Wie bei so ziemlich jedem Amp, muss man auch beim Sansamp etwas Zeit und Geduld in die persönliche Soundsuche investieren. Ich weiss ja nicht wie lange du Zeit hattest mit dem Sound zu experimentieren, bzw. ob du überhaupt Zeit hattest, im Laden die Bedienungsanleitung zu studieren. In dieser sind nämlich zum einen einige Soundbeispiele gegeben (z.B. auch Ampeg-ähnlicher Sound) und zum anderen ist die passive Mittenreglung erklärt. Dir wird ja beim Antesten bestimmt aufgefallen sein, dass der Sansamp ´nen Höhenregler (Treble) und ´nen Tiefenregler (Bass) hat, aber jedoch keinen Mittenregler. Das Geheimnis der passiven Mittenreglung sieht wiefolgt aus:
* Bass- und/oder Höhenregler = 12 Uhr: neutral Mitten
* Bass- und/oder Höhenregler > 12 Uhr: Mitten werden jeweils ausgeblendet
* Bass- und/oder Höhenregler < 12 Uhr: Mitten werden jeweils geboostet
Damit muss man halt auch ein wenig rumspielen, um den gewünschten Mittensound hinzubekommen, aber ´nen knurrigen Sound bekommt man mit dem kleinen Zauberkasten auf jeden Fall hin. Die T.Amp Endstufen (zumindest die der Fertiungsreihe MK II) verfügen übrigens auch über einen Limiter, der vor Clipping schützt.
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Du brauchst noch ein paar Argumente für den Kauf?! OK, ich versuche mal dir den Sansamp etwas schmackhafter zu machen.
* Der Bassdriver ist klein & handlich (passt ohne Probleme ins Gigbag, den Koffer oder sogar die Jackentasche
* Du bist sehr flexibel was den Grundsound angeht, denn dank "Drive"-Regler kannst du den Sound beliebig stark anzerren und dank "Prescence"-Regler kannst du das Attack des Anschlags beeinflussen und dem Sound damit mehr oder weniger Definition geben.
* Du hast immer ´ne D.I.-Box dabei (Klinke und XLR) und bist damit auch für große Bühnen bestens ausgestattet. Abgesehen davon werden dich die Suondmischer für diesen kleinen Zauberkasten knuddeln. ;-)
* Bei großen Gigs mit ordentlichem Bühnen-Monitoring kannst du gänzlich auf Endstufe und Bassbox verzichten. Ist auch lustig, wenn das Publikum sich wundert, wo denn der geile Sound herkommt. :-D
* Du kannst den Bassdriver auch mit Batterie betreiben und bist damit nicht an ´ne Steckdose gebunden (ist auch beim Recording ganz praktisch)
* Schau dir mal die "Hall of Fame" auf
www.tech21nyc.com an und du wirst sehen, dass viele bekannte Bassisten auch auf den Sansamp schwören. Hat schon seine Gründe. :-D
* Mit dem Sansamp (ca. 230 ) + T.Amp Endstufe (ca. 250 ) hast du für rund 500 ´nen sehr leistungsstarken, flexiblen und gut klingenden Amp (imho bestes P/L-Verhältnis)
--- EDIT: Ende ---