Ocarina (Ratschläge?)

von Sutain, 30.10.19.

  1. Sutain

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    Erstellt: 30.10.19   #1
    Hey!
    Ich habe mir vor nicht allzu langer Zeit eine 12 Loch Ocarina zugelegt und wollte auch fleißig üben...
    Nur leider mache ich irgendwas falsch, die Töne welche ich erzeuge sind entweder hoch und verdammt laut oder hoch und irgendwie flatternd. Ich habe bisher immer etwas Gitarre gespielt, doch das mit der Ocarina ist etwas völlig Neues für mich. Ich hoffe ihr könnt mir bei diesem Problem etwas helfen.
    Dies ist die Ocarina welche ich nutze (alle schrieben wäre gut für Anfänger): https://www.amazon.de/Mediant-Ocari...&rnid=1703609031&s=musical-instruments&sr=1-3
     
  2. heikebo

    heikebo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.10.19   #2
    Hallo Sutain, willkommen im Board
    Da hast du dir leider eine Billig-Ocarina aus China gekauft. Zelda Fans die nur ein wenig dudeln wollen, aber eben die Zelda Okarina aus sentimentalen Gründen als Schmuckstück haben wollen, schreiben da manchmal positive Rezensionen, aber wenig über die musikalische Qualität. Diese Billigware ist bekannt dafür dass sie nicht gut gestimmt sind, und oft kann man die hohen und tiefsten Töne gar nicht spielen, und der Klang läßt zu wünschen übrig. Es mag also höchst wahrscheinlich an der Ocarina liegen und nicht so sehr an dir, wenn dir die Töne nicht gefallen. Wenn du wirklich spielen willst, solltest du ein wenig mehr ausgeben. Und wenn dir das Zelda Emblem auch wichtig ist, da gibt es auch gute Zelda Ocarinas. Schau mal diese, die ist recht gut, auch für Anfänger.
    https://www.thomann.de/de/thomann_z...h_c3.htm?sid=a9b450faddca32e91ae260af7e1d4860
    Um die 50 Euro braucht du für eine funktionierende Ocarina aus Ton schon. Bei Thomann gibt es auch die aus Plastik. Die sind nicht so teuer, aber immer noch besser als die Billig-Ocarinas, auch vom Klang her. Sie bilden zwischendurch etwas Kondenswasser, was man aber rauspusten kann.
    Lass dir nicht die Freude am Spielen durch eine schlecht gestimmte Ocarina verderben!
    --- Beiträge zusammengefasst, 30.10.19, Datum Originalbeitrag: 30.10.19 ---
    Übrigens, bei den Rezensionen schaue ich mich immer erst die schlechten Rezensionen an, entscheide ob der Rezensierende nur mosert oder klare Vorstellungen hat, und das rezensiert was mir wichtig ist (Deko-Wert einer Ocarina oder musikalischer Wert?). Erst dann entscheide ich mich ob ich mich durch die guten Rezensionen arbeite. Wie macht ihr anderen das?
    --- Beiträge zusammengefasst, 30.10.19 ---
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  3. Lisa2

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    Erstellt: 30.10.19   #3
    Ferndiagnosen sind immer schwierig. Vielleicht hilft es Dir aber, wenn folgende Zusammenhänge geklärt sind:

    Sowohl die Lautstärke als auch der stabile Klang der Töne hängt mit dem Blasdruck und der Atemstütze zusammen. Diese beiden Dinge sind nicht identisch, werden aber kombiniert. ... ist ein komplexes Thema ...

    Um einen stabilen, klaren, nicht flatternden Ton zu bekommen, benötigt man einen gleichmäßig fließenden Atem. Der gelingt in der Regel am besten, wenn die Ausatmung gestützt wird.
    Gestützte Atmung > https://de.wikipedia.org/wiki/Atemstütze

    Wenn ein Ton zu tief klingt, obwohl alle Finger richtig "sitzen", ist der Blasdruck zu schwach. Die Änderung des Blasdrucks basiert auf unterschiedlichen Techniken. Sowohl die Mundstellung (Kiefer, Zunge, Lippenspannung) als auch die Atemstütze spielen da eine Rolle.

    Je nach Intonation der Okarina durch den Hersteller sind die Instrumente für mehr oder weniger Blasdruck ausgelegt und haben eine flach, mittel oder stark ansteigende Blasdruckkurve. Bei minderwertigen Okarinas kann die Blasdruckkurve unregelmäßig sein oder nach einem zunächst flachen Anstieg am oberen Ende der Tonleiter plötzlich einen sehr großen Sprung machen = ohne Übergang abrupt einen stark erhöhten Blasdruck verlangen.
    Vorausgesetzt, das obere Ende der Tonleiter ist grundsätzlich spielbar (was bei schlecht gearbeiteten Okarinas nicht immer der Fall ist), kann man mit Hilfe der "Acute Bend" Technik einen Teil des hohen Blasdrucks kompensieren und dadurch die hohen Töne etwas leichter erreichen. Außerdem kann ein rauschiger Klang unter Umständen etwas klarer werden.

    Da der Blasdruck nicht nur die Tonhöhe, sondern auch die Lautstärke beeinflusst, beeinflusst der Hersteller durch die Intonation der Okarina deren Lautstärke. Möchte man eine Okarina mit sanftem Klang in leiser bis mittlerer Lautstärke, benötigt man Okarinas die gut auf niedrigen bis mittleren Blasdruck ansprechen und für eine flache Blasdruckkurve eingerichtet sind.

    Gruß
    Lisa
     
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  4. Sutain

    Sutain Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.10.19   #4
    Danke
    Du sprichst hier die Lautstärke an, kannst du mir eine eher leise Ocarina für Anfänger empfehlen?
    Und erneut Danke für diese Antwort werde mich ab jetzt damit beschäftigen (dachte Zwerchfell Atmung reicht xD.)
     
  5. Lisa2

    Lisa2 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 30.10.19   #5
    Eine leise Okarina ... Hmmm ... schwierig, wenn Du eine 12-Loch-Okarina der üblichen Bauart haben möchtest.
    Es gibt Hersteller, die für ihre Soft- oder Medium-Blow-Okarinas bekannt sind bzw. waren. Manche haben ihren Intonationsstil im Laufe der Zeit geändert. Daher sind Empfehlungen immer schwierig.
    Dinda gehört z.B. dazu, ist aber in Deutschland schwer dran zu kommen.
    Chris Heuer (USA) von 6th street ocarina baute medium und soft blow ocarinas, macht aber nichts mehr.
    ICO (Imperial City Ocarinas) (China) gehörten früher zu den soft blow 12 hole ocarinas. Da die nicht ganz einfach zu spielen sind werden die inzwischen medium und stärker gebaut.
    Kevin Wright (USA) baut softblow ocarinas, allerdings nur sporadisch und man bekommt nicht unbedingt die gängigen Tonarten.
    Es gibt bestimmt noch mehr.

    Wenn es eine 10-Loch-Okarina sein darf, fällt mir zu allererst Kurt Posch ein. http://www.ocarina.at/
    Das sind gut zu spielende medium-blow Ocarinas, auf denen ich mal in Budrio gespielt habe.

    Eventuell funktioniert auch eine Plaschke Okarina für Dich. Die ganz alten Modelle, die man hin und wieder in ebay findet, sind nicht empfehlenswert. Nachdem das Plaschke-Modell nach dem Vorbild der Pacchioni-Okarinas umgearbeitet wurde, konnte die Qualität nach und nach verbessert werden. Da ich keines der aktuellen Modelle besitze, kann ich allerdings nicht sagen, zu welcher Kategorie diese zu zählen sind. Meine würde ich in die Medium-Kategorie einordnen.
    https://m.thomann.de/de/plaschke_okarina_in_c.htm?o=26&search=1572466095

    Die Lautheit eines Okarinaklangs (nicht nur die Lautstärke) hängt auch mit der Stimmlage zusammen. Diese G4 z.B. klingt deutlich weicher als viele C3-Okarinas. Als leise würde ich sie nicht bezeichnen. Ihre Lautheit empfinde ich aber ganz anders als die der helleren Instrumente.
    [​IMG]

    Wenn Du in der Nähe wohnen würdest, würde ich Dir mal die unterschiedlichsten Modelle zeigen und vorspielen. Am Anfang muss man viele Modelle ausprobieren, um sich ein Bild davon machen zu können, was zu einem passt, was einem liegt ...

    Gruß
    Lisa
     
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