Pedalboard die Zweite (kompakt, clean und mit ein paar Verbesserungen)

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Sebiwylde

Sebiwylde

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Nachdem ich vor einiger Zeit mein erstes Pedalboard konstruiert habe, war es nun durch einen neuen Amp nötig, auch das Board anzupassen bzw. ein neues zu bauen.

Die Kombination von Tretern und Looper/Switcher, der sämtliche Kombinationen von Pedals und Ampumschaltungen möglich macht, ist für mich einfach die ideale Lösung - puristisch, aber doch sehr vielseitig und ohne Steptanz.

Kurz zum Grund fürs neue Board:
Mein bisheriger Verstärker für das Bandprojekt, ein leicht modifizierter Marshall "Vintage Modern" ist ein Mega Amp, aber nach vielen, vielen Proben mit meiner Schweinerock Coverband "Helljets" (Hellacopters, Gluecifer, Turbonegro...)
war der Entschluss gereift, dass doch mal ein neuer Amp her muss.
Vielleicht liegts an der 50W Version, aber ich hatte zunehmend das Gefühl, dass der Amp etwas zu weich/ komprimiert klingt. Ist ein guter und auch dynamischer Amp, aber da geht sicher noch was...

Also geschaut was noch besser passen würde, Anforderungen: Mehrkanaler, klassischer hotrod Marshall Sound, klassischer Look, schön ehrlich "hart" und unnachgiebig...

Es wurde dann ein Splawn Quickrod, der alle meine Vorgaben mit Bravour erfüllt! 😍

20241112_113951(1).webp


Ein echt toller Amp, aber die vielseitigeren Schaltmöglichkeiten und der andere Sound verlangten nach einem neuen Switcher und neuen Tretern!

Das Konzept meines ersten Boards hat sich ganz gut für mich bewährt, also sollte es vom Aufbau her nahezu identisch werden, mit ein paar Ideen, die mir in der Praxis gekommen sind und die es hier und da noch verbessern.

Also ran ans Werk:

Das jungfräuliche Brett...
20260123_112247.webp


Die genaue Größe wurde nach langen Tests mit verschiedenen Tretern festgelegt (diese cleane und kompakte Art von Pedalboard verlangt halt eine sehr "überlegte Auswahl" der Effekte, da alles maßgeschneidert und kaum mehr veränderbar ist 😁)
20260123_202601.webp

Wie man sieht, habe ich mich beim Switcher für einen Boss ES-5 entschieden, hauptsächlich wegen der Kompaktheit und der Möglichkeit, alle 4 Schaltvorgänge des Amps programmieren zu können (zwei TRS Ausgänge).
Unterm Strich nutze ich nur eine Bank als quasi Custom Fußschalter (+ Effekte) für den Amp.

Wie beim ersten Board wurde erstmal viel gebohrt:
20260125_154831.webp


...damit das ES-5 auch sauber eingesetzt werden konnte:
20260125_155340.webp


bald geht´s weiter...
 
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Uhhh, das letzte Bild gibt meinem Cable-Management-Fetisch so einiges...

Bin gespannt. Das ES5 Teil sieht leider weiterhin sehr verlockend aus und ich würde damit liebend gerne das Billo-FXL Teil von Harley Benton ersetzen. Ich sage leider, da der Preis halt heftig ist.

Ich bin gespannt was noch kommt.
 
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  • #3
Ob ich Deinem Fetisch gerecht werde, kann ich nicht genau sagen...😉
Aber ich mag es sehr, wenn ich möglichst keine Kabel sehe und auch nichts rumschlackert und rüttelt, wenn ich das Board in den Rucksack packe und durch die Gegend schippere.
Auch zum Management habe ich mir hier und da etwas überlegt.
 
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  • #4
Die grundlegende Konstruktion habe ich von meinem ersten Pedalboard übernommen.
D.h. die Befestigung/ Verschraubung der Treter mit den zugeschnittenen Metallbändern ist geblieben und die Winkelklinken habe ich auch wieder so eingekürzt, damit diese an der Unterseite nicht über den Holzboden hinausragen.

Manches sollte aber verbessert werden...
Zum einen wollte ich ein neues Anschlussfeld. Das alte sah zwar net aus mit dem Schlagbrett und den darin verschraubten Klinkenbuchsen für FS und Output:
20240319_144110.jpg


Der Nachteil an der Konstruktion ist jedoch, dass im Rock 'n' Roll Bühnengetümmel auch mal ein Tritt auf die herausragenden Klinkenstecker wahrscheinlich ist. Passiert ist nie was (hab dann auch Winkelklinken verwendet), aber das wollte ich trotzdem anders lösen.

Dann hatte ich mir ja damals Safetys überlegt und konstruiert, um die Treter nicht ausversehen auszuschalten (bleiben ja dank Looper/ Switcher immer an), das sah dann so aus:

20240319_144749.jpg


Hat super funktioniert, aber die Dinger sind doch oft mal beim Transport abgefallen und waren nicht ganz unaufwändig in der Anfertigung. Hier musste also auch was neues her.

Auch für den Kaltgerätestecker wollte ich eine besseres Management. Der war bei der V1 einfach unterm Board im Netzteil eingesteckt und damit nah an den Signalkabeln.
 
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  • #5
Vom Bau ansich habe ich nicht wirklich viele Bilder gemacht (ist ja auch recht ähnlich zur V1 Version) also komme ich ohne große Umschweife zu Ergebnis.

20260223_160245.webp


...Diese Treter haben es aufs Board geschafft. Nichts besonderes, weil ich ja auch sehr zufrieden mit dem Sound des Quickrod bin und nur hier und da ein wenig Sound-Shaping betreibe und Pegel anpasse.
Für die Art Musik (Schweinerock ala Hellacopters) brauchts auch keine besonderen modulations Effekte, oder gar Hall, etc.

20260223_160309.webp


Die Verschraubung mit den Metallbändern finde ich nach wie vor super, da bewegt sich genau garnichts.

Nun zur ersten Änderung - Das Anschlussfeld ist unter das Board gewandert:

20260223_160351.webp


...Ich habe die zwei TRS Klinkenbuchsen für die Amp-Umschaltungen und die Output-Buchse in eine kleine abgerundete Siebdruckplatte eingelassen und diese unten rechts verschraubt.
Auch zu erkennen ist der kleine Metallstift, der für die Kabelführung zum Einsatz kommt und die Kabel sauber am obern rechten Eck aus dem Board hervor führt:

20260223_160516.webp


Der Stift hat genug Abstand zum Boden, damit er nicht auf dem Boden aufliegt und das Board instabil wird, ist aber nah genug am Boden, um die Kabel sicher zu halten.
Das Out-Kabel zum Amp führe ich hinter dem Anschlussterminal vorbei, oder vorne rum (könnte nur sein, dass es Brummprobleme gibt, wenn siche Klinkenstecker-Gehäuse berühren).

20260223_160600.webp


...So sind alle Stecker sicher unter dem Board aufgehoben - Ein Gedanken weniger beim Rocken:m_git1:
 
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  • #6
Hier das Anschlusspanel von der anderen Seite:

20260223_160800.jpg


Diesmal habe ich versucht, Signalkabel und DC kabel möglichst nicht parallel zu verlegen, sondern sich nur kreuzen zu lassen.

20260223_160726.jpg


Die Kabelhalterungen sind alle zusätzlich verschraubt, dass da auch mit der Zeit nichts ruschlackert.

20260223_160828.jpg


Für das Netzkabel habe ich mir dann auch was überlegt. Mit dem Winkel-Kaltgerätekabel wird es direkt aus dem Board geführt.

20260223_160751.jpg


Dazu musste ich nur eine kleine Fräsung vornehmen. So kommt der Netzstrom nicht mit den Signalkabeln in Berührung und der Stecker ist ebenfalls geschützt.

Das Netzteil selbst hällt mit der Holzhalterung auch komplett ruckelfrei und bombenfest. Falls ich es einmal austauschen müsste, muss nur der kleine verschraubte Holzkeil neben dem Stecker abgeschraubt werden und es kann zur Seite herausgezogen werden.

20260223_160651.jpg
 
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Perfekte Arbeit! Respekt!
 
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  • #8
Perfekte Arbeit! Respekt!
Danke Dir!

Dann will ich noch was zu meiner Weiterentwicklung der Sicherungen sagen.

Das Problem ist vielleicht dem einen oder anderen bekannt: Man hat mit dem Looper/Switcher die Pedale in die jeweiligen Presets gespeichert und dazu müssen natürlich alle Treter immer an sein.
Wenn man dann im Eifer des Gefechts mal neben die eigentlichen Preset-Buttons tritt, hat man ruckzuck mal die Bank ungeschaltet, oder den Mute-Taster erwischt (ist beim ES-5 Switcher schnell passiert).

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Auch die Treter selbst wollen vor zufälligem Deaktivieren geschützt sein. Die oben schon gezeigten Holz-Überstülper waren einfach etwas zu sperrig und für Boss-Pedale musste sowieso eine andere Lösung her.
Bei genauem Hinschauen, sieht man schon, wie ich die Switches gesichert habe. Ich habe aus Alu kleine runde Schellen angefertigt, die in den Switch eingeklickt werden und somit ein Herunderdrücken verhindern:

20260223_160922.webp


Bei Bedarf können diese auch wieder herausgenommen werden, verhindern aber zuverlässig ein Drücken des Switches.

Beim Boss GE-7 musste ich etwas aufwändiger vorgehen und habe dazu ein Stück Plexiglas zugesägt, entsprechend gebohrt und gebogen:

20260223_160935.webp


So habe ich eine einfach anzubringende und zu entfernende Sicherung.

...Damit schalte ich in hitzigen Livesituationen nicht etwas falsches an, oder aus und die Bank bleibt auch erhalten - ich muss nur noch die fünf Sound-Buttons treffen 😝

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