Playbacks kaufen oder selbst produzieren?

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Hallo!
Ich stelle gerade ein Soloprogramm für instrumentale Gitarrenmusik zusammen. Dieses Programm sollte auch ein paar Klassiker der Gitarrenmusik beinhalten.
Dazu benötige ich Playbacks...jetzt stellt sich für mich schon seit längerem die Frage was sinnvoller wäre. Sollte ich zugehörige Playbacks kaufen oder selbst produzieren?

Wie ist eure Meinung dazu?

Wenn ich sie kaufe, könnte ich schneller mit dem Programm loslegen und wenn ich sie selbst produziere, dauert es natürlich zwar länger aber ich kann die Playbacks exakt meinen Bedürfnissen anpassen.
Mich würde eure Meinung interessieren, wie ihr in diesem Fall vorgehen würdet.

Vielen Dank!
Andi
 
Eigenschaft
 
Wenn du sie kaufst besteht die Gefahr, dass die Playbacks nicht von der selben Person erstellt wurden.
Im schlimmsten Fall passen sie dann nicht zusammen.

Die Lautstärkeverhältnisse kann man ja noch korrigieren, aber das kann noch viel weiter gehen.


Ich würde sie auf jeden Fall selbst machen, auch weil ich damit schon ein bisschen Erfahrung habe.

Wenn du es selber aber nur ungenügend kannst, dann wäre es die beste Lösung, ein externes Studio damit zu beauftragen...
 
Vielen Dank für die Antwort. Selbst produzieren ist mir eh die sympathischere Variante...ich war mir nur nicht sicher ob sich der Aufwand lohnt, falls es Alternativen gegeben hätte.
 
Kommt doch sowieso erst einmal drauf an, wie aufwendig die Tracks sind, wie viele Spuren, wie komplex etc. Außerdem gehoert auch ein wenig Erfahrung und Vorhandenes Equipment dazu. Man kann zwar heutzutage mit relativ überschaubarem technischen Aufwand einiges auf die Beine stellen - wenn ich das mal mit der Situation von vor 10-20 Jahren vergleiche - also ein PC mit einigermaßen vernünftiger Sondkarte reicht meistens schon. Aber auch den muss man bedienen koennen.
 
Oft hängt das natürlich davon ab, was genau man am Ende machen möchte. Aber da ich davon ausgehe, das du live performen willst, würde ich auf jeden fall die eigenproduktion empfehlen. Es ist einfach ein viel besseres Gefühl wenn du die Backings, die dich begleiten, gewissermaßen kontrollieren zu können. Und ggf. auch im nachhinein nochmal anpassen.
 
Vor allem Sparsam instrumentieren. Das macht Dir auch das Erstellen leichter. Die meisten verstricken sich, indem sie hier noch ne Spur und hier noch ein Streicher und da noch ein Pling...
Wenn schon Playback tracks, dann möglichst wenig, damit Du als Solo-Instrumentalist noch im Vordergrund bleibst.
 
In jeden Fall selber machen. Ich verwende gekaufte Playalongs, aber leider deshalb, weil ich technisch und von meinem Können selber keine erstellen kann. Die gekauften muss man verwenden wie sie sind, eigene kann man nach seinen Bedürfnissen anpassen und erstellen, was alleine schon ein riesen Vorteil ist.
 
ich würde die Playbacks lieber selber produzieren, einfach aus dem grund dass ich dann sagen kann, dass ich die musik selber eingespielt habe :p und auch einfach weil man dann zu 100% kennt was man anderen Vorspielt.
 
Hallo an die Playback-Erfahrenen hier im Forum!
Ich spiele ein akustisches Instrument, schreibe meine Noten in einem Notensatzprogramm (Capella) und spiele die Noten dann über ein Yamaha PSR-S900 ab. Dabei kann ich die Stücke auf einem USB-Stick speichern und danach über Audacity weiter bearbeiten. Dies nur zur Vorgehensweise. Nun zum Problem:
Ich spiele die Noten nur deshalb über das Keyboard ab, weil die im PC eingebaute Soundkarte vom Klang her kaum zu gebrauchen ist, obwohl es sich um einen nagelneuen und teuren PC handelt. Im Yamaha sind wenigstens die Instrumentenklänge einigermaßen brauchbar. Den ganzen Aufwand betreibe ich nur deshalb, weil ich Playbacks erstellen möchte, zu denen ich dann on stage mein Instrument akustisch spiele. Es handelt sich also um Playbacks mit den Begleitstimmen, für die ich sonst eine 4-5-köpfige Band brauchte.
Allerdingd gefallen mir die Keyboard-Stimmen immer noch nicht richtig. Die Auswahl, z.B. bei den Gitarrenstimmen ist zwar riesig, aber die Signale von der Soundkarte lassen keine besondere Auswahl zu, im Grunde klingt trotzdem alles sehr künstlich. Meine Frage ist nun: wie kann ich meine Noten vom Capella-Programm so abspielen und mit wirkich guten Sounds (Geigen, Holzbläser, etc.) belegen, dass sie "bühnentauglich" sind? Hat jemand eine Idee?
Freue mich über brauchbare Tipps. Falls ich hier mit meiner Frage nicht richtig bin, bitte in das entsprechende Forum umleiten.
Schöne Grüße
beltunaplayer
 
Wenn ich dich richtig verstehe, spielst du auf der Bühne Audiofiles ab, die du zu Hause vor-programmierst. Die Basis sind hier midi Daten, für die Du den passenden Sounderzeuger brauchst, und dafür ein PSR S900 nutzt. Das ist nicht gerade Oberklasse und - wenn ich nicht völlig daneben liege - doch sicher schon gut über 10 Jahre alt, also nicht gerade aktuell. Wenn Du jetzt einen Tyros nutzen würdest, sollte die Soundqualität schon ne Ecke besser sein. Ich frag mich, warum du nicht VSTis nutzt, los virtuelle Sounderzeuger. Machst du vielleicht, aber die Soundqualität ist über die interne Soundkarte nicht zufriedenstellend. Schon mal über ein externes Audiointerface nachgedacht?
 
die Soundqualität ist über die interne Soundkarte nicht zufriedenstellend. Schon mal über ein externes Audiointerface nachgedacht?
Hallo de_rollo,
erst mal vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Nein, über ein Audiointerface habe ich noch nicht nachgedacht, weil ich gar nicht weiß, was das für ein Ding ist. Wozu ist das gut und was kann ich damit machen, bzw. hilft es mir bei der Problemlösung? Ich habe ein ZOOM H6, ist das ein solches Audiointerface? Wenn nicht, was muss ich dafür ausgeben und woher kriege ich VSTs, und was sind VSTs genau?
Sorry, für einen Profi sind das zugegeben blöde Fragen, aber wo soll ich das alles erklärt kriegen, wenn nicht hier?
 
Hey, kein Problem.
Ein Audiointerface ist im Prinzip eine externe Soundkarte. Es ist zum einen die Verbindung eines Computers mit externer Peripherie wie Lautsprecher Mikrofon oder andere Geräte, die Du mit dem Computer verwendest, z.B. zum Aufzeichnen von Audiodaten. Die interne Soundkarte, die im Grunde jeder Computer hat, ist nur eine marginale Ersatzlösung. Du lagerst vor allem die für Audio-Bearbeitung erforderliche Rechenleistung aus. Viele Audiointerfaces haben auch sinnvollerweise gleich eine Midischnittstelle, über die man Keyboards über den herkömmlichen MIDI Anschluss mit dem Rechner verbindet. Heutzutage verfügen viele Keyboards allerdings bereits über USB, die so etwas überflüssig machen. Der Anschluss eines Audiointerfaces erfolgt in den meisten Fällen über den USB Anschluss. Solche Audiointerfaces gibt es in verschiedensten Ausführungen udn Preisklassen, je nachdem, wie viele Anschlüsse man benötigt.
Einfachste Ausführungen beginnen bei ca. 30EUR wie z.B.
Es gibt aber auch für wenig Geld bereits kleine Mischpulte, die ein Audiointerface integriert haben, z.B.
Ein guter Kompromiss, was Preis/Leistung angeht ist das

Habe gerade nochmal gesehen, dass Du ein Zoom H6 hast. Dies ist eigentlich erst einmal nur ein Audio-Recorder. Aber ich hab gerade gegoogelt und gesehen, dass es auch ein integriertes Audiointerface besitzt. Ich kenne mich mit diesem Gerät nicht aus, daher solltest Du einmal in die Bedienungsanleitung schauen, u.a. auch, ob eine Software dabei ist, oder ob Dein Rechner das Gerät nicht automatisch als Audio-Interface erkennt.
In Deinem Fall geht's vermutlich erst einmal darum, Dein Keyboard aufzuzeichnen. Das Steinberg hätte gleich eine Midischnittstelle integriert, so dass Du die Midi-Daten aus dem Notensatzprogramm an das über MIDI verbundene Yamaha schicken könntest, und über den AudioOut des Yamahas in das Interface am Rechner wieder aufnehmen könntest. Ich hatte es so verstanden, dass die Sounds aus dem Yamaha erst einmal ok wären. Das Zoom hätte z.B. keine Midi Schnittstelle. Das Yamaha PSR S900 hat - wie ich gerade gegoogelt habe - einen USB to Host Anschluss. Darüber sollte der Rechner das Keyboard auch per MIDI anspielen können. Müsstest Du mal testen.

zu VST:
Willst Du noch mehr Soundvielfalt als das was Dein Rechner oder Dein aktuelles Keyboard liefert, kannst Du Die virtuelle Instrumente für den Rechner dazukaufen, das sind die von mir genannten VSTi oder auch Software Instrumente. VST steht für Virtual Studio Technology, das sind in erster Linie Plugins, die Du in Musik-Software einbindest, z.B. als Effektgerät. das 'i' steht für Instrument. In Deiner internen Soundkarte gibt es lediglich die typischen Midi Standard Instrumente, meist Roland GS Library. In einem Keyboard sind diese i.d.R. auch enthalten, allerdings liefern die Keyboards noch deutlich mehr Sounds, wenn auch natürlich limitiert auf das, was insgesamt im Keyboard mitgeliefert wird. Manchmal gibt es auch zusätzliche Sounds für das Keyboard nachzukaufen oder auch nachzuladen, allerdings nur das, was auch für das jeweilige Keyboard verfügbar ist. Hier ist der große Vorteil von Virtuellen Instrumenten, weil Du nicht an eine Hardware limitiert bist. Du kaufst Dir das, was Du brauchst. Ist Dein Schwerpunkt Orchester Sounds, kaufst Du Dir Orchester Libraries. Willst Du einen möglichst authentischen Piano-Sound, gibt es auch hier spezielle VSTis mit hervorragenden klingenden Klavier Sounds. Du bist allemal limitiert, was Deine Rechenleistung oder Speicherkapazität Deiner Festplatte oder des Arbeitsspeichers hergibt, was man ggf. unproblematisch erweitern kann, oder dass man sich halt einen stärkeren Rechner zulegt. Das was Du an Sounds hast, nimmst Du einfach mit.
 
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Reaktionen: 1 Benutzer
Hallo dr_rollo,
herzlichen Dank für die ausführlichen Erläuterungen. Muss das erst mal sacken lassen. Melde mich dann noch mal, wenn ich klarer sehe und sich dann noch spezielle Fragen ergeben.
Von mir erst mal eine 1+ für verständliche Infos!!
beltunaplayer
 
Das Audiointerface im H6 kannst Du verwenden, das ist schon in Ordnung, habe ich auch schon öfters gemacht. Da würde ich nichts neues kaufen, wenn das mit Midi vom Keyboard zum Rechner über USB funktioniert. Für Windows muss man einen extra Treiber installieren. Mit Capella kenne ich mich nicht aus, aber vermutlich könnte man dort auch schon VST Instrumente einbinden.
 

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