Mischpult m. Interface im Homestudio - Allg. Fragen

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Licious
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'Nabend zusammen,

bevor ich zum Thema komme möchte ich mich kurz vorstellen, damit Ihr euch ein ungefähres Bild von meiner "Arbeit" machen könnt. Ich betreibe zu privaten Zwecken ein kleines Homestudio in dem ausschliesslich Vocal-Aufnahmen (sprich Gesang/Sprache bzw. Rap) aufgenommen wird. Das Ganze mache ich nun "schon" seit rund 3 Jahren. Ich verwende primär ein Rode NT1-A und sekundär (bspw. für Ansagen an den Künster in der Aufnahmekabine) ein t.bone SC400. Das Ganze geht bislang (deswegen bin ich hier, das soll sich nämlich ändern) über ein Focusrite Saffire 6 USB Audio Interface in einen Windows PC und wird dort mit Fruity Loops 12 gemixt und ggf. weiterbearbeitet. Grundsätzlich bin ich in Sachen Recording kein Neuling, allerdings auch lange kein Experte. Daher habt bitte Nachsehen, wenn ich nicht auf Anhieb alles verstehe.

Nun aber zum Thema. Ich versuche mich möglichst kurz zu fassen. Weiß aber nicht, ob ich das hinbekomme, da ich nicht genau weiß, was Ihr wissen müsst. Bitte habt da Gnade.
Ich möchte gerne mein Audio Interface gegen ein Mischpult mit integriertem Interface tauschen. Ich habe mich bereits über Mischpulte allgemein informiert, jedoch weiß ich letztendlich nicht so ganz, ob das alles so funktioniert wie ich das vorhabe. Das "Warum?" ist im Prinzip ganz simpel. Erstens bin ich mir ziemlich sicher, dass mein Focusrite Interface so langsam den Geist aufgibt. Mehrfach musste ich in letzter Zeit leider eine stark verzerrte "Alien"-Stimme wahrnehmen, die allerdings nur sporadisch aufkommt. Zweitens möchte ich gerne von dem digitalen Mixer in FL weg. In dem Sinne bin ich wohl etwas oldschool und möchte ein Mixer lieber in analoger Form auf meinem Pult stehen haben.

Grundsätzlich möchte ich meinen Workflow allerdings nicht groß ändern, da ich damit mittlerweile ziemlich gut und flüssig arbeiten kann. Auf der anderen Seite möchte man sich allerdings auch in einem bestimmten Rahmen weiterentwickeln. Deshalb würde ich nun ganz gerne kurz darlegen, wie ich arbeite. Danach würde ich gerne von euch wissen ob das bspw. mit dem Behringer Xenyx QX1202 USB (das bei einem relativ günstigen Preis eine ganz gute Bewertung hat, daher hab ich mir das mal rausgesucht) auch funktionieren würde. Falls ja, damit rechne ich aber nicht; Geil! Falls nicht: wie ich meinen Workflow oder möglicherweise meine Hard- oder Software ändern müsste, damit es klappt.

Zum Workflow. Bei mir sind die o.g. Komponenten wie folgt eingesetzt:
Primäres Mic geht an Interface Insert 1 und geht so letztendlich in einem separaten Channel in FL rein und wird da aufgenommen. Ein Beat in Form eines Instrumentals ziehe ich einfach in das Main Fenster von FL, wird so also während der Aufnahme abgespielt und nicht irgendwo wieder abgegriffen - Der Beat ist in der Regel auch komplett fertig im mp3 bzw. wmv Format und wird daher nach der Aufnahme nicht weiter bearbeitet oder gar in irgendeiner Weise geändert. Der Main Ausgang (aus FL) geht über das Interface, dem Klinkenausgang und einem Y-Stück zu zwei verschiedenen Kopfhörern (während des Recordings) bzw. zu Test- oder Vorführzwecken auch dann mal ganz gerne aus dem gesonderten Monitorausgang auf meine Monitore. Zum Ende hin habe ich also in FL im Normalfall mehrere Vocal Spuren die ich hier und da nachbearbeite, und den Beat. Danach wird abgespeichert und der Song ist somit schon fertig.

Der Treiber des Focusrite Interfaces funktioniert ausgesprochen gut mit FL. Es werden die einzelnen Kanäle erkannt und ich kann sie so den einzelnen Channels in FL zuweisen. Darüber hinaus wird halt auch der Beat so abgespielt wie ich es will, sprich: nicht ungewollt in einem anderen Kanal gespeist und so letztendlich nicht doppelt im Main oder so.
Die Frage, die unterm Strich hinter meinem Post steckt, ist quasi: Würde das alles weiterhin so funktionieren, wenn ich "einfach" das alte durch das neue Interface ersetze? Würde sich meine Arbeitsweise verändern (müssen)? Falls ja, wie? (Natürlich abgesehen vom Wechsel zum analogen Mixing, was unterm Strich ja auch einer der Hauptgründe für den Wechsel ist.)
Grundsätzlich würde ich gerne auch zum Behringer Xenyx X1204 oder X1222 USB greifen, welche Kanal-mäßig allerdings deutlich mehr bieten, als ich brauche.. was wiederrum nicht schlimm ist, da man sich ja auch weiterentwickeln kann und will. Darüber hinaus hat das kleinere QX1202 keine Fader, sondern "nur" kleine Drehregler. Und ich würde schon lieber mit den Fadern arbeiten wollen. Letztendlich bleibt mein grundsätzliches Anliegen aber gleich: Ich möchte in meinem Arbeitsverlauf gerne ein neues USB Audio Interface einbauen, welches über ein analoges Mischpult verfügt. Was muss ich beachten? Funktioniert das alles weiterhin mit FL oder brauche ich zwangsläufig eine neue Software?

Ihr merkt schon, ich bin weit vom Expertenstatus entfernt, und weiß nur grob was ich will. Und dafür brauche ich eure Hilfe, bevor ich mir Interface nach Interface anschaffe, und feststellen muss, dass das alles gar nicht mal so gut funktioniert, und ich die Geräte reihenweise zurückschicken muss.

Ich bin für jeden Rat dankbar und sage im Voraus schon mal Danke!!
 
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So ein Kompaktmixer mit integriertem Audio-Interface ist sicherlich KEIN Fortschritt oder eine Weiterentwicklung. Im Gegenteil.

und sekundär (bspw. für Ansagen an den Künster in der Aufnahmekabine) ein t.bone SC400.

Das nennt sich "Talkback", nur als Info.


!!! Warte, ich arbeite deinen Post mal durch, da kommt noch mehr !!!
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Erstens bin ich mir ziemlich sicher, dass mein Focusrite Interface so langsam den Geist aufgibt. Mehrfach musste ich in letzter Zeit leider eine stark verzerrte "Alien"-Stimme wahrnehmen, die allerdings nur sporadisch aufkommt.

Das könnte auch schlicht an einer temporär ungenügenden Stromversorgung über den USB-Port liegen.
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Zweitens möchte ich gerne von dem digitalen Mixer in FL weg. In dem Sinne bin ich wohl etwas oldschool und möchte ein Mixer lieber in analoger Form auf meinem Pult stehen haben.

Ich glaube, das ist in deinem Fall weniger durch "oldschool" begründet, als durch eine falsche Vorstellung wie man mit einem Mischpult arbeitet. Du hast doch gar keine Outboard-Geräte mit denen Du die Bearbeitung der Vocal-Aufnahme anstellen kannst. Und wenn ich mir die Preislage deiner bisher eingesetzten Geräte anschaue, dann wirst Du auch nicht so bald die Mittel besitzen, um Outboard anzuschaffen, das gleichwertig oder besser ist als das was Plugins bieten. Zudem braucht man auch 'ne ganz andere Liga an "Mischpult", um sinnvoll mit Outboard arbeiten zu können.
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Primäres Mic geht an Interface Insert 1

Das ist kein "Insert", das ist ein Input/Eingang.
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Der Beat ist in der Regel auch komplett fertig im mp3 bzw. wmv Format und wird daher nach der Aufnahme nicht weiter bearbeitet oder gar in irgendeiner Weise geändert.

Das solltest Du überdenken. Die meisten Beats sind beschissen (und das ist teilweise noch untertrieben) gemischt - überkomprimiert, kein Platz für die Stimme etc.
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Fazit: Falls das Saffire6 tatsächlich einen Defekt aufweisen sollte und demnächst aussteigt, dann kaufe Dir einfach wieder ein vergleichbares Gerät und gut ist's. Deine Vorstellungen von der Arbeit mit einem Mischpult (und damit meine ich ein echtes Mischpult) entspricht nicht der Realität und so ein Kompaktmixer wie von Dir genannt ist sowieso nicht wirklich tauglich für "analoges Mixing".

So, alle Träume zerstört, habe fertisch. :D
 
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So ein Kompaktmixer mit integriertem Audio-Interface ist sicherlich KEIN Fortschritt oder eine Weiterentwicklung. Im Gegenteil.

Heißt also du kannst einen solchen Kompaktmixer unter keinen Umständen empfehlen.. Hmm..

Das nennt sich "Talkback", nur als Info.

Danke, wieder was gelernt!


Das könnte auch schlicht an einer temporär ungenügenden Stromversorgung über den USB-Port liegen.

Ob dus glaubst oder nicht, soweit war ich auch schon. Allerdings bietet das Saffire 6 USB keine Möglichkeit extern Strom anzuschliessen. Zudem hatte ich vorher auch keine Probleme. Bin vor kurzem auch umgezogen und musste das ganze Zeug transportieren. Möglicherweise hat es dem Umzug nicht ohne jegliche Kratzer überstanden.


Ich glaube, das ist in deinem Fall weniger durch "oldschool" begründet, als durch eine falsche Vorstellung wie man mit einem Mischpult arbeitet. Du hast doch gar keine Outboard-Geräte mit denen Du die Bearbeitung der Vocal-Aufnahme anstellen kannst. Und wenn ich mir die Preislage deiner bisher eingesetzten Geräte anschaue, dann wirst Du auch nicht so bald die Mittel besitzen, um Outboard anzuschaffen, das gleichwertig oder besser ist als das was Plugins bieten. Zudem braucht man auch 'ne ganz andere Liga an "Mischpult", um sinnvoll mit Outboard arbeiten zu können.

Im Prinzip war das ja meine Frage. Ob ich halt unter gewissen Voreinstellungen am analogen Mixer, die Tonspur(en) wie gewohnt aufnehmen kann, und sie dann, genau wie aktuell mit dem Saffire, Software-seitig weiterbearbeiten kann. Und eben nicht zwangsweise weitere Geräte brauche um den Input am Mic-Eingang des Mixers zu bearbeiten.
Darüber hinaus, zur Preisfrage: Ich bin natürlich auch bereit mehr auszugeben. Allerdings frage ich mich ernsthaft ob es Sinn macht, mir jetzt ein Gerät im vierstelligen Bereich zuzulegen, wenn ich nach dem Prinzip von Learning by Doing erstmal klein anfangen möchte. Hinterher kaufe ich mir ein absolutes Profigerät mit Outboard Geräten für Unsummen, kann letztendlich gar nicht damit umgehen und steige wieder auf ein normales USB Interface für 100€ um.

Das ist kein "Insert", das ist ein Input/Eingang.

Rotkohl, Blaukraut... :D Du weißt ja, was gemeint war. Demnächst werde ich dann nur noch "Input" verwenden.

Das solltest Du überdenken. Die meisten Beats sind beschissen (und das ist teilweise noch untertrieben) gemischt - überkomprimiert, kein Platz für die Stimme etc.

Ja das hab ich leider auch schon oft feststellen müssen. Einige Beats stammen darüber hinaus auch gerne mal aus eigener Hand. Und obwohl diese natürlich auch weit entfernt davon sind, perfekt zu sein, merkt man im fertigen Song schon ein deutlich besseres Klangbild.

und so ein Kompaktmixer wie von Dir genannt ist sowieso nicht wirklich tauglich für "analoges Mixing".

Aber wofür dann? Ich meine, genau dafür sind sie doch gemacht. Hab auch einige Leute im Netz finden können, die einen solchen Kompaktmixer für reine Vocal Aufnahmen benutzen und durchaus zufrieden sind. Nimms nicht persönlich, aber entweder geben mir diese Leute Fehlinformationen, oder du.

So, alle Träume zerstört, habe fertisch. :D

Manchmal machts nunmal Sinn. Daher kein Problem. Allerdings versteh ich es nicht so ganz, wie manche Leute mit den Geräten und dem selben Anwendungszweck zufrieden sein können, und du mir sagst, dass sie kompletter Müll sind. Konnte sogar eine Künstlerin finden, die ebenfalls von einem Focusrite USB Interface auf einen Kompaktmixer mit USB (allerdings Yamaha) umgestiegen ist, und damit laut Ihrer Aussage sehr gut zurecht kommt.
 
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Allerdings bietet das Saffire 6 USB keine Möglichkeit extern Strom anzuschliessen. Zudem hatte ich vorher auch keine Probleme.

Natürlich ist ein Defekt nicht auszuschließen.
Aber die Auswahl an Fehlerquellen ist zahlreich. Neuerdings weitere Geräte via USB angeschlossen, OS gewechselt, OS geupdatet, Anti-Virus-Software gewechselt usf. Ich würde erstmal versuchen alle möglichen (und unmöglich erscheinenden) Ursachen abzuklären.
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Im Prinzip war das ja meine Frage. Ob ich halt unter gewissen Voreinstellungen am analogen Mixer, die Tonspur(en) wie gewohnt aufnehmen kann, und sie dann, genau wie aktuell mit dem Saffire, Software-seitig weiterbearbeiten kann. Und eben nicht zwangsweise weitere Geräte brauche um den Input am Mic-Eingang des Mixers zu bearbeiten.

Sicherlich geht das.
Aber DU hattest geschrieben, dass Du "weg vom digitalen Mixer in FL" willst und das liest sich so, als ob Du anstrebst nicht mehr itb zu mischen.
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Aber wofür dann? Ich meine, genau dafür sind sie doch gemacht. Hab auch einige Leute im Netz finden können, die einen solchen Kompaktmixer für reine Vocal Aufnahmen benutzen und durchaus zufrieden sind. Nimms nicht persönlich, aber entweder geben mir diese Leute Fehlinformationen, oder du.

Du schmeißt einfach "Recording" und "Mixing" in einen Topf.
Wie weiter oben geschrieben sind Aufnahmen natürlich möglich. Aber das Aufnehmen ist halt nunmal kein Mischen. Was/wie willst Du denn mit so einem Kistchen mischen? Level, Pan, einfacher EQ (und evtl. integrierte billigste DSP-Effekte) - das war's.
Und zufrieden sind diese Leute, weil sie wahrscheinlich nichts Besseres kennen oder schlichtweg keine Ahnung/kein gutes Gehör haben.
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Das muss dir doch einleuchten, dass ein Gerät welches wesentlich mehr Kanäle bereitstellt (die Du überhaupt nicht brauchst) und weitere Funktionen bietet (die Du auch nicht brauchst, weil als Software deutlich besser und flexibler) als nur die reine Aufnahmemöglichkeit und dabei nur unwesentlich mehr kostet, logischerweise bei der Aufnahmefunktion/-qualität von einem Gerät, also dem Audio-Interface, geschlagen wird, das für das Geld NUR diese eine Funktionalität (Aufnahme, Wiedergabe) bietet.
 
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Im Moment hast Du folgende limitierende Faktoren:

- "Aufnahmekabine": Vermutlich handelt es sich dabei um eine mit Noppenschaumstoff ausgekleideten Konstruktion von der Größe eines Karnickelkäfigs. Der Klang wird dumpf und von Resonanzen und frühen Reflektionen durchdrungen sein.

- "Beats als 2-Track": Wie schon geschrieben, und Du ja selbst auch erkannt hast, ist die erzielbare Endqualität bei Verwendung fertiger Playbacks (stark) begrenzt.

- deine Fähigkeiten: Nach drei Jahren kann man noch nicht viel Erfahrung und Wissen haben. Aber im Grunde muss man sein ganzes Leben lang lernen und die eigenen Fähigkeiten sind immer DER limitierende Faktor, egal wie lange man es macht und mit welchen Equipment man arbeitet.

Das sind drei Punkte an denen Du arbeiten kannst, gerade die beiden ersten Punkte lassen ja eine schnelle Aufwertung der Ausgangsqualität (Aufnahmekabine weg) und dem möglichen Endergebnis (keine oder zumindest nur wirklich gut produzierte und gemischte 2-Tracks verwenden) zu.
 
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Weißt du was? Damit..

(die Du auch nicht brauchst, weil als Software deutlich besser und flexibler)

... hast du mir, so dumm es jetzt auch klingen mag, die Augen geöffnet. Als erstes hatte ich mit einem solchen Mixer eher eine erleichterte Bedienung im Kopf, als eine Verbesserung der Aufnahme. Ich dachte mir, solange ich mind. gleichbleibende Qualität habe, im Endeffekt allerdings eine (für mich) leichtere und komfortablere Bedienung, UND zusätzlich die ersten Schritte im Bereich Analogwerkzeug, habe ich ein Plus gemacht. Aber dein Argument, dass zwei Geräte den gleichen Preis haben, obwohl das eine weitaus mehr Funktionen hat, wo ja irgendwo ein Haken sein muss, ist vollkommen nachvollziehbar und sinnvoll. Ich denke, ich war da echt auf dem Holzweg.

Im Moment hast Du folgende limitierende Faktoren:

- "Aufnahmekabine": Vermutlich handelt es sich dabei um eine mit Noppenschaumstoff ausgekleideten Konstruktion von der Größe eines Karnickelkäfigs. Der Klang wird dumpf und von Resonanzen und frühen Reflektionen durchdrungen sein.

- "Beats als 2-Track": Wie schon geschrieben, und Du ja selbst auch erkannt hast, ist die erzielbare Endqualität bei Verwendung fertiger Playbacks (stark) begrenzt.

- deine Fähigkeiten: Nach drei Jahren kann man noch nicht viel Erfahrung und Wissen haben. Aber im Grunde muss man sein ganzes Leben lang lernen und die eigenen Fähigkeiten sind immer DER limitierende Faktor, egal wie lange man es macht und mit welchen Equipment man arbeitet.

Das sind drei Punkte an denen Du arbeiten kannst, gerade die beiden ersten Punkte lassen ja eine schnelle Aufwertung der Ausgangsqualität (Aufnahmekabine weg) und dem möglichen Endergebnis (keine oder zumindest nur wirklich gut produzierte und gemischte 2-Tracks verwenden) zu.

Auch hierfür ein dickes Danke. Habs gleich mal auf die To-Do Liste geschrieben, erst mal eine Alternative für die Aufnahmekabine zu entwickeln. Seitdem ich umgezogen bin habe ich aus Platzgründen tatsächlich eine kleine Kabine mit, wie von dir richtig vermutet, großflächlich angebrachten Absorbern. Und ohne Witz. Da ich ja den direkten Vergleich zu meiner vorherigen Aufnahmebox habe, die deutlich größer (aber immer noch eine geschlossene Box) war, hab ich seit dem Umzug mit einem kleinen Gewissenskonflikt zu kämpfen, dass sich die Aufnahmen seither sehr dumpf anhören. Absolut klar. Aber hörbar dumpf und "leblos".
Wenn das erledigt ist werd ich mich dann erstmal im Bereich 'Beats' weiterbilden. Denn auch da, und das weiß ich ja selber, ist definitiv Spielraum nach oben.

Im Grunde genommen hast du mir sehr geholfen. Zwar hast du mich von meinem eigentlichen Anliegen abgebracht, aber das war anscheinend nunmal auch sinnvoll. Daher vielen Dank nochmals!
 
adrachin
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Also das Behringer ist wirklich nichts, was man unbedingt braucht. Und dass es unübersichtlich ist in der digitalen Mixerwelt liegt mit Sicherheit zu einem großen Teil an FL. Das ist nun wirklich kein Wunder an Übersichtlichkeit.

Sieh Dir mal Personus Studio One an. Das sieht nach Mixer aus und lässt sich auch so bedienen. Spur ist Spur und die geht in den Mixer und man glaubt es kaum, das kommt dann an der Stereo Summe wieder raus.

FL mag schön sein für Komponieren und Arrangieren. Aber für Mischung und vor allem Aufnahmen ist es von hinten quer durchs Knie.

Abgesehen davon, genau habe ich es nicht nachgeschlagen aber die Billig Mixer von Behringer haben in der Regel nur 2 Kanal USB Interface Funktion. Da gehe die Kanäle nicht getrennt zu Computer sonder nur die Summe und die geht dann auch wieder zurück zum Mischer. Ergo, geht sowieso nicht.......
 
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Licious
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Abgesehen davon, genau habe ich es nicht nachgeschlagen aber die Billig Mixer von Behringer haben in der Regel nur 2 Kanal USB Interface Funktion. Da gehe die Kanäle nicht getrennt zu Computer sonder nur die Summe und die geht dann auch wieder zurück zum Mischer. Ergo, geht sowieso nicht.......

Hat sich mittlerweile sowieso erledigt, aber das wäre dann so oder so der Grund gewesen, mich nicht für einen solchen Mixer zu entscheiden. Die einzelnen Channels brauch ich definitiv.

Sieh Dir mal Personus Studio One an. Das sieht nach Mixer aus und lässt sich auch so bedienen. Spur ist Spur und die geht in den Mixer und man glaubt es kaum, das kommt dann an der Stereo Summe wieder raus.

Auch wieder ein allgemeiner Tipp, für den ich sehr dankbar bin. Hab nämlich vor rund 10 Jahren das erste mal mit FL aufgenommen. Da man sich über die Jahre eingearbeitet hat, denkt man nicht unbedingt über einen Wechsel der Software nach bzw. dass eine andere besser sein könnte... Jetzt schon! Danke!
 
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Gast27281
Guest
Moin!

Nun du hast schon sehr viel guten Input bekommen. Du hast ein kleines Studio, da macht ein Mischpult nicht wirklich Sinn. Wenn du etwas größer arbeitest und Zeit sowie Gewinnorientiert arbeiten musst, dann könnte man über ein Mischpult oder Controller nachdenken. Die Lösung die man für sein Studio braucht, ist ein Mischpult welches auch die DAW steuern kann und umgekehrt. Das können heute einige wenige Digitalpulte. Und da wird es gleich mal ganz schnell teuer. Unter knapp 2000,- Steine geht da leider fast nix, wenn es noch Motorfader sein sollen. Bei Controllern die mehrkanalig ausgeführt sind, muss man immerhin auch noch knapp 800 Scheine über den Thresen schieben.
Beides wird dich nicht wirklich zum Ziel führen, da die Peripherie auch noch da sein muss.

Schau dich lieber nach einem größeren Interface um und einem passenden Monitorcontroller, um mit deiner Gesangskabine kommunizieren zu können.

Ansonsten solltest du wirklich über eine andere DAW nachdenken, Studio One kann auch ich dir ans Herz legen, es gibt eine Freeversion, die eingeschränkt ist und eine 30 Tage Probeversion der Profiversion, beides kannst du bei PreSonus herunter laden.
Einige Leute arbeiten auch mit Reaper.

Und sonst solltest du mal drüber nachdenken was du eventuell baulich an deinem Studio verändern könntest, damit es besser wird.

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