Schlagzeuger macht Probleme innerhalb der Band

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Ich bin Sänger einer Brutal Death/Goregrind Band und habe ein Problem innerhalb unserer Band
Die Band ist ein halbes Jahr alt und wir bestehen zurzeit nur aus Sänger Gitarrist und Schlagzeuger.
Wir 3 sind sehr gute Schulfreunde und Ich und der Gitarrist sind die sogenannten Alphas und treiben die Band an.
Wir beide sind sehr offen gegenüber etablierte Bands und Ihrem vorgehen in der modernen Musik und lassen uns natürlich davon inspirieren.
Nun kommen wir zum schwierigen Teil.
Unser Schlagzeuger kennt sich nicht damit aus wie heutzutage aufgenommen wird, wie Bandproben eigentlich gestalltet werden usw.
Wenn er dann einfach sagen würde ok Ihr wisst wie das geht sagt mir einfach wie wir vorgehen, wäre ja alles kein Thema.
Aber er stellt sich quer und hält damit die Band auf wodurch sie eigentlich nicht weiter ist wie vor 6 monaten.
Es fängt damit an, das er die Grundvorrausetzungen noch nicht erfüllt wie double base und gravity blasts, wodurch das Schlagzeug leider noch nicht so passend zum Genre ist.
Und da ist natürlich das erste problem, wir beide wollen möglichst professionelle Lieder aufnehmen und da bedienen wir uns erstmal dem Schlagzeug vom Computer, da wir zum einen kein gutes Schlagzeug und die nötige Aufnahmetechnik besitzen und zum anderen er das spielen des Schlagzeugs in dem Maße noch nicht hinkriegt.
Aber er will dann lieber ne Schlechte Aufnahme von einem Schlagzeug (welches wirklich schlecht klingt) haben, als ein genau angepasstes ausem Programm.
Als nächstes Problem ist die Lernbereitschaft von Ihm zu sehen. Ich spiele selber Schlagzeug und habe echt hilfreiche Tipps in youtube videos etc gefunden und mich über verschiedene Techniken informiert, wenn ich dann mit dem wissen zu Ihm gehe, um Ihm zu helfen die notwendigen techniken möglichst effektiv zu lernen, stoße ich auf einer Wand von Dickköpfigkeit und dann kommen Sprüche wie: Ja das haste bestimmt wieder von irgendsoein "schwulen" Emo Kiddy Video auf Youtube, Ich bring mir das alles schon selber bei ohne irgendwelche tutorials.
Wenn das denn klappen würde wäre Ich damit auch einverstanden, bloß hat er sich in den 6 Monaten kein stück verbessert, obwohl ich ihm schon mehrere Übungen gezeigt habe, die mir sehr geholfen haben.
Nächstes Problem:
Wir haben 2 Lieder die wir beim Proben auf die schnelle entwickelt haben, recht simple Songs die wir spielen können. Der Gitarrist weiß wie man mit den Programmen etc umgeht und hat 2 professionellere Lieder aufgenommen, wo die Gitarre viel anspruchsvoller ist und das Schlagzeug auch dem entspricht was wir uns vorstellen. Und das findet der Schlagzeuger nicht gut, da er die Sachen nicht spielen kann und will lieber wieder so einfache 0815 Lieder machen. Aber das wäre ja wieder ne Rückentwicklung die nicht im Sinne der Band ist. Es ist doch meistens so das man ein neues Lied nicht direkt auf die Kette kriegt oder?
Ich und der Gitarrist sind auch generell offen für Tipps von erfahreren Musikern und informieren uns auch in Foren wie diesem hier und gucken uns Videos von anderen an.
Aber unser Schlagzeuger findet sowas richtig dumm und meint hier würden nur Idioten rumlaufen die keine Ahnung haben und er findet es schade das wir uns von solchen angeblichen Idioten was sagen lassen in Bezug unserer Band.
Joa das sind so erstmal die Hauptprobleme die mir grad so einfallen. Ich hab echt keine Ahnung wie wir diesen Konflikt friedlich lösen sollen, da rausschmiss etc für uns nicht in frage kommt, da er an sich einer unserer besten Kumpels ist und wenn es nicht gerade um diese Sachen geht, er ein sehr netter Kerl ist.

Ich wäre euch sehr dankbar wenn ihr mit mir eine Lösung finden könntet.
 
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Das was ihr braucht ist eine anständige Aussprache - auch wenn es jetzt vielleicht komisch klingt: am besten unter der Leitung eines "Mediators" der das Gespräch lenken kann und nichts von dem versteht womit es Probleme gibt.
Wenn es ein guter Freund ist dann muss er begreifen dass er momentan eure Entwicklung aufhält.
 
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Ja an eine anständige Aussprache habe ich auch gedacht und habe den Gitarristen gefragt, aber wir schätzen beide den Schlagzeuger so ein das er richtig sauer wird und somit die Band den Bach runtergehen würde.
 
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Dann könnt ihr das doch eh vergessen.
Wenn er nicht gewillt ist sich die Sachen beizubringen die er für eure Musik benötigt, gerade im Brutal Death muss man schon ganz gut was auf dem Kasten haben, dann ist er einfach fehl am Platze.
Auch wenns ein gute Freund ist, ihr könnt ihn doch nicht mit durchfüttern.
Wir hatten vor 2 Jahren auch n Schlagzeuger der nach nem Monat immer noch keinen Song von uns auswendig konnte bzw. dem wir quasi jede Probe alles neu beibringen mussten.
Nach 2 Monaten haben wir ihn dann rausgeworfen.
Eine Aussprache muss es bei euch mindestens geben, wenn er so reagiert wie du befürchtest ist er es, sorry wenns hart klingt, einfach nicht wert!
Spricht sachlich mit ihm, legt ihm die Lage dar und wenn er weirklich Lust hat mich euch zu musizieren, dann wird er auch Kompromisse eingehen.
Falls nicht, dann ist er halt nicht der richtige für die Band, so hart es evtl. klingt.
 
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Hmm, kann es sein, dass ihr bei der Gründung eurer Band nicht festgelegt habt, wohin die Reise gehen soll? Denn wenn euer Schlagzeuger auch Brutal Death machen möchte, würde er auch dem Stil entsprechend spielen wollen. Und dazu gehören nun mal Doublebass und blast beats. Wüsste jetzt nicht, was daran so "Emo" sein soll. Mir scheint es jedenfalls, dass es da vor allem musikalische Differenzen zwischen euch gibt und weniger persönliche. Lasst euch doch mal von ihm was zeigen, wie er sich sein Schlagzeugspiel vorstellt. Vielleicht passt sein gewünschter Stil auch gut zu eurer Musik, nur dass er es jetzt vielleicht noch nicht kann. Und vor allem einigt euch auf einen Stil. Wenn ihr zwei Brutal Death machen wollt, aber er mehr auf Heavy Metal oder Alternative oder was auch immer steht, dann geht das nicht zusammen. Ihr könnt ihn jedenfalls nicht dazu zwingen so zu spielen wie es ihm nicht gefällt. Jeder Musiker hat oder möchte seinen eigenen Stil entwickeln und sich nicht sagen lassen so zu spielen womit er sich nicht identifizieren kann. Dann müsst ihr entweder Kompromisse machen oder einen Schlagzeuger suchen, der auf den von euch angestrebten Stil steht und so auch spielen will.
 
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Wenn du ihm zeigst, dass er so und so spielen soll, ist das von dir gut gemeint. Aber schonmal dran gedacht, dass das bei ihm vll ganz anders ankommt? Manche Leute wollen eben ungerne gesagt bekommen, was sie zu tun haben. Besonders, wenn unterschiedliche Geschmäcker ne Rolle spielen. Und deine Beschreibung klingt verdächtig danach, also ob sich euer Geschmack nicht immer deckt.

Außerdem: Wenn ihr ihn auf Aufnahmen durch einen Computer ersetzt, kann ich verstehen, dass er sich minderwertig fühlt. Er will sein Ding machen und euch ist das nicht gut genug. Keine gute Motivationsgrundlage.

Also sprecht euch unbedingt aus. Wenn sich eure Ziele decken, dann arbeitet gemeinsam an der Verbesserung eurer Band. Versucht dabei auch seine Meinungen zu akzeptieten. Wenn es aber musikalisch einfach nicht klappt, trennt euch. Das kann man auch so kommunizieren, dass man danach trotzdem noch Freunde bleiben kann. Das muss man sogar, denn musikalische Differenzen sind in einer Band schwer tragbar, in einer guten Freundschaft aber ohne Probleme...
 
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Ich bin ebenfalls der Meinung ihr solltet euch um eine Aussprache bemühen.

Fragt ihn, wohin die Reise gehen soll, und sagt ihm, was ihr machen wollt.
erkläre auch den Sachverhalt, dass du bie Drumtechniken kein Klugscheisser sein möchtest, sondern nur ideen einbringen möchtest.

wenn ihr gute Schulfreunde seid, dann sollte das auch drin sein.

Macht das ganze aber bitte Nüchtern, wenn ihr alle erstmal 5 Bier presst und dann das reden anfangt, dann versteht jeder nur das was er will, oder einfach gar nix mehr ;-)

und ja schlimmstenfalls müsst ihr euch einen Neuen Drummer suchen, weil es bringt euch nichts, wenn ihr ihn der Freundschaft wegen drin lasst und mit der Band dadurch auf der Stelle bleibt. gibt genug bands die ausschließlich im Proberaum spielen, weil einer oder mehrere nicht wirklich wollen.

Greetz Sebi
 
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langhaar!
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Zeig ihm deinen Beitrag hier im Musikerforum. Dann sollte sich euer Problem sofort gelöst haben.

Wer will schon in einer Band spielen, wo die Mitmusiker lieber einen Computer nehmen und hinterrücks üeber einen herziehen.
 
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also Musikalisch haben wir keine Differenzen Ich und der Schlagzeuger sind sogar so gesehen eher auf einer Wellenlänge als Ich und der Gittarist, der hört sich zb gerne auch Doommetal etc an womit wir nichts anfangen können.
Aber wie unserer Stil aussehen soll sind wir uns aufjedenfall einig. Und wie er zu spielen hat sag ich ihm auch nicht, da er ein besserer Drummer ist als Ich, bloß haben wir jetzt Monate gewartet bis er double bass und gravity blasts spielen kann (blast beats kann er, davon hab ich auch nicht geredet^^) doch kam bis jetzt nichts dabei rum, deswegen wollte ich ihm Übungen zeigen womit es wahrscheinlich gut klappen wird.
Mit Emo meint er jetzt nicht die spielweise des Genre sondern die Leute in den Videos die die Tutorials etc machen, die bezeichnet er so oder so ähnlich und will sich von denen nichts zeigen lassen.
Das er sich vielleicht minderwertig fühlt, daran habe ich noch nicht gedacht, aber in den Augen von mir und dem Gitarristen ist es erstmal die bessere Lösung das Programm den Schlagzeug Part machen zu lassen, da wir es dem Stil direkt anpassen können. Abgesehen davon ist die Qualität viel besser als von einem normalen Gesangsmikrofon. Wenn wir ein hochwertiges Schlagzeug mit dem entsprechendem Aufnahmeequipment besitzen würde gegen eine Aufnahme nichts mehr sprechen.

ein wichtiger Grund für diese differenzen, ist wahrscheinlich auch, das er sehr wenig Zeit für die Musik hat, das heißt: Er arbeitet Vollzeit, hat eine Freundin und verplant jedes Wochenende mit feiern etc. und muss auch einen Teil des Haushalts übernehmen. Dadurch lässt er der Musik wenig Platz wodurch meiner Meinung nach das stagnieren herkommt.

langhaar Ich versuche nur durch erfahrenere Musiker eine gute Lösung für unser Problem zu finden und da hier alles Anonym ist und Ich Ihn auch nicht schlecht mache hat das wohl kaum was mit über einen herziehen zu tun.
 
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langhaar!
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langhaar Ich versuche nur durch erfahrenere Musiker eine gute Lösung für unser Problem zu finden und da hier alles Anonym ist und Ich Ihn auch nicht schlecht mache hat das wohl kaum was mit über einen herziehen zu tun.

Ich meine das ernst. Zeig ihm, was du hier geschrieben hast. Wenn du der Meinung bist, das war ok, dann sollte das kein Problem sein.

Wenn du es ihm nicht zeigen möchtest... Na, dann hast du vielleicht doch hinterrücks über ihn hergezogen :gruebel:
 
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Hmm, also ganz ehrlich. Du bist vielleicht der Ansicht, dass du dem Drummer nur Tipps geben möchtest wie er bestimmte Techniken üben kann, die er noch nicht kann. Das heißt ja noch lange nicht, dass das bei ihm so rüberkommt. Wenn ich mir vorstelle, dass ich in einer Band Schlagzeug spiele, bei Aufnahmen durch die Maschine ersetzt werde, die den Vorstellungen der anderen eher entspricht und ich mit lauter "gut gemeinten" Tipps überschüttet werde, damit meine Spielweise diesen Vorstellungen mehr entspricht, dann fühle ich mich einerseits heftig unter Druck gesetzt und anderseits ziemlich übergangen und vielleicht gekränkt, wenn dem Drumcomputer den Vorzug gegeben wird. Habt ihr mal mit ihm darüber gesprochen wie es ihm dabei geht? Warum er die Techniken nicht lernt/lernen will oder kann? Hat er euch gesagt, dass er kaum Zeit zum üben hat oder ist das nur eine Vermutung? Vielleicht will er halt doch nicht so spielen wie ihr es gerne hättet oder er kann es schlicht und einfach noch nicht. Neue Techniken brauchen oft mal ihre Zeit. Unser Drummer kann auch nach Jahren noch nicht gescheit double bass ohne Temposchwankungen spielen. Manche brauchen halt einfach Zeit für sowas und schaffen es nicht innerhalb ein paar Monate, insbesondere wenn man als Autodidakt unterwegs ist. Hat er einen Schlagzeuglehrer?
Was den Drumcomputer angeht, hoffe ich, dass ihr gefragt habt, ob das für ihn wirklich ok ist. Denn wenn er sich da übergangen oder gekränkt fühlt, ist das ein großer Demotivationsfaktor.
 
theedgeofreason
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also ausssprache, wie bereits hier mehrfach erwähnt ist der erste und wichtigste schritt.

ich verstehe aus eigener erfahrung aber auch die seite der ''zugpferde''.
man hat in einer band im allgemeinen eine oder zwei personen, die das ganze ernster nehmen als die anderen.
die sich mehr engagieren und auch mehr investieren. sowohl an zeit als auch an herzblut (oft auch noch finanziell).

das finde ich ok.
allerdings erwarte ich dann tatsächlich auch, dass die restlichen bandmitglieder nach der pfeiffe der ''leader'' tanzen.
das ist dann das mindeste an engagement, was diese members leisten sollten.

wenn der stil eindeutig festgelegt ist und von den einzlenen instrumenten bestimmtes erwartet wird, dann muss das eben auch erfüllt werden.
ob man dann demjenigen 6 monate oder 6 jahre zeit gibt dies zu erlernen hängt natürlich von der zielsetzung der band ab.

und wenn derjenige nach langen perioden jedoch so gar keinen fortschritt aufweisen kann, sollte man schon überlegen, ob er 1. überhaupt möchte und 2. auch kann.

wird beides verneint hat eine weitere zusammenarbeit nicht nur keinen sinn, sondern ist sogar grundlage für heftige auseinandersetzungen und am ende für das zerbrechen der freundschaft.

also
1. genre definieren
2. einflüssen anderer genre gewünscht und zulässig?
3. ziele der band definieren (hobby? beruf? alles ernsthaft versuchen was geht?)
4. zeitpläne definieren (auch wenn man diese dann nicht erreicht)
5. engagement-bereitschaft die ziele in der anvisierten zeit zu erreichen abklären und zuverlässigkeit einfordern!
6. band geht IMMER vor. sonst wird das nichts ernstes. (meine meinung)

nur wenn alle mit ihrem teil an einem strang ziehen, hat man überhaupt eine minimale chance etwas zu erreichen.


PS: zum thema zeit

wer bereits voll im berufs- und familienleben steckt hat meist nicht genügend zeit es mit einer band ernsthaft zu versuchen.
das liegt einfach in der natur der sache.
optimalerweise, finde ich, sollten die member noch recht unabhängig sein und auch bereit sein alles stehen und liegen zu lassen, falls sich jemals die minimale chance auftut in professionelle richtungen zu gehen.
denn man hat, wenn überhaupt, so eine chance nur einmal.
wer es dann nicht versucht hat schon verloren.

arbeiten ist natürlich meist notwendig um die band zu finanzieren, klar. aber auch hier wäre ein zeit-flexibler job besser. (leider nicht immer machbar)
 
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Seak
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ja ich und der gitarrist würden sogar soweit gehen das wir alle nen 400€ job machen und in ne WG ziehen würden. Unser Schlagzeuger will mit uns Spielen bloß setzt er andere Prioritäten als wir, bei ihm kommt die Band recht weit hinten erst. Er würde ja gerne die nötigen Technicken richtig drauf haben bloß fehlt ihm glaub ich einerseits die Zeit und andererseits steht ihm seine Faulheit im wege (so wars bei mir auch als ich aktiv schlagzeug spiellte, Ich hatte voll bock zu spielen, aber war zu faul zum Üben) Ich denke so gehts Ihm auch. Wir andern beiden sind sehr modern gesittet und denken uns bei jeder Sache die wir tun warum so wenns auch besser geht. Wir haben bald Probe und dann Fragen wir Ihn mal einpaar Sachen, wie es weitergehen soll etc.
 
Marc02
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Und da ist natürlich das erste problem, wir beide wollen möglichst professionelle Lieder aufnehmen und da bedienen wir uns erstmal dem Schlagzeug vom Computer, da wir zum einen kein gutes Schlagzeug und die nötige Aufnahmetechnik besitzen und zum anderen er das spielen des Schlagzeugs in dem Maße noch nicht hinkriegt.
Aber er will dann lieber ne Schlechte Aufnahme von einem Schlagzeug (welches wirklich schlecht klingt) haben, als ein genau angepasstes ausem Programm.

Ich habe dein Posting bis zum Zitat gelesen, nicht weiter. Warum ? Weil das Zitat der Knackpunkt ist.

Es dauert lange um ein Istrument zu beherrschen. Beispielsweise Geschwindigkeit, das dauert einfach eine gewisse Zeit bis man sich da steigern kann und bis man das gesteckte Ziel erreicht hat. Wenn man dieses Ziel dann erreicht hat bedeutet das erstmal, dass man zwar am Ziel aber auch am Maximum seiner Fähigkeiten angekommen ist. Aber locker, tight, entspannt und einfach gut spielen kann man an dieser Obergrenze nicht. Denn zu diesem Zeitpunkt bedeutet das Spielen Arbeit, Stress, Anstrengung, erfordert hohe Kenzentration und bringt zwischendurch auch mal Mißerfolg.

Große Bands auf der Bühne sehen immer so aus als wenn sie das was sie da spielen, auf einer Arschbacke spielen. Und das ist auch sinnvoll da man dann noch Hirn-Ressourcen für das Publikum, für die nonverbale Kommunikation innerhalb der Band und schließlich für sich selber braucht, frei hat.

Um zum Punkt zu kommen : Meiner Meinung nach dauert es so lange, etwas zu erlernen, zu verinnerlichen und es gut, verständlich und glaubwürdig nach außen transportieren zu können, dass die Zeit innerhalb einer Band nicht ausreicht um diesen Weg zu gehen, da dieser Prozess von Natur aus einfach zu lange dauet.

Mein Tip : Wechselt den Drummer oder macht andere Musik.

Viel Erfolg :)
 
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Könnt Ihr Euch vorstellen, dass die Band ohne den jetzigen Schlagzeuger weitermacht / sich einen anderen Schlagzeuger sucht / ein Bandprojekt mit Computer-Drums startet, ohne dass die Freundschaft auseinandergeht?

Man kann sehr gut befreundet sein, muss deshalb aber nicht alles zusammen machen. Genauso wie man engstens befreundet sein kann ohne mit dem anderen ne WG zu gründen.
Manchmal findet man erst raus, dass es nicht paßt, wenn man´s ausprobiert und macht.
Die Geschichten der Bands, die als Kumpel-Bands angefangen haben und wo sich irgendwann die Wege wieder trennen, sind unendlich. Findet heraus, ob folgendes paßt:
1) Stil
2) Anspruch an die Band (Auftritte, eigene Stücke, CD, Label)
3) eigene Ansprüche an Musik (Hobby oder Lebensmittelpunkt, nebenbei oder berufliche Ambitionen)
4) Zeit, die man für dien Band/die Musik/das Instrument aufbringen will
5) Interesse, sich am jeweiligen Instrument zu entwickeln

Ich vermute, Ihr seid an mindestens drei der 5 Punkte anderer Ansicht. Das ist okay. Aber es paßt nicht zusammen.
Wenn Ihr nicht sicher seid, ob Ihr unterschiedlicher Meinung seid oder wie groß/wichtig die Unterschiede sind, nehm Euch drei Monate Zeit und nehmt Euch konkrete Ziele vor, die Ihr in der Zeit als Band und individuell schaffen wollt. Danach unterhaltet Ihr Euch über das Ergebnis.
Das ist fair, jeder weiß woran er ist und am Ende kann man gemeinsam feststellen, ob es geklappt hat und so weitergehen kann oder ob es nicht geklappt hat und man sich trennen sollte. Wenn Ihr Euch so trennt, solltet Ihr Freunde bleiben können. Wenn Ihr nicht mehr Freunde bleiben könnt, wart Ihr nie welche oder habt nicht nur von der Band unterschiedliche Vorstellungen sondern auch von Freundschaft.

P.S.: Vielleicht ist ein Bild hilfreich: Ich sehe zwei Zugpferde vor mir, die einen lahmen Gaul hinter sich herziehen, die ihm Stroh hinhalten, ihm Wasser einflossen und schauen, woran es liegen kann, dass er in ihren Augen lahmt. Ich sehe ein Pferd, an dem dauernd gezogen und gezergelt wird, dem man Kunststücke beibringen will, auf die das Pferd verzichten möchte und der mit Peitsche und Zuckerbrot dressiert werden soll, damit er in das Gespann paßt.
Von welcher Seite man das Bild auch anschaut - irgendwas paßt nicht und irgendwer kommt immer zu kurz.

x-Riff
 
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1) Nehmt doch mal die Lieder mit seinem Schlagzeug auf. Oftmals hört der Schlageuger überwiegend sich selbst und nicht das Ganze - vielleicht bringt ihm das die Erkenntnis.
2) Lass ihn seinen eigenen Stil entwickeln nur so kommt die Motivation - wenn die nicht da ist, wird die Band immer weiter hinten in der Prioritätenliste stehen

- - - Aktualisiert - - -

achso und bedenk auch - die Saitenfraktionen können zu hause üben - gilt das auch für den Drummer?
 
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Das Verhältnis Computer/Drummer ist ungefähr das Gleiche wie Penis/Vibrator. Da kann ich schon verstehen, dass der Typ angepisst ist....
 
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Kleiner Tip von jemand hinter den Kesseln. Wenn er aufnehmen will mit seinem Set dann lasst ihn aufnehmen. Als Drummer hinter den Kesseln hört man in erster Linie sich selbst, dann die anderen und irgendwann den Bandsound. Je nach Aufstellung, Proberaumgröße, Setausstattung etc hört man die anderen besser oder schlechter. Ich habe selber die Erfahrung gemacht dass das, was ich dachte es hört sich extrem geil an, auf der Aufnahme einfach nur beschissen klang. Hinter den Kesseln hört sich das teilweise komplett anders an bzw. man nimmt es anders war. Ist einfach so. Wenn man dann den Gesamtsound hört dann geht einem meistens schnell das Licht auf.

Wenn ich den Bass bediene habe ich dieses Problem allerdings nicht so extrem als wenn ich in meiner Band hinter den Kesseln sitze. Meine Gitarristen und mein Basser selbst verstehen es eben deshalb auch nicht. Ist aber so. Wenn du Auto fährst hörst du vom Steuer aus auch den Motor anders als wenn du davor stehst. Die Klampfen und Sangesfraktion tut eben das. In der Regel steht sie VOR den Amps und vor den Drums. Wir sitzen HINTER den Drums und lärmen nach vorne, im Gegenzug tut sich der Lärm von den Saitenhexern aber schwer zu uns zu lärmen. Ist halt so. In Ear oder kleines Mischpult für den Drummer können helfen. Oder einfach ein kleines Aufnahmegerät kaufen und Proben aufnehmen. Hat mir extrem geholfen (und man vergisst nix so leicht). Klar wenn man einfach nur scheiße spielt hilft das auch nicht aber wenns nur um Banddienliches Spielen geht wäre das eine Hilfe
 
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Hallo,

beim Lesen Deiner Postings sticht mir immer das "Ich", "Ich will.." "Ich und der Gitarrist..." ins Auge.

Gruß
N.
 
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Jürgen K
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Hallo,

ein klassischer Fall von Überambition.

Mir käme es schon komisch vor, wenn jemand, der nach eigenem Bekunden schlechter spielt als ich, mir erzählen will, was ich mal üben soll.

"Monate gewartet bis er double bass ... spielen kann"
Ich kenne niemanden, der nach ein paar Monaten Double-Bass-Drumming beherrscht. Ich übe da seit Jahren und die Leute auf den bekannten Platten haben mit Sicherheit noch viel mehr geübt.

400-Euro-Job und Musiker-WG klingt für mich auch eher nach realitätsferner Träumerei. Ich war ja auch mal jung, da hat man solche Ideen, aber nüchtern betrachtet läuft so etwas in den seltensten Fällen länger oder gut.

Und ganz entscheidend: wenn man im Plenum der Kapelle nicht reden kann oder will, weil man dann das Ende befürchtet, dann aber in ein öffentliches (!) Forum geht, dann sehe ich ohnehin keine Zukunft.

Wenn man eine Kapelle hat, dann muss man entweder mit dem vorhandenen Personal das machen, was geht (und nicht, was man im Traum gerne hätte) oder man verändert das Personal entsprechend, dass es passt. Beides ist hier gemäß den Aussagen nicht gewollt, also gibt es keine Lösung.

Grüße
Jürgen
 

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