Rauschen bei sehr leisen Sprachaufnahmen

von hellezwei, 26.11.03.

  1. hellezwei

    hellezwei Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.11.03   #1
    Ich habe ein Problem mit Sprachaufnahmen in Fragen- und Antwort-Workshops.
    Ich benutze als Mikro ein oder zwei Soundman OKM II Klassik (in diesem Fall auf ein Brett montiert als „Grenzflächenmikro“) und/oder ein Sony ECM-MS957. Beides sind sog. Elektret-Condenser-Mikros, die für meine Ansprüche völlig ausreichen. Ich hatte einmal die Gelegenheit, bei solch einer Sprachaufnahme meine Möglichkeiten mit einem Studio Projects C1 zu vergleichen und konnte keine relevante Verbesserung der Aufnahme feststellen.

    Als Pre-amp benutze ich ein Behringer Mischpult (UB 1202) und zur Aufnahme Minidiscrecorder (Sony MZ-N1 und Sharp MS721H).

    Nun zu meiner Frage: Gelegentlich sprechen die Leute sehr leise (in einem Raum mit 20 bis 30 Menschen). Zuerst hatte ich nur ein Mikro in der Nähe des Hauptsprechers, dann noch ein zweites weiter in den Raum hineingestellt (was eine Verbesserung erbrachte). Ich werde nach diesem positiven Ergebnis noch ein drittes Mikro dazunehmen, um eine größere relative Nähe zum jeweiligen Sprecher zu erzielen, denn ich kann die Leute nicht mit Ansteck- und Rumreich-Mikros nerven.

    Dennoch muss ich gelegentlich bei sehr leisen Sprechpassagen, alle Regler (Gain, Level und Main Mix) des Mischpultes voll aufdrehen, um noch ein einigermaßen ausreichendes Level zu erzielen und handle mir dabei natürlich auch ein gehöriges Maß an Rauschen ein, das auch später am Computer nur beschränkt wieder herauszufiltern ist. Das Rauschen als solches stört nicht so sehr, solange es nicht so laut ist, dass es beim Abhören richtig nervt oder gar die Verständlichkeit beeinträchtigt.

    Da nach meinen Versuchen an der Seite der Mikros und der Aufnahmegeräte nichts nennenswertes mehr zu verbessern gibt (ich habs auch mal mit einem DAT-Recorder versucht), frage ich mich, ob ich unter so ungünstigen Aufnahmebedingungen nicht doch eine Verbesserung hinbekommen kann, wenn ich ein Mischpult mit rauschärmeren Pre-amps verwenden würde. Ich weiß natürlich nicht, ob das unter den beschriebenen Bedingungen irgendetwas ausmacht.

    Im für mich noch akzeptablen Preisbereich werden ja die Pre-amps der Mixer der Soundcraft M-Serie und der Mackie VLZ Pro-Serie gelobt, wobei die EQ und Subchannels gar nicht interessieren.

    Hat hier jemand einschlägige Erfahrungen, weiß irgendetwas?
     
  2. Patrick Beyer

    Patrick Beyer Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 27.11.03   #2
    Dann hast du aber irgendwas falsch gemacht. (ach ja, behringer... ;-))

    Also das Rauschen, gerade bei vollem Gain, ist bei Behringer pulten ziemlich stark. Erstrecht bei den kleinen UBs.
    Eine deutliche Verbesserung werden die Ms von Soundcraft oder VLZs von Mackie schon sein. Aber auch hier sollte man nicht - wenn nicht unbedingt notwendig - die Gainregler voll aufdrehen.

    Meine Frage zu Beginn: Warum benutzt du nicht einfach ein Richtrohr, dass du von deinem Platzaus immer auf den Sprecher richtest? So dürftest du die besten Ergebnisse erzielen können (veilleicht auch schon mit dem Berhinger Pult - aber in jedem Fall mit einem besseren Mackie/Soundcraft).

    In diesem Fall solltest du dir die kleinen Pulte ansehen. Ich persönlich mag die Preamps der M-Serie sogar lieber als die der VLZ, ich finde sie klingen angenehmer - nicht so kalt. Ist aber sehr sehr subjektiv. Zum Beispiel das Soundcraft M-4.
    Als Rohr könntest du das folgende zum antesten erstmal probieren. Denn eventuell reicht das dann schon an investition und du kannst die die Pulte sparen.
    http://www.netzmarkt.de/thomann/artikel-141186.html
    Natürlich gibts bessere Rohre, aber zum antesten mit Money-Back würde ich sowas probieren.
     
  3. hellezwei

    hellezwei Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.12.03   #3
    Es tut mit leid, dass ich erst jetzt antworte, aber ich musste ganz unerwartet verreisen.

    Ich habs ausprobiert. Leider das billige Thomann-Rohr eine deutlich geringere Empfindlichkeit als meine benutzten Mikrofone. Ich mus den Gain wesentlich weiter aufdrehen, um den gleichen Pegel zu bekommen wie ich ihn z.B. mit dem Soundman OKM habe. Und wenn ich so weit aufdrehe bekomme ich ein starkes Eigenrauschen des Rohrs. Das ist also nichts. Da mir andere Rohre zu teuer sind, werde ich mit mehreren Mikrofonen arbeiten. Der Test mit drei Mikrofonen (2x OKM und ein Sony) und weniger aufgedrehtem Gain ergab ganz zufrieden stellende Ergebnisse.
     
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