Eine kleine Anekdote zum "Vorglühen"
Als Mischer durfte ich folgendes Szenario schon einmal erleben.
...ein kleiner Konzert Club. Der Gitarrist lässt Backstage vorglühen um später den optimalen Sound aus seinem Twin kitzeln zu können.
Die Vorband spielt ihren letzten Song. Applaus, Stimmung ist gut. Abgang.
Hektischer Umbau der Bühne.
Der Sound liebende Gitarrist wuchtet den vorgeglühten Twin aus dem Backstagebereich durch das Publikum auf die Bühne.
Will loslegen - Nix geht mehr.
Die Erkenntnis, dass vorgeglühte Röhren in heissem Zustand gar nicht gerne Erschütterungen ausgesetzt werden kam dann etwas zu spät.
Der Gitarrist spart sich das 20 Minuten vorglühen und warmspielen jetzt.
Ach Ja, er durfte den Twin der Vorband benutzen welcher ja, Gott sei Dank, noch warm war.
Deswegen bewege ich meine Amps nach dem Konzert am liebsten so wenig wie möglich und dann sehr vorsichtig.
Ach Ja um zum Thema zurück zu kommen, ich glüh seit jahren nicht vor und Schalte direkt ab.
Übrigens, mein früherer Vox AC30 HW klang direkt nach dem Anschalten scheisse, nach ner halben Stunde gut und nach anderthalb geil.
Jedesmal. Jeder hats gehört. Nur die Menge an Bier variierte...
..."Scheisse" kann ich jetzt zwar nicht bestätigen, den Rest aber durchaus. Kenne dies aber auch nur von meinem Selmer und dem SoundCity.
Bei meinem Fender ist es eigentlich egal.
Hoffe mein Beitrag ist nicht zu OT.
Schönen Abend noch.