Oberheim OB8 / OB12

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planki
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Hallo,

unser Keyboarder will sein Equipment erweitern und sich einen Oberheim OB8 oder gar OB12 zulegen.

Aber sind die Oberheime nicht ein wenig alt und überholt - die neuere Technik ist doch bestimmt innovativer,
oder? Ich denke da an Korg Radias, M3, Roland Phantom und was es zur Zeit nich alles gibt. Ich habe Sorge,
dass er sich da in irgendwas verrennt - und dann ist das sauerverdiente Geld wech :redface:

Wenn mir mal jemand einen Grund nennen könnte, warum man sich unbedingt einen Oberheim kaufen sollte,
wäre ich dankbar und könnte mich ein wenig beruhigen

L.G. Planki
 
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Der Sound ist der Grund. Digital vs Analog. Ein echter OB klingt einfach nur FETT und schön warm. Das kann kein "modernes" Gerät ersetzen. Diese Investition ist jeden Euro wert.

Edit: Habe gerade zum OB12 etwas nachgelesen... das ist ja grausam! Was ich schrieb gilt nur für den OB8!
 
Zuletzt bearbeitet:
...wobei man allerdings beachten muss, dass der OB12 "nur" noch ein virtuell analoger Synthesizer ist, also quasi ein direkter Konkurrent zu Radias, Nord Lead, Virus usw.

Da du den (virtuell analogen) Radias aber in einem Atemzug mit (den Workstations) M3 und Fantom erwähnst, möchte ich noch anmerken, dass das zwei völlig unterschiedliche Arten von Synthesizer sind. Mit einem VA kann man z.B. nur sehr schwer Natursounds (Piano, Orchestersounds usw.) nachbilden, hat aber dafür sehr viel mehr Möglichkeiten, den Sound zu verändern, als bei einer Workstation. Was für ein Gerät für dich sinnvoll ist hängt natürlich von deinem bestehenden Equipment, deiner Arbeitsweise und überhaupt der Musik, die du machst, ab.
 
Der Sound ist der Grund. Digital vs Analog. Ein echter OB klingt einfach nur FETT und schön warm. Das kann kein "modernes" Gerät ersetzen. Diese Investition ist jeden Euro wert.
Ganz genau. Trotzdem wird heutzutage hauptsächlich Digitaltechnik verwendet, da sie viele Vorteile bietet.
Sie ist:
billiger
leichter zu transportieren
leichter zu warten (analoge Synthies verstimmen sich z.B. schon mal)
hat ein größeres Spektrum an Klängen
und außerdem gibt es schon mehrere digitale Klangerzeugungsverfahren, die gar nicht analoge Technik oder akkustische Instrumente nachahmen sondern neue, nur auf digitalem weg erzeugbare Sounds erschaffen.

Aber es stimmt, wer puren analogen Sound sucht, der greift zu analoger Technik. Deswegen gibt es auch einige kleine Firmen die bis heute ausschließlich analog produzieren (z.B. doepfer) und in letzter Zeit wurden auch einige der Firmen aus der (analogen) Pionierzeit der Synthesizer wiederbelebt, wie etwa Moog.

Synthesizer sind da übrigens keine Ausnahme. Auch andere elektronische Tasteninstrumente wie Hammond-Orgeln, Rhodes E-Pianos usw. können zur Zeit zwar digital nachgeahmt werden, eine glaubhafte 1:1 Nachbildung gibt es aber nicht, genausowenig wie für akkustische Instrumente. Deswegen werden sie auch immer noch gespielt.
Man muss dazu auch sagen dass der durchschnittliche Publikumsbesucher wahrscheinlich den Unterschied meistens nicht merkt, schon gar nicht wenn die anderen Bandmitglieder miteinstimmen.

Die Röhren eines Bass- oder Gitarrenamps sind in anderen Bereichen auch schon eine "veraltete" Technik, trotzdem werden sie immer noch verwendet. Obwohl der Vergleich ein wenig hinkt, da im Tastenbereich schon länger versucht wird, analoge Verfahren nachzuahmen.

Das mal als kleine Einführung zu analog vs. digital...
 
Wie auch immer:
Finger weg vom OB12 - das ist gar kein Oberheim, sondern ein Viscount mit (zugekauftem) Oberheim-Logo. Ein VA-Synthesizer von der mieseren Sorte.
Echte Oberheims hingegen sind die beiden Expander Marion Systems MSR-2 und ProSynth - auch wenn's da nicht drauf steht.
 
Danke für die Feedbacks - werde wohl ein wenig mit dem Keyboarder diskutieren müssen ;)
 
Darf ich fragen, wieso du Mitspracherecht in der Sache hast? Stammt das Geld aus dem Band-Topf? Sonst würde ich mir nämlich als Keyboarder von anderen Bandmitgliedern überhaupt nicht reinreden lassen was mein Gear angeht. Ich muß damit klarkommen, solange der Sound stimmt.
 
Darf ich fragen, wieso du Mitspracherecht in der Sache hast? Stammt das Geld aus dem Band-Topf? Sonst würde ich mir nämlich als Keyboarder von anderen Bandmitgliedern überhaupt nicht reinreden lassen was mein Gear angeht. Ich muß damit klarkommen, solange der Sound stimmt.

Nun, sicher, ich finanziere die Hardware zum größten Teil mit. :gruebel:
 
Nun, sicher, ich finanziere die Hardware zum größten Teil mit. :gruebel:
Oho, das ist aber extrem selten. Wie kommts dazu? Ich dachte immer, die einzigen Leute, die sich ihren Krempel von den restlichen Bandmitgliedern bezahlen lassen, wären die Sänger :p
 
Echte Oberheims hingegen sind die beiden Expander Marion Systems MSR-2 und ProSynth - auch wenn's da nicht drauf steht.
Oder natürlich der OBX(-a).

...Sonst würde ich mir nämlich als Keyboarder von anderen Bandmitgliedern überhaupt nicht reinreden lassen was mein Gear angeht. Ich muß damit klarkommen, solange der Sound stimmt.
...und Du sie nicht zum Anfassen und Tragen brauchst, wie z.B. bei ner zwei Zentner Hammond :p
BTW: Aber ich würde mir auch nicht reinreden lassen. Und wenn ich ein zwei Zentner Monstrum auf der Bühen haben wollen würde, wüsste ich auch wie ich das Teil autark bewegen könnte.

Oho, das ist aber extrem selten. Wie kommts dazu? Ich dachte immer, die einzigen Leute, die sich ihren Krempel von den restlichen Bandmitgliedern bezahlen lassen, wären die Sänger :p
Stimmt. Und vor allem Keyboarder sind am meisten, weil sie diejenigen sind, die am meisten Kohle in ihr Equipment stecken müssen.
 
Finger weg vom OB12 - das ist gar kein Oberheim, sondern ein Viscount mit (zugekauftem) Oberheim-Logo. Ein VA-Synthesizer von der mieseren Sorte.


Moin,

das galt für die ersten, sehr mies programmierten Betriebs-
systeme. Das finale OS ist dann aber doch recht gut. Der
Synth wurde von Viscount zu schnell auf den Markt ge-
worfen und hat sich dadurch zu Recht miese Kritiken
eingefangen.

Schließlich wurde er dann "verramscht", man konnte
ihn für ca. 600€ neu kaufen. Und für den Preis ist er
einfach genial, weil er eine schöne "analoge" Ober-
fläche hat und viele 'Schmankerl' (Phrase Recorder,
SPDIF-Ausgang, Ribbon Controll, Display etc.)
Der Synth ist kein Allrounder, die Hüllkurven recht
langsam. Trotzdem kann man abgefahrene Sounds
basteln, macht Spaß, das Teil.
Allerdings hat das nix mit OB 8 oder Tom Oberheim
zu tun !
Ich behalte den synth, für den Preis krieg ich nichts
Besseres.

LG, Andreas

PS: Auch der Service nach Italien war erstklassig, hab
sofort ein dt. Handbuch (pdf) bekommen.

Nachtrag:

Es gibt etliche "finale" Tests zu dem Synth und die sind
ALLE nicht negativ ! LG, Andreas
 
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Einen ProSynth habe ich noch hier; hatte den mal im Einsatz in einer Rockband für die klassischen OBie-Sachen. Ein wenig Chorus/Delay von externen Effekten drauf und - there you go.
Programmieren am Gerät ist nicht umständlicher als bei neueren Teilen. In Verbindung mit den anderen analogen Geräten, die ich hier habe, und besonders im Vergleich zu Geräten der "Sample and forget - Generation" stellt der ProSynth immer noch eine prima Ergänzung im Setup dar.

ukm
 
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