Mischpult für das Home Studio - Anzahl der Kanäle im Alltag

  • #21
Die vielen Kanäle brauchst du eigentlich nur, wenn die Endabmischung auf dem Pult gemacht werden sollte..
Oder gleich ne ganze Band abgenommen werden soll.
Für mich alleine brauche ich nicht mehr als 6 Kanäle, meistens nur einen.
Ist aber auch schön wenn man verschiedene voreingestellte Kanäle für jeweils ein Instrument hat.
Die tatsächliche Aufnahme ist aber pre EQ aufgenommen.
Somit ist es eigentlich nur bequem aber nicht nötig.
Ein kleines Pult funktioniert genauso gut, wenn man in der DAW abmischt.
Im Mischpult mischen ist das besser wenn man jeden Kanal einzeln hat und auch noch Platz zum doppeln und Effekt Kanäle.
 
Zuletzt bearbeitet:

  • #22
Hobby Recording, aber auch einfach nur Musikmachen, auch gemeinsam mit Freunden. Und der Fokus liegt auf dem flow.
Ich habe viele Instrumente und ich möchte beim Aufnehmen nicht umstöpseln müssen, weil das immer nervig ist und eben den flow zerstört. Es ist ja nicht nur das umstecken, sondern auch einpegeln.
Den Gedanken kenne ich nur zu gut. Ich bin dann allerdings anders abgebogen und in die digitale Ecke mit einem Rackmischer gegangen. Darum soll es hier aber nicht in erster Linie gehen.

Ich habe mir einen Mischer mit 18 Kanälen gegönnt, aus genau dem Grund, den Du oben beschrieben hast. Ich war das Stöpseln und Pegeln leid. Anfangs dachte ich, ein 8-Kanaler würde reichen, das tat er bald nicht mehr. Die 18 Kanäle kann ich separat in der DAW aufnehmen und von dort auch wieder zurück auf den Mischer schicken. Das eröffnet ganz andere Möglichkeiten, als wenn Du über Submischer irgendwo schon summierst und mit "aggregate devices" rumbastelst.

Mein Weg, der bei genau Deinem Gedankengang startet, war zunächst ein Zoom* LiveTrak L-8 und dann ist es ein Behringer* XR18 geworden.

Darum sagte ich: anders abgebogen. Ich habe auf die physischen Fader verzichtet und hab halt einen Laptop / iPad zur Steuerung. Darum kann ich an der Stelle auch nicht mehr mitreden. Aber ich lasse mal den Gedanken da: Es geht (für mich) nichts über mehr als genug Kanäle, wenn es um Workflow (und "den Flow") geht.

Ideal (aber teuer) wäre für mich eine Konstellation mit einem Mischer mit Motorfadern, der die Vorzüge eines physischen Mischers bringt, keinen PC braucht (aber damit arbeiten kann) und trotzdem nahtlos in der digitalen Welt zuhause ist. Das gab mein Budget nicht her ;) Darum wurde es was Anderes.
 
  • #23
Also ich persönlich bin ebenfalls ein großer Fan von Tablet-bedienten digitalen Rackmixern (UI24r und mehrere kleine XR-Serie von Behringer* bei mir), und insbesondere solchen, die ein Audiointerface* mit drin haben. Soweit zu mir.

Bei milamber ist aber die Tablet/PC-Bedienung schon ein Ausschlusskriterium, daher fällt das ja aus.

Submixer würde ich persönlich - für mich - ausschließen, insbesondere bei einer Neuanschaffung vermeiden wollen.
(Außer, sie liegen im Verantwortungsbereich eines Mitmusikers, wenn der Mitmusiker sich für das Gerät verantwortlich fühlt :cool: Und es damit quasi ein Teil des Instruments ist.)

Ich sehe hier drei Wege mit analog-Feeling: Man müsste in dem Fall einen analogen Mixing Desk hinstellen, der
  • entweder für ausschließlich den Arbeitsflow einer Jamsession gedacht ist und daher kein Einzelspur-USB-Audiointerface* braucht. Fürs eigentliche Aufnehmen nimmt man dann ein Audio Interface am PC her, und lässt den Mixer links liegen.
  • auch für eine Multitrack Recording Session geeignet sein muss, und daher Direct-Outs je Kanal mitbringt und zusammen mit einem Audio Interface mit ausreichend vielen Kanälen interagieren kann. Patchorgie a la 90er Jahre mit inbegriffen.
  • oder auch für eine Multitrack Recording Session geeignet sein muss, und daher direkt ein mehrkanaliges Multitrack Audio Interface in sich beherbergt.
Das eine kann groß und kann günstig sein, das mittlere besteht aus mehrerer Geräten, das dritte ist groß UND teuer.

Alternativ ein Digitaler Mixer mit Fadern und Multitrack Audio Interface - fraglich ist, ob die Einarbeitung in ein solches Gerät akzeptiert, oder auch als Flow-Killer gesehen wird.


Die Frage ist also - welchen Tod ist milamber bereit zu sterben ;)
 

  • #24
nein, das ist für mich ein hartes Ausschlusskriterium! Aus mehreren Gründen. Eins davon ist, dass diese Geräte nur solange funktionieren, so lange die Software unter dem OS auf Deinem Rechner läuft.
Das X32 Rack bzw Producer ist komplett am Pult bedienbar. Beim Rack etwas hakelig, aber es geht. Wenn man dann einen X-Touch Controller mit verwendet, dann geht das schon recht gut, auch ohne Rechner.
Alternativ wäre auch ein WING Rack eine Option, auch das ist komplett am Gerät bedienbar.
oder du schaust dir das A&H CQ18 an, das hat 18 Eingänge und ein MT Audio Interface. Es hat, gerade für Quereinsteiger, einige Eigenschaften, wie spezielle Kanalsetups für diverse Instrumente usw., die eine erleichterten Einstieg in das Thema Digitalpulte liefern. Und auch das ist komplett Standalone bedienbar.

Ansonsten ein A&H MixWiz4 mit dem optionalen USB Interface. beim MixWiz3, oder auch dem Soundcraft FX16, oder Soundcraft GB2/GB4 kann man dann auch per Kanal Direct Outs in ein Interface gehen um Multitrack zu machen.
 
  • Ersteller
  • #25
danke für den Input. Ich versuche mal auf alles einzugehen:

eingebautes Interface mit getrennten Spuren – klar, ist eine Grundvorraussetzung für mein Setup. Wie schon erwähnt, habe ich vergessen es im Eingangspost zu schreiben. Ist aber bei modernen Mischpulten ohnehin fast immer dabei.

individuelle Kopfhörer Mixes – brauche ich nicht. Es ist nicht für den Bühneneinsatz.

Bedienung über iPad – Brauche ich auch nicht. Natürlich wäre das hilfreich um drums einzupegeln (wenn kein Auto Gain vorhanden). Aber wie oft würde ich das schon machen?

Da immer wieder andere Mischpulte erwähnt werden … welche Vorteile bieten sie gegenüber einem Tascam 12/16? Dieses liefert ja offenbar alles, wonach ich suche.

Gibt es Mischpulte, die weniger Platz pro Channel brauchen als das Tascam? Bei etwa gleichem Preis und für mich ausreichender Ausstattung?

Mein bisheriger Favorit ist die Option mit einem Hauptmischpult mit 12-16 Kanälen + günstigem Submixer für Keys. Die gilt es jetzt zu schlagen :D
 
  • #26
..für mich stellt sich die Frage, wie die Mischung der Einzelspuren (am PC?) für die Endabmischung erfolgen soll?

Mit dem Tascam gehts nicht. Nur PC und Maus.
Also würde sich aus meiner Sicht wirklich ein Digi-Pult mit Fadern und Schnittstelle zur Übertragung aller Kanäle anbieten.
PC oder SD-Karte zeichnet auf, während fürs Jammen due ohysischen Regler da sind.

Abmischung ebenfalls mit den Fadern möglich.

Wur haben auch lange mit einem gut klingendem Midas Venice gespielt. Das hätte auch Einzelausgänge. Aber dann diese in ein extra Interface routen? Nein Danke. Steht vom Preis, Platz und Aufwand und doch eingeschränkten Recording-Mixing-Möglichkeiten, letztendlich doch nur am PC nicht zur Debatte.

Bei mir wurde es ein MR18, das wunderbar mit X-Touch oder minimiert mit BCR2000 bedienbar ist. Für große Sachen dann X32Rack oder Compact mit DL32 und X-Touch (beim Rack)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #27
Gibt es Mischpulte, die weniger Platz pro Channel brauchen als das Tascam?
Digitalmischpulte, bei denen muss nicht jeder Regler einzeln für die entsprechend Funktion sein.
Nimm mal das da her
*​
Abmessungen (B x H x T): 346 x 88 x 242 mm
Tascam Model 16 Abmessungen (B x H x T): 430 x 113 x 463 mm, gut 10 cm breiter und 20 cm tiefer.

Das CQ hat deutlich mehr an Bearbeitungsmöglichkeiten zu bieten, 4-Band voll parameterischer EQ gegen einem semi-parametrischen Höhen und Bässen Regler, Gates und Kompressor usw.
Dieses liefert ja offenbar alles, wonach ich suche.
ich sag's mal so, es liefert das, was du im Moment suchst. Meine Erfahrung ist halt, dass mit dem Essen auch der Appetit kommt. Mir wäre das Tascam von den reinen Mixer Möglichkeiten zu spartanisch, und als Interface zu unflexibel. Dann lieber gleich ein altes A&H Mixwiz3 16:2 (kostet meist so um die 300 €) und ein passenden Interface dazu wenn es wirklich ein analoges Pult sein soll. Das hat wenigsten ein für analoge Verhältnisse gescheiten EQ. Ist auch nicht mehr klein und kann funktional mit dem CQ nicht mithalten, aber grundsolide.

Man könnte auch auf die Idee kommen und ein Zoom Livetrac nehmen. Ich hab das mal kurz getestet und irgendwie war das am Ende nur ein etwas zu teures Spielzeug.

Ich würde in deinem Fall zum CQ18T greifen und glücklich werden.
 
  • #28
Ich will dabei natürlich nicht den Computer eingeschaltet haben müssen, wenn ich einfach nur spielen möchte.
Geht mit (m)einem RME Fireface. Allerdings ist es einfach umständlicher, da was einzustellen. Man nimmt am Ende doch die PC-Console.
Wenn dir feinfühlige Regler wichtig sind, nimmt das TASCAM. Was mich bei denen abgehalten hat, waren die "nur" 48kHz.
Die RME-Geräte kann man angeblich auch per MIDI bedienen, womit man später einen Controller nachrüsten könnte, habe ich aber noch nicht getestet, daher keine Aussage dazu.
Wieviele Kanäle du brauchst, musst du selber ausrechnen. Das RME kann man jederzeit erweitern. Ich habe meine RME-Landschaft inzwischen auf 5 Geräte ausgedehnt, darunter auch 8+4MIC Eingänge. Das reicht mir als parallele Inputs, weil ich noch anderes Zeug habe. Ich arbeite auch anders: Die meisten Quellen sind digital und gehen direkt in meinen FPGA-Mixer.

Ein Punkt noch: Wenn du beabsichtigst, am Ende doch mit einer DAW zu arbeiten und zu mischen: Mein alter TMD-1000 routet die 16 Regler als MIDI raus und kann daher eine DAW steuern. Das sollten die Model X auch können. Das wäre ein weiteres Argument für ein Model X.

Am Ende kommt es auch drauf an, was man aufnimmt:

Wenn man Schlagzeuger aufnimmt, ist es zweckmäßig dem einen eigenen Submix zu verpassen. Dann kann man mit 2 Pulten arbeiten und die Stereosumme des ersten direkt als ein "Instrument" weiter verwursten. (Ich grinse mir immer einen ab, wenn einer das Schlagzeug hochfahren will und dabei den Arm auf 12 Regler legt).

Von daher kannst du dir auch erst einmal einen kleinen 16er zulegen und später auf 32 erweitern.
 
  • #29
Wenn ich also wirklich alles abdecken und noch Puffer haben möchte, sollte ich auf 24 Kanäle gehen.
achso, dass es über ein Audio Interface verfügen soll und alle Spuren getrennt an die DAW gehen, ist natürlich auch eine Vorraussetzung.
EDIT: Budget ist erstmal offen. Ich will aber auch nicht unnötig Geld ausgeben.
24 Kanäle sind schon eine Hausnummer. Nicht nur preislich sondern auch vom Platz her.
also an sich würde ich sagen, dass das mehr oder minder nach einer Wing Rack, oder Wing Compact schreit,

die Compact ist natürlich teuerer, hat aber den Vorteil, dass du komplett auf Tablet verzichten kannst.

Die Rack kann man natürlich auch ohne Tabelt steuern ist aber ähnlich wie beim X32 Rack etwas Fummelig.

aber im Grunde haben beide 24 Inputs, sind sehr kompakt und jeder kanal kann einzeln in die DAW. obendrauf scheinen die preamps der Inputs ja durchaus Hochwertig zu sein.

praktisch ist halt auch, dass die Inputs alle als Combobuchsen ausgeführt sind und daher TS, TRS und XLR gesteckt werden können, das Spart am Ende natürlich auch reichlich adapter.

obendrein kann man je nach anwendungsszenario verschiedene Scenes Anlegen
 
  • #30
Ich bin mittlerweile auch Fan von den WINGs. Das Compact habe ich jetzt bei mir im Studio, da es relativ wenig Platz auf meinem Studiotisch braucht (19“ Breite). Reichlich Anschlüsse und die Möglichkeit, auch ohne Computer direkt auf SD Karte aufzunehmen.
(die Übernahme der Mehrspuraufnahmen in eine DAW ist machbar, benötigt nur ein wenig Zeit für eine Konvertierung).
Für mich vom Workflow und den Anwendungsmöglichkeiten luxuriös, aber eben auch teurer.
 
  • #31
+1 für Wing oder X32 für die genannten Anforderungen.

Wenn ich den Platz hätte, wäre es ein Wing compact, weil es eben direkt mit Fadern bedient werden kann (Stand alone) und weil es als DAW Controller wirken kann für spätere Abmischungen im Rechner.
Wenn das zu teuer ist, dann wäre meine nächst günstigere Stufe ein X32 Compact. Ist halt ca. 10 Jahre älter (Support?) und kann meines Wissens nach eben nicht als DAW Controller wirken. Das Producer hat mich von den Spezifikationen nicht überzeugt, da hatte ich immer das Gefühl, dann auch gleich das Compact nehmen zu können.

Zur Einordnung: Ich habe selber ein X32 Rack + X-Touch und bin damit zufrieden und nur mein Finanzministerium hindert mich daran, auf die oben beschriebene Wunschausstattung zu wechseln.
 
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