one in a lifetime electric guitars

  • Ersteller frankpaush
  • Erstellt am
Das Positive ist die schöne optische Aufbereitung eines Teiles des Haukeschen Werks. Das war´s dann aber auch schon.
Danke für die Einblicke. Dann sollte man schleunigst die Bilder von den Gitarren mit den dazugehörigen Beschreibungen *) archivieren, denn das Hosting könnte bald eingestellt werden, befürchte ich.

*) die mehr oder weniger kreativen und leidlich passenden Fantasienamen (warum hat sich der Professor das gefallen lassen?) und die ärgerlichen sprachlichen Irrtümer muss man sich dann halt wegdenken.
 
Hab ich natürlich längst archiviert!;)
 
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Alle Achtung vor dieser Leistung und dem Herzblut, das in den Bau dieser Gitarren geflossen ist. Schön, wenn die Lebensumstände es ermöglichen, einer solchen Passion nachgehen zu können.
Abgesehen davon:
Die Gitarren, die ich gesehen habe, stellen m.E. individuelle Kreativität dar, aber zumindest bei mir stellt sich absolut kein "Habenwill" ein.
 
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Tja, das ist klar - je individueller, desto mehr scheiden sich die Geister.
In diesem Fall ist mir auch klar, dass man vermutlich kaum einen Wiederverkaufswert in angemessener Höhe in Betracht ziehen darf.
Aber das ist mir in dem Fall völlig egal und kein Thema.
 
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bei mir stellt sich absolut kein "Habenwill" ein.
Das ist bei mir auch so. Meinen Geschmack bezüglich der Optik treffen die Instrumente überhaupt nicht.

Ich spiele mal Advocatus Diaboli:
Wie viele von den Gitarren entsprechen denn den überaus kunstvoll und akkurat ausgeführten Konzeptzeichnungen? Sind nicht die meisten bei höchstens 80% stehengeblieben und damit unfertig? Dazu kommen dann verschiedene Aussagen, und zwar dass (a) die Gitarren an den jeweiligen Spieler noch angepasst werden / können / sollen, dass (b) die Vollendung auch wer anders mit entsprechenden Skills übernehmen könne, oder dass (c) die genutzten Hölzer sich dann doch als zu hübsch für eine deckende Lackierung herausgestellt hätten. Sind das nicht alles nur Ausreden oder Ausflüchte, weil man auf die anstrengenden, zeitintensiven und manchmal auch fehleranfälligen Arbeiten (wie z.B. Hochglanzlackierungen) einfach keine Lust hat?

So, Exkurs beendet. Nach wie vor habe ich Hochachtung vor der Handwerkskunst, den Leistungen und der Hingabe des Erbauers. Bei vielen berühmten Malern, Bildhauern oder Komponisten gibt es unvollständige Werke, weil sich der geniale Geist sofort auf die nächste Herausforderung gestürzt hat.
 
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Zum Finish der Gitarren kann ich nur so viel sagen:

Die Fertigungsgrade sind unterschiedlich. Manche sind fertig, also fein geschliffen, geölt, gewachst.
Bei anderen ist der Hals noch eckig und kann noch angepasst werden, Oberflächenbehandlung fehlt noch ganz oder teilweise.
Das wird natürlich noch fertig gemacht, wenn man eine Gitarre übernimmt (was ja selten vorkommt). Dazu braucht man allerdings Geduld, weil der Professor seine Werkstätte nur in der warmen Jahreszeit nützen kann.
Ich wollte die Gitarre gleich und hab vereinbart, noch ein wenig Feinschliff und ölen/wachsen selbst zu machen. Geduld gehört nicht zu meinen ausgeprägtesten Eigenschaften.:redface:
Form und Hals waren allerdings fertig, wie auch die gesamte Elektronik.
Im Sommer bekomme ich noch speziell angefertigte Abdeckungen für die Elektronik hinten aus demselben Holz wie die Gitarre selbst. Ich hoffe, Roland bleibt die Gesundheit so weit erhalten, dass das geht.

Warum sind nicht alle fertig? Hier zitiere ich den Schöpfer selbst. Er will sie ja ohnehin nicht verkaufen und wenn er ein Projekt realisiert hat, hat er schon wieder zehn neue im Kopf und hält sich nicht mit Details auf, die ein talentierter Handwerker auch machen könnte. Verständlich. Auch wenn die körperlichen Kräfte nachlassen, ist die Kreativität ungebrochen und er sprüht vor Ideen und Tatendrang.
Zum Holz - da legt er sehr viel Wert drauf, selektiert und sucht alte Hölzer. Die deckend zu lackieren, wäre ein Sakrileg und was die Haptik betrifft, schwört er auf spürbares Holz. Das ist also nicht Faulheit, sondern gewollt und trägt auch viel zum typischen Erscheinungsbild einer HAUKE bei.

Muss nicht jedem liegen - ist aber so. Kompromisse oder kommerzielle Überlegungen sind bei ihm nicht existent.

Ja und dann kommt sicher noch die Frage nach einem Preis, die er grundsätzlich nicht gern beantwortet, weil es den nicht gibt. Er ist kein wohlhabender Mensch und lebt bescheiden. In den Stücken steckt unglaublich viel Arbeit und man muss sie auch als Kunstwerke sehen. Was ist ein Blatt Papier mit etwas Farbe wert?
In längeren Gesprächen habe ich versucht, annäherungsweise herauszufinden, was er denn für angemessen erachten würde. Zahlen werde ich nicht nennen, aber ich denke, es gebietet schon der Anstand und die Wertschätzung, einen fairen Preis zu zahlen, für den man durchaus auch schon "Massenware" aus dem Customshop erhalten würde.

Hier geht´s auf beiden Seiten um Leidenschaft und wir waren am Ende beide glücklich, auch wenn viele das nicht nachvollziehen können.
 
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