brauch' ich ein Mischpult?

von Burndown, 24.06.16.

  1. Burndown

    Burndown Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.06.16   #1
    Hallo liebe Tongemeinde!

    Ich hab' irgendwie 'ne Wissenslücke oder einen Denkfehler...

    Ich habe einen leistungsfähigen WIN Laptop, ein Focusrite Scarlett 2i2 Interface und Cubase.

    Ich wollte eigentlich eine ganze Band (mehr oder weniger auf einmal) abnehmen, also je ein Mic auf einen Kanal legen. Alles abnehmen, und dann in Ruhe zu Hause abmischen...

    Was fehlt mir?

    Mit dem Interface was ich habe könnte ich ja nur maximal zwei Mics abnehmen. Mit einem grösseren Interface - sagen wir Focusrite 18i20 (nur als Beispiel!!) - könnte ich auch 'nur' maximal 8 Mics auf einmal abnehmen, aber die brauct man ja manchmal nur alleine für's Schlagzeug?

    Mit einem Mischpult könnte ich schon mindestens 16 oder 32 Kanäle abnehmen... aber... und das Interface?

    Ich bin irgenwie verwirrt: wann brauch' ich ein Mischpult, wann reicht ein Interface? Kann ein Mischpult ein Interface ersetzen? Es sieht so aus, als ob die meisten Mischpulte gleichzeitig Interfaces sind, stimmt das? Aber warum gibt's dann überhaupt Interfaces (wie oben erwähnt?) mit 8 Eingängen, wenn jedes Mischpult alleine schon 16 Kanäle hat?? Könnte ich meinen Job mit einem 'billigen' Behringer Xenyx (bspw. X2442 USB) erledigen, oder muss ich doch auf was 'besseres' zurückgreifen? Könnte ein Xenyx von den Pre-Amps her das oben erwähnte Interfasce ersetzen, oder überhaupt ein interface ersetzen? Oder wäre ein Yamaha 01V96i oder gar ein Behringer X32 besser für meinen Job geeignet, würden selbige auch Interfaces ersetzen?

    Wenn ich eine grössere Investition tätige, möchte ich ja später auch flexibel genug sein um auch für ein Live-Situation gerüstet zu sein, oder eben nur eine kleinere Investition und punktuell mein Aufnahme-Problem lösen...

    Könnt Ihr mir da vielleicht etwas auf die Sprünge helfen??
     
  2. hairmetal81

    hairmetal81 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.06.16   #2
    Du brauchst i.d.R. kein Mischpult! (...denn das summiert alle Signale wieder auf Stereo zusammen!)

    Du brauchst ein grosses Interface, wie das genannte Scarlett 18i20 ...welches man via ADAT und S/PDIF um zusätzliche Eingangskanäle erweitern kann!


    HTH
    :hat:
     
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  3. Signalschwarz

    Signalschwarz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.06.16   #3
    So schaut's aus.

    Und das Verständnis über warum und wie solltest Du dir selbst erarbeiten, sonst wirst Du früher oder später nur wieder über Probleme bzw. Unklarheiten stolpern und wahrscheinlich willst Dj ja auch für deine Aktivität Geld kassieren.
     
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  4. Burndown

    Burndown Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.06.16   #4
    ach so... dann holt ein Mischpult also eigentlich nur das Mischpult was ich in Cubase hätte nach draussen, also aus dem Computer 'raus, sozusagen... ...und wie sieht so eine Erweiterung für ein Interface aus? ADAT ist doch ein Tape... wie soll das als Erweiterung funktionieren?? Ich will doch einfach nur mindestens 16 Kanäle (oder mehr) ohne viel Aufwand gleichzeitig aber getrennt in den Laptop, also auf verschiedene DAW Spuren schicken...
     
  5. Rescue

    Rescue Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.06.16   #5
    ADAT
    nun aber schnell

    nicht nur, sondern auch eine digitale Audio schnittstelle
     
  6. mjmueller

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    Erstellt: 25.06.16   #6
    :D
    Eben: Medium und Schnittstelle.

    Dann will ich doch auch noch ein wenig rumsenfen.
    Ob Du ein Mischpult brauchst, ist für mich eine Frage, wie Du bei Aufnahmen vorgehen möchtest, was Dir "liegt" könnte man/frau sagen. Und da das eine doch sehr subjektive Angelegenheit ist, kannst Du Dir nur selbst diese Frage beantworten, klar. Daher will ich gerne Signalschwarz zustimmen, wenn er schreibt, dass es für Dich auch lohnenswert ist, selbst zu verstehen, warum dieses oder jenes Equipment, diese oder jene Zusammenstellung und diese oder jene Geräte für Dich richtig sein könnten. Sonst geht es Dir wie Laika ;) (kleiner Scherz, nicht böse gemeint).

    Wenn ich an Deiner Stelle wäre, würde ich mir als allererstes die Frage stellen: Wozu sollen die Aufnahmen dienen?
    Daraus folgt: Wie viele Kanäle/Spuren brauche ich zeitgleich wirklich?
    Weiter: Wie will ich das Material weiter bearbeiten? Will ich es überhaupt, oder macht das jemand anderes?
    Dann: Wie viel Geld will/kann ich ausgeben?


    Wenn ich mal von einer 5-köpfigen Band ausgehe (Drums, Bass, Git, Git+Keys, Vox), käme in etwa so ein Szenario für vernünftige, zeitgleiche Aufnahmen in Frage:
    2 - 10 Spuren für die Drums
    1 Spur für den Bass (ja, die sind sehr bescheiden)
    1 Spur Gitte (die sind nicht so bescheiden, bekommen aber auch erst mal nur 1 Spur)
    1 Spur Gitte (dito)
    2 Spuren Keys (muss einfach reichen)
    Also 7 - 15 Spuren gleichzeitig.

    Wenn ich mal Dein Geld ausgeben darf?
    10 Kanäle
    Audient id22 + audient ASP880 :saliva:
    [​IMG]

    16 Kanäle
    Focusrite 18i20
    [​IMG]
    audient ASP880
    [​IMG]

    Dann stellt sich unweigerlich die Frage: mit welchen Mikrofonen Du den Preamp und das Interface füttern möchtest. Das ist aber eine andere Geschichte.

    Billiger geht auch. 10 Kanäle (bzw. 20) mit zukunfsweisendem USB 3.0
    Tascam US 20x20
    [​IMG]
    Alternative? 8 Kanäle (bzw. 18)
    Zoom TAC 8
    [​IMG]

    Gibt so ein X32 nicht auch die einzelnen Spuren aus? Ja, 32. 16 analoge Eingänge.
    Also X32 Rackversion
    [​IMG]

    Gar nicht so einfach... und das waren jetzt nur mal ein paar Ideen auf die Schnelle :D
    Grüße
    Markus
     
  7. Burndown

    Burndown Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.06.16   #7
    Danke schonmal für die Antworten!!

    Sorry für die blöde Frage die jetzt kommt, aber ich muss sie stellen: beim Focusrite Interface finde ich 10 Mic eingänge: 8 hinten und zwei vorne. Wo sind die übrigen 6?? Weil 16 Eingänge würden mir schonmal reichen, oder müssten mir schonmal reichen!! Die Frgae ist ernst gemeint!

    Die Fragen habe ich mir alle schon gestellt:

    Wozu sollen die Aufnahmen dienen? Meine Kunden sind vorallendingen Kirchenbands. Ich will Top Quali damit ich dafür auch $$ sehe!!
    Wie viele Kanäle/Spuren brauche ich zeitgleich wirklich? Soviele, dass ich ziemlich sofort die erste Gesamt-Aufnahme in meinen Laptop knallen kann. Im zweiten Schritt können dann die einzelnen Tracks dazu oder da drüber eingespielt werden... sozusgaen: "der nächste bitte"... aber das muss alles ziemlich schnell und undramatisch über die Bühne gehen!!!
    Wie will ich das Material weiter bearbeiten? Abmischen mache ich! Dafür mache ich die Aufnahme ja! Und dafür möchte ich ja auch wenn möglich Geld sehen!!
    Wie viel Geld will/kann ich ausgeben? Soviel, dass ich einerseits sehr schnell top Qualität in den Laptop kriege, und andererseits auch flexibel für andere Anwendungen bleibe, wie zum beispiel ein Live Mix... ich möchte grosses 'rumstöpseln und Kabelsalat durch irgendwelche Alternativkombinationen vermeiden!!
    Zu den Mics: ich denke überwiegend dynamische Cardoid Mikrofone, aber auch ein oder zwei Kondenser. Das hängt dann aber von den jeweiligen Aufnahmen ab und der Frequenzresponse die ich jeweils brauche.

    Gerade für einen Live Mix... ich kann schon in ein Interface investieren, dann kann ich mir aber erstmal kein Mischpult mehr leisten. Ich dachte, dass ich auch mit einem Pult die erste Gesamtaufnahme in den Laptop, und dann in mein Studio kriege, dass das also ein Interface ersetzen könnte..
     
  8. Signalschwarz

    Signalschwarz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.06.16   #8
    Und Du meinst Du kriegst das mit den Aufnahmen und mit dem Abmischen auf die Kette, wenn Du nicht mal dein Setup zusammenstellen kannst? Sorry, aber das möchte ich bezweifeln. Aber ich bin eh raus, wenn es darum geht, dass Du Geschäfte machen willst, zumindest was kostenlose Beratung angeht.
     
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  9. Basselch

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    Erstellt: 25.06.16   #9
    Hallo,

    ...dann also z. B. Behringer X32, macht genau das, was Du ansprichst:

    [​IMG]

    oder besser (allerdings noch zusätzliche USB-Karte dazkaufen):

    [​IMG]

    Da hast Du biede Welten: Pult für live und auch gleich zum Aufnehmen.

    Viele Grüße
    Klaus
     
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  10. hairmetal81

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    Erstellt: 25.06.16   #10

    1992 war dem tatsächlich noch so... ;)


    [​IMG]



    Mittlerweile (also heutzutage) steht "ADAT" aber ausschliesslich für einen Mehrkanal-Verbindungsstandard, der via Lichtleiterkabel acht Kanäle gleichzeitig übertragen kann! :)


    [​IMG]



    Ich würde sagen: Fang' hier an:





    ...separate Achtkanal-ADAT-Wandler dazu (mit oder ohne Mikrofonpreamps) je nach deinem Geschmack bzw. Geldbeutel...



    HTH
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  11. Gast 2356

    Gast 2356 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 25.06.16   #11
    Wenn du 16 Mics einzeln aufs Band (in den Rechner) haben willst,
    benötigst du auch 16 Mic-Eingänge mit brauchbaren Preamps.

    Dann brauchst du unterschiedliche Mikros, für Kondenser brauchen die Phantompower.
    Über die Anzahl der Phantompoweranschlüsse sollte man sich beim
    Interface vorher informieren. Teilweise können die nur
    bankweise an/ausgeschaltet werden.

    Equalising, Kompression, Noisegate? Auch darüber muß man vorher nachdenken.
    Dann gibts noch Instrumente und Geräte mit Linepegel, die müssen auch passen,
    DI Boxen, Kabel, Stageboxen, Multicore? ich gehe mal davon aus,
    das hast du alles und kennst dich damit aus.
     
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  12. hairmetal81

    hairmetal81 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.06.16   #12

    Das ist ein Trugschluss:

    a) gibt es keine "Phantompoweranschlüsse", nur reguläre XLR-Eingänge (oder Combibuchsen) mit +48v.

    b) gibt es Back-Elektret-Kondensatoren, deren Kapsel keine Phantomspeisung brauchen.

    c) kann man Phantomspeisung auch ausserhalb des Preamps nachrüsten.




    ...finden in der DAW statt, sofern keine exorbitant grosszügigen Budgets vorhanden sind!

    Sich dafür extra ein Mischpult womöglich zweifelhafter Qualität hinzustellen, ist selten dämlich und verbranntes Geld!
     
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  13. Burndown

    Burndown Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.06.16   #13
    @usdz: danke für die Hinweise, aber das sind ja alles Grundlagen... bin jetzt nicht der Experte wie @Signalschwarz, aber das ist mir schon bekannt...

    Und ja... Noisegate, Equalizing, Kompression... das mache ich ja normalerweise in der DAW... ich muss es nur einfach (unkompliziert) 'reinkriegen! Ich möchte auch nichts nachrüsten oder so... nur ein interface mit genügend XLR Inputs und Line-Inputs (die sind ja heutzutage bei guten Interfaces normalerweise kombiniert), und die XLR Inputs mit den nötigen Phantompower (wenn nötig)... nur ich habe bisher nie ein Interface mit bis zu 16 Inputs gefunden, wohl aber Mischpulte... insofern meine Frage. ... ach ja, und weil wir schon dabei sind: PADs können auch wichtig sein... egal...

    @hairmetal81 hat schon recht: weil ich das Mischpult ja eigentlich in der DAW hätte bräuchte ich nicht extra eins als Peripherie, wenn es aber kein Interface mit mehr als 10 XLR (mit Phantom +48 DC) gibt, müsste ich vielleicht doch auf ein Pult zurückgreifen? Dann komuniziert das externe Pult ja wenigstens auch mit der DAW...

    eine gute Alternative wäre nach dem Focusrite 18i20 vielleicht ein Yamaha 01v96i ... ?? @Basselch: das X32 hatte ich schonmal unter die Lupe genommen...

    Wo ist mein Denkfehler? Ich suche doch nichts Aussergwöhnliches? Wie löst Ihr dieses Problem? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ihr Eure DAWs häppchenweise füttert, oder doch??
     
  14. hairmetal81

    hairmetal81 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.06.16   #14

    ...da geht das Problem schon los...
    autark (d.h. ohne ADAT-Erweiterung) bieten Interfaces selten mehr als 8 bis 12 XLR-Mic-Preamps. ;)




    Wenn du es auf "Simplicity" anlegst, werfe ich mal das Antelope ZEN in die Runde:





    HTH
    :hat:
     
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  15. Mfk0815

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    Erstellt: 26.06.16   #15
    Der Denkfehler ist zu glauben dass es gensu eine richtige Lösung gibt. Heute verschwimmen die Grenzen zwische Audiointerface und Digitalpulten zusehens. Die Pulte kommen inzwischen immer öfter mit Mehrkanalschnittstellen daher und Audiointerfaces bekommen von den Herstellern Mixerfunktionen verpasst. Und dann sind die Geräte auch preislich vergleichbar.
    Für mich stellt sich die Frage wie du das mit dem Abhören der Signale bewerkstelligen willst. Denn die Musiker wollen sicher bei der Aufnahme sich und die anderen hören.
    Hast du ein analoges Pult mit dem du das jetzt schon machen kannst? Wenn ja, dann würde für die Aufnahme ein einfaches Mehrkanal-Interface reichen.
    Wenn nein dann solltest du tunlichst über ein Digitalpult mit Interface zum Rechner nachdenken. Oder du nimmst eines der oben angesprochenen Interfaces mit Mixerfunktion zu hilfe.
    Die Abhöre mittels DAW zu machen geht meist nicht da die Übertragung von den Eingängen in die DAW und wieder zurück zu den Ausgängen Zeit benötigt (man nennt das Latenz) die so groß sein kann dass man es als unangenehme Verzögerung hört. Da sind Mixer vor dem Rechner geschaltet die bessere Variante.
    Mixer mit Fader haben bei der Aufnahme den Vorteil dass man für die Abhöre schneller eingreifen kann als es nur über eine Software zu machen.
    Einige Pulte, Behringer P16-M und Allen&Heath ME-1 z.B., bieten zudem auch Schnittstellen zu hauseigenen Personal-Monitoring-Lösungen. Damit kann der Monitor Mix individueller gestaltet werden ohne viele Auxwege am Pult zu benötigen. Das mag jetzt nicht wichtig sein, kann aber langfristig doch ein Thema werden. Zudem hat man oft bei Digitalpulte auch die Möglichkeit später einfach auf abgesetzte Wandler umzustellen wenn man Regie und Aufnahmeraum räumlich trennen will

    So aus der Hüfte heraus würde ich an ein X32-Producer oder Qu-16 denken. Mit denen kann man schon eine tolle Aufnahmequalität erreichen. Ev. auch das Yamaha TF1 aber ich kenne das Teil nicht. Speziell das X32 ist auch noch gut erweiterbar denn es ist eigentlich ein 32 Kanal Pult und Interface. Wobei das auch beim Yamaha geht nur preislich etwas gehobener. Wenn 16 Kanäle reichen und Fader kein Thema sind kann man auch über das X(R)18 nachdenken. Obwohl man mit einer MCU-kompatiblen Hardware auch hier Fader 'nachrüsten' kann.
     
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  16. hairmetal81

    hairmetal81 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.16   #16
    Auch ein Pult für Monitoringzwecke brauchst du nicht...

    Wenn du genügend Ausgänge an Interface / Wandler hast, ist der individuelle Kopfhörermix für die Musiker kein Problem und nur noch eine Frage von genügend Kopfhörern und der richtigen Kopfhörer-Verstärkung!








    ;) :hat:
     
  17. Mfk0815

    Mfk0815 PA-Mod & HCA Digitalpulte Moderator HCA

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    Erstellt: 26.06.16   #17
    Habe ich das nicht mit
    erwähnt.
    Es muss ein Kopfhörermix erstellt werden können, der ohne merkbarer Latenz auf die Ohren kommt. Wie ist erstmal egal. Ich sag mal, dass in der Preisregion, über die wir hier sprechen, kaum ein Interface über die DAW unter, sagen wir mal 2,5 ms Latenz, arbeiten. alles darüber kann mit Kopfhörer als Abhöre schon kritisch sein.
    Und sind wir uns mal ehrlich, was ist der große technische Unterschied zwischen einem Pult wie das XR18, X32, Qu-16 und einem Interface wie das Focusrite 18i20 (mit zus. Wandler wie der OctoPre)? Ausser das das Pehringer ien All in One Mixer ist und bei Focusrite man halt zwei Kisten zusammenschrauben muss. Ich weiss ich bin jetzt vielleicht etwas spitz. Aber wich ich schon sagte
    Ab wann ist ein Mischpult ein Mischpult bzw. wann ist ein Interface nur mehr ein Interface? Die MixControls von Focusrite bzw auch MOTU über zeugen mich derzeit nicht. Speziell bei MOTU ist die Bedienung so unterirdisch dass ich ganz gern auf eines der kleinen oder größeren Mischpulte wechsle. Ob ein Focusrite bessere Wandler bzw. Preamps bietet als das Behringer hätte ich bisher nicht wirklcih fetsstellen können. Das einzige was noch zugunsten speziellen Audiointerfaces spricht ist die Sampling-Rate. Und da wäre für mich interessant wie viele der Audiointerfaces in der Kategorie "16 Eingänge für unter 1000 €" wirklich mit 96kHz betrieben werden. Naja.
     
  18. hairmetal81

    hairmetal81 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.16   #18

    Korrekt.
    Da leistet ein ADC mit Direct-Outs Abhilfe.


     
  19. Burndown

    Burndown Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.16   #19
    Yamaha 01V96i .. hat 24/96 bit/Hz Abtastrate, das X32 kommt glaube ich "nur" auf 48 Hz. Ich fand die Argumente von @Mfk0815 bisher relativ überzeugend. Und ja @hairmetal81 wenn es darum ginge ein Mischpult unbedingt zu umgehen, dann glaube ich Dir schon dass das bestimmt geht, aber mit unkompliziert meine ich einfach eine nicht zu grosse Kiste hinstellen, verkablen und fertig. Genau das möchte ich ja. Ob die Musiker sich jetzt über Kopfhörer oder Monitore hören ist jetzt erstmal nebensächlich... obwohl ich im Prinzip Monitore bevorzuge.

    Das Stichwort ist "fliessender Übergang"! Die Hersteller loben ihre Interfaces als der Audiotechnik letzter Schluss, und Mischpulte sind Mischpulte und wenn sie digital sind, haben sie i.d.R. ein Interface mit eingebaut und machen kaum Wind damit. Genau das hat mich dann irgendwie verwirrt. Interfaces sind natürlich schon etwas billiger in der Anschaffung... aber so wie's aussieht... früher oder später kommt man doch irgenwie nicht um ein Mischpult herum, oder??
     
  20. hairmetal81

    hairmetal81 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.16   #20
    ...und dann X32? Das passt nicht zusammen...


    Sagen wir mal so:
    Ich fand das "steinzeitliche / angestaubte" Bedienungskonzept des 01V jetzt nicht gerade "intuitiv"...


    Aber zur Sache...

    Wie sieht es denn mit dem Budget aus?
    Stehen dir ...sagen wir mal... zirka 2000€ zur Verfügung?




    Setup-Vorschlag, alles aus einer Hand:

    • 1x Presonus Studio 192
      (Interface)

    • 1x Presonus Digimax DP88
      (Erweiterung auf 16 XLR-Inputs)

    • 1x Presonus HP60
      (Kopfhörer-Verstärker; kann via DP88 latenzfrei mit Einzelsignalen versorgt werden.)

    • Presonus Studio One V3 Artist
      (Recording-Software; ist als Download erhältlich, die Mic-Preamps des Interfaces sowie der angeschlossenen Erweiterung können aus der DAW heraus im Pegel gesteuert werden.)

    • Kopfhörer, z.B. von AKG, Beyerdynamic, etc. ...
      (Herkömmliche P.A.-Monitore funktionieren in einer Aufnahme-Situation, bei der nicht ausschliesslich D.I.-Signale zum Einsatz kommen, einfach nicht!)



    HTH
    :hat:
     
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