Raumdämmung bei Schlagzeug - mein Vorschlag - eure Meinung

von metalpete, 16.09.04.

  1. metalpete

    metalpete Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.09.04   #1
    Hab mir jetzt auch alle möglichen Threads dazu durchgelesen und möchte nun noch wissen, was ihr über meinen Vorhaben so denkt:

    Es ist ein realitiv kleiner Raum (ca. 15-18 m²), der innerhalb eines Dachbodens gebaut wurde. Erst neben dem Dachboden wohnt jemand.
    Der Boden des Raumes ist aus Holz - die Wände massiv - die Decke ne Sauerkrautplatte. Es soll als Proberaum und zum täglichen Schlagzeugüben genutzt werden.

    Ich wollte erstmal nur ne Trittschalldämmung machen -> das heißt:
    Boden komplett mit Schaumstoff verlegen (einige cm dick); der an den Rändern etwas übersteht (nach oben). Und da rein will ich ca. 2cm dicke Pressspanplatten legen und untereinander verschrauben (und natürlich etwas Platz zu den Wänden lassen). Darauf kommt dann noch ein Teppich (auf ganzen Raum zugeschnitten). Fertig.
    Heizkörper mit Matratzen dämmen und Luftspalte an Tür und Fenster dicht machen is auch klar.

    Was haltet ihr davon?


    PS: Ich will an den Wänden evtl. noch etwas Noppenschaum anbringen für die Innenakkustik. Würde es einen zusätzlichen Dämm-Effekt bringen wenn ich unter dem Noppenschaum erst noch einige cm Schaumgummi an die Wand klebe?
     
  2. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 16.09.04   #2
    Ich kann dir nicht sagen, ob es genug bringt, aber besser als "nackt" allemal.

    Im Ernst: Für die Innenakustik muss man Erfahrungsgemäß bei Dachböden (schräge Wände) erstmal gar nicht viel tun. Probier erstmal, wie dir die Innenakustik zusagt, wenn du den Boden wie o.a. gemacht hast und machh dir dann ggf. Gedanken. Du willst den Raum ja nicht komplett tot machen.
    Ein schwimmender Boden mit Teppich drauf in Verbindung mit Dachschrägen dürfte auch ohne weitere Maßnahmen einen recht netten Klang ergeben nach innen...

    Jens
     
  3. Sticks

    Sticks Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 16.09.04   #3
    Hi, Metalpete,

    den: "Boden komplett mit Schaumstoff verlegen" mag unter Aspekten der Wärmedämmung einen gewissen Effekt haben; die geräuschdämmende Wirkung ist aber fast Null. Das einzige, was wirklich hilft ist: Masse, Masse und nochmals Masse. Daher wird's nichts mit Schaumstoffen oder Schaumgummi

    Wenn ich das ganze richtig kapiert habe, schwebt Dir eine "Raum in Raum-Lösung" (Raum innerhalb des Dachbodens) vor, die an sich die beste Grundlage für eine Schallentkopplung bietet.

    Für die Bodenschalldämmung kann ich Dir die Rockwool Trittschalldämmmatten (alternativ: G + H Isover) empfehlen, weil sie 30 mm dick sind, aber nur 1-1,5 mm nachgeben :great: . Darauf kann Du Deine OSB-Platten schwimmend verlegen und hast erst mal zum Untergeschoß eine relativ gute Entkopplung. Auf jeden Fall solltest Du darauf achten, daß noch etwas "Luft" zur Schräge und Giebelwand bleibt.
     
  4. metalpete

    metalpete Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.09.04   #4
    Naja, also es ist ja schon Raum innerhalb des Dachbodens. Er wurde aber so ziemlich in die Mitte des Dachbodens gebaut und nur eine Wand ist auch gleichzeitig Außenwand des Hauses -> die Wände sind also alle gerade, Dachschrägen gibt es nicht.

    Meint ihr dass sich der Schaumgummi so sehr zusammendrückt, wenn er den ganzen Boden bedeckt und die Spanplatten drauf sind? Das Gewicht würde sich ja durch den Spanplattenboden relativ gleichmäßig über die 15-18m² Schaumgummi verteilen.....

    Diese "Rockwool Trittschalldämmmatten" werd ich mir mal anschauen.

    edit:
    Gibt's irgend ne Seite, wo Preise zu diesen "Rockwool Trittschalldämmmatten" stehen und wo man die evtl. bestellen kann?
    Der Google wollte mir irgendwie nichts verraten...........
     
  5. engineer

    engineer HCA Recording HCA

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    Erstellt: 16.09.04   #5
    "Das einzige, was wirklich hilft ist: Masse, Masse und nochmals Masse"

    So ist es. Das Problem bei Böden ist, daß sie tragen müssen. Alle anderen 5 Seiten kann man durch Raum-In-Raum Luftentkoppeln. Bei Dachböden sehe ich generell schwarz. Da wird Schall immer auch nach unten weggehen, was im Ürinzip auch richtig ist, da vollständig Bassrefelxion zu einen miesen Frequenzgang führt. Das gilt z.B. in Kellern! In guten Studios hat man eine zusaetzliche, schwimmende Estrichdecke und darunter nichts, was durch Schall beeinträchtig wird.
     
  6. Sticks

    Sticks Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 17.09.04   #6
    Hi, Metalpete,

    Schau mal auf diese Seite: http://www.rockwool.de/sw326.asp ; hier nach dem Produkt: Floorrock GP.

    Die Preise - ziemlich teuer - kalkulieren die Baustoffhändler selbst (In Baumärkten nachzufragen hat keinen Zweck - die werden Dir die Trittschall-Dämmmatten nicht bestellen können). Du mußt u.U. mit langen Lieferzeiten (tlw. über einen Monat) rechnen.

    P.S. Ach ja, das Thema "Schaumgummi" hätt' ich jetzt fast vergessen: das Material (wie auch Styropor, Styrodur und Co.) bietet zum einen keinen wahrnehmbaren Schallschutz und zum anderen "schrumpft" (verdichtet) sich das Zeug unter Belastung.

    Noch ein P.S.: Wenn Du K E I N E "Raum-in-Raum-Lösung" suchst, dann schenk' Dir das mit der Trittschall-Dämmung; wäre nämlich 'rausgeworfenes Geld.

    Nur dann wenn Du auf den OSB-Platten oder auf dem Trockenestrich oberhalb der Trittschalldämmung einen Raum errichtest (z.B. Metallständerwerk mit Rigips-Platten), der nicht mit den bereits vorhandenen Wänden bzw. der vorhandenen Decke in Berührung kommt, macht das ganze Sinn.

    Wie 'engineer' absolut zutreffend angemerkt hat, ist selbst der "Raum-in-Raum" auf dem Dachboden über einer Holzbalkendecke ein Kompromiß zwischen Machbarem und Aufwand; ganz sicher kein Nonplusultra.
     
  7. engineer

    engineer HCA Recording HCA

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    Erstellt: 17.09.04   #7
    Probenräume in Privaträumen gehören immer in eine Hausecke und dann möglichst tief, da man Decken sehr einfach gegen Schalldurchtritt nach oben dämmen kann und zudem nur 2 Wände gegen den Wohnbereich abgegrenzt werden müssen. Die von mir angesprochene nichtlineare Basswiedergabe in Kellerräumen ist beim Proben auch kein Problem.
     
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