(Qual der) Wahl Stromversorgung Pedalboard

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mik0r0r

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Moin Community,

als angehender Boardist der sich mittlerweile endlich für die passende Boardmarke- und Größe entscheiden konnte (und das war schon schwer genug) treibt mich nun die letzten Tage die nächste, gefühlt noch schwierigere Frage um: Die Wahl der passenden Stromversorgung.
Wahrscheinlich kennt Ihr die Problematik, die einem unterbestimmten Gleichungssystem gleicht:

Variablen bezogen auf die Stromversorgung
  • Anzahl der Ausgänge (insb. vor dem Hintergrund, dass ggfs Daisy Chaining möglich ist)
  • Stromstärke gesamt
  • Stromstärke(n) je Ausgang
  • DC vs. AC-Fähigkeit
  • "Zukunftsfähigkeit" (im Sinne von Erweiterbarkeit bzw. Kompatibilität mit den geplanten nächsten Anschaffungen - niemand der kein GAS hat)
  • Nicht zuletzt Abmessungen & Preis
Variablen bezogen auf den Rest des Boards:
  • Anzahl Pedale
  • DC vs. AC
  • Stromaufnahme: Insbesondere hier ist wie ich finde extrem schwierig zu planen. Dankenswerterweise machen die Hersteller hier oft höchst unkonkrete Angaben die dazu oft deutlich höher sind als der eigentliche Verbrauch. Im Manual meines JamMan Stereo steht bei "Current Draw" beispielsweise etwas von "<1 A". Danke für nichts...
Mich würde interessieren, wie Ihr bei der Planung des Boards mit dieser Problematik umgegangen seid und wie ihr dieses Thema für Euch final gelöst habt.

Danke!
 
Marschjus

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Ich hab mir Netzteile mit so vielen Anschlüssen gekauft wie ich auch Pedale habe.
Dabei halt vorher geschaut was brauche ich überhaupt..wenn du kein 18V oder AC Pedal hast und auch keins auf deiner "will ich haben" Liste steht dann braucht dein Netzteildas jetzt auch nicht.
Die Strombelastbarkeit finde ich da interessanter..gerade weil da einige Pedale recht hungrig sein können. Also Netzteile die nur 200mA bringen sind gleich raus.
Viele haben bei 2A Gesamt ihre Grenze.
Wer Pedalboards von der Stange nimmt und das Netzteil drunter soll muss unbedingt auf die Platzverhältnisse achten.
Ich habe z.Z. Ein Fame DCT200 im Einsatz und seit letzten Sommer ein HB Iso-pro1.
Man muss halt schauen wie die Rahmenbedingungen sind und danach dann suchen.
 
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In meinen Augen ist es wichtig auf isolierte bzw. galvanisch getrennte Ausgänge zu achten. Da stehen einem Anschluss dann tatsächlich die versprochenen 100/200/500mA zur Verfügung. Und es sollte deutlich gegen Rauschen im Boardwald helfen. Denn eine unsaubere Stromzufuhr kann auch ganz schön Nebengeräusche verursachen, die sich am Amp dann unliebsam bemerkbar macht.
Da gibt es zum einen günstige Alternativen, wie das HB Power Plant Junior, aber auch wesentlich kostspieligere Multinetzteile. Wie schon von meinem Vorredner erwähnt - es hängt auch ein wenig davon ab, welche Pedale mit an Board sind. Standardpedale haben 9V DC, aber auch da gibt es welche die mehr Strom brauchen. Es gibt Seiten, die den Verbrauch der einzelnen Pedale gelistet haben - hab mir jetzt aber nicht gemerkt, wie die heissen. Selbst googlen macht schlau.

Es kann auch sein, dass manche Pedale am Ende besser mit dem eigenen Netzteil betrieben werden, gerade wenn sie viel Strom verbrauchen oder eine andere Spannung als 9V.
 
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Wie ist das bei mir gelaufen?
Ich habe zwei Boards. Eins im Probenraum, das ich vor kurzem geplant und realisiert habe und zuhause habe ich mein Live-Board, das durch viele Evolutionsstufen gegangen ist. Auf dem neuen ist ein Helix Effects und zwei Zerrer. Da musste ich echt suchen, bis ich mit dem Pedaltrain Spark ein Netzteil gefunden hatte das dafür tauglich ist. Durch Parallelschaltung von zwei Ausgängen und Basteln eines Adapter, der mir die Pole tauscht, habe ich das Helix tatsächlich an Laufen bekommen. Die zwei Zerrer lassen sich problemlos anschließen. Die Alternative wäre gewesen, die Line6 Wandwarze und ein anderes billiges Netzteil zu nutzen und eine 220V-Steckerleiste unter dem Board anzubringen. Wäre wesentlich günstiger gewesen, aber leider auch ungeil ...

Beim anderen Board habe ich im Laufe der Zeit dazugelernt. Angefangen mit einem HB Powerplant, das sich aber dann mit einem TC Polytune Mini nicht vertragen hat (merkwürdige Zirpgräusche...). Daher Umbau mit Vodoolab Iso5. Dann Umbau auf Looper/Switcher, wobei das G-Lab GSC3 4x9V Ausgänge liefert. Da der Tuner jetzt nicht mehr in der Signalkette war, mussten die Ausgänge nicht mehr isoliert sein. Dann kam eine Funkstrecke dazu, wo ich der Gesamtleistung nicht mehr traute. Da ich aber Live nicht auch 220V zum Board verlegen möchte (das Netzteil von GSC3 hat ein 5m Niedervoltkabel...), habe ich mir zusätzliche Akku-Power über ein Palmer BatPack installiert. Zuhause läuft das BatPack dann via dem Ladenetzteil.

Lessons learnt:
Vieles kann man planen, einiges nicht.
Ob Daisy Chain funktioniert oder nicht, wird um so unsicher, je mehr Treter am Start sind. Mindestens 2 isolierte Ausgänge würde ich immer empfehlen.
Ja, die Angabe der Leistungsaufnahme der Pedalhersteller ist oft sehr konservativ. Digitale Geräte mit Compuerprozessoren brauchen aber auch mehr Saft. Man kann einfach ausprobieren, ob es reicht, aber die Hersteller, bestehen haftungsmäßig z.T. auf ihre proprietären Netzteile...
Leistungsstarke und vielseitige Netzteile kosten sehr viel, aber es ist wie immer, die ärgern einen nur einmal: an der Kasse....
Es geht auch mit einer Steckerleiste und einer Hand voll Wandwarzen. Sieht nur scheiße aus...
 
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Hallo Mik0r0r,
wie schon InTune es schreibt, richtig planendstes für nicht Elektroker fast unmöglich.
Klar sollte man auf galvanische Trennung achten um auf Störgeräusche zu verzichten, genauso wie auf Daisy Change. Habe für Standard Pedale sehr gute Erfahrungen mit dem HB Powerplant junior gemacht, mit einzelnen direkten Netzteile in Leiste habe ich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht.
Habe gerade ein neues Projekt mit Strymon Pedalen und da setze ich dann auf das Original Netzteil.
Da ichhier aber das Board selber baue, ist es leider noch nicht umgesetzt.

Gruß Percy
 

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