Röhrenamp ohne Last betrieben?!

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gitarrendiak
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moin leute,

folgendes: ich weiß, dass man einen röhrenamp nicht ohne last betreiben soll, da er kaputt gehen kann (kann mir einer sagen was da genau passiert und ob sowas reparabel wäre?), leider habe ich meinen röhren amp hier zu hause an eine alte 1x12 box angeschlossen, dabei aber wohl ein defektes kabel verwendet.

habe den amp eingeschaltet (hat leider keinen standby, so dass man etwa 30-40 sekunden warten muß, bis was kommt), und habe mich natürlich gewundert, dass nichts rauskommt. habe dann geschnallt was das problem sein könnte, und den amp ausgemacht. nach nem kabeltausch, habe ich den dann wieder eingeschaltet,jedoch das was da an lautstärke rauskam, war bei weitem nicht das, was er sonst so produzuiert. habe dann den amp mehrfach ein und ausgeschaltet und plötzlich gabs ein lautes knacken und er lief wieder auf vollen touren.

meine frage: ist der amp wegen der fehlenden last nun kaputt gegangen, oder ist davon auszugehen, dass wenn er läuft, er es auch unbeschadet alles überstanden hat? wenn er wegen fehlender last kaputt geht, kommt dann überhaupt noch was raus?

gruß dirk
 
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Ich glaub ohne Last kommt es zur Überhitzung...
Aber ob bei der kurzen Dauer sich direkt nen Amp verabschiedet?
 
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Also kommt drauf an was du gemacht hast. Wenn du ne halbe Stunde lang mit voller Lautstärke Luftgitarre gespielt hast, dann ist wohl was hin.
Wenn du nur mal kurz mit dezentem Volume angespielt hast, dann wird da nix hin sein.
Ich hatte auch mal kurz vergessen meine 4x12er mit dem Amp zu verbinden aber da ist nix passiert, also.................entspann dich:D
 
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hi,
hatte mal das selbe problem (vor ca 6 monaten mit meinem damaligem amp...engl fireball). ich hab ca 15 minuten lang (müste hin kommen) gerezelt wieso da kein ton raus kommt, bis mir unser sänger mir dann mein boxenkabel in die hand gab und sagte "ach übrigens, hab mir mal dein boxenkabel für meine andere band ausgeliehen"...also so schnell bin ich noch nie zu meinem amp gerannt um ihn auszumachen *GG*. aber es ist nichts passiert. hatte den amp sehr leise eingestellt. also es muß nicht immer direkt was kaputt gehen, aber vorsichtig sollte man da schon sein.
gruß Philipp
 
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das ging ja schnell mit den antworten, also schon mal danke.

tja bezüglich leise stellen ist das schwer, der hat keinen master volumen, so dass die lautstärke vom signal der vorstufe abhängt. ich weiß aber auch nicht ob beim betreiben ohne last die endstufe oder die vorstufe (oder beides) gefährdet sind. habe das teil dann etwa 2 minuten laufen gehabt.
zu denken gab mir halt der effekt, dass nach dem austausch des boxenkabels erstmal echt nur leise töne rauskamen und wie gesagt erst das ploppen nach mehreren an-aus schaltvorgängen wieder die normale lautstärke mit sich brachte.
 
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gitarrendiak schrieb:
ich weiß aber auch nicht ob beim betreiben ohne last die endstufe oder die vorstufe (oder beides) gefährdet sind.

Gefährdet ist bei einem Einsatz des Amps ohne Lastwiderstand der Ausgangsüberträger, und der ist ein Teil der Endstufe

gitarrendiak schrieb:
zu denken gab mir halt der effekt, dass nach dem austausch des boxenkabels erstmal echt nur leise töne rauskamen und wie gesagt erst das ploppen nach mehreren an-aus schaltvorgängen wieder die normale lautstärke mit sich brachte.

AFAIK geht der Ausgangsüberträger entweder, oder er geht nicht. Wenn er jetzt wieder geht, wird dein Amp wohl in Ordnung sein, aber der Lautstärkeschwund nach dem ersten Einschalten ist für mich nicht erklärbar...
 
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Es kommt durch die Selbstinduktion im AÜ (Ausgangsübertrager) zu Überspannungen, das ist das Problem.

Im normalen Betrieb betragen die Spannungen am AÜ bereits das doppelte der Betriebsspannung der Endstufe, bei typischen 470V Anodenspannung sind das immerhin schon 940V. Für diese Spannung + Sicherheitsreserve muss der Ausgangsübertrager isoliert sein.
Wer schonmal eine Relaisspule eines Fuzzel-Mini-Relais mit 12V Spulenspannung genommen, eingeschaltet und die Spulenanschlüsse beim Abschalten angefasst hat, der weiß, dass es bereits da verdammt in den Fingern ziehen kann.
Nun hat der Ausgangstrafo mal derbe mehr Eisen und auch mehr Kupfer. Da treten dann durch die fehlende niederohmige Last (Lautsprecher), der ja eigentlich die Leistung aus dem AÜ wieder rausholen sollte, Schwingkreis- und Induktionseffekte auf, sodass mehrere 1000V an dem AÜ und an den Anoden der Röhren auftreten, diese lassen die Isolation im AÜ durchschagen => AÜ muss neu gewickelt bzw ein neuer eingebaut werden.
Oder, was bei EL34/6L6 und Konsorten gerne passiert, das ist, dass es an der Fassung überschlägt, weil die Heizung einen Pin neben der Anode hat, dann hat man eine Kriechstrecke von 2-3mm aber da mal so 3000V oder mehr, und wenn das mal gezündet hat, dann brennt das weiter, bis die Sicherung hoffentlich fliegt...wenn die Fassung nicht aus Keramik war, dann kann man die wegwerfen und muss eine neue einbauen, bei den Röhren ist es das selbe.
Dazu mal ein paar Bildchen:

So sieht eine durch dieses "Flyback" (Selbstinduktion) abgefackelte Fassung aus:
el34sockel_2.jpg


Man kann sie mit Glück freikratzen (Die tut heute noch in dem Marshall 2203 ihren Dienst):
el34sockel_4.jpg


Das ist die Röhre dazu (EL34B-STR von Ruby/Sino):
el34_1.jpg


Ich habe hier, um klarzumachen, wie gut diese Kohleschicht leitet, mal Spannung angelegt, waren nur 40V (!!!), man beachte das Glühen und die Flamme oben drüber...
el34_2.jpg


Zum Auftreten dieser Effekte reicht schon ein einfacher Knacks, die Zeit ist dabei irrelevant. Das Isolationsmaterial kann man meist nur sehr kurz, sprich im Sekundenbereich, wenn überhaupt, extrem überlasten, spätestens nach so 10sec ist der AÜ hin, wenn die Spannung reicht.

Aber wenn das nur leise war, dann dürfte da nix passiert sein. Zieh die Endröhren trotzdem mal raus und schau nach...besser is das.
 
Volrath
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ich bin aus deinem ausgangs post nicht 100%ig schlau geworden....der amp funktioniert noch oder? wenn das der fall ist sollte doch alles in ordnung sein, und wenn nicht müßten da höchstens neue röhren rei. und die sind bezahlbar.
 
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also ich habe den hier nur zu hause getestet heute abend und da lief er nach dem ploppen wieder.meine angst war nur dabei, dass durch den vorfall irgendwas kaputt gegangen sein könnte, und dieser effekt dann immer wieder auftreten könnte, was gerade bei gigs immer unangenehm wäre.

die frage sollte also darauf hinzielen, dass mich ,wenn sich jemand entsprechend auskennt, gleich zum techniker schickt bzw. mir sagt: keine sorge alter, wenns wieder geht ist eh alles heil!

wenn ich aber die ausführungen richtig verstanden habe, wäre ein eventueller schaden auch wieder zu beheben???!!
 
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sorry wegen internet explorer absturz hatte ich doppelpost....bitte löschen.
 
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ja, im normal fall gehen da im schlimmsten fall höchstens die röhren kapuut (weiß das aber auch nicht zu 100%). und neue röhren sind nicht allzu teuer.....die sollte man eh ca alle 2 jahre wechseln.
 
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Volrath schrieb:
ja, im normal fall gehen da im schlimmsten fall höchstens die röhren kapuut

FALSCH, warum siehe oben! Ich hatte schon genügend abgefackelte Amps hier, da war der komplette AÜ hin!
 
gitarrendiak
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@ OneStone

habe gerade mal die beiden EL84 gezogen und nachgeschaut, also weder die Fassungen noch die röhren-kontakte sehen irgendwie schwarz oder abgefackelt aus.

wie ist das eigentlich? wenns den ausgangstrafo (ist das dasselbe wie ausgangsüberträger?) zerbrezzelt, wie teuer ist sowas und wäre mit dem austausch der amp wieder voll hergestellt`? jetzt mal abgesehen von deiner schilderung bezüglich der röhren/fassungen.?!
 
gitarrendiak
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du scheinst sehr fit zu sein, hast du ne idee warum der erst relativ leise war und nach derm mehrfachen an und ausschalten ein knacken in der box zu hören war und dann der verstärker wieder voll alarm gemacht hat`?
 
G
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Wenns dir ausser dem Übertrager (kannst du auch Ausgangstrafo nenen, ist das gleiche Bauteil) nix zerissen hat, dann ist er nach dem Einsatz eines neuen Übertragers wieder fit. Je nach Marke und Modell (Wattzahl und Primärimpedanzbereich) kommen die so zwischen 50 und 150€. Kommt drauf an was verbaut ist. Um welchen Amp handelt es sich denn?

Gruss Flo
 
gitarrendiak
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ist ein peavey bravo 112, ist ein sehr netter kleiner 2-kanaliger 25 watt vollröhrencombo. habe aus dem combo aber die verstärker-einheit ausgebaut und in mein rack eingebaut (läuft zusammen mit nem gt-8). hat als impedanzen für die boxen 8 und 4 ohm, wobei der ursprüglich verbaute speaker 8 ohm hatte.

so kam aber leider der fehler zustande: im proberaum 4x12 dran und zu hause ne 1x12, tja und dann kam das defekte boxenkabel.
 
Volrath
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OneStone schrieb:
FALSCH, warum siehe oben! Ich hatte schon genügend abgefackelte Amps hier, da war der komplette AÜ hin!


ah ok, ich schrieb ja auch ich weiß es nicht zu 100%. waren da auch amps bei die nur so kurze zeit in betrieb waren ohen box? also wie es bei ihm der fall is.
 
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Also in meiner Anleitung von meiner 50/50, steht:

Den Kanal den man nicht benutzt muss man das Level auf 0 setzten, damit nichts fetzt.

Anmerkung: Es gibt für 2 Kanäle nur einen Standby/Power-Schalter.

Nur so zur Info.

Ob bei heutigen Amps das anders ist und was kaputt geht, k.A. und keine Garantie.
 
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also wegen 2 minuten wird da noch nix kaputt sein, normalerweiße sollten dee AÜ schon bisschen was aushalten,

manmuss es ja nicht herausfordern und einschalten ohne last aber wenns mal passiert ..
wenn der amp nocht funktioniert is doch eh alles in ordnung.
 
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Klar wäre, wenn man OUTPUT auf 10 stellt, das dann beim AÜ die POST abgeht! :D :D
 

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