Mikrofon mit Phantomspeisung splitten?

von Lacer, 15.03.12.

  1. Lacer

    Lacer Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 15.03.12   #1
    Hey.

    Um mir die Bassdrum auf meinen Submixer (Für In-Ear System) zu holen hab ich einfach ein Split-Kabel an die Shure Grenzfläche unseres Drummers gepackt, fertig.
    Funktioniert.

    Aber ist das nicht auf die Dauer gefährlich für meinen Submixer? Schließlich schickt ja unser FOH-Techniker 48 Volt an das Mikro?! (Die ja theoretisch mein Submixer auch abbekommen wird) ?


    Gruß Tino.
     
  2. WolleBolle

    WolleBolle Studio & Video MOD Moderator HFU

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    Erstellt: 15.03.12   #2
    Moinsen!

    Wenn es gefährlich gewesen wäre, dann hätte es beim 1. Anschließen schon einen Kurzen gegeben und dein Mischerle hätte das Zeitliche gesegnet.:D
    Optimal ist es aber wirklich nicht, dafür nimmt man Splitter, die sind galvanisch getrennt und so kommt nur die Phantomspeisung ans Mikro und der andere Weg ist Stromlos.


    Greets Wolle
     
  3. 968

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    Erstellt: 27.03.12   #3
    Ganz ungefährlich ist es nicht. Ich habe schon erlebt, wie dadurch ein Eingang zerschossen wurde. Passiert selten, ist aber möglich.

    Viel schlechter an der Situation ist, dass das Mikrofon 2 Eingänge speisen muss. Die hohe Last macht den Klang des Mikrofons nicht besser und es fängt an, bei hohen Pegeln früher zu zerren.
     
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  4. Lacer

    Lacer Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.12   #4
    Das konnte ich mir irgendwie vorstellen.. Also werd ich wohl doch in den sauren Apfel beißen müssen und mir 2 DI Boxen kaufen.
     
  5. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 27.03.12   #5
    Ähm, nicht ganz. DI-Boxen haben eine Impedanz- und Pegelübersetzung drin, was du brauchst - wenn überhaupt - ist ein Splitter wie oben abgebildet.

    Von zerschossenen Eingängen höre ich zum ersten Mal und eigentlich kann das auch nicht sein - zumindest dann nicht, wenn der zweite Eingang theoretisch selbst auch in der Lage wäre, Phantomspeisung zu liefern. Die Eingänge können eigentlich nur dann was abbekommen, wenn es keine Standard-Mikroeingänge sind. Um welchen Submixer handelt es sich denn?

    Das Argument mit der "Doppelbelastung" ist nachvollziehbar, aber in dem Fall (gerade bei Drums und Grenzfläche) eher akademischer Natur. Insgesamt lässt sich sagen: wenn das bisher funktioniert hat, spricht nichts dagegen, es weiter so zu handhaben. Der Submixer verträgt dann offenbar die Fremdspeisung und wenn es mit den Signalen keine hörbare Verzerrung gegeben hat, dann wird das auch in Zukunft so funktionieren. Bevor du jetzt 90 Kracher für 2 Splitter ausgibst, kannst du dir das Geld besser zur Seite legen, falls doch irgendwann mal ein neuer Submischer fällig sein sollte. Das Risiko kann man aber getrost eingehen.

    ---------- Post hinzugefügt um 13:22:11 ---------- Letzter Beitrag war um 13:19:37 ----------

    PS: oder man bastelt sich in dem Split ggf. noch einen Groundlift auf der Seite des Monitor-Submischers (Pin 1 abklemmen) - dann kommt die PP nämlich auch nicht mehr durch. Besser ist allerdings, das dann schaltbar zu machen oder noch ein "voll bestücktes" Splitkabel im Gepäck zu haben, falls es Brummprobleme geben sollte.
     
  6. Lacer

    Lacer Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.12   #6
    Bei meinem Submischer handelt es sich glaube ich um einen LD Systems?! Weiß es grad nicht genau..
    Er hat
    a) 1x Stereo-Eingang (XLR L und XLR R)
    b) 6x Mono Eingang XLR
    c) jeder Eingang besitzt auch wieder einen Split-Out
    d) leider keine Phantomspeisung
    e) Stereo-Out
    e) Vorderseitig befindet sich je ein Gain und ein Balance Regler

    Werde den Mixer aber höchstwarscheinlich durch mein Alesis Multimix 16 FW ersetzen, dann hab ich wenigstens nen EQ und etwas Hall drin. Zudem lässt sich meine In-Ear Lautstärke besser durch die großen Fader regeln, als mit den kleinen Gain-Potis.


    P.S: Sorry. Meinte Splitter . Nicht DI Box ;)
     
  7. livebox

    livebox Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 28.03.12   #7
    Die Theorie dahinter sieht so aus:

    http://www.uneeda-audio.com/phantom/split.htm

    (Den Abschnitt ab "Now, having said that, let's explore the situation when both mixers supply phantom.")

    Diese Theorie sieht aber vor, dass die PP bei beiden Mixern auch richtig funktioniert. Wenn eine davon 'nen Schuss weg hat, kann es wohl passieren, dass man sich mal einen Eingang zerballert.

    MfG, livebox
     
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  8. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 28.03.12   #8
    Das ist ja auch ein bisschen was anderes: wenn bei beiden Mischern die PP an ist. Das empfehle ich in der Tat auch nicht, allein schon, weil möglicherweise vorhandene Spannungsregler dann irgendwelchen Unsinn machen und sich gegenseitig anfangen zu regeln. Ein Mischpult mit PP an und ein Eingang, der zwar PP-fähig ist (sprich, die richtigen Einkoppelwiderstände besitzt), aber bei dem die PP aus ist, das sollte im Normalfall keine Probleme bereiten.

    Jens
     
  9. Lacer

    Lacer Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.12   #9
    So wär es ja bei mir. Habe keine PP an meinem Submixer.
    Mein nächstes Pult hat zwar global anschaltbare 48-Volt, aber die brauch ich nicht.
     
  10. 968

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    Erstellt: 29.03.12   #10
    Gerade bei Base Drum treten hohe Pegel auf. Wenn die Base dann plötzlich keinen Körper mehr hat und nur noch der Kick und nicht merh das Umpf zu hören ist, dann liegt es genau daran, das das Mikro nicht mehr liefern kann, weil es zwie Eingänge speisen muss und schon aus dem letzten Loch bläst.
     
  11. Lacer

    Lacer Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.12   #11
    Also ich halte regelmässig absprachen mit unserem Techniker ob alles ok wär. Er meint das es kein Unterschied macht (klanglich).
     
  12. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 29.03.12   #12
    Dass gerade die Bass hohe Pegel liefert, ist schon klar. Aber gerade bei solchen Signalen sind leichte Clips auch am ehesten zu verzeihen. Abgesehen davon haben die Pulte Eingangsimpedanzen im kOhm-Bereich und das nicht mal einheitlich. Ob die jetzt halbiert wird oder nicht, hat in der Praxis so gut wie keine Auswirkungen. Schon gar nicht, wenn Mikros verwendet werden, die für solche Pegel gedacht sind.

    Und letztlich zählt, dass es bisher immer gut funktioniert hat, mit dem selben Mikrofon und zumindest einem identischen Mischer (der andere mag ja jedesmal ein anderer gewesen sein). Die eigentliche Frage war ja, ob den Geräten das auf Dauer gut tut.
     
  13. Lacer

    Lacer Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.12   #13
    Sollte es wirklich mal nicht gehen oder es Probleme geben habe ich in meinem Notfall Koffer noch mein AKG D112 für die Kick und nen ShureSM57 für die Snare dabei.
     
  14. 968

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    Erstellt: 29.03.12   #14
    Is schon klar, wenn alle zufrieden sind, solls mir recht sein.

    Jedoch in einer Zeit, wo Leute für Mikrofone mit Eingangsimpedanzen speilen, um das letzte aus dem Mikrofon heraus zu holen, darf der Hinweis mit der möglichen Überlastung gestattet sein. Ich achte sogar darauf, dass unnötige Verbindugen vermieden werden - z.B. lieber ein langes Kabel statt 2 kurze mit der gleichen Gesamtlänge. Aber wir diskutieren hier ja aufeinem anderen Niveau. Wenn Du ein Schoeps an 2 Eingänge hängst und die Impedanz auf 500 Ohm fällt, ist das hörbar.
     
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