Phantomspannung für beide Inputs - Was passiert mit der Gitarre?

von tillmann, 08.03.12.

  1. tillmann

    tillmann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.03.12   #1
    Moin,

    Also mein Interface hat zwei Eingänge MIC/Line/Hi-Z Kombibuchsen - es handelt sich um das Steinberg UR28m - und einen 48V Schalter für die beiden Inputs. Was ist denn nun aber wenn ich ein KondensatorMic dran habe und eine Gitarre??? Weil die Phantomspannung wird ja an beide Inputs gegeben? Geht das überhaupt oder entsteht da irgendwo ein Brummen, oder explodiert die Gitarre sogar????
     
  2. antboy

    antboy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.03.12   #2
    Hast du schon die neuen C4-Pickups drin? :eek:
    Scherz beiseite... da explodiert nix.

    Das Ding hat ja XLR/HiZ-Klinke-Kombibuchsen. Soweit ich weiß, liegt Phantomspeisung nur an XLR-Anschlüssen an, da die hier aber kombiniert sind, bin ich mir nicht sicher. Was sagt denn die Bedienungsanleitung des Steinbergs dazu?
     
  3. tillmann

    tillmann Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.03.12   #3
    Wenn Sie diese Taste einschalten, wird an
    MIC/LINE/HI-Z 1 und 2 Phantomspannung
    angelegt. Schalten Sie diese Taste ein, wenn Sie
    an MIC/LINE/HI-Z 1/2 mit Phantomspannung
    gespeiste Geräte wie zum Beispiel ein
    Kondensatormikrofon anschließen.

    VORSICHT
    … Stellen Sie sicher, dass die Phantomspannung immer
    AUSgeschaltet ist, wenn sie nicht benötigt wird.
    … Wenn Sie die Phantomspeisung einschalten, achten
    Sie darauf, dass keine anderen als phantomgespeiste
    Geräte wie z. B. Kondensatormikrofone angeschlossen
    sind
    . Andere Geräte als Kondensatormikrofone können
    Schaden nehmen, wenn sie Phantomspannung
    erhalten. Der Schalter darf jedoch eingeschaltet
    bleiben, wenn Sie ansonsten ausschließlich
    symmetrische, dynamische Mikrofone angeschlossen
    haben. Wenn Sie ein Gerät mit unsymmetrischem
    Ausgang an MIC/LINE/HI-Z 1/2 anschließen und die
    Phantomspannung einschalten, kann ein Brummen
    oder Rauschen auftreten
    ; dies ist weder eine
    Fehlfunktion noch ein Gerätefehler.


    Also sind die beiden fett markierten Passagen mir jetzt nicht so ganz klar - einerseits steht da es darf nichts anderes als phantomgespeiste Geräte angeschlossen werden, und weiter unten dann doch...irgendwie. Wobei ich jetzt daraus schließen würde, dass die Phantomspannung auch an die Hi-Z Eingänge geht und deswegen dann ein Brummen auftreten kann...wollt halt jetzt nicht riskieren, dass ich meine Elektronik in der Gitarre kaputt mache, wenn ich noch n Kondensator mic dran habe
     
  4. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikros Moderator HCA

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    Erstellt: 10.03.12   #4
    Hallo,

    nein, die Phantomspeisung liegt wirklich nur am Mic-Eingang an. Der Gitarre am Klinken-Input kann nichts passieren.

    Viele Grüße
    Klaus
     
  5. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.03.12   #5
    steck einfach ein Gitarrenkabel rein und messe die Spannung zwischen Tip und Ring...
    im Grunde aber überflüssig, weil Phantomspeisung immer eine symmetrische Verkabelung voraussetzt
    (und das geht mit 1 Leitung + Abschirmung nicht)

    cheers, Tom
    (oops etwas spät gedrückt...) :o
     
  6. Fritz 1949

    Fritz 1949 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.03.12   #6
    Hallo Tom,

    doch.

    Siehe mein Sony-DAT-Walkman. Der hat 5V für das Passende Stereo-Elektret-Kondensator-Mikrofon an der Miniklinkenbuchse. Das funktioniert auch wenn man auf 2 Mono- Mikros splittet. Die Mono-Mikros sind von einem Stimmgerät welches auch eine 5V-Speisung hat. Das habe ich gerade, vorsichtshalber, noch mal nach gemessen.

    Phantom-Speisung-Asymetrisch.jpg

    So etwas könnte man zB als Versorgung für aktive Gitarren benutzen. Allerdings gibt es einen gewaltigen Rums wenn man das Kabel in die Gitarre steckt.

    Entschuldige bitte die Besserwisser-rei. Aber mein Vater war Lehrer da ist was hängen geblieben.

    Gruß, Fritz.
     
  7. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.03.12   #7
    kein Problem - und du schilderst ja eine technisch andere Lösung. ;)
    Phantomspeisung ist immer an symmetrische Anschlüsse gekoppelt.
    Es wäre schon ungewöhnlich, wenn der Klinkenteil der Kombibuchse (für Instrumente und Linesignale), 3-polig mit Spannungsversorgung ausgeführt wäre.

    cheers, Tom
     
  8. Fritz 1949

    Fritz 1949 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.03.12   #8
    OK, die externe Versorgung von Mikrofonen mit Strom welche asymmetrisch beschaltet sind könnte man Tonaderspeisung nennen.

    Der einzige Unterschied ist allerdings dass der Pluspol bei der symmetrischen Version auf beiden Signalleitungen liegt und der Minuspol, wie bei der asymmetrischen Version, auf der Abschirmung. Das hat den Vorteil dass die Spulen von dynamischen Mikrofonen, bei eingeschalteter Phantomspeisung, nicht durch die 48V beschädigt werden können.

    Ich wollte lediglich darauf hinweisen dass eine externe Stromversorgung von Mikrofonen, wie auch immer man sie nennt, auch mit asymmetrischer Beschaltung möglich ist.

    Damit muss ich Dir aber Recht geben. Für die Phantomspeisung nach DIN 45 596 sind 48V und eine symmetrische Signalführung vorgesehen.

    Das Strom auf der Klinkenbuchse ist halte ich auch für unwahrscheinlich zumal die Klinken- und XLR-Anschlüsse der Neutrik-Kombibuchsen völlig getrennt sind und mir auch keine allgemeine Anwendung dafür bekannt ist.

    Gruß, Fritz.
     
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