Roswell Pickups - Preis, Leistung, Technik, Markt

von musikuss, 03.05.18.

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pedaltrain
  1. musikuss

    musikuss Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.05.18   #1
    Hi Folks,

    so manchem werden die Pickups vll. schon durch ihren Einsatz in diversen Harley Benton Gitarren bekannt sein.

    Nun separat erhältlich beim Musicstore.

    Der Musicstore verkauft jetzt die Roswell Pickups die in den Harley Bentons zum Einsatz kommen.

    https://www.musicstore.de/de_DE/EUR...I-Humbucker-Bridge-Natural/art-GIT0043456-000


    Bei der Musicstore Suche einfach mal Roswell eingeben da kommen noch viel mehr Ergebnisse

    Zb. P-90 mit Holz-Cover
    https://www.musicstore.de/de_DE/EUR...Soapbar-Bridge-Maple-Cover/art-GIT0043292-000

    Sind Pickups aus Südkorea.

    Gruß
     
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  2. Kluson

    Kluson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.05.18   #2
    ich kenne die Teile nicht, aber da Sie bisher wohl eher in absoluten Budget Gitarren zum Einsatz kamen,
    muss ich die ketzerische Frage stellen ...

    wo zu nimmt man die dann ? Zum Downgrade ?

    ist nicht so ganz ernst gemeint, wie gesagt - ich kenne sie nicht. veilleicht können sie ja wirklich was
     
  3. shadok

    shadok Registrierter Benutzer

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  4. Kluson

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    Erstellt: 04.05.18   #4
    Trotz meines flapsig gemeinten Posts vorher, muss ich trotzdem die Frage stellen, in welche Gitarren man die Teile einbauen sollte ?
    Normalerweise sind die PUs immer das erste was man bei Budget Gitarren tauscht, weil ihnen dann doch oft die Auflösung, das Differenzierte oder Homogene fehlt. Das hat wohl seinen Grund, und ja, wenn ich eine Gitarre für 120 € anbieten will, dürfen / können die PUs keine 100 € kosten.

    Aber kaufe ich PUs die in Budget Gitarren stecken um sie als Replacment für eine Budgetgitarre zu nutzen ? Oder gar in einer etwas besseren Gitarre ? Macht das Sinn ?

    Klar, die können schon ev gut klingen, und ja, Boutique PUs für 500 € halte ich auch für leicht übertrieben.
    Aber die Erfahrung zumindest zeigt doch ( mir zumindest bisher ), das man bei günstigen Gitarren durchaus eine brauchbare oder gar gute Basis bekommen kann, aber eben die PUs die größte Schwachstelle sind
     
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  5. musikuss

    musikuss Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.05.18   #5
    Ich würde sagen wenn man einfach mal was anderes probieren möchte wie zB. nen Hotrail etc. aber nur wenig € bezahlen will.
     
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  6. andiu

    andiu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.05.18   #6
    Ich hab die Roswell Pickups in meiner HB Strat, Singlecoil halt. Sie klingen gut und die Strat klingt nach Strat. Inwieweit jetzt 5% mehr oder weniger Tone oder Mojo drin ist, vermag ich ohne Direktvergleich mit anderen PU's in derselben Gitarre nicht zu beurteilen. Sie tun auf jeden Fall ihren Job.
     
  7. no regrets

    no regrets Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.05.18   #7
    In deiner HB Strat .. also Werk PUs ..

    Versteh ich auch nicht, wieso man die Dinger auf den Markt schmeißt .. müssten doch massig gebraucht in der Bucht schwirren, weil die regelmäßig getauscht werden:er_what:
     
  8. floydish

    floydish Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.05.18   #8
    Interessante Produktpalette, sogar Widerange HB gibts. Leider sind die Metallkappen nicht aus Neusilber :(
     
  9. Nuki

    Nuki Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.05.18   #9
    Die Filtertrons sollen ihre Sache wohl gut in der Tele machen...
    Hab mir mal den LP90-N für meine Vintage SG bestellt, das geistert schon ewig im Kopf herum denn der Neck PU gefällt mir nicht.
    Zum probieren sind mir die üblichen verdächtigen zu teuer, und waren Tonerider nicht auch mal eher Budget? (Werden doch gelobt ohne Ende)
    Nur weil was günstig und (mal wieder) aus Asien kommt, muss es nicht unbedingt schlecht sein - ich werde mich ja bald selbst davon überzeugen ob es mir gefällt oder nicht.

    Ist zumindest finanziell kein großer Verlust
     
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  10. Bruce_911

    Bruce_911 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.05.18   #10
    Vorurteile ablegen -> Roswells kaufen -> Testen -> Voodoowelt einstürzen sehen -> im Board darüber berichten!
     
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  11. Kluson

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    Erstellt: 05.05.18   #11
    :-)

    Ich weiß was du meinst und ich finde auch, dass viel Brimborium um eigentlich stark überteuerte Teile gemacht wird, aber jeder wie er will. Wenn man zufrieden ist, egal ob billig oder teuer... Ist es die Hauptsache. Ich habe nur bisher bei so ziemlich allen billigen (Stock) PUs die Erfahrung gemacht, das da noch Luft nach oben ist. Ab einer bestimmten Preisklasse ( ob die jetzt überteuert ist, lasse ich mal offen) wird eben diese Luft nach oben immer weniger. Sagen wir, der Unterschied zw. 20 und 100€ PUs ist meist noch gut wahrnehmbar. Von 100 zu 200€ muss man schon ziemlich genau hinhören.

    Wobei es auch da immer auf das Instrument an sich ankommt. Ein schlechtes wird nicht gut nur weil ein 200€ PU drin steckt. Ich sage nur, dass ich es bisher immer so erlebt habe, dass die PUs bei günstigen Gitarren der Schwachpunkt ist. Was kein Wunder ist, weil der Preis ja irgendwo herkommen muss.

    Ich kenne die Kupferpreise nicht und weiß nicht wie viel Gramm davon pro PU verbaut sind. Aber wenn es qualitativ hochwertiges oder reines Kupfer ist, wird es teurer sein als mit Material, bei dem noch anderes Metall dabei ist um den Preis zu drücken.

    Wäre mal interessant von jemand etwas dazu zu hören, der schon selbst PUs gewickelt hat, ob es möglich ist bei gutem Material einen PU für 20€ zu bauen oder ob man Abstriche machen muss
    --- Beiträge zusammengefasst, 05.05.18, Datum Originalbeitrag: 05.05.18 ---
    Nein, keineswegs. Asien /China bedingt nicht zwangsläufig schlechte Qualität. Die Vorgabe und das Budget pro Stk machen die Qualität, den Rest macht die Maschine.

    Die Toneriders liegen ja noch mal beim ungefähr 2-2,5 fachen Preis. Sie klingen imho auch ok, aber auch da gibt es Spielraum etwas zu verbessern. Fand ich zumindest bei den 3 Gitten bei denen von Werk aus TR drin waren.

    Billig muss nicht schlecht sein und teuer auch nicht immer gut. Aber der Spruch, dass Qualität seinen Preis hat, kommt auch nicht von ungefähr. Wie hoch oder ob zu hoch .... entscheidet dann der Käufer.
    Klar, Mojo, Image, Marketing spielt eine nicht unwesentliche Rolle. Wären Produkte aber teuer und tatsächlich schlecht, würden sie auch schnell weg vom Fenster sein. Im Kern ist schon etwas Wahres daran.
     
  12. ksx54

    ksx54 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.05.18   #12
    :great::great::great:, ganz genau.
    Ich bin sowieso der Meinung, das der Klang von PUs total überbewertet wird. Wenn die ganze Gitarre nicht in sich stimmig ist, kannst du einbauen was du willst und es wird nix. Auch ist sehr wichtig welcher PU in welche Gitarre, mit welchen Holz und welcher Mensur usw.
    Ansonsten, ich hab auch eine Git. mit Roswells, eine CST 24 von HB, kann nicht meckern. Was vlt sein kann, das die Qualität nicht immer stimmt, muss aber nicht.
     
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  13. ChP

    ChP Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.05.18   #13
    Ich finde die PUs interessant und wirklich preislich attraktiv für Basteleien.

    Die Materialien für Tonabnehmer sind doch recht günstig. Meiner Meinung gibt es nichts was 300€ und mehr für ein Set Tonabnehmer rechtfertigen kann.

    Jetzt mal eine Ansammlung von Mutmaßungen:
    Ich habe hier einen Tonabnehmer für eine 7-Saiter liegen der 160g wiegt. Ich schätz, dass wenn überhaupt die Hälfte davon der Kupferdraht ausmacht. Der aktuelle Börsenpreis von Kupfer ist zumindest nach google so um die 5000-6000€ pro Tonne. Klar muss da noch ein dünner Draht drauß gemacht werden hergestellt werden aber ich schätze in asiatischer Herstellung sind die Preise für den Kupferdraht pro Tonabnehmer nicht über 5€. Magneten sind auch nicht teuer.
    Die Preise kommen, so denke ich, durch niedrige Lohnkosten, keine Werbung/Endorser etc. und möglicherweise natürlich auch keiner Qualitätskontrolle und folgich entsprechender Streuung, zu stande. Kann sein, dass Materialgepfusche wirklich stattfindet. Aber ich denke eher, dass ein Arbeiter nur Zeit XY für einen PU hat und dann vllt. schlecht gewachst wird usw. usw.

    Ich habe mir mal Tonabnehmer nach Maß fertigen (schräg in einer 7Saiter) lassen. Der PU-Wickler musste folglich erst mit mir sprechen, sich überlegen wie er die baut, Materialien bestellen oder anfertigen und dann die PUs wickeln...und ich habe für ein Set soviel bezahlt wie bei manchen Herstellern für einen einzelnen Tonabnehmer. Bei Bareknuckle und Co. geht also auch sicher nicht das ganze Geld in auserlesene Materialien und motivierte Mitarbeiter;)
     
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  14. Kluson

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    Erstellt: 06.05.18   #14
    Ich habe letztens ein, vermutlich nicht repräsentatives, Video zu Pickups gesehen, speziell zu billigen PUs. Dort waren einige günstige Stock PUs zu sehen sowie ein Marken PU. Herstellerangaben wurden nicht gemacht. Alle PUs hatten keine Kappen mehr. Auffällig war, dass die günstigen eben nicht diese typische Kupferfarbe hatten, sondern eher ins Blass-Rote gingen. Daher wurde dort die Vermutung geäußert, dass dort eben nicht nur Kupfer, sondern auch Restmetall beigemischt ist, genau wie bei der restlichen Hardware.

    Man sollte nicht vergessen, dass bei allem was im Budgetsektor liegt wirklich jeder € zählt, wenn die Gitarre nur 100€ kosten darf. 5€ je PU, 10 bei den Mechaniken, 10 bei der Bridge etc.

    Irgend etwas muss ja bei PUs unterschiedlich sein. Woran soll es denn liegen, dass sich bisher bei annähernd jeder (Budget) Gitarre die ich in den letzten 3 Jahren gekauft habe, nach dem Tausch der PUs der Klang verbessert hat.

    Clean fällt es noch nicht einmal so stark auf, aber gerade bei Distortion gibt es einen Unterschied zw. Matsch und differenziert. Ich will nicht Preise jenseits der 300€ rechtfertigen, aber ich bin auch weit von der Meinung entfernt, dass man in eine Top Gitarre ein paar 20€ PUs reinbaut und die Gitarre danach genauso gut klingt.

    Ich habe keine Ahnung, ob Kupfer gleich Kupfer ist und immer gleich gut leitet, oder ob Magneten immer das gleiche Induktionsfeld erzeugen. Wenn dem aber nicht so wäre, besteht bestimmt ein guter Teil des Preisrs bei teureren PUs darin, durch Materialauswahl und ständige Kontrolle dafür zu sorgen, dass es immer gleich klingt. Dafür kann man ggf. auch nicht immer dort kaufen wo es gerade am billigsten ist. Bei PUs für 20€ kann man das schon, einfach weil es egal ist. Wenn jemand da sitzt und 1 Std von Hand wickelt, sind schon mal 100-120€ weg... darf man auch nicht vergessen. Ob handgewickelt jetzt besser ist, ist wieder eine andere Frage
     
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  15. Dr. PAF

    Dr. PAF Vintage Inspired Pickups HCA

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    Erstellt: 06.05.18   #15
    Tja, so habe ich damals auch darueber gedacht und mir lustig GFS Pickups gekauft.

    Jetzt, nach einigen Jahren im Pickup-Business muss ich sagen, dass man das nicht so pauschal sagen kann. Denn der Kunde hat ja meistens keine Ahnung, was alles alleine in die Entwicklung eines Pickups fliesst.

    Nur mal als Beispiel: Fuer mein Vintage Inspired Pickups LOVERS Set habe ich massenspektrometrische Analysen von vintage Magneten und AWG 42 plain enamel Kupferdraht aus den 50ern anfertigen lassen. Die entsprechenden genauen (!) Nachbildungen lasse ich ganz speziell fuer mich in kleinen Stueckzahlen (jedenfalls fuer die Hersteller) entweder in Deutschland oder den USA herstellen. Das ist - man verzeihe den Ausdruck - schweineteuer, aber absolut wichtig. Die Pole-Schrauben und -Slugs sind spezielle Anfertigungen mit unterschiedlicher Zusammensetzung. Alle Materialien (bis zur kleinen Messing-Schraube) sind entweder in Deutschland oder den USA hergestellt. Dann habe ich meine eigenen Gussformen fuer die Butyrate Spulenkoerper nach einem 3D Scan alter Gibson PAF Bobbins herstellen lassen (das alleine hat einen gebrauchten Kleinwagen gekostet). Dazu kommen Kappen (fuer die LOVERS), die ebenfalls speziell fuer mich in den USA nach dem 3D Scan eines PAF-Covers hergestellt werden.

    So, und da sind noch nicht mal die ~ 2 Stunden Arbeit mit eingerechnet, die es dauert, ein Humbuckerset perfekt zu wickeln, zusammenzubauen, zu bekappen, etc. Ganz zu schweigen von den Kosten, die wegen des fluessigen Stickstoffs fuer das Cryo-Tuning anfallen (Anschaffung, Lagerung, etc.)

    Die Jungs (und Maedels) im fernen Osten verwenden ausschliesslich Material aus China (und zwar wird da genommen, was geliefert wird), verwenden (im besten Fall) computergesteuerte Wickelmaschinen, die x Pickups gleichzeitig wickeln, und ertraenken alle Pickups in Wachs, damit die losen Wicklungen nicht allzu mikrophonisch wirken. Damit will ich nicht sagen, dass diese Pickups unbedingt schlecht sein muessen - denn es handelt sich ja nicht wirklich um Quantenphysik, und fast jeder kann ein bisschen Draht aufwickeln, ein Magnet dran halten und somit einen Pickup bauen.

    Ich glaube, was ich sagen will ist, dass 200 Euro fuer ein Pickup-Set von einem Boutique-Hersteller wirklich nicht zu viel sind. Klar, ob man jetzt wirklich 800 Euro fuer einen Satz Tom Holmes raushauen muss, weiss ich nicht (auch wenn Tom alle (!) Bauteile seiner Pickups - mit Ausnahme des Drahtes - selbst herstellt!). Ob man als Player das alles wirklich braucht? Ich fuer mich denke absolut ja. Denn ein guter Pickup regt - jedenfalls mich - zum besseren Spielen an.

    Fuer ein kleines Unternehmen? Nein, absolut unmoeglich. In Massenfertigung in China mit billigst Arbeitskraeften? Theoretisch schon. Die Frage ist dann nur, ob es auch ein "guter" Pickup ist.
     
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  16. Kluson

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    Erstellt: 07.05.18   #16
    @Dr. PAF : vielen Dank für die Antwort. Da lag ich bei der Annahme der Zeitdauer mit einer Stunde sogar noch darunter, wenn du 2 Std als Größenordnung nennst. Selbst wenn man einen Teil des Aufwandes weglässt ( nicht jeder braucht analysierten Kupferdraht, Cryo oder bestimmte Schrauben, nicht jeder hört den Unterschied, aber wer will der will, jeder entscheidet da selbst ), ist es doch ein gutes Beispiel, warum manche PUs eben 20€, manche 120€ und wieder andere 220-320€ kosten.

    Was für den einen Voodoo ist, ist für den andere Originalgetreue, was dem einen der feine Unterschid ist, hört der andere vielleicht gar nicht.

    Wie immer finde ich, sind die Sprünge von unten im Preisregal bis zur Mitte am größten, von der Mitte bis ganz nach oben wird es immer weniger Unterschied zu einem immer höheren Preis.

    Was dabei gerechtferigt ist, soll jeder nach Gusto und Geldbeutel entscheiden.
     
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  17. raytsh

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    Erstellt: 07.05.18   #17
    Zum Teil spielt da vllt. auch der Bestätigungsfehler (confirmation bias) eine Rolle? Man verbaut was teueres und erwartet dass es besser klingt und sieht sich gern bestätigt.
     
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  18. Kluson

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    Erstellt: 07.05.18   #18
    das ist richtig, Auto-Suggestion ist nicht zu unterschätzen.

    Es gibt schon unterschiedliche Punkte die eine Rolle spielen.
    - Materialqualität
    - Know How
    - Fertigungsart
    - Fertigungsort
    - Marge
    - Marken-Bonus
    u.v.m.

    Gerade beim letzten Punkt bin ich mir sicher, dass man noch mal etliche € wegen des Namens drauflegt, das ist bei allem so, egal ob Auto, Klamotten oder Instrumente.

    Dennoch gibt es einen gewissen Betrag, der nicht zu unterschreiten ist, wenn man eine bestimmte Güte erreichen will. D.h. wenn ein PU z.B. mindestens 40 € kosten muss um einen ganz exakten Klang zu erreichen, dann kostet er eben

    aus China 40 €,
    aus Korea 60 €,
    als Serie von einem namhaften Hersteller 80 €
    und aus dem Customshop eines namhaften Herstellers dann eben 120 €.

    D.h. es ist offensichtlich, dass man für die gleiche Qualität unterschiedlich viel bezahlt, je nach dem wer diesen PU dann anbietet.

    Wenn man jetzt aber noch mehr sparen muss und einen PU baut, der in der Herstellung dann vielleicht 5-10 € kostet ( um ihn später für 20 € anbieten zu können ), wird man zwangsläufig an irgendeiner Stelle Zugeständnisse machen müssen.

    Ich habe nie gesagt, dass man für relativ schmales Geld heute keine brauchbare Instrumente bauen kann. Früher habe ich seeehr viel mehr Geld für Gitarren ausgegeben als heute. Sowohl die Gitarren als auch die PUs sind heute im Budget Bereich um Längen besser als früher. Aber es gibt Gründe, warum man sie so günstig anbieten kann.
     
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  19. shadok

    shadok Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.05.18   #19
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  20. ChP

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    Erstellt: 07.05.18   #20
    Dem würde ich zustimmen und damit unterbietet derjenige sogar viele Hersteller.

    Aus Interesse aber gefragt: Wenn du MS-Untersuchungen an Kupfer hast durchführen lassen. Welche Informationen hat das dir gebracht? Da bekommst du ja mehr raus als den Reinheitsgrad.
    Wie sahen die Materialschwankungen in den 50ern aus? Größer, durch schlechtere Prozesse oder kleiner da alles aus "einer" Kupferquelle kam?
     
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