PC-Harddisk-Recording vs. digitale Mini-Recorder

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Hallo,

ich recorde mit Samplitude 8 über einen Studio Projects Pre-amp VTB1 und eine Delta Audiophile.

Ich kann mir nicht helfen, aber bin mit den Soundergebnissen recht unzufrieden.
Natürlich weiß ich, dass man da keine Wunder erwarten kann, wenn man mit Billig-Mikros was aufnimmt oder Amp-Simulationen nutzt etc. und es klingt auch besser je höherwertiger das Mikro, klar.
Es geht mir in diesem Beitrag aber eher um den generellen Sound vn PC-Hardware-Recording gegenüber Mini-Recordern.

Ich hatte früher mal ein kleines ZOOM PS-04. Mir kommt es so vor, als sei dessen Sound viel besser gewesen, als diese ganze Fummelei mit dem PC und als sei ein End-Mix und ein Mastering ebenfalls qualitativ viel besser gewesen, obwohl weniger Möglichkeitne zur Verfügung standen in der Beabreitung.

Das Zoom PS-04 klang natürlich auch digital, aber man die Soundqqualität der Aufnahmen war trotz 44,1 kHz und 16 Bit besser, einzelne Spuren klangen nach dem Aufnehmen nicht wie ein Brei zusammen. Man musste nicht erst lange EQen, Komprimierne oder sonstwas.
Hier am PC klingen die Aufnahmeergebnisse immer irgendwie von Anfang an recht dumpf und breiig und es ist auch bei recht unterschiedlichen Signalen sofort viel Rumgeschraube erforderlich, damit es homgener klingt und man einzelne Spuren besser raushört, aber dumpf klingt es dennoch.

Und Samplitude ist eine gute Software und ich hab einige gut Plug-Ins zum mastern und zur Bearbeitung. Ebenso gilt die Delta Audiophile 2496 ja nicht als schlechte Karte.

Beim kleinen Zoom PS-04 Mini-Recorder musste man nicht lange "tweaken", der Gesamtsound klang besser: frischer, luftiger, transparenter.

Kann es sein, dass Harddisk-Recording mit dem PC zwar weitverbreitet ist, aber letztendlich qualitativ den kleinen Recordern unterlegen ist?

Mögliche Gründed dafür:
Jitter, was durch die Einstreuung von PC-Komponenten bzw. durch die PC-Stromversorgung entsteht und das nur durch spezielle Netzteile oder mit Glück umgangen werdne kann oder eben externe Soundkarten.
Das wäre bei Mini-Recordern nicht so das Problem, da hier alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind.

Werden tendenziell höherwertige Effekte oder bessere Wandler oder Pre-amps in Mini-Recordern eingesetzt, um auch ohne PC-Tüftellei ein gutes Ergebnis zu ermöglichen?

Beste Grüße

feelium
 
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Ich hatte früher mal ein kleines ZOOM PS-04. Mir kommt es so vor, als sei dessen Sound viel besser gewesen, als diese ganze Fummelei mit dem PC und als sei ein End-Mix und ein Mastering ebenfalls qualitativ viel besser gewesen, obwohl weniger Möglichkeitne zur Verfügung standen in der Beabreitung.

Also rein technisch gibt es dafür sicherlich keine Grundlage, warum Recorder besser klingen sollten.
Die Sache ist wohl eher die, dass die kleinen Recorder eben viel "vorgefertigt" und quasi "idiotensicher" (bitte nicht falsch verstehen) anbieten. D.h. man hat gar nicht so die Möglichkeit viel zu verpfuschen.

Hier am PC klingen die Aufnahmeergebnisse immer irgendwie von Anfang an recht dumpf und breiig und es ist auch bei recht unterschiedlichen Signalen sofort viel Rumgeschraube erforderlich, damit es homgener klingt und man einzelne Spuren besser raushört, aber dumpf klingt es dennoch.

Wenn die Aufnahmebedingungen genau die selben (!) waren, liegt es wohl eben am Zusammenspiel der Komponenten bei der PC-Aufnahme. Dieser Preamp ist ja soweit ich weiß eine kleine Röhrenkiste...? Wenn ja, (ver)färbt das natürlich auch entsprechend.


Beim kleinen Zoom PS-04 Mini-Recorder musste man nicht lange "tweaken", der Gesamtsound klang besser: frischer, luftiger, transparenter.

Siehe oben.

Kann es sein, dass Harddisk-Recording mit dem PC zwar weitverbreitet ist, aber letztendlich qualitativ den kleinen Recordern unterlegen ist?

Siehe auch oben. Technisch gibt es da keine wirkliche Begründung.

Mögliche Gründed dafür:
Jitter, was durch die Einstreuung von PC-Komponenten bzw. durch die PC-Stromversorgung entsteht und das nur durch spezielle Netzteile oder mit Glück umgangen werdne kann oder eben externe Soundkarten.

Sorry, da hast du was verdreht.
Jitter sind quasi Fehler in der digitalen Signalübertragung. Das hat mit dem Stromnetz erstmal gar nix zu tun. Jitterprobleme kann es bei jedem digitalen Audiogerät geben, meist bedingt durch schlechte Synchronisation.
Egal ob intern, extern oder Recorder.


Werden tendenziell höherwertige Effekte oder bessere Wandler oder Pre-amps in Mini-Recordern eingesetzt, um auch ohne PC-Tüftellei ein gutes Ergebnis zu ermöglichen?

In Mini-Recordern kann ich mir das nicht vorstellen, und generell kann man auch nicht (mehr) sagen, dass Hardwareeffekte der Software überlegen sind.
Entsprechend potente Kompaktstudios (Yamaha AW, Roland VS...) haben natürlich schon sehr solide Effektengines direkt an Bord, bzw. können diese durch zusätzliche Kartenerweiterungen hinzugefügt werden.
Bei kleinen Recordern ist die Rechenleistung entsprechend kleiner, bzw. alles ist eben eingeschränkter.

Beim PC ist es im Grunde ähnlich, da bestimmt die CPU eben wieviel Effekt maximal möglich ist, bzw. dessen Qualität. Abhilfe schaffen auch hier die sog. DSP-Karten.

Auch wenn du es vielleicht nich gerne hörst ;), aber allgemein geht dein Verdacht ganz sicher nicht auf.
 

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