Mir nötigt es nach wie vor Riesen-Respekt ab, wie man eine derartige Bilderflut (von der wir ja nur "kleine" Essenzen präsentiert bekommen) und die in der Kürze der Messezeit aufsaugbaren, zugehörigen Informationen so organisiert bekommt,
Gutes Stichwort ...
Im wesentlichen 3 Wege zur Information.
1) Hier ist mein Trick, besonders vor dem Hintergrund des Einzelkämpfers dieses Jahr - und DAS NAMM TOOL in 2019 ...
Immer wenn ein größerer Stand-Rundgang ansteht, hänge ich das meinem Tourguides um (Ansteckmikro). So haben wir beide die Hände frei - er um die Gitarren von der Wand zu pflücken, oder seine Unterlagen zu checken ... ich um Bilder zu machen. Beim eigentlichen Rundgang mache ich nur Bilder, zu denen es auf dem ZOOM auch Text gibt. Damit habe ich bei IBANEZ ca. 200 Bilder und 45 Minuten Text (und Small-Talk, der den Flair und die Stimmung ... und mal ein Zitat bringt). Der Rest ist Fleiß ... Bilder zum Produkt auswählen und mit der gesprochenen Info verheiraten .. hochladen und Text dazu packen. Pro Beitrag im NAMM Thread im Schnitt 1 h - bei YouTube in 2 Arbeitsgängen, denn meine Upload Leitung passt nicht zu meinem Output.
Einen Dank auch an die Tourguides

, die super frei reden, womit auch einige Kommentare auf dem Band landen, die es nicht 1 zu 1 ins Board schaffen, aber Stimmung und Background liefern.
Bin ich alleine auf Tour, lasse ich das ZOOM mitlaufen, dann habe ich zumindest mein "Gemurmel" als Infoquelle ... allerdings auch mein Geläster, falls mir mal wieder so etwas über den Weg läuft. (und nein, die Spur steht nicht zur Veröffentlichung zur Verfügung ...

)
2) Camera Bitch, oder Anmoderation, danach PM alleine .. - es findet sich jemand am Stand, der bereit ist die Kamera zu halten, während ich mit dem Produktmanager im Gespräch die Produkte vorstelle. Das eignet sich jedoch nicht für eine Flut, wie bei IBANEZ ...
Für 2 hat sich mein Lewitt Interviewer in Verbindung mit dem iRig sehr, sehr gut bewährt. Das iRig erlaubt mir freie Mikro Wahl bei der Anbindung an das iPhone. Das Lewitt baut im Prinzip eine Kugel um das Mikro auf in der man gut hörbar ist. So überwindet man im Messelärm ca. 60 cm bei guter Sprachqualität. Das Gute ist, weiter weg liegender Lärm wird weitestgehend ausgeblendet.
3) Ambient - Immer wenn es nur um den Sound der Messe geht, nutze ich mein ZOOM iQ7. Damit lassen sich recht gut Konzerte mitschneiden und es ist sehr leicht am iPhone anzustecken. Im leisen Umfeld einer Factory Tour, geht es auch als Raummikro. Oder zuhause für den schnellen Band Mitschnitt.
P.S. wer meinen ehemaligen NAMM WingMan findet ...
Bei 2 und 3 habe ich in der Regel "fertige" Information, die ich über einen Text hier im MB anreichere. Datenblätter sofern ich sie habe, oder freier Text aus meinen Memos. Bei 1 dauert das zusammenführen durchaus mal länger.
In Summe ist es natürlich super viel Arbeit - ca. 120 Stunden Nachbearbeitung wenn ich zuhause bin. Aber es ist trotzdem erstaunlich, wie weit man mit 2 iPhones, einem leichten Stativ, einem Mikro PreAmp, einem Mikro, 2 leichten Recording Werkzeugen und einem MacBook Pro - auf User für User Ebene, ohne Anspruch auf Hochglanz - kommt. Meine Messetasche hat weniger als 5 kg.
Und "SELBST-Organisation" ... konnte ich ja schon ein paar Jahre üben.

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Gruß
Martin