Sax-solos

von Amfortas, 22.05.07.

  1. Amfortas

    Amfortas Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.05.07   #1
    Hallo zusammen, ich nerv euch jetzt mit einer Sache die schon tausend mal da war. Aber ich brauch ne grundlegende erklärung.
    Also, ich spiel Saxophon und will über Stücke die ich spiele Solos spielen. Mit den akkorden und verschiedenen tonleitern kenn ich mich gut aus, also dürfen fachworte verwendet werden.
    Wenn ich jetzt ein Stücke habe, wo die Akkorde dabei stehen und so.
    Was spiele ich dann? Wie spiele ich dazu? Welche Töne sind nutzbar, welche Tonleitern usw.... (vll. mit einem Beispiel erklären oder so)


    danke im voraus

    oli
     
  2. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 22.05.07   #2
    Wenn du über ein Stück improvisieren möchtest, versuche doch erst einmal eine Improvisation zu singen. Weil wenn du etwas singen kannst, dann hast du auch eine Klangvorstellung, eine Idee, und das ist eben das wichtigste beim Improvisieren.
    Sonst klingt es nur nach Tonleitergedudel.

    Zum Tonmaterial:

    1.) Häufig kommst du mit den Tönen der Tonart sehr weit, wenn das Stück nicht moduliert und hauptsächlich diatonische Akkorde verwendet.

    2.) Hundertprozentig passen immer die Akkordtöne. Es kann aber sehr gut sein, daß ein Solo, das nur aus Akkordtönen besteht, etwas farblos klingt.

    3) Du kannst auch die Tonarttöne verwenden, und bei nichtdiatonischen Akkorde dann die abweichenden Akkordtöne anpassen. (ist wie 1 + 2)

    Ansonsten kann ich dir sehr die "Neue Jazz-Harmonielehre" von Frank Sikora empfehlen. Ist ein sehr gutes Buch...

    Gruß
     
  3. Orgeltier

    Orgeltier Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.05.07   #3
    am besten fängst du mit einfachen blues-formen an. so stücke wie watermelon man sind dazu super geeignet. und dann probierst du mal mit den pentatoniken rum. die dur-pentatonik ist: 1,2,3,5,6 (optinal auch b3 dazu) und die moll-pentatonik 1,b3,4,5,b7 (hier auch optional b5 noch dazu).
    damit wirst du nämlich schon ziemlich schnell erfolgserlebniss haben. wenn du dann irgendwann ein gefühl dafür entwickelt hast, wie bestimmte licks klingen, ist es wesentlich einfacher auch genauer auf die chords einzugehen.
    sofort nach akkorden zu spielen ist sehr schwer, weil man wahrscheinlich noch nicht wirklich ein gefühl dafür hat, welche tonsprünge wie klingen, und außerdem neben der denkarbeit bezüglich der akkorde auch noch darauf achten muss, dass man sie sinnvoll verbindet.
     
  4. mos

    mos Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.06.07   #4
    In den Akkordtönen hat man ja sehr oft die 7 oder die 11 mit drin. Je nachdem, wenn diese Töne nicht in der Tonleiter der Tonart vorkommen, geben sie einer Impro eine schöne Färbung. Das musst du ausprobieren.

    Ich spiele aus dem Bauch raus. Wenn man das aber nicht so gut kann, könnte man folgendes machen.

    Entweder die Melodie umspielen, also hier und da ein paar Gracenotes dazu packen oder halt die Terzen oder so dazu spielen.

    Was auch gut hilft ist z.B. dir einen Rhythmussequenz überlegen, die zum Stück passt. z.B. di,ba,be,lu,ba.....bap! und diese mit verschiedenen Tönen spielen. Oder eben zwei Rhythmussequenzen aneinander hänge. Dann kannst du dich erstmal auf die Töne konzentrieren und musst dir nicht auch noch überlegen, welchen Rhythmus spiele ich den jetzt.

    Du solltest auch versuchen, deine Lininien über 2 oder mehr Takte laufen zu lassen und ganz, ganz wichtig! PAUSEN! Es gibt nichts schwierigeres als gut gesetzte Pausen "zu spielen". Nicht nur endlose Achtelketten aneinander Reihen. Fühl einfach das Stück. Wenn du dich in der Akkord und Tonleiterlehre gut auskennst, hast du schon einen extrem guten Start.
     
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