Muss ich bei der Gema angemeldet sein wenn ich meine eigene musik verkaufen möchte???

von T-Style, 20.10.07.

  1. T-Style

    T-Style Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.10.07   #1
    Also ich mache Rapmusik. Und habe vor in nächster zeit mein Album fertigzustellen und es über das internet und in ein paar Läden in meiner Umgebeung für 5 Euro zu verkaufen um die Produktionskosten wieder reinzuholen und vielleicht noch den ein oder anderen Euro zu verdienen. Die Beats sind allesamt von Freunden oder bekannten Selbst gemacht worden und der Rap ist natürlich von mir.
    Nun bin ich mir nicht sicher was Sache ist.
    Ich hätte die Möglichkeit die cds hier bei uns in den Karstadt stellen zu lassen, da weiß ich auch nicht was Sache ist. und bei der gema seite habe ich gar nich durchgblickt und erhoffe mir nun von euch etwas Hilfe.

    Vielen dank schonmal im Vorraus
     
  2. topo

    topo HCA Recording Ex-Moderator HCA

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  3. T-Style

    T-Style Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.10.07   #3
    Mir gehts nur darum ob ich das muss oder ob ich das ohne gema machen kann. weil wenn mir jemand was klauen möchte soll er dieses gerne tun, ich bin noch lange nich soweit das es mir irgendwas ausmachen würde.
    Ich wollte eigentlich wissen ob ich irgendwelche probleme dadurch bekommen kann wenn ich nicht angemeldet bin aber dennoch meine musik verkaufe.

    aber danke dennoch für den versuch mir zu helfen
     
  4. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 21.10.07   #4
    Nein, niemand ist dazu gezwungen.

    FAlls Du die CD in einem Presswerk fertigen lässt, musss bei der GEMA trotzdem eine (kostenlose) "Freistellung" beantragt werden. Das regelt auf Anfrage das Presswerk für euch.
     
  5. UranusEXP

    UranusEXP Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 22.10.07   #5
    GEMA ist hier kein Problem, wie mein Vorposter schon gesagt hat.

    Andere Themen wären da eher relevant:

    -Vertragliche Regelungen zwischen den Musikern. Du verkaufst CDs, an deren Enstehung andere beteiligt waren, d.h. sie haben höchstwahrscheinlich Leistungschutzrechte und/oder Urheberrechte. Sicherlich hast du eine mündliche Vereinbarung. Aber wenn's Streit und/oder Erfolg (geht oft Hand in Hand) gibt...

    -Gewerbeanmeldung, Steuern, etc.

    In deinem Fall wohl nicht zwingend notwendig, aber wichtiger als die - für dich völlig irrelevante - GEMA-Thematik.
     
  6. T-Style

    T-Style Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.07   #6


    Das heißt das ich theoretisch gesehn ein gewerbe anmelden müsste und steuern dafür bezahlen müsste wenn ich meine cds verkaufen will?
    aber das lohnt sich ja mal sowas von gar nicht, ich wäre froh wenn nur 50 cd´s übern ladentisch gehen, und bei 5 euro kaufpreis bezahl ich am ende soviel steuern das ich nichmal die produktionskosten rausbekommen würde. god dammit also wohl nur streetverkauf und nix mit in läden stellen, und das würde dann auch heißen nichts is mit online verkauf, oder sehe ich da jetzt etwas falsch?
     
  7. UranusEXP

    UranusEXP Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 23.10.07   #7
    THEORETISCH, muss man soweit ich weiß, jede selbstständige Tätigkeit anmelden. In der PRAXIS machen das die wenigsten Kleinst-Künstler.

    Allerdings bietet es in der Praxis mehr Vorteile als Nachteile:

    1.) Man ist einfach auf der sicheren Seite. Es KÖNNTE irgendwann das Finanzamt kommen und nach deinem unangemeldeten Gewerbe und dessen Einnahmen fragen. Hast du nichts vorzulegen, schätzen die das Einkommen. Ob's irgendeine Strafe wegen "Nicht-Anmeldens" gibt, weiss ich nicht. Ich schätze die Wahrscheinlichkeit äusserst gering ein, habe aber schon mal Gerüchte über das Finanzamt einer bestimmten Stadt gehört, die sich mal in einer größeren Aktion alle möglichen lokalen Bands näher angeschaut hat. Das sammelte angeblich dafür Flyer, etc.

    2.) Eine Gewerbeanmeldung kostet ca. 20 EUR, wenn man weniger als 17.500 EUR Umsatz im Jahr hat, musst man sich nicht um Umsatzsteuer kümmern und keine MwSt. auf seine Produkte schlagen. Der Verwaltungsaufwand hält sich also stark in Grenzen

    3.) Und das ist wirklich ein Vorteil: Man kann seine Ausgaben steuerlich geltend machen. Gerade am Anfang hat man ja mehr Verlust als Gewinn, wenn man Produktionskosten, Equipment, etc. in die Rechnung einbezieht. Macht man seine künstlerische Tätigkeit nebenberuflich, was wohl bei den Meisten der Fall sein wird, und verdient im Hauptberuf soviel, das man Einkommensteuer zahlen muss, was wohl auch bei den Meisten der Fall ist, spart man Steuern. Vereinfacht gesagt, man kann sich aussuchen, ob man sein Geld dem Finanzamt schenkt, oder es in sein Gewerbe investiert. Diese Entscheidung dürfte den Meisten sehr leicht fallen, es gibt jedoch ein dickes ABER: Das Finanzamt sieht natürlich nicht ewig dabei zu, wenn jemand so sein Hobby finanziert. Und Hobby ist für das Finanzamt, alles was mittelfristig keinen Gewinn abwirft. Bei Tätigkeiten, die man typischerweise auch in seiner Freizeit macht, sehen die natürlich auch besonders genau hin. Es kann also sein, das irgendwann das Finanzamt kommt und die Tätigkeit als "Liebhaberei" (Beamten-Deutsch) einstuft und dem ein Ende setzt. Im schlimmsten Fall - soweit ich weiss - sagen sie, dass von Anfang an keine "Gewinnerzielungsabsicht" bestand, und man darf die schön "ersparten" Steuern nachzahlen. Wenn man also vermutlich mittelfristig mit seiner Tätigkeit auch nur minimalen Gewinn macht, verschenkt man in der Anfangsphase jede Menge Geld, wenn man kein Gewerbe anmeldet.


    Gruß,

    Uranus
     
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