Nur "Jazzig" Improvisieren

von marwutz, 08.01.08.

  1. marwutz

    marwutz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.08   #1
    Hallo!
    Ich will versuchen, mein Spiel n bisschen filigraner zu gestalten und meine Pentatoniken "jazziger" klingen zu lassen.
    Wie mach ich das? Kirchentonleitern? Intuition?
    Tipps?
     
  2. Hans_3

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    Erstellt: 08.01.08   #2
    Über welche Akkorde improvisierst Du denn?
     
  3. Timmey_the_P

    Timmey_the_P Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.08   #3
    Pentatonik alleine bringt keinen jazzigen Klang. Wäre gut zu wissen über was für eine Akkordfolge du improvisierst, ansonsten der generelle Hinweis: Schaff dir alle möglichen Arpeggios in allen möglichen Lagen bei, also die "Tonleitern", aus denen Akkorde bestehen. Die absoluten Basics sind Major7, minor7, Dominantsept- sowie (halb)vermindert. Die lassen sich ja sobald man sie einmal fingersatztechnisch wie die Pentatonik im Griff hat übers Griffbrett verschieben.
     
  4. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.01.08   #4
    Was hörst Du denn so für Jazz bzw. in welche Richtung soll es gehen?

    Mehr Fusion oder Swing oder Bluesig oder oder oder ...
     
  5. Fraggle

    Fraggle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.08   #5
    Lern doch für den Anfang einfach mal ein paar einfache Jazzstücke. :great: Dazu gibt es gerade einen aktuellen Thread: https://www.musiker-board.de/vb/tabs-spieltechniken/251631-einfache-jazzlieder.html. So bekommst Du ein Gefühl für Jazz, und dann kannst Du Deine Pentatoniken 1. melodisch, 2. harmonisch und 3. rythmisch in Richtung Jazz anreichern.
     
  6. Fraggle

    Fraggle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.08   #6
  7. marwutz

    marwutz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.08   #7
    Danke für die Antworten bisher! :great:
    Ich spiele keinen Jazz, ich spiele Metal, will aber einfach interessantere Soli spielen...
    Akkordwechsel sind z.b. Cm - Csus2 - D#/G#- G/G#
    Hier würde ich normalerweise Cm-Pentatonik spielen, was aber ziemlich dick aufgetragen klingt...
    Ich spiele eigentlich in sogut wie allen Songs Cm Pentatonik, fällt mir gerade auf... :D
    Die Richtung in die es gehen soll (Page Hamilton von Helmet ist mein Gitarrengott):
    Helmet - Driving Nowhere auf Youtube
    Solo kommt bei so ca 3 Minuten.
    Is jetz zwar n schlechtes Beispiel für sein "jazziges Spiel", aber das ist das, was ich mit "Interessanter" meine...
     
  8. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.01.08   #8
    Ach so - also es geht Dir darum, "Jazzige" Elemente in Dein Gitarrespiel einzubauen?

    Okay - das ist freilich etwas anderes ...

    Wobei ich unter jazzigen Stilelementen neben den tonalen Elementen auch sowas wie Phrasierung, ein "jazziges" Timing etc. verstehe - also Sachen, die nicht primär mit Skalen etc. zusammenhängen sondern eher damit, WIE man spielt, was man spielt.

    x-Riff
     
  9. marwutz

    marwutz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.08   #9

    Bingo!
    Habs oben wohl leider etwas unglücklich beschrieben, tut mir leid...
    EDIT: Den Threadtitel muss man auf dem "-ig" betonen, dann machts Sinn... :D
     
  10. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 08.01.08   #10
    Mit Jazz hat das überhaupt nix zu tun ;). Das ist einfach exzessiver Einsatz von Bendings, Releases und Vibatro auf Grundlage einer Pentatonik. Bisschen Hendrix für Arme ;)

    Hör Dir lieber die Originale solcher Techniken an als drittklassigen Abklatsch. Hier von 4:25 bis 6:25 ist das viel besser vom Tonverbiegemeister selbst:

    http://www.youtube.com/watch?v=sVvtIS2YGVI


    Schon mal den Pinthread gelesen- dürfte Dir weiterhelfen:

    https://www.musiker-board.de/vb/tab...chmelzen-tonleitern-auf-basis-pentatonik.html
     
  11. marwutz

    marwutz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.08   #11
    Achtung! Der Kerl is mein Lieblingsgitarrist! ;)
    Mir schon klar, dass das nich Jazz ist, hab einfach kein besseres Video gefunden :D, deswegen schreib ich ja auch dazu, dass das mehr ein Beispiel für ein "Interessantes" Solo sehe, auch wenns schon Pentatonik ist und nich Jazzskalen...
    Page Hamilton (der Gitarrist) ist übrigens eher nicht in der Nähe von Hendrix zu sehen, würde ich sagen, ist ja schließlich komplett andere Musik, der Kerl hat außerdem einen Masters in Jazz...
    Das Hendrix Video find ich jetz nich abartig aufregend, es is auch hautpsächlich Pentatonik, von der ich ja weg will.
    Ich dachte mehr an sowas wie ein Bebop-Gitarensolo über die Akkorde, die ich oben geschrieben hatte...
    SOWAS IN DIE RICHTUNG
    Nur halt in C Moll...
    Hier nochmal ein Video von Helmet - Solo ist etwas schwer zu hören, bei 3:25
     
  12. Hans_3

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    Erstellt: 08.01.08   #12
    Dann verstehe ich offen gesagt nicht, warum Du als Beispiele 2 Videos bringst, wo die Soli ausgesprochen pentatonisch sind.

    Mhh, nun doch wieder Jazz...

    Da stecken viele Jahre intensivste Arbeit in Theorie und Praxis dahinter. Intuitiv ist so was überhaupt nicht zu lernen.

    Steig erstmal hier ein:

    # erstmal die Pentatonik zur Fullscale erweitern (siehe Link zum Sticky)

    # Bisschen Theorie lernen: Zwingende Basis ist das Verständnis der Stufenakkorde und die damit verküpften modalen Möglichkeiten:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Stufentheorie_(Harmonik)

    # Ziemlich umfassende Theorielehre: http://msjipde.uteedgar-lins.de/index2.html


    Das muss erstmal etwas "jazzig" tonal erweitert werden;

    Cm7 / D#7(9) / G#7 / G7(#5)


    Cm ist Grundakkord. Spielst Du C-moll drüber

    Eb7(D#7) ist die Durparallele von C moll und gleichzeitig Dominante des folgenden Akkords. Spielst Du Eb mixolydisch drüber

    Ab7(GH#7) ist der Auflösungsakkord der vorherigen Dominante. Und gleichzeitig die Tritonussubstition (Ersatzakkord statt der eigentlichen G-Dominante D7 die hier sonst gekomemn wäre.) Spielst Du Ab mixolydisch drüber.

    G7 (evtl alteriert mit #5) ist die Dominante von Cmoll. Spielst Du G superlokrisch (alteriert) drüber oder C harmonisch Moll.

    Kurzbeispiel mit diesen Modes:

    Beispiel mp3 0,3 MB
     
  13. marwutz

    marwutz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.08   #13
    Habe ja keine Ahnung davon, finde, es klingt jetzt für mich nicht nach einem klassischen pentatonischen Rocksolo. :nix:
    Es ist jedenfalls die Art von Musik, in die ich das Einbauen will.

    Ich denke ich werde mal mit meinem neuen Gitarrenlehrer drüber reden, ich bin musiktheoretisch wie du wohl gemerkt hast blöderweise nicht sehr versiert, jedenfalls danke für die Tipps! :great:
     
  14. Hans_3

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    Erstellt: 08.01.08   #14
    Wie ich schon schrob: Es liegt nicht am Tonmaterial, sondern an der Art wie damit umgegangen wird (sehr viele Bendings, "rauer" Sound) und dem Zusammenhang mit dem Musikstil. Deshalb auch das Hendrix-Beispiel: Beide verwenden das selbe Tonmaterial, machen im Prinzip Ähnliches daraus, nur bewegen sie sich in unterschiedlichen Stilen. Wodurch sich etwas unterschiedlich anhört, was in der Notensubstanz gleich ist.

    Mal ein krasses Hörbeispiel: Erst ein Kinderlied (in A-Dur) und dann das selbe Tonmaterial (wiederum Töne von A-Dur) angewendet in einem anderen musikalischen, harmonischen (Tonart H, dorisch) und spieltechnischem Zusammenhang:

    Beispiel mp3 0,4 MB


    .
     
  15. Fraggle

    Fraggle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.08   #15
    Kannst Du den Link bitte noch mal checken? Ich kriege da eine "Server not found" Meldung.
     
  16. Hans_3

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    Erstellt: 09.01.08   #16
    .. vertippt :o Heißt natürlich T-Online und nicht T-Onlone :D
     
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