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  2. Gast185212

    Gast185212 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.17   #2
    Ich nehme mal an, das sich der Begriff Arranger gerade darauf bezieht, weil die Dinger mit Ausgefeilter Begleit Automatic ausgestattet sind.
    Das bekommt man durch eigenes Spiel auf den Punkt so nicht hin.
    Nun ich habe ein Yamaha Keyboard, welches ich öfter mal nehme um mir fix einen Style zu erstellen.
    Man kann ja jede Midibewegung im Sequenzer aufzeichnen lassen.
    Die Autochordbegleitung nehme ich zum Beispiel in Cubase in einer Spur auf, und trenne die Parts nachher nach Noten in eigene Midispuren.
    Das geht phantastisch, und dann kann ich meine VST zuweisen, wie ich möchte, und beliebig mit Panorama, Effekten und Volumen experimentieren.

    Schneller kann man sich keine perfekte Begleitung erstellen, und warum soll ich das nicht nutzen, wenn es schon mal programmiert ist.
    Da bleibt trotzdem noch genug musikalische Tätigkeit.

    Franzilein
     
  3. engineer

    engineer HCA Recording HCA

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    Erstellt: 11.05.17   #3
    Ich würde strengstens empfehlen, sowas in einem store live anzutesten. Jeder Arranger hat so seine spezifischen Vor- und Nachteile. Die einen sind klanglich authentischer, die anderen haben bessere Klangvariationen, der nächste die besten Editiermöglichkeiten und wieder andere haben bessere Syntheseinheiten. Je nachdem eigenen sie sich für verschiedene Musikrichtungen und Einsatzgebiete. Ich selber bin von den Arrangern weg. Ich benutze noch meine VA76, weil ich sie habe. Ich würde mir aber keinen mehr kaufen.
     
  4. Gast185212

    Gast185212 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 11.05.17   #4
    Hallo engineer,

    darf ich fragen, warum du von den Arrangern weg bist, und wie Du in Deinen Produktionen fährst ?
    Ich habe mir das alles mal so erarbeitet, weil es durch viel üben und Probieren die Möglichkeit zu sein schien, die sich für mich als die Beste ergab.
    Ich habe sehr früh damit begonnen ein Keyboard an den Pc zu klemmen, um die programmierten Möglichkeiten zu nutzen ohne dem Sond viel Beachtung zu schenken, den es geht mir ja um die Styles, und nicht um den Sound.

    LG
    Franzilein
     
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