Neue Konzertgitarre bei Aldi, schlecht oder nur schlecht gestimmt?

@TE
Am besten per Hand bzw. nach Gehör stimmen. Du brauchst nur den Ton der tiefen E-Saite und alle anderen kannst du in Folge dessen nach dieser stimmen, indem du immer wieder benachbarte Saiten vergleichst. Wie genau das geht, schau bei youtube vorbei, wie schon jemand richtig empfohlen hat.
Ich habe den Klang der Saiten bereits im Kopf (nach etlicher Zeit der Stimmung per Gehör, hatte nie ein Stimmgerät) und kann sogar das Stimmen per Gehör abkürzen :), indem ich von Saite zu Saite springe (ohne mehr zwei benachbarte Saiten miteinander vergleichen zu müssen) - in maximal 2 Minuten bin ich fertig. Geht fix und macht Spaß.
 
Billige Stimmgeräte zeigen alles mögliche an , ich habe zufällig so ein kleines Schlüsselanhängerteilchen gefunden , dass ist meiner Meinung nach für den erstaunlichen Preis von 2,90 sehr praktisch ist ,man hat immer nur einen Ton und kann sich so auch nicht beim ablesen vertun (https://www.thomann.de/de/harley_benton_gt1_tonangeber.htm)
 
Ich denke auch, das du das gerät mit nem kapodaster verwechselst, klemmst du es jeweils an jede der 6 Saiten? :D
klemme es an den Kopf deiner Gitarre und spiele dann jede Saite an bis der grüne Punkt aufleuchtet, achte darauf das (440Hz) eingestellt sind.

von oben nach unten:

EADGHE (wobei das H auch als "B" gekennzeichnet sein kann)

zum besser einprägen:

Eine alte Dame geht heute einkaufen oder
Eine alte dumme Gans hat Eier

Vllt gibst du 50 Euro oder ein wenig mehr aus und kaufst dir eine Cort Earth , außer du willst bei nylonsaiten bleiben =)

lg
Detrox
 
Als letztes möchte ich dir auch die billigen Thomann-Gitarren ans Herz legen, denn die Qualität ist in der Regel doch besser als bei Aldi

naja, das wage ich zu bezweifeln...die dürften keinen Deut besser oder schlechter sein. Ist nur eine Frage, wie da kalkuliert wird.
Aldi, Lidl & Co nehmen solche Waren hauptsächlich um die Weihnachtszeit ins Sortiment um zusätzliche Kunden
anzulocken. So richtig verdienen wollen die daran ja auch garnicht
Ein kleines Beispiel: Der Käufer packt den Karton mit der Gitarre in den Einkaufswagen, dazu noch den Weihnachtsstern für 1,99 (was dem Blumenhändler am Ort nicht sonderlich gefällt), dann noch ein parr Päckchen
Lebkuchen, Schoko-Weihnachtsmänner....."und wenn ich schon hier bin, Butter, Käse, etwas Wurstaufschnitt, aha, die Weihnachtsgans ist auch recht günstig" ...und schon rechnet sich diese Aktion für den Discounter;)
...und möglicherweise werden dann die nicht verkauften Teile ab Januar bei den Versandhändlern für 69,99 angeboten:gruebel:
Für die sieht das ganz anders aus, es ist ihr Kerngeschäft, sie MÜSSEN damit Geld
verdienen.

Damit das jetzt nicht falsch verstanden wird: ich finde diese Prozedur auch nicht fair, aber so ist die Geschäftswelt nun mal.
 
Gar keine so abwegige Behauptung, aber: Die Qualität der Kaufhaus-Gitarren ist meist schlechter - ob relevant, darüber mag man streiten - als die der Gitarren bei Thomann oder Musicstore, wobei man bei letzteren auch noch Anspruch auf ein im Rahmen des Möglichen "richtiges einstellen" hat. Das kann man im Laden gut machen lassen, außerdem viele Gitarren und Stimmgeräte ausprobieren oder sich zeigen lassen. Vielleicht war das im Ganzen von mir schlecht formuliert, aber man bekommt mit ein wenig mehr Anstrengung eine bessere Gitarre und kleine Einführung für gleiches Geld. Wenn man nur mit dem Einkaufswagen vorbeiwatschelt und sich denkt: "Oh, ne Gitarre, die pack ich mal ein - und Lust auf Kaugummi hätte ich auch noch", ist der Unterschied wirklich zu vernachlässigen. Zudem wage ich mal zu behaupten, dass man beim Kaufhaus wirklich alles bekommen kann: Gute, Schlechte, Miese oder Presspappegitarren, je nachdem was das Kaufhaus der asiatischen Firma in Auftrag gibt und wie hoch das Budget ist. Insofern hat man zumindest beim Musikladen die Information, ob man echtes Holz kauft, außerdem ist der Fertigungsstandard wahrscheinlich "eingeregelter", als bei den vielen Einzelauflagen der Kaufhäuser und damit höher. Somit ist die Chance, auch als Anfänger, eine schlechte Gitarre zu bekommen geringer. Des Weiteren denke ich, dass beim Thema Transport die Musikladen-Gitarre wesentlich weniger durchmachen muss, da sie nicht so oft zwischengelagert wird (Das dürfte die - zwar schlechten - Saiten auch nicht so stark strapazieren). Soweit meine Meinung ;)
 
Wichtig ist vielleicht die Erkenntnis, dass es bei Billiginstrumenten aller Art große Herstellungstoleranzen gibt.
Anfängeren rate ich bei solchen Käufen immer, einen etwas erfahreneren Spieler mitzunehmen.
Und damit sind wir beim Problem:
Bei ALDI ist es vermutlich nicht ganz so einfach, 5 oder mehr Packungen aufzureißen und sich das passabelste Modell auszusuchen.
So etwas geht in einem Musikgeschäft, wenn jemand von Krabbeltisch zum Gag eine 30 Euro Ukulele haben will. Da kann ich mich hinsetzen und von 10 Modellen eine aussuchen, dass noch halbwegs gut eingestellt ist.
 
Die Discounter Philosophie ist klar und funktioniert: Die Leute kaufen, was das Zeug hält und zwar nicht, weil wirklich Bedarf bestünde, sondern wegen dieses "Wow ist das aber billig, wer weiß, vielleicht könnte man es ja mal irgendwozu brauchen..." Menthailität. Hinzu kommt, daß die Zielgruppe gerade Leute sind, die sich mit Instrumenten meist nicht im Geringsten auskennen. Ich habe schon mehrere Fälle erlebt, in denen Kinder gar nicht so billigen Musikunterricht verpasst bekamen, allerdings mit dem allerletzten Schrottinstrument dahin geschickt wurden.

Unter rationalen Gesichtspunkten kann ich solche Diskussionen nicht ansatzweise verstehen. Wie groß soll denn die Chance sein, dass jemand ausgerechnet durch eine Aldi Gitarre den Funken zum Gitarristen abbekommen soll?
Allenfalls wenn er sehr schnell, vielleicht auch in o.g. Fällen mit Hilfe eines Musiklehrers oder Außenstehenden, feststellt, daß ganz schnell eine neue her muß, auf der sich wirklich Musik machen läßt.

Allerdings dürfte uns GAS geplagten die Irrationalität des Kaufens nicht ganz unbekannt sein.
 
Wie groß soll denn die Chance sein, dass jemand ausgerechnet durch eine Aldi Gitarre den Funken zum Gitarristen abbekommen soll?
Allenfalls wenn er sehr schnell, vielleicht auch in o.g. Fällen mit Hilfe eines Musiklehrers oder Außenstehenden, feststellt, daß ganz schnell eine neue her muß, auf der sich wirklich Musik machen läßt.

naja ungefähr gleich groß, wie bei anderen Billiggitarren....es kommt weniger auf das Gerät an, mehr zählt der Wille.
Da hat schon mancher auch mit einem guten Instrument geschmissen, sobald er gemerkt hat, daß es nicht von alleine geht.;)
Ich selbst habe auch (1964) mit einer schrecklichen Gitarre angefangen - konnte mich auch nicht bremsen.

Ich möchte jetzt aber ausdrücklich betonen, daß ich keineswegs ein Befürworter der Billiggitarre bin, aber man
kann auch niemanden verdammen, der aus Geldmangel diesen Weg gewählt hat:)
 
@nilana,
nach Gehör stimmen ist die Beste Methode!!! Hierzu rate ich Dir eine StimmGabel, StimmPfeife oder ein Online StimmGerät wie z. B. dieses HIER.
Gruß
 
@nilana,
nach Gehör stimmen ist die Beste Methode!!! Hierzu rate ich Dir eine StimmGabel, StimmPfeife oder ein Online StimmGerät wie z. B. dieses HIER.
Gruß

Sorry, aber diese Empfehlung sollte Nilana einfach überlesen. Genauso hättest Du auch schreiben können, dass man die Gitarre beim Spielen stimmt, so wie TE es auf der Bühne macht.
Sicherlich ist es gut, wenn man im Laufe der Zeit dazu in der Lage ist, die Gitarre nach dem Gehör zu stimmen, aber dafür braucht ein Anfänger ewig; ausgenommen die Menschen, die das absolute Gehör haben, aber davon soll es nicht so viele geben.
 
Sorry, aber diese Empfehlung sollte Nilana einfach überlesen. Genauso hättest Du auch schreiben können, dass man die Gitarre beim Spielen stimmt, so wie TE es auf der Bühne macht.
Sicherlich ist es gut, wenn man im Laufe der Zeit dazu in der Lage ist, die Gitarre nach dem Gehör zu stimmen, aber dafür braucht ein Anfänger ewig; ausgenommen die Menschen, die das absolute Gehör haben, aber davon soll es nicht so viele geben.

Da frage ich mich aber doch, wie wir das früher gemacht haben, in einer Zeit, als elektronische Stimmgeräte unerschwinglich und auch eher unzuverlässig waren. In der Vorsteinzeit also, so vor 25 Jahren :D. Ich habe also meine Gitarre ausschließlich nach Gehör gestimmt, weil ich einfach keine andere Möglichkeit hatte. In der Regel übrigens nicht nach einer Stimmgabel, sondern nach der hohen E-Saite, weil da der Flügel der Mechanik abgebrochen war :D:D.

Natürlich hat man es mit einem guten chromatischen Stimmgerät leichter, aber ein absolutes Gehör braucht man dazu auf keinen Fall, und mit ein bisschen Übung kriegt man auch eine einigermaßen saubere Stimmung hin, wenn man das Stimmgerät zu Hause vergessen hat.

Gruß
Toni
 
Da frage ich mich aber doch, wie wir das früher gemacht haben, in einer Zeit, als elektronische Stimmgeräte unerschwinglich und auch eher unzuverlässig waren. In der Vorsteinzeit also, so vor 25 Jahren :D.
Ist zwar nicht 25 jahre her, aber als ich mein Gitarre bestellt habe und mir dazu ein Elektrisches Stimmgerät hat mir ein Bekannter gezeigt wie man mit der Stimmgabel stimmt.
Ich habs paar mal probiert, aber irgendwie hat mir da mindestens ein Arm gefehlt:D
Dann dieses Jahr in Hamburg bekamm ich ein "Urlaubsgerät" und eine Stimmpfeife. Ganz fies so ein teil..... ich glaub erst am 3 Tag war die Gitarre zum erstenmal richtig gestimmt.
Allerding hat das mein Gehör mehr trainiert als alles üben davor;)
 
[OT on]
Ja ist für viele heute schon unvorstellbar, wie wir früher überhaupt Gitarre spielen konnten - so völlig ohne elektronische Hilfsmittelchen :rolleyes:.
Bei mir war es auch die Stimmpfeife, mit der ich die A-Saite gestimmt habe. Und dann die restlichen entsprechend der "Referenz - Saite". Mach ich im übrigen (meist) heute noch so, nur dass ich heute meist die Flageolett - Technik verwende.
Meine Schüler beginnen aber mit einem (chromatischen) Stimmgerät. Einfach, weil sich die Erfolge schneller einstellen und ich dann nicht vor jeder Stunde die Gitarren nachstimmen muss. Das Stimmen ohne Stimmgerät lernen sie dann so ca. nach einem halben Jahr. Das schult noch immer das Gehör und sollte jedem Gitarristen geläufig sein.
[OT off]
 
Hi,
ich würde mir nie so etwas kaufen und dabei ein ruhiges Gewissen haben.Ich habe mir das angebot angesehen und finde es"öbszön" milde
ausgedrückt.Das ganze Paket für 49€???? Welche Menschen müssen dafür versklavt und welche Urwälder gerodet werden?
Ja, ja, das Holz kommt aus extra angebauten Plantagen das ,man hat nur vorher den Regenwald dafür abgeholzt....bla,bla
Viel von euch packt doch eine ungeheure Wut wenn man die Filme von verbrannter Erde und fliehenden Tieren sieht,oder?
Ist euch vielleicht der Gedanke gekommen das wir alle mit der sucht nach immer preiswerteren Gitarren,möbeln,Treibstoff das
allles auslösen?
Seien wir doch mal ehrlich,in Deutschland wird jemand der gerne Gitarre spielen will immer ein paar € zusammenkriegen und ist auf sowas nicht
angewiesen.Nebenbei ich habe mir das Instrument angeschaut und in die Hand genommen- es ist grauenhaft!!!
Wer soll daran spass finden und weiter Gitarre spielen?Ich glaube nicht daran?
Dann lieber eine gute gebrauchte Gitarre,Höfner,Hoyer,Ibanez, die noch vernüftig gebaut wurden.
Als letztes will ich nur ergänzen das soche angebote natürlich unseren heimischen Gitarrenbauern das Licht ausblasen-
die sind doch viel zu teuer!!!Oder? Qualität?wer braucht sowas?
Bis dann
 
Zum Stimmen: Warum entweder-oder? Warum nicht nach Gehör stimmen und mit Stimmgerät kontrollieren? Ist auch ne Art Gehörtraining...
 
Seien wir doch mal ehrlich,in Deutschland wird jemand der gerne Gitarre spielen will immer ein paar € zusammenkriegen und ist auf sowas nicht
angewiesen.

Oh oh oh, ich glaube, dass Du keine Ahnung hast, wie viele wirklich arme Menschen wir in Deutschland haben!
 
Oh oh oh, ich glaube, dass Du keine Ahnung hast, wie viele wirklich arme Menschen wir in Deutschland haben!
Wow, ich denke wir sollten hier nicht Sozialpolitisch werden;)

Aber eigentlich ist es wie beim Angeln, Segeln, Tennis.... wie bei jedem Hobby bei dem man zusätzliche Geräte braucht.
Wenn man anfängt käuft sich doch kein Mensch die Ultra Hightec Carbon Angelrute und irgendwelche Ultra leicht Rollen mit super dupper Schnurr die 10€ auf den laufenden Meter.
Man erwirb einen Stock, ne Rolle die irgendwie die Schnurr zurück zieht und eben en paar meter Schnurr ( nur zur info, ich bin kein hobby Fischer:D).
Mann setzt sich an den See und schaut ob das ganze etwas für einen ist.
Wenn nicht, mann dann wirft man den Stock eben weg und das war es dann mit dem Hobby Angeln.
Wenn das stunden lange am See sitzen doch gefällt wird man darüber nachdenken warum es so Hightec Ruten gibt und was dieses Super teure zubehör denn für vorteile hat.
Und wenn man dann die Chanche bekommt dieses (meist-) schweine teure Zeug zu benützen und die vorteile erkennt wird man schon dafür sorgen so etwas auch zu bekommen, auch wenn es eben ein paar Jahre dauert.
So auch der Gedanke bei günstigen Gitarren, und dagegen ist auch nichts ein zu setzen.
Auch das Argument das man heimische Gitarrenbauer in den ruin treibt zieht hier nicht.... grade weil diese Hersteller dieses "kunden" garnicht als ihren Kundenstamm sieht und auch nicht mit einnahmen von der seite aus rechnen.
Leider ist es dem Fisch relativ egal ob die Rute aus Carbon oder ein Stock ist, wenn der Wurm nur dick genug ist.
Bei den Tönen ist es da anderst.
Die merken schnell woraus sie geboren wurden und wenn das nicht "passt" wollen sie einfach nicht klingen.

Nur ich denke, es gibt annehmbare Gitarren ab 100-150€ die halten einen Anfänger schon ein paar Monate bis Jahre bei laune, und ab 200€ geht es sogar mit Massiven Decken los die auch echt zufriedenstellend sind.
Da würd ich persönlich (gut ich hab es damals nicht gemacht:rolleyes: Aber einfach irre glück gehabt:D)schon warten bis aus meinen 50-60€ eben 100€ werden.. auch wenn es 4-8 Wochen länger dauert.
 
Wow, ich denke wir sollten hier nicht Sozialpolitisch werden;)
.

Ja, ich seh gerade die Kolonnen von Kettensklaven, die tropisches Lindenholz mit der Laubsäge fällen und dabei den
Linden-Regenwald zerstören:D
sorry, aber der Stratosbeitrag war schon ziemlich hart. Aber ich habe ein gutes Gewissen, keine Aldi-Gitarre erworben -
und damit meinen Beitrag gegen Umweltzerstörung geleistet:p
 
. Auch bei meinen hochwertigen Instrumenten kommt das Rio nicht aus der Fabrik und auch für das Adiron sondern wurden Bäume umgehauen, dafür hat ein echter Handwerksmeister einen Monat seine Familie damit ernähren können. Gleicht es das aus? Darf ich mich deswegen noch gut fühlen, wenn ich spiele?

Mein ja nur .... Ob mich die Selbszweifel, jetzt Tag und Nacht plagen sollen, oder schlecht fühlen .... Bei meiner Western hab' ich 'nen Gurt aus Kalbsleder .....

Wann war eigentlich der Thread-Ersteller zum letzten Male hier im Forum?
 

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