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Rente als freiberuflicher Musiker - ETFs vs. Rürup Rente?

Rürup-Rente kann auch mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung gekoppelt werden und dann ist beides bezuschusst vom Staat. Ich weiß nicht, ob Rürup auch ohne BU-Absicherung geht. Aber das macht einen Unterschied zu den anderen Anlagemöglichkeiten. Musst du natürlich wissen, ob du dich gegen Berufsunfähigkeit absichern willst. Ansonsten ist das Thema Altersvorsorge extrem komplex und stellt sich für jeden auch anders dar. Manche können nicht gut schlafen, wenn sie ihr Geld so anlegen, dass man auch Verluste einfahren kann - zumindestens vorübergehend. In einem langen Anlagezeitraum geht es ja bei nicht allzu riskanter Anlageform doch stetig nach oben. Katastrophen, Zeitenwenden und kosmische Einflüsse nicht natürlich nie vorhersehbar...
Was noch zu bedenken wäre: wenn man sich die Verschuldung vieler Staaten der Welt anschaut, dann könnte man auf die Idee kommen, dass manche Währung die nächsten 10-20 Jahre nicht überleben wird. Ist dann die Frage, ob man alles auf Ansprüche in Form von Euros setzen möchte, wie es bei Rentenversicherungen üblicherweise der Fall ist. Der mtl. Betrag, der dann in Aussicht steht, taugt dann vielleicht nur noch für ein Brot... Klar, Schwurbelei... Aber ich denke, man sollte sich wirklich breit und divers aufstellen und dann wird mindestens eine der Säulen der Altersvorsorge hoffentlich stabil stehen bleiben in fast allen Szenarien...
 
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Die relative Sterbewahrscheinlichkeit steigt im Alter von Jahr zu Jahr.
Die relative Sterbewahrscheinlichkeit gibt es so meines Wissens gar nicht.
Es gibt für Patienten eine relative Überlebenswahrscheinlichkeit, die an der Gesamtheit der Personen gleichen Alters justiert wird.
Eine relative Sterbewahrscheinlichkeit einfach so (ohne Betrachtung des Gesundheitszustands) ergibt also imho gar keinen Sinn.

Dass die Sterbewahrscheinlichkeit von Jahr zu Jahr im Alter steigt, ist nicht schön, aber auch nicht überraschend.

Mathematisch muss man recht alt werden, um die eingezahlten Gelder nominal, also ohne Zins und Zinzeszinsen rauszuholen.
Ich hatte mal so was von um die 80 Jahre gelesen.
Rente ist eine kollektive Aufgabe.
Ja, ich finde das auch ein Thema, was diskutiert werden müsste, einschließlich der getrennten Altersversorgung von bestimmten idR gutverdienenden Berufen.
Persönlich ziehe ich da mehrere (zugegeben etwas pauschale) Schlussfolgerungen
- die Rente ist nur ein Baustein, man sollte schon noch getrennt vorsorgen, wenn das finanziell möglich ist
- Riester und ähnliches nützt vor allem den Verkäufern
- man sollte vorsorgen, aber vor allem jetzt leben. Investiere in gute Erlebnisse mit interessanten Menschen.

Die Originalfrage, ob Rürup oder ETFs, beantworte ich für mich mit ETF, gemixt mit anderen Anlageformen. Das gerade von @suckspeed angesprochene Thema, dass die Rente erstmal nur ein nominaler Wert in Euro ist, der u.U. nicht mehr an die Inflation angepasst wird, hat mir mein Großvater eindrücklich geschildert. Ein Teil Sachwerte ist aus meiner Sicht da sinnvoll - Rürup also auch aus der Warte eher nicht.

Natürlich hat auch jeder da andere Ansichten, manchmal auch gekoppelt an zweifelhafte Meinungen über die Gesellschaft; bei manchen spielt Schwurbeley hinein, von daher ist das Thema nicht ganz einfach abzuhandeln - aber trotzdem spannend und für jeden wichtig.

--
Übrigens, Geld alleine macht nicht glücklich. Es gehören auch Gold, Wertpapiere und Edelsteine dazu ;)
 
...hier sind mittlerweile mehr Platitüden aufgerufen, als bei jeder Tonholz-Diskussion...:rolleyes:

@Skinny Jeans letzten Sommer hattest Du ähnliche Fragen zu Berufsunfähigkeit hier gestellt. Diese Frage, wie auch die strategische Ausrichtung, grenzt (!) an Rechtsberatung, für die der geneigte Teilnehmer in der privaten Finanzdienstleistungswelt registriert sein muss, und für eine etwaige (absichtliche/fahrlässige) Falschberatung zur Rechenschaft gezogen werden kann. (Und Pflichtversichert ist) Das ist also eigentlich nichts, was Dir hier im Forum beantwortet werden dürfte! (sowohl inhaltlich, als auch rechtlich verbindlich)

Empfehlung daraus: Sprich folgende Personengruppen gezielt an (Reihenfolge ist willkürlich!):
ges Rentenversicherung / KSK um Deine Anwartschaften zu prüfen.
Deinen Versicherungsvertreter / Makler / Berater - hier evtl auch eine Zweitmeinung - und auch das möglicherweise gegen Honorar - Du Spielst ja auch nicht für Lau!
Deinen Bank / Investmentberater
Deinen Steuerberater

Wenn das geschehen ist, hast Du einen Überblick, was Du bereits an Anwartschaften hast. Damit kannst Du dann den vorgenannten die Aufgabe stellen, das FÜR DICH Beste daraus abzuleiten und auf den Weg zu bringen.
Eine Pauschalaussage, ob Rürup sich lohnt, hängt auch von Deinem Steuersatz ab. Bei Riester eben auch vom Familienstand. Bei Anlagethemen auch von Deinem Sicherheitsbedürfnis und Deiner Risikobereitschaft.

Viel Erfolg!
Gruß Dirk

(bin seit 30 Jahren Teilnehmer der privaten Finanzdienstleistungswelt - und werde daher hier keine Produktbeurteilung oder gar -Empfehlung aufgrund der sehr dürftigen Vorabinformationen teilen.)
 
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grenzt (!) an Rechtsberatung
Rechtliche Aspekte wurden hier doch überhaupt nicht betrachtet. Hier als Finanzberater den Diskutanten mit der großen Keule zu drohen, hat fast etwas ein Geschmäckle. ;)

Grundsätzlich hast Du natürlich recht - ein Diskussionsforum ist halt nur zur Diskussion und Gedankenaustausch. Für das komplette Bild wird der TE sicherlich nicht hier seine Unterlagen posten, sondern zu den o.a. kompetenten Personen gehen.
Die Frage war aber eigentlich nur, ob Rürup sinnvoll ist.
 
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die frage ob Rürup sinnvoll ist kann ich Dir sofort beantworten:

KOMMT DRAUF AN! Also ein entschiedenes JEIN!

Das sollte nicht als große Keule daherkommen. Es ist nur hier eigentlich nicht richtig aufgehoben. Da gibt es ganze Berufsgruppen, die sich damit ausschließlich beschäftigen. Die dafür eine Erlaubnis brauchen. Die entsprechenden Sachkundenachweis haben. (oder der Chef, der dafür den Kopf hinhält)
Meinungen zu dem Thema kann ja jeder haben. Es sind aber dann auch immer nur "Fallbeispiele aus eigenem Blickwinkel und mit eigener Färbung". Dass genau so ein Fallbeispiel sich zu 100% mit der Situation vom TE deckt.....

Das Thema ist zu komplex, um es kurz abzuhandeln. - und ohne weitere Informationen zu haben. - und ohne den zu Beratenden zu kennen.
 
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@opa_albin
Doch, es gibt eine relative Sterbewahrscheinlichkeit. Das ist die Zahl derjenigen, die den x-ten Geburtstag feiern, aber den x+1ten nicht mehr erleben, ausgedrückt in Prozent.
Ich habe Demographie studiert, Vorlesungen begleitet und Klausuren korrigiert.
Ich habe damals auch Finanzmathematik-Vorlesungen mitgenommen. Hilft beim Programmieren von Excel-Tabellen.
Sterbetafeln findet man beim Statistischen Bundesamt. Man muss nur die diversen Bereinigungverfahren und Parameterannahmen beim Übergang von einer Querschnittsanalyse zur Längsschnittanalyse beachten.
Papier ist geduldig. Gilt für jede langfristige Finanzplanung.
Ich weiß, wie die Rente meiner Ur-Großeltern, meiner Großeltern, meiner Eltern aussah, und wie meine bislang aussieht. Die meiner Kinder kenne ich nicht. Und der Enkel schon gar nicht.
Nachtrag:
Wie alt man werden muss, um einen nominalen Betrag zurück zu erhalten bei monatlicher Zahlung, also ohne jede Finanzmathematik, kann jeder für sich ausrechnen. 80 Jahre? Also, nach 13 Jahren? Ja, ja🤣
 
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Ich habe Demographie studiert
Da hätte ich sonst die gleiche Frage wie andere beim Akkordeon gestellt - "Das kann man studieren?" ;)

Das ist die Zahl derjenigen, die den x-ten Geburtstag feiern, aber den x+1ten nicht mehr erleben, ausgedrückt in Prozent.
Das kennt man ja von den Sterbetafeln. Eine Wahrscheinlichkeit ist natürlich an sich irgendwie relativ.
Die "relative" genannte Wahrscheinlichkeit habe ich auch bei einer Suche nur als relativ zu einer Vergleichsgruppe mit gleichen Merkmalen, also i.d.R. gleiches Alter gefunden, wenn es um Krankheiten geht; siehe mein Beitrag oben.
Aber Du wirst schon recht haben, führt in diesem Thread auch zu weit, und nützt mir am Ende auch nix, ich versuche meine Überlebenswahrscheinlichkeit nicht durch Definitionen zu maximieren ;)
sondern durch einigermaßen gesundes Leben und viel musizieren.

Mit der Rente sehe ich es ähnlich wie Du - das Umlageverfahren ist zwar nachvollziehbar, aber birgt natürlich Risiken.

Nachtrag:
Wie alt man werden muss, um einen nominalen Betrag zurück zu erhalten bei monatlicher Zahlung, also ohne jede Finanzmathematik, kann jeder für sich ausrechnen.
Ist aber auch wurscht, man will halt lange leben, ob nun mit oder ohne diese Berechnung ;)

Das Gleiche gilt ja für das Vermögen, was man so hat - soll man es lieber jetzt für Gitarren, Verstärker und Keyboards einsetzen, weil man eh später nichts mehr davon hat, oder spart man lieber, weil man lange lebt? Völlig unklar, und jeder muss da für sich selbst eine Entscheidung treffen.
Rente, auch Rürup, trägt natürlich zu einer gewissen Stabilität im System bei, wird deshalb gefördert, aber man legt sein Geld halt für eine gewisse Zeit aus der Hand.
 
@opa_albin
Doch, es gibt eine relative Sterbewahrscheinlichkeit. Das ist die Zahl derjenigen, die den x-ten Geburtstag feiern, aber den x+1ten nicht mehr erleben, ausgedrückt in Prozent.
Ich habe Demographie studiert, Vorlesungen begleitet und Klausuren korrigiert.
Ich habe damals auch Finanzmathematik-Vorlesungen mitgenommen. Hilft beim Programmieren von Excel-Tabellen.
Sterbetafeln findet man beim Statistischen Bundesamt. Man muss nur die diversen Bereinigungverfahren und Parameterannahmen beim Übergang von einer Querschnittsanalyse zur Längsschnittanalyse beachten.
Papier ist geduldig. Gilt für jede langfristige Finanzplanung.
Ich weiß, wie die Rente meiner Ur-Großeltern, meiner Großeltern, meiner Eltern aussah, und wie meine bislang aussieht. Die meiner Kinder kenne ich nicht. Und der Enkel schon gar nicht.
Nachtrag:
Wie alt man werden muss, um einen nominalen Betrag zurück zu erhalten bei monatlicher Zahlung, also ohne jede Finanzmathematik, kann jeder für sich ausrechnen. 80 Jahre? Also, nach 13 Jahren? Ja, ja🤣
zumal Musiker vermutlich eh nicht so alt werden ;o
 
Kommt drauf an ... Dirigenten werden oft steinalt, bei Rockmusikern spielen die Drogen rein, Bluesmusiker sind eh depressiv, Jazzer leben gesund, weil sie immer nur halb satt werden ...
 
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