Probleme mit Boss Pedalen (und Ibanez)

amaeule
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Hallo,

ich bin auf einen BIAS Mini Guitar umgestiegen, und habe seit dem merkliche Probleme mit meinen Pedalen. (evtl hatte ich die auch schon am Röhrenamp ;) )

Meine Gitarren (Jazzmaster sowie Tele Thinline) klingen auf dem Amp sehr schrill, was sie bei derselben Ampsimulation am PC nicht tun, also habe ich mal meine Pedale vom Pedalboard geholt, und einzeln am Amp getestet.

ALLE Boss Pedale (sowie der Ibanez TS9) erzeugen selbst im Bypass einen sehr schrillen höhenlastigen, angezerrten Sound. Die Gitarre klingt beim spielen eines Akkords immer ein wenig verstimmt.
Der Effekt tritt sogar beim Stimmgerät auf. Egal ob Output oder Bypass.
Sowohl bei Verwendung eines Multinetzteils, wie auch bei der Verwendung eines einzelnen Netzteils.
Die Kabel sind alle gut. Der Gegentest hat ja gezeigt, dass der Effekt bei anderen Pedalen (Ibanez 808, MXR Variac Fuzz, Pro CAT....) nicht auftaucht. d.h. die Gitarre klingt immer gleich gut und warm egal ob mit oder ohne Pedal davor.

Ich kann kaum glauben, dass es an den Pedalen selber liegt. Die sind alle nicht älter als 5 Jahre und eigentlich gut gepflegt.

Hat jemand ne Idee was das sein kann? Ohne Pedalboard spielen ist ja auch keine Lösung.

Danke schon mal im Vorraus für Eure Antworten.

Beste Grüße, Andreas
 
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Moin !
Welche Pedale nutzt Du genau und wie sind sie verkabelt?
Das würde evtl. weiter helfen.
Lg
 
Das Problem taucht schon auf, wenn ich nur das Stimmgerät (TU2) anschliesse. Hab mir extra ein neuers Patchkabel besorgt, und das Gitarrenkabel ist ein Fender 6m Kabel.
Das Problem taucht mit beiden Kabeln nicht auf, wenn ich direkt an den BIAS Amp gehe.

Die Problemkinder sind: BOSS Reverb, BOSS Tuner, BOSS DS1 und Ibanez TS9.

Für einen letzten Versuch habe ich mir ein original BOSS PSA Netzteil bestellt. Mal sehen, ob das was bringt.

Beste Grüße, Andreas
 
Welche Effekte plazierst Du wo ?
Zerrer vor dem Amp und Reverb im Effektweg?
So wäre es nähmlich richtig.
 
ja, ganz klassisch.
Aber das Problem taucht schon auf, wenn ich NUR EIN Pedal anschliesse. Ich hab weder Brummen, noch zischen, und was es so alles an bekannten Späßchen gibt.
Erst dachte ich OK, das Stimmgerät ist hinüber, aber wie gesagt hab ich dasselbe Problem auch mit anderen BOSS Effekten.
Stimmgerät hätte ich ja auch über AB Schalter von der Siganlkette abhängen können, aber bei Verzerrer und Hall geht das schlecht ;)
 
da fällt mir das nicht so unangenehm auf, nur bei meinem looper rc-1, hab ich aber genau den gegenteiligen Effekt, er verliert jede menge höhen, da ich den aber nur zum üben und mit mir selbst jammen nutze, ist das nicht weiter tragisch. ich hab so den verdacht, 100%igen Bypass gibt es nicht, irgendwas verändert sich immer am originalklang. ich lasse mich gern eines besseren belehren:rolleyes:.
 
Und mal ganz ohne Netzteil versuchen und dann nach dem Ausschlussprinzip?
 
Boss Pedale haben üblicherweise keinen True Bypass, sondern einen Buffer eingebaut. Könnte also durchaus daran liegen. Obwohl es schon komisch ist, denn wenn sie nicht aktiviert sind, sollte das Signal nicht derart verändert werden.
 
Obwohl es schon komisch ist, denn wenn sie nicht aktiviert sind, sollte das Signal nicht derart verändert werden.
andersrum: das signal wird gebuffert, wenn das pedal ausgeschaltet ist.

dann:
Welche Pedale nutzt Du genau und wie sind sie verkabelt?
die genau reihenfolge etc. ist mir immer noch nicht klar.

und ich würde mal mit batterie testen:
Und mal ganz ohne Netzteil versuchen und dann nach dem Ausschlussprinzip?
 
Zuletzt bearbeitet:
ich warte jetzt erst mal aufs BOSS Netzteil, dann teste ich auch den Reverb im Effekt Send...
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
...und ich muss wohl noch den Gegentest am Röhrenamp machen. Es gibt ja immer noch die Möglichkeit, dass es am BIAS Amp liegt.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
@rmb dass sich der Sound ändert nehm ich ja vielleicht noch bei Nuancen in Kauf. Aber hier ändert sich der Sound dramatisch ins unbrauchbare. Einzige Möglichkeit das zu ertragen ist ordentlich Verzerrer dran zu packen :D
 
ich würde anfangen mit batterie, jeweils ein pedal einzeln vor den amp hängen und vergleichen.
die idee mit dem röhrenamp ist super.

erst dann würde ich nach effektschleife, netzteil und so schauen.
 
Batterie hab ich auch noch nicht ausprobiert, Danke für den Tipp. Gibt wohl was zu tun heute abend :D

Vielen Dank schon mal an Alle für Eure schnellen Antworten.
 
Moin,

ich kenne dieses Verhalten - ist eigentlich eine logische Folge der in den Pedalen integrierten Buffer.

Wenn du einen längeren Kabelweg von der Gitarre direkt zum Verstärker führst, ohne irgendwas dazwischen, hast du mehr oder weniger starke Verluste
im Höhenbereich - es wird etwas muffiger.
Wenn du direkt in den Amp spielst ist und ihn dir nach deinem Geschmack einstellst.. und jetzt einen Buffer hinter die Gitarre hängst (und da reicht ja schon eines der Pedale, welche nicht TrueBypass sind)
hat das nur den Effekt, dass durch die Buffer der Signalverlust durch die KabelWege aufgehoben/ausgeglichen wird.
Das hat zur Folge, dass mehr Höhen/ insgesamt ein frischeres Signal am Verstärker ankommt - je nach vorher gewählten Einstellungen kommt das dann wirklich schrill und zu Höhenlastig rüber.

Dürfte eigentlich nicht am Netzteil liegen. Wenn das qualitativ nix taugt dürfte es sich eher in den Nebengeräuschen zeigen (Brummen oder Surren / Fiepen - je nach Pedal )

Bekommst du das denn gar nicht in den Griff, in dem du am Verstärker die Höhen einfach weiter raus nimmst? und das mit dem angezerrten Sound - vielleicht auch ein Stück weniger Zerre/Gain am Verstärker auswählen.

mich persönlich stört bei einigen BOSS Pedalen diese Buffer ungemein, aber mit dem TU3, den habe ich aktuell ans Ende der Effektkette verbannt, kann ich mich arrangieren.

Es gibt einige Pedale wie Chorus oder auch andere, die den Pegel etwas anheben, allerdings nur im Betrieb, dürfte im Bypass eigentlich nicht weiter auffallen.

Grüße
Olli
 
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Hallo Rocktone,

Danke für die ausführliche Antwort. Ich werd mal versuchen in der BIAS Amp Software evtl den Gain etwas niedriger zusetzen.
Es ist auf jeden Fall so, dass der Effekt bei Anschlag einzelner Saiten weniger stark auftritt.

Sonst müssen die Boss Pedale einfach weg. :(
 
Alle BOSS (und ich glaube auch die Ibanez)-Pedale sind gebuffert, egal ob an oder ausgeschaltet. Sie haben also eine Impedanzanpassung von Hoch- auf Niederohmig. Somit wirkt die Verkabelung nach dem Pedal nicht mehr mit seiner Kapazität als Kondensator und somit hast du keine Höhendämpfung mehr. Es verkürzt sich bei ihnen die Kabellänge auf das Gitarrenkabel vor dem ersten Pedal, was ja durchaus sehr sinnvoll ist, vorallem dann wenn zwischen Board und Verstärker ein langes Kabel nötig ist. Und sie haben eine Eingangsimpedanz. Wenn die anders als die Eingangsimpedanz des Verstärkers ist, hast du dadurch auch schon eine "Klanganpassung".
Mal angenommen, dein Verstärker hat eine Eingangsimpedanz von 1 MegaOhm, das Pedal aber nur 300 KiloOhm, schon ist das Signal direkt in den Verstärker ausgeglichener als bei zwischengeschaltetem Pedal und geringerer Eingangsimpedanz (höhenreicher mit weniger Bässen)
Der Effekt ist vorallem bei hochohmigen Tonabnehmern wie z.B. Piezo, oder "heißeren" Humbuckern deutlicher.
Bei aktiven Pickups wiederum ist der Buffer ja direkt schon in der Gitarre und die Kabellänge (fast) ohne "Nebenwirkungen".
Deshalb hilft es immer die selbe Kabellänge zu spielen. Oder einen Sender oder ein Multieffektgerät mit hochohmigem Eingang zu verwenden. Ich kann z.B. bei meinem HD500 die Eingangsimpedanz fest auf 1 MegaOhm einstellen, egal wie die interne Effektkettenreihenfolge ist. Klar hat da noch das Kabel einen Einfluß. Mit Sender allerdings nicht mehr, da da ja nur ein kurzes Kabel zwischen Gitarre und Sender zum Einsatz kommt.
 
Hallo GeiGit,

das klär ich mal ab, klint zumindest für nen Stromlaien wie mich logisch. Kann man da Hardwaremäßig was machen? Also irgendwas zwischen Effekte und Amp schalten?

Also der BIAS hat wohl 1MegaOhm...
 
Falls du die Möglichkeit hast, könntest du ja mal einen Sender dazwischen schalten.
Ich selbst nutze den Line 6 Relay G30. Er hat 1,3 MegaOhm eingangsimpedanz.
An dessen Ausgang sollten alle Pedale problemlos funktionieren.

Nochmal paar Fragen zu deinem Aufbau:

1. Welche Kabellänge hat dein Gitarrenkabel zwischen Gitarre und 1. Pedal?

2. Hast du dises Kabel ebenfalls beim Vergleichstest direkt am Verstärker verwendet?

3. Was ist das 1. Pedal für eines? Wie heißt es?

4. Wie lang ist das Kabel vom Pedal zum Verstärker?

5. Wie ist deine Verschaltung genau?
Gitarre -> Gitarrenkabel ->1. Pedal... -> Verstärker

Hängen noch Effekte im Effektweg des Verstärkers?
 
Hallo GeiGit,

1. Das Kabel hat 6m. Mit einem 60cm Patchkabel siehts aber nicht anders aus. Ich hab auch alle anderen Kombinationen an Kabellängen grad getestet. Kein Unterschied.

2. Gitarre direkt in den Amp klingt traumhaft.

3. BOSS TU-2

4. Momentan hängt nur ein Pedal vor dem Verstärker. Im Effektweg keines. Witzigerweise schient das Ibanez 808 wirklich True Bypass zu haben. Das lässt mein Signal sogar ohne Strom sauber durch.

Das von mir bestellte original BOSS PSA Netzteil bringt auch keinen Unterschied.

Leider hab ich kein Funk mit dem ich das testen könnte.
Ich werd jetzt später mal schauen, ob ich in dcer Amp Simulation etwas einstellen kann.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.
 
Das von mir bestellte original BOSS PSA Netzteil bringt auch keinen Unterschied.

Leider hab ich kein Funk mit dem ich das testen könnte.
Ich werd jetzt später mal schauen, ob ich in dcer Amp Simulation etwas einstellen kann.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Mensch, bevor ich mir da teuer Netzteile dazu hole, versuche ich doch aber erstmal mit Batterien die Sache zu lösen. Ich glaube nicht, dass bei Kabellängen um die 6 m da was nicht normal ist.
Habe gerade bei meinem TU 2 versucht, ist an erster Stelle des Boards, danach noch 8 Pedale. Egal ob Git. sofort in den Amp oder durch das Board, kein Unterschied. Kabel von und zum Board sind jeweils 6 m lang.
 

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