Probleme in/mit der Band und die Frage der richtigen Entscheidung

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dclxvi
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Hi,

ich weiss garnicht, wo genau ich Anfangen soll, deshalb kann es durchaus sein, dass der Text etwas unstruktiriert wirkt, aber mein(e) Kernproblem(e) sollte erkennbar sein.

Ich fange einfach mal vorne an: Wir haben uns letztes Jahr mit 5 Leuten aus dem Freundeskreis zusammen getan um ne Band zu gründen, im Oktober haben wir dann nen Proberaum gefunden, den wir auch direkt genommen haben. Alles Top, relativ großer Raum, günstig und trocken. Wir haben uns darauf geeinigt "erst einmal" nur zu covern um in die ganze Bandpraxis reinzufinden, wie das mit dem zusammen spielen abläuft etc. Das war auch die erste Zeit sehr cool, aber nun kommen wir zu meinen Problemen:

Problem Nr. 1: Alle 5 hören privat unterschiedliche Musik, wobei es natürlich bei diversen Bands Überschneidungen gibt, die jeder mag. Sänger hört eher die Alternative und Deutschrock, Bassist hört Hardrock und Bluesrock, Schlagzeuger hört eher modernen "Nu" Kram und Poppunk, der 2. Gitarrist Progressive Rock & Metal und ich Hardcore und Death-/Thrashmetal. Natürlich sind wir alle relativ offen was Musik (hören) angeht, aber das sind sind die "Hauptgenres" der Leute.
Da fängt dann natürlich schon das Problem der Songauswahl an. In der Regel läuft es bei 95% der Vorschläge so ab, dass mindestens 2 dagegen sind.

Problem Nr. 2: Unser Schlagzeuger kam letztens mal auf die Idee während der Probe mit Klick auf dem Ohr zu spielen (nach ca. 3 Monaten rein nach Taktgefühl spielen), was ich vorher schonmal vorgeschlagen habe. Die Folge war, dass wir nahezu jeden Song verkackt haben, weil zwischendurch immer jemand mal schneller wurde und der Schlagzeuger dadurch dann natürlich mit dem Klick auf dem Ohr auch völlig irritiert war. Der Tenor in der Band war dann, dass wir (bzw. der Schlagzeuger) in Zukunft ohne Klick spielen, weil man dann ja die Songs komplett durchspielen kann, scheissegal ob man zwischendurch schneller wird... seh eigentlich nur ich das so, oder ist das eine völlig falsche Herangehensweise?

Problem Nr. 3: Das bei Problem 2 angesprochene "Songs durchspielen". Wir haben uns jetzt seit Oktober 8 oder 9 Songs rausgesucht auf die wir uns alle einigen können. Manche sitzen mehr, andere weniger gut. 2 davon sitzen verdammt gut, weshalb die natürlich bis zum Erbrechen gespielt werden. Auch wir war ich der Meinung, dass man besser die Songs bzw. Parts probt, bei denen es etwas hängt, anstatt die Songs die schon sitzen... das Gegenargument war, dass die Songs die man komplett spielen kann aber mehr Spaß machen und unser Sänger sich ansonsten langweilt wenn wir an nem Part ohne Gesang proben... auch hier wieder: Sehe nur ich das falsch? :gruebel:

Die kleineren Probleme:
- Wir kriegen jetzt bald ne Keyboarderin, wovon ich allerdings nicht angetan bin. Ich kann mit Keyboards nicht wirklich viel anfangen, was die Band weiter in ne Richtung lenken könnte, die mir nicht gefällt.
- Unser Sänger hat keinen "Rotz" in der Stimme, falls ihr versteht was ich meine. Manche Sachen singt er wirklich sehr geil, z.B. Seven Nation Army. Aber sobald wie es etwas rockiger/rotziger mit etwas mehr Power werden soll, z.B. Danko Jones, finde ich es nicht mehr so prall.

Im großen und ganzen macht es zwar Spaß und die Band bzw. das covern bringt mich technisch besser nach vorne als wenn ich nur zuhause üben würde, aber die o.g. Probleme stören mich von Woche zu Woche mehr und der drang in einer Band zu spielen die meinem Musikgeschmack entspricht wächst.

Die Frage ist jetzt wie es weiter gehen soll... Neue Band suchen und zweigleisig fahren? Neue Band suchen und dann aus der jetzigen aussteigen? Trotz den mehr oder weniger großen Problemen kommt ein aussteigen ohne Band denke ich nicht in Frage, denn noch beschissener ist eigentlich alleine Zuhause rumzuklimpern...
 
Eigenschaft
 
Hallo dclxvi,

es wird schwer, wenn einer versucht zu allen Fragen etwas zu sagen, daher kannst du ja später, wenn für dich was nicht klar ist nochmal genauer nachfragen.

Zu Problem 1 und 3: Kompromisse!!! Bei 5 Menschen ist es praktisch unmöglich, dass alle die gleiche Meinung haben. Bei der Songsauswahl kann es gut sein, dass einem das Stück mal nicht ganz passt, man kann das zeigen, klar, sollte aber nicht schmollen. Außerdem hat man dann das Argument bei einem Liedvorschlag seiner eigenen Wahl, nämlich, dass man auch nicht alle Stücke so geil findet. Du hörst dich hier sehr motiviert an, etwas zu ändern und das ist gut, du musst nur aufpassen, dass du dich nicht überrollen lässt. Auch zu den Probenabläufen wird es nie so sein, dass alle immer glücklich mit dem nächsten Schritt sind. Generell ist es natürlich am besten, die größte Zeit der Probe mit "arbeiten" zu verbringen, was heißt, an Parts, die noch nicht so gut sitzen zu proben (daher kommt ja der Name "Probe" :)). Aber es ist natürlich auch wichtig, Spaß zu haben.
Mein Vorschlag I: Am Anfang und am Ende ein Stück machen, das sitzt (bzw. eins zu machen, was man vielleicht letzte Probe geübt hat, zum Auffrischen).
Mein Vorschlag II: Eine Person leitet die Probe. Ein Leiter für eine Band ist meines Erachtens sehr gut und förderlich, aber nicht notwendig. Vor allem, wenn man anders angefangen hat (demokratisch) fällt es schwer, wenn eine Person das sagen hat und die anderen durch die Probe leitet, damit man möglichst schnell möglichs viel schafft. Man kann aber die Leitungsfigur jede Probe wechseln (reihum). Schlag das doch mal vor, kann natürlich sein, dass es zu den Persönlichkeiten Deiner Band nicht passt. Außerdem kann der Leiter ja auch das gröbst Organisatorische klären, bis ihr den eigenen Manager habt :redface:

Problem 2: Da kann ich auch nur aus eigener Erfahrung sprechen, dass mit ein wenig Disziplin das auf jeden Fall funktioniert. Man muss sich halt zu 100% auf das Tempo des Drummers einrichten. Ich finde immer, das bringt einem Sicherheit, weil man nicht überlegen braucht: Werden wir schneller/langsamer!? Es ist immer klar, dass der Schlagzeuger richtig ist. Find ich toll... Wenns natürlich partout nicht klappt, kann man es nicht ändern. Dass es nur wichtig ist, die Songs durchzuspielen, egal, ob man schneller wird, finde ich nur bedingt richtig, denn viele Zuhörer merken das und dann ist man als Band ohne Taktgefühl abgestempelt, es sei denn, man macht es absichtlich. Sonst wartet doch noch ein halbes Jahr, und probiert es dann nochmal...


Wenn du nicht mehr glücklich mit Deiner Band bist und eigentlich nach jeder Probe frustriert nach Hause fährst ist es wohl das beste, auszusteigen, gib aber nicht zu früh auf und versuch dich auch, auf die anderen (und vielleicht ein Keyboard, damit ist sehr viel cooles möglich) einzulassen, sie zu verstehen und zu respektieren (aber ich denke mal, das tust du schon :)).

Gruß
 
Mein erster Gedanke: Die Bassisten haben doch einfach den besten Musikgeschmack! ;):D

Ne mal im Ernst, das ist halt so in einer Band wo verschiedenste Vorstellungen aufeinander prallen. Steckt euch Ziele, was ist euc ham wichtigsten? Spaß haben, ein möglichst großes Set zu haben, zu Improvisieren, wie schnell wollt ihr auf die Bühne ect.

Dann was mir noch einfiel, zu der Sache mit dem Klick. Ich habe noch nie mit einem Drummer gespielt der einen Klick benutzt, praktisch ist das bei den Songs meiner Bands bisher auch unmöglich gewesen da verschiedene Parts auch unterschiedlich schnell sind. Generell finde ich es auch besser wenn der Drummer von sich aus ein solides Timing spielt, wenn die anderen rauskommen muss er halt durchspielen und der Rest steigt wieder ein. Das ist dann Übung für die ganze Band. Außerdem kann man ohne Klick die Songs viel besser der Situation anpassen und individualisieren, vllt auch mal je nach Stimmung ein klein wenig anders spielen/ mit einem anderen Feeling.

Die Probleme mit Keyboard und Gesang kenne ich auch. Zum Glück sehen meine Mitmusiker das mit den Keyboards ähnlich, passt einfach nicht in unsere Musik. In ner Funkband würde ich mich z.B. über nen guten Tastenmann freuen. Und Multitalentsänger sind sowieso Mangelware, und selbst wenn es welche mit der gewünschten Stimme gibt, steigen die in aller regel nicht bei Anfängerbands, ohne das jetzt negativ zu meinen, ein sondern stoßen lieber irgendwo dazu wo schon alles groovt und sitzt.

Ich würd sagen sprech das alles mal bei der Probe an, werd dir über deine Ziele klar, trage deinen Bandkollegen das vor und zieht gemeinsam daraus die Notwendigen Kompromisse und Schlüsse.
 
Zu Problem Nr.3 hätte ich auch noch einen Tip:

Wenn Ihr Instrumentalparts proben wollt/müsst, bei denen der Sänger sich evtl. langweilen könnte, macht doch zwischendurch auch mal eine Probe ohne den Sänger und konzentriert Euch dann auf diese Dinge. Bei der nächsten Probe könnt Ihr die Songs dann bestenfalls komplett spielen, dann habt Ihr alle was davon. Bei unserer Band (3 SängerInnen) machen wir es manchmal umgekehrt, dass nur wir uns treffen und die Gesangsparts/Chorgesänge ausarbeiten und bei der nächsten gemeinsamen Probe gleich mit den Instrumentalisten zusammen spielen können.
 
Problem Nr. 1: Alle 5 hören privat unterschiedliche Musik, wobei es natürlich bei diversen Bands Überschneidungen gibt, die jeder mag. Sänger hört eher die Alternative und Deutschrock, Bassist hört Hardrock und Bluesrock, Schlagzeuger hört eher modernen "Nu" Kram und Poppunk, der 2. Gitarrist Progressive Rock & Metal und ich Hardcore und Death-/Thrashmetal. Natürlich sind wir alle relativ offen was Musik (hören) angeht, aber das sind sind die "Hauptgenres" der Leute.
Da fängt dann natürlich schon das Problem der Songauswahl an. In der Regel läuft es bei 95% der Vorschläge so ab, dass mindestens 2 dagegen sind.
Mehrheitsentscheid. So lange Ihr keinen "Chef" habt, der sagt wo es lang geht, ist das ein guter Weg.
Lediglich Lieder, wo sich jemand strikt weigert, sie zu spielen (z.B. Lieder bei denen man Ekelanfälle bekommt oder Lieder von "Göttern", die man einfach nicht covern darf)

Noch 2 Faktoren die da reinspielen:

1) (ganz wichtig) Kann der Sänger das Teil überhaupt singen, passt das Lied zu seiner Stimmlage? Nix ist schlimmer als ein Sänger der sich wegen falscher Liedauswahl quälen muss. (Doch es gibt einiges was schlimmer ist, Pubertät oder ein Flugzeugabsturz oder so)

2) Musikalische Fähigkeiten: könnt Ihr das Lied überhaupt einigermaßen spielen? Nix ist schlimmm .... ach neee, das hatten wir schon :D


Problem Nr. 2: Unser Schlagzeuger kam letztens mal auf die Idee während der Probe mit Klick auf dem Ohr zu spielen (nach ca. 3 Monaten rein nach Taktgefühl spielen), was ich vorher schonmal vorgeschlagen habe. Die Folge war, dass wir nahezu jeden Song verkackt haben, weil zwischendurch immer jemand mal schneller wurde und der Schlagzeuger dadurch dann natürlich mit dem Klick auf dem Ohr auch völlig irritiert war. Der Tenor in der Band war dann, dass wir (bzw. der Schlagzeuger) in Zukunft ohne Klick spielen, weil man dann ja die Songs komplett durchspielen kann, scheissegal ob man zwischendurch schneller wird... seh eigentlich nur ich das so, oder ist das eine völlig falsche Herangehensweise?
Ne, das ist Käse. Der Drummer gibt die Geschwindigkeit vor. Wenn die anderen es nicht schaffen sich an den Drummer zu halten, muss man das Üben.
Der Drummer ist schließlich nicht Vermittler zwischen den Timingwellen der Mitmusiker sondern der Taktgeber.
Ihr habt anscheinend da noch zwei Probleme und die kann man nur mit etwas Zeit in den Griff kriegen:
a) der Drummer darf sich nicht von den anderen iritieren lassen und b) die anderen dürfen nicht auf ihrer innerer Uhr hören, sondern nur auf den Drummer.
Kommt Zeit kommt Timing.

Problem Nr. 3: Das bei Problem 2 angesprochene "Songs durchspielen". Wir haben uns jetzt seit Oktober 8 oder 9 Songs rausgesucht auf die wir uns alle einigen können. Manche sitzen mehr, andere weniger gut. 2 davon sitzen verdammt gut, weshalb die natürlich bis zum Erbrechen gespielt werden. Auch wir war ich der Meinung, dass man besser die Songs bzw. Parts probt, bei denen es etwas hängt, anstatt die Songs die schon sitzen... das Gegenargument war, dass die Songs die man komplett spielen kann aber mehr Spaß machen und unser Sänger sich ansonsten langweilt wenn wir an nem Part ohne Gesang proben... auch hier wieder: Sehe nur ich das falsch? :gruebel:
Nö. Siehst du richtig. Wir machen das so: 2-3 Lieder, die gut sitzen zum warmspielen und -singen, dann wird gearbeitet. Der Sänger hat dann auch mal Sendepause, die stellen sich immer so an die Sänger :nix:
Was aber garnicht geht: z.B. Solos die ein Musiker zu Hause üben kann, während der Probe auszuchecken. Das ist verschwendete Zeit.
Bandprobe ist für das Zusammenspiel dar und nicht für Sologenudel.

Die kleineren Probleme:
- Unser Sänger hat keinen "Rotz" in der Stimme, falls ihr versteht was ich meine. Manche Sachen singt er wirklich sehr geil, z.B. Seven Nation Army. Aber sobald wie es etwas rockiger/rotziger mit etwas mehr Power werden soll, z.B. Danko Jones, finde ich es nicht mehr so prall.
Siehe Antwort 1)


- Wir kriegen jetzt bald ne Keyboarderin, wovon ich allerdings nicht angetan bin. Ich kann mit Keyboards nicht wirklich viel anfangen, was die Band weiter in ne Richtung lenken könnte, die mir nicht gefällt.
Was soll man dazu sagen? Musik machen ist oft ein Kompromiss, solange man nicht selbst den Ton angibt.
Keyboards eröffnet einer Band oft noch mehr Möglichkeiten, also, warum nicht?
Du bist, was deinen Musikgeschmack angeht am extremsten und musst von daher am ehesten Kompromisse eingehen :nix:



Im großen und ganzen macht es zwar Spaß und die Band bzw. das covern bringt mich technisch besser nach vorne als wenn ich nur zuhause üben würde, aber die o.g. Probleme stören mich von Woche zu Woche mehr und der drang in einer Band zu spielen die meinem Musikgeschmack entspricht wächst.

Die Frage ist jetzt wie es weiter gehen soll... Neue Band suchen und zweigleisig fahren? Neue Band suchen und dann aus der jetzigen aussteigen? Trotz den mehr oder weniger großen Problemen kommt ein aussteigen ohne Band denke ich nicht in Frage, denn noch beschissener ist eigentlich alleine Zuhause rumzuklimpern...
Fangen wir hinten an: Jupp, alleine Zuhause ist am beschissensten.
Warum nicht zweigleisig fahren? Probt ihr so oft, spielt ihr so viele Gigs oder hast du so wenig Zeit, das ne zweite Band nicht machbar ist?
 
Ne, das ist Käse. Der Drummer gibt die Geschwindigkeit vor. Wenn die anderen es nicht schaffen sich an den Drummer zu halten, muss man das Üben.
Der Drummer ist schließlich nicht Vermittler zwischen den Timingwellen der Mitmusiker sondern der Taktgeber.
Ihr habt anscheinend da noch zwei Probleme und die kann man nur mit etwas Zeit in den Griff kriegen:
a) der Drummer darf sich nicht von den anderen iritieren lassen und b) die anderen dürfen nicht auf ihrer innerer Uhr hören, sondern nur auf den Drummer.
Kommt Zeit kommt Timing.

Das ist klar, dass der Drummer vorgibt, das funktioniert auch so lange bis jemand schneller wird, da wird unser Drummer dann auch automatisch schneller, aber ok... er spielt erst seit August/September letztes Jahr, wird dann vielleicht noch.

Warum nicht zweigleisig fahren? Probt ihr so oft, spielt ihr so viele Gigs oder hast du so wenig Zeit, das ne zweite Band nicht machbar ist?

Also einerseits habe ich schonmal ein Zeitproblem. Ich bin jeden Tag bis kurz nach 5 im Büro und dementsprechend erst zwischen halb 6 und 6 Zuhause, dann hab ich noch nix gegessen und in der Wohnung muss auch ab und an mal was gemacht werden. Das führt dann zum einzigen Nachteil unseres Proberaums: Proben geht nur bis 22 Uhr.
Bezüglich Gigs steht erstmal nix erntzunehmendes an, aber für den Fall, dass ich ne neue Band finde, die auch meinen persönlichen Musikgeschmack entspricht, würde ich mit der mittelfristig gesehen schon gerne so viel Gigs wie möglich spielen.

Mein Vorschlag II: Eine Person leitet die Probe. Ein Leiter für eine Band ist meines Erachtens sehr gut und förderlich, aber nicht notwendig. Vor allem, wenn man anders angefangen hat (demokratisch) fällt es schwer, wenn eine Person das sagen hat und die anderen durch die Probe leitet, damit man möglichst schnell möglichs viel schafft. Man kann aber die Leitungsfigur jede Probe wechseln (reihum).

Das klingt eigentlich sehr gut, vor allem die Sache mit dem wechseln. Das werd ich mal vorschlagen.

Wenn du nicht mehr glücklich mit Deiner Band bist und eigentlich nach jeder Probe frustriert nach Hause fährst ist es wohl das beste, auszusteigen, gib aber nicht zu früh auf und versuch dich auch, auf die anderen (und vielleicht ein Keyboard, damit ist sehr viel cooles möglich) einzulassen, sie zu verstehen und zu respektieren (aber ich denke mal, das tust du schon ).
Frustriert fahr ich ja nicht Nachhause... wie gesagt, es macht schon Spaß, aber die ein oder anderen Dinge stören mich. Manche weniger, andere dafür umso mehr. Wir haben auch schon 2 mal zusammen gesessen und jeder hat gesagt, was nicht passt, dann war es mal eine Woche gut, aber dann lief alles wieder so weiter wie vorher.

Wenn Ihr Instrumentalparts proben wollt/müsst, bei denen der Sänger sich evtl. langweilen könnte, macht doch zwischendurch auch mal eine Probe ohne den Sänger und konzentriert Euch dann auf diese Dinge. Bei der nächsten Probe könnt Ihr die Songs dann bestenfalls komplett spielen, dann habt Ihr alle was davon.

Werde ich ebenfalls mal vorschlagen, mal schauen was unser Sänger davon hält. Nicht, dass er sich am Ende noch ausgegrenzt fühlt... manchmal ist er etwas komisch :D
 
Erstmal zur Probe:

Was bei uns (10 Leute in der Band, alle voll berufstätig, eine Probe die Woche von ca. 20:15 bis 23:00 im Schnitt) hilft, und was viele Bands oft vergessen, sind folgende Punkte:

1) Disziplin: Wenn geredet wird, spielt keiner. Basta. Nicht mal irgendwie mit zugedrehtem Volumepedal.
2) Probe ist gemeinsam, geübt wird daheim: Jeder sorgt dafür, dass er "seine" Parts kann. In der Probe bringen wir dies bestmöglich zusammen und üben das Zusammenspiel, aber dies ersetzt nicht die individuelle Übung daheim.
3) Probe ist Probe ist Probe: Der Termin steht. Wenn mal jemand nicht kann, wird trotzdem geprobt. Bringt trotzdem was.
4) Probe ist ein "Band"erlebnis, wo sich jeder ab und an auch mal langweilen darf - ist halt so, dass nicht immer alle voll dabei sind.
5) Proben sind Mittel zum Zweck. Wir wollen auf die Bühne, neue Songs entwerfen, Platten aufnehmen - daher bringt's uns nix, da die paar guten Stücke zu spielen die wir können, wir wollen ja weiterkommen.


Grundsätzlich (ACHTUNG hier nur Ferndiagnose - kann sein, dass es völlig anders läuft).

Meine Ferndiagnose ist, dass Ihr nicht wisst, was ihr mit der Band wollt. Weder musikalisch (keine gemeinsame Richtung) noch vom Zielzustand her (Gigs, Aufnahmen, ...), noch was die Besetzung angeht (Keyboard ja/nein etc.) Daher "eiert ihr so rum", die Probe ist an sich das Event, macht schon Spaß irgendwie aber führt zu nix. Ich kenne übrigens eine ganze Reihe Proberaum-Bands, die viel Spaß am Proben immer derselben Songs haben und daran, dass sie dabei Bier trinken... oft "alte Daddys", die sich dann nebenher ihre neuen Amps und Instrumente vorführen, sich freuen wie Briefmarkensammler oder Modelleisenbahnbauer und Kaninchenzüchter, von den guten alten Zeiten mit Sex&Drugs&R'N'R schwärmen - die wollen das so, sind glücklich, passt. Scheint bei Euch anders zu sein.

Entscheidend ist, dass man nicht nur eine Band und einen Proberaum hat, sondern auch eine gemeinsame Vorstellung, was das alles soll. Man muss einen gemeinsamen Nenner finden, an dem alle Spaß haben. Meine jetztige Band habe ich (aus der Blues-Ecke kommend) mit einem Kumpel (ziemlicher Jazzer) gestartet mit der Idee, mal irgendwas mehr in Richtung mit Bläsern und so zu machen... wurde dann recht schnell konkret, jetzt machen wir so Funk/Soul Geschichten. Völlig neues Feld für mich, aber noch nie so viel gelernt und noch nie so viel Spaß gehabt.

Hier gibt es nur einen Tipp: Setzt Euch mal hin (am besten um einen Tisch mit Bier und so, nicht im Proberaum) und werdet Euch einig, wo ihr hinwollt und was das alles so soll. Nicht "was passt mir nicht", sonder "was soll das alles eigentlich". Und das so lange, bis Ihr Euch einigt (notfalls mehrheitsentscheid):

Was sind Eure Ziele für...
...Musikrichtung?
...Besetzung?
...Songauswahl? (eigen vs cover)
...Auftritte und Gigs (wo? wie oft?)
...mittelfristiges Ziel (wie professionell? nur aus Spaß? Aufnahmen? ...

Und wenn diese Einigung da ist, muss sich jeder überlegen, ob er da voll und ganz mitmacht oder nicht - und früher oder später wird sich das sortieren, notfalls eben mit Besetzungswechseln. Und das ist genau das Kernproblem, an dem viele Bands "aus dem Freundeskreis" scheitern - man versteht sich gut auf der menschlichen Ebene, was aber noch nicht heißt, dass dies auf der musikalischen Ebene auch so gehen muss. Wenn's "echte" Freunde sind, dann einigt man sich auf den Kompromiss, mit dem alle gleich unzufrieden sind. Sonst muss man eben umbauen... klingt hart, ist aber im Endeffekt für alle besser so.
 
Werde ich ebenfalls mal vorschlagen, mal schauen was unser Sänger davon hält. Nicht, dass er sich am Ende noch ausgegrenzt fühlt... manchmal ist er etwas komisch :D

Sänger halt(okay bin auch einer);) Kann man ihm denk ich mal ganz einfach klarmachen, sonst muss er sich eben langweilen...
 

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