ROTH & JUNIUS FLÜGEL ??? taugt das was

von Tonkämpfer, 12.09.07.

  1. Tonkämpfer

    Tonkämpfer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.07   #1
    Hallo !
    Als E-Piano Spieler kenne ich mich im akustischen Klavier- und Flügelbereich
    nicht wirklich aus. Bei Thomann gibt es eine Firma namens Roth & Junius mit
    unschlagbarem Preis für einen Flügel
    https://www.thomann.de/de/thomann_fluegel_gp152_schwarz_poliert.htm
    Kann man den vom Preis- Leistungsverhältnis empfehlen ????
    Gibt es Aussagen zum Klang ???? Ist das preiswert oder einfach nur billig ????
    Danke im Voraus !
     
  2. tastenläufer

    tastenläufer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.07   #2
    Hallo trapp,

    das ist ein billiger Chinesen-Flügel mit deutschem Namen. Bekommst Du wahrscheinlich mit zig anderen Namen noch irgendwo billiger.
    Mit Qualität hat das aber nichts zu tun.
     
  3. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.07   #3
  4. stefan64

    stefan64 HCA Tasten HCA

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    Erstellt: 13.09.07   #4
    - ziemlich antik, da kann ausser dem als intakt bezeichneten (aber wurde er schon mal repariert?) Resonanzboden so ziemlich alles (Stimmnägel, Stimmstock, Saiten, Mechanik, Tastaturbelag, Rahmen,...) defekt/ausgeleiert sein - muss nicht.
    Auch ist die Lackierung weder von überragender Qualität noch original noch in einer wirklich attraktiven Farbe....
    Ergo: das kann, muss aber nicht ein Schnäppchen sein.
    ciao,
    Stefan
     
  5. Tonkämpfer

    Tonkämpfer Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.07   #5
    Danke für die Antworten !
    Abgesehen von der Verarbeitungsqualität, ist der Klang akzeptabel ???
     
  6. andi85

    andi85 Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.09.07   #6
    Wir hatten damals in der Schule einen Blüthner, richtig groß (evtl sogar volle 2,70?) mit Aliquot und allen Schikanen. Auch wenn er ziemlich runtergeritten war, ein unglaubliches Teil!

    @Trapp: Käme für dich evtl auch ein gebrauchter "Marken"-Flügel in Frage?
     
  7. Tonkämpfer

    Tonkämpfer Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.07   #7
    Hallo !
    Ja was gebrauchtes ist auch ok !
    Wobei es ein Flügel hauptsächlich der Optik wegen sein sollte,
    da er in einer Gaststätte als Blickfang stehen soll. Aber er sollte natürlich auch
    spielbar sein und einen passablen Klang haben. Der Gaststättenbetreiber möchte
    allerdings keine 10.000 € investieren !
     
  8. Petz

    Petz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.07   #8
    Also nachdem was ich aus den Bildern vom Innenleben erkenne würd ich den mal näher in Augenschein nehmen:
    Englische Mechanik, noch aus der vor DDR - Ära, kein Rost, Resonanzboden und Wirbel sehen auch gut aus, Vollpanzerrahmen.
    Aufgrund der geringen Länge darf man sich halt im Bassbereich keine Wunder erwarten.

    Mit den Chinesenklavieren fehlt mir die Erfahrung, mit anderen technischen Produkten von dort bin ich qualitativ zufrieden bis äußerst zufrieden (z. B. ne Drehbank) und das Preis - Leistungsverhältnis ist aufgrund der geringen Arbeitskosten dort unschlagbar.
    Denke das die Fernöstler fleißige und motivierte Arbeiter mit hoher Handwerkskunst sind; nachdem die Chinesen unsere Märkte erobern wollen wären sie an und für sich gut beraten keinen Müll zu liefern nachdem sie wissen das die Japaner bei ihrem Einstieg in Europa in den Sechzigern sehr schnell draufkommen mußten das mit Billigware kein Staat zu machen war.
     
  9. tastenläufer

    tastenläufer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.09.07   #9
    Nach dem ja alle paar Tage eine Rückrufaktion von giftigem, chinesischem Billigspielzeug erfolgt, wäre ich mit so chinesischem Billigkram sowieso vorsichtig.
    Da wird jahrelang über Nichtraucherschutz, CO2 usw. diskutiert und dann stellen sich die Leute ne Holzkiste ins Wohnzimmer, welche mit Bleichmitteln, Lacken und anderen äußerst giftigen Cemikalien behandelt wurden, die in Deutschland schon seit 30 Jahren verboten sind.:screwy:
     
  10. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.09.07   #10
    Und außerdem:
    "Support your local Klavierbauer!"
     
  11. pille

    pille Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.09.07   #11
    Also, ich habe ihn zwar nicht ausprobiert, aber in dieser Preisklasse tummelt sich unglaublicher Schrott auf dem Markt. Das ist dann was zum Wohzimmer dekorieren, das wars dann aber auch. (Auch wenn nicht alles was aus China kommt schlecht ist).
    Wesentlich solider und in ähnlicher Preisklasse erscheint mir dann doch eher das hier:
    http://cgi.ebay.de/Yamaha-Fluegel-G...ryZ16220QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem
    oder das hier
    http://cgi.ebay.de/Fluegel-Yamaha-G...ryZ16220QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem
    obwohl ich mir diesen nicht zulegen würde, allerdings erscheint mir auch das Angebot recht seriös und besser als der China-Thomann-Flügel ist er sicher allemal.

    Im Endeffekt würde ich jedoch den seriösen Händler vorziehen. Man kauft sich ja nicht alle Tage nen neuen flügel.



    ach ja...und ansonsten rate ich zu gebrauchten KAWAIS. TOP-Preis-Leistungsverhältnis und extrem robuste Instrumente (s.a. meinen kürzliche Beitrag zum Flügeltest)
     
  12. Petz

    Petz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.09.07   #12
    Aber mit Holzwürmern hättest Du garantiert nie Probleme, die flüchten schon aus drei Metern Abstand freiwillig........:eek:
    Mir persönlich geht jedenfalls Haltbarkeit vor Umweltschutz weil ersteres meine Geldbörse zwicken würde, letzteres aber erst die meiner sowieso nicht vorhandenen Kinder.

    Einen gebrauchten Japaner kannst Du sicher ohne jede Reue kaufen, Yamaha ist vom Klang her sehr gut wenn ihn ein Könner intoniert; wenn man den speziellen Klang bei Kawai mag dieser genauso denn von der technischen Qualität her würde ich die japanischen Erzeugnisse sogar über die meisten Europäer stellen.
     
  13. Petz

    Petz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.07   #13
    Nachtrag: Wenn ein Chinaflügel in das Konzept passt würd ich mir die Marke Ravenstein mal näher ansehen, anscheinend Konstruktion und QM vor Ort von einem deutschen Klavierbauer und die Instrumente werden vor der Auslieferung in Deutschland gelagert und paarmal gestimmt sowie intoniert.
    Auch einige Fachhändler haben die Marke im Programm.
    Auch sonst machen die nen guten und robusten Eindruck allerdings kam mir bis dato noch keiner unter die Tatzen zum persönlichen Ausprobieren.
    Sind allerdings auch nicht die ganz billigen Fernostexemplare.....
     
  14. eMarc

    eMarc Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.05.11   #14
    Also, gibt's inzwischen jemanden, der einen 5000-€-Roth-&-Junius-Flügel hat oder wenigstens jemanden kennt, der einen hat?
     
  15. Mod-Paul

    Mod-Paul Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.05.11   #15
    Hallo und herzlich Willkommen hier im MusikerBoard :)

    ja, ich kenne diese Modellreihe. Wie bei vielen Chinesischen Herstellern ist die Streuung was die Qualität angeht sehr weit. Das bedeutet, dass man "Glück" mit einem solchen Instrument haben kann, aber auch viel Pech. Das liegt zum Teil auch an den etwas minderwertigeren Materialien, die in solchen Instrumenten Verwendung finden. Ausschlagebend ist hier die Wahl der Resonazbodenhözer, der Stege, Saiten und Mechanikteile. Wenn man Pech hat, kriegt man in ein solches Instrument, nicht zuletzt auch wegen der kurzen Mensur, keine vernünftige Stimmhaltung hin. Die Mechanik lässt sich, wenn die Mechanikteile nicht exakt verabeitet wurden, nicht richtig regulieren. Das geht auf Kosten der Spielart. Dann hängt es insgesamt davon ab, welchen Anspruch man an ein solches Instrument stellt. Das muss jeder für sich selbst herausfinden. Auf jeden Fall lohnt es sich verschiedene Instrumente von unterschiedlichen Herstellern auszuprobieren und anzuspielen, damit man ein Gefühl dafür bekommt, was einem liegt. Was den Klang angeht, so kann nur der Klavierspieler, der darauf spielt, für sich entscheiden, ob er den Klang mag.

    Gruß,

    Paul

    Edit:
    Jetzt kommen die ganze alten Threads wieder an die Oberfläche :D
     
  16. eMarc

    eMarc Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.11   #16
    Danke für deine Ausführungen, Paul!

    Für mich hat sich die Sache jetzt auf andere Weise geklärt: Wie viele Flügel ist die Bein/Kniefreiheit beim Junius & Roth 62 cm und damit für mich etwas knapp. Mein Ende 80/Anfang 90er KORG E-Piano CP5000 hat 64 cm. Die zwei Zentimeter machen den Unterschied!

    Ich werde jetzt das Klavier aus meinem 500 km entfernten Elternhaus herbeischaffen lassen, das hat nämlich auch die begehrte Kniefreiheit und sollte laut Stimmer den Transport auf alle Fälle wert sein.
     
  17. harfe4you

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    Erstellt: 19.01.12   #17
    Ist das eigentlich verlässslich mit der Aussage, dass "Roth & Junius" in China produzieren?
    Ich frage deshalb, weil seit letztem Winter auch Harfen von denen auf dem deutschen Markt zu finden sind (über Thomann).
    Beim genaueren Recherchieren bin ich dann auf dieser Website gelandet - China sieht irgendwie anders aus..... ;)
    Oder sind zwei verschiedene Paar Schuhe?! :confused:

    http://roth-und-junius.de/history-dt.htm
     
  18. Piano-Gregor

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    Erstellt: 20.01.12   #18
    Die Website wurde das letzte mal 2005 geändert, also noch bevor die Firma Ibach (zu der Roth & Junius damals gehörte) dicht gemacht hat. Seit 2009 gehört die Wortbildmarke dem Musikhaus Thomann, das auch unter diesem Namen alle möglichen anderen Instrumente verkauft. Zu Ibachs Zeiten wurden Roth & Junius ab 1989 von Young Chang in Korea produziert. Heute kommen die mit Sicherheit aus China, anders sind die Preise nicht zu erklären.

    Gregor
     
  19. harfe4you

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    Erstellt: 21.01.12   #19
    Danke Gregor! :)
    Also hat das mit dem ursprünglichen Roth & Junius (einer bekannten deutschen Firma) nun überhaupt nichts mehr zu tun (oder wurden da neben dem Namen evtl. auch sonstige Rechte z.B. für Baupläne, Instrumentenbau übernommen? :confused:).


    P.S.: Ibach gibt es offenbar noch in Düsseldorf:
    http://www.ibach.de/
     
  20. Piano-Gregor

    Piano-Gregor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.01.12   #20
    Also mit der ursprünglichen deutschen Firma aus Hagen hat das überhaupt gar nix zu tun. Aber das ist üblich in der Branche, zumindest bei Klavieren. Man kauft irgendeinen alten deutschen Markennamen (oder man braucht den meist gar nicht kaufen weil längst abgelaufene Markenrechte) und klebt das dann auf billige Chinaware.

    Ibach gibt es nicht mehr wirklich. Mag sein, dass die noch im Handelsregister stehen, womöglich haben die sogar noch Geschäftsaktivitäten, aber die Produktion von Instrumenten gehört nicht dazu. Rolf Ibach ist mittlerweile im Team von Wendl & Lung bzw. Feurich. Die produzieren Klaviere in China sowie in Gunzenhausen (Bayern), u.a. auch ein Modell, was seinerzeit Rolf Ibach konstruiert hat.
     
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