Scales ja oder nein?

von Dragonlord, 02.12.03.

  1. Dragonlord

    Dragonlord Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.12.03   #1
    Hallo,


    ich hab bis jetzt immer mit den Pentatinischen Skalen soliert. Heute habe ich mir das Buch "guitar solo guide" geholt, darin steht das man nicht unbedingt anhand von Skalen mit festen Fingersätzen spielen soll, sondern mit Intervallen, und Akkordtönen. Ich persönlich finde das aber schrecklich kompliziert.
    Was haltet ihr davon bzw. wie macht ihr das?
    Ich finde ganz ohne Skalen Fingersätze gehts nicht.......sehr verwirrend und demotivierend das ganze :(
    Naja und Kreativ kann man ja auch innerhalb eines patterns sein....
     
  2. Crusher

    Crusher Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 02.12.03   #2
    Ich denke mal selbst, wenn man ein Solo nicht nach scales schreibt, würde man letztendlich da scales entdecken können. Alles, was harmonisch klingt hat ja normalerweise auch irgendne scale.
     
  3. Domo

    Domo Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 02.12.03   #3
    also ich komme ohne scales gornimmer aus ;)
     
  4. moo

    moo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.12.03   #4
    Was der Autor in deinem Buch hoechstwarscheinlich meint ist in Intervallen denken wenn du deine Melodien aufbaust. Dazu kannst du spaeter uebergehn, wenn mal die Basis richtig sitzt und du haargenau weisst wie eine Secunde, Sext etc klingt und was fuer eine Farbe sie deinem Meisterwerk verleiht. Ist nicht eine Alternative zu einer Tonleiter, sondern ein anderes, theoretisches an-die-Sache-gehn.
    Ansonsten: mit der reinen Pentatonik kommt man nicht sehr weit. Benutze statt dessen die Blues-Scale und wenn es Dur sein soll dann den Myxolydischen Modus. Mit diesen beiden kannst du schon einen Grossteil aller Rock-Dinger spielen.
     
  5. Dragonlord

    Dragonlord Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.12.03   #5
    Momentan mache ich es so, wenn ich eine Melodie im Kopf habe dann versuch ich diese mit hilfe der Pentatonic umzusätzen. Also die Pentatonic nehme ich nur als Grundlage bzw. orientierung. Rauskommen tut meistens eine Mischung aus Pentatonic und Pentatonic fremden Tönen.
    Ich arbeite darauf hin mit der Gitarre zu singen, ich hoffe ich bin damit auf dem richtigen weg :rolleyes:
     
  6. *Guitar-Guru*

    *Guitar-Guru* Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.12.03   #6
    Freilich kann (und soll!!) man Scales zum improvisieren hernehmen!
    Es gibt ja nicht umsonst 7 verschiedene Modes in denen man hervoragend solieren kann! :) Mit Intervallen kannst du deine Improvisation sozusagen 'Ausschmücken' (wie moo schon sehr schön formuliert hat!). Mit ihrer Hilfe kannste x Klangfarben in dein Solo bringen.
    Kleine Terzen sind typisch unsere traurigen Tonart Moll (auch Äolisch gennant 6 Mode) recht harmonisch, Quinten und vor allem Quarten (finde ich) recht powerreich, usw.
    Aber die meisten Soli basieren auf Scalen. Und die Pentatonic ist soetwas wie die Grundscale. Du kannst alle anderen (Moll- und Durscales, Blues-scale, usw.) auf ihr aufbauen!! Also ist das meiner Meinung nach schon gut so gewesen, dass du dich so umfassend mit ihr beschäftigt hast! Nur wir sie auf dauer langweilig und desshalb, NEUE TÖNE EINBAUEN (=neue Scale verwenden :) )

    Gruß Guru
     
  7. TeeBee

    TeeBee Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.12.04   #7
    Dieser Thread passt mir gut: Wenn ich ein bissel in der pentatonik o.ä. improvisier ist es häufig so, dass sich die soli nicht wirklich nach rock anhören, eher nach einer schmalzigen tonreihenfolge, liegt das an der geschwindigkeit oder benutze ich die falsche scale? Überall les ich nur von der Penta, und die benutz ich doch auch:screwy:
     
  8. AndyP

    AndyP Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.12.04   #8
    Wenn du gerade dabei bist die Skalen und Pentatoniken zu erlernen, dann ist es logisch, dass es am Anfang nur nach einem Gedudel klingt.

    Jede Skala hat etwas Eigenes, der Sound und die Bespielbarkeit ist von Skala zu Skala verschieden.
    Du solltest dich mehr darauf konzentrieren, eine Melodie zu spielen die nachvollziehbar ist, statt blind loszufiedeln wo kein Ende ersichtlich ist.
    Tempowechsel, auf Tönen stehen bleiben, Bendings ausreizen etc.
    Mehr Farbe in das Gefiedel bringen, damit es einprägsam wird.
     
  9. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 27.12.04   #9

    Ist halt ein Unterschied, ob die die Dur- oder Moll/Blues-Pentatonik nimmst.
    Wenn Du die über Akkord A spielst, hast Du einen Ausschnit der Dur-Leiter, die klingt natürlich immer etwas fröhlicher

    2----5-----
    2----5------
    2--4-------
    2--4------------
    2--4-----------
    2-----5--------

    Das ganz über einen A-Powerchord oder einen A7 hier...

    5----8-----
    5----8-----
    5--7-------
    5--7------------
    5--7----------
    5----8--------

    ...klingt dann schon mehr nach Rock/Blues etc.

    Vielleicht spielst auch noch nicht mit Bendings und Fingervibrato, dann hört sich das natürlich oft etwas "statisch" und leblos an.
     
  10. TeeBee

    TeeBee Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.12.04   #10
    Nein, nein Bendings usw. benutze ich schon, es liegt glaub ich einfach daran dass ich mir zu wenig Gedanken darüber mache welche melodie ich überhaupt hören will.
     
  11. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 27.12.04   #11
    Gemeint sind sicher die sogenannten "Intervallic Designs", d.h. die improvisatorische "Beschränkung" auf Intervalle, um von Rauf- und Runtergedudel von Skalen und Tonleitern wegzukommen (= "Scale Splitting").

    Wenn man bislang meist skalenorientiert gespielt hat, ist das Neuland, das man sich ziemlich mühsam erobern muss.

    Ehrlich gesagt, ich arbeite auch gerade dran. Für den Anfang ist es hilfreich, innerhalb der Skala gelegtlich Töne und Saiten zu überspringen ("String Skipping"). Was wiederum am einfachsten ist, wenn man dabei den Akkord vor Augen hat, Beispiel:

    Skala: Penta A-moll erweitert auf dorisch Moll
    Rot=Akkordbild

    5--7-8------
    5--7-8----
    5--7-------
    5--7--------
    5--7----------
    5--7-8----------

    Da kann man z.B. spielen (eine von 1000 Möglichkeiten ;) ):

    ------------------------8--5----------------
    -----------------5------------7------------
    ------5-------------7------------5----------
    ----------5---7------------------------------
    5--7--------------------------------------
    ----------------------------------------------

    FETT = Betont
     
  12. Dizzy Reed

    Dizzy Reed Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.12.04   #12
    Mh, ich denke es liegt einfach daran, dass du noch nicht lange genug spielst/übst/improvisierst. Wenn ich improvisiere, lass ich mich praktisch von meinen Fingern führen, ich mach mir keine Gedanken wie die Meldoie aussehen soll, sie ensteht einfach.

    Und wenn deine Soli rockig klingen solln: Triller (!!!), harmnocis, Vibrato und Bendings MÜSSEN rein.
     
  13. hansi_guitar

    hansi_guitar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.12.04   #13
    @dizzy red

    jetzt will ichs wissen: wie spiel i die beknackten triller richtig??? bzw. wie muss i die spielen:o
    in meim gitarrenbuch steht da nix drin.

    kann mi da jemand aufklären (bitte)
     
  14. Imperial

    Imperial Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.12.04   #14
    Es ist natürlich nichts falsches daran an Skalen festzuhalten, man läuft aber gefahr das es sehr nach der allseitsbekannten "Skalendudelei" klingt.

    Es gibt daher viele Ansätze um das zu ändern, wie z.B. die oben genannten Intervall Licks, oder Common Tone approach usw. usw.

    Der Trick besteht darin "intelligent" zu spielen. Wenn man z.B. weiß dass das Charaktergebende Intervall in Dorisch die dorische Sexte ist, kann man eher ein Dorisches Feeling erzeugen indem man sich seine Licks um dieses Wissen herum baut, anstatt z.b. in D Dorisch seine C Dur(ionisch) Shapes zu nehmen und rauf und runter zu sausen. Andere wiederum machen "Targeting" was soviel heißt wie den Zielton (meist das Charaktergebende intervall) chromatisch zu umspielen und dann drauf zu landen......

    Klingt kompliziert, ist es auch (WENN MAN DAS NICHT JEDEN TAG ÜBT)
    Ich kann nur empfehlen das Ihr euch Platten von Shawn Lane (the power of ten/Personae) und Greg Howe (Extraction/Hyperacuity) oder auch Jeff Kollman(mit Cosmosquad - Squadrophenia) anhört wenn Ihr euch für so etwas interessiert. :great:
     
  15. Ayu

    Ayu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.12.04   #15
    Da gibt es doch noch die sogennanten Cells, womit man improvisieren kann :o

    Triller ist einfach ne schnelle Hammer-On - Pull-Off Combo :great:
     
  16. Dizzy Reed

    Dizzy Reed Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.12.04   #16
    Jep. Beispiel für ein Triller:

    Zeigefinger im 8 Bund auf der h Saite. Der Ringfinger macht nun ein Hammer On im 10 Bund, direkt ein Pull Off, dann wieder Hammer On und wieder Pull Off. Ganz schnell, das bedarf einiger übung vor allem dass beim Pull Off keine unangenehmen Geräusche entsehen. Achja, der Zeigefinger blebt die ganze Zeit im 8ten Bund. Das ganze lässt sich natürlich auf jeder Saite, in jedem Bund und mit jeder Fingerkombination machen (nicht nur Zeige und Ring, ist zwar am einfachsten wirkt aber auf die dauer Lahm, ruhig auch mal Zeige und kleiner...)
     
  17. m?h

    m?h Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.12.04   #17
    ich finde es ist am einfachsten etwas gutes zu improvisieren wenn man jeden ton den man spielt zuerst im kopf "denkt"

    so kommt man mal auf gute melodien und nicht stures gefiedle

    am anfang vielleicht besser mit geringem tempo anzufangen, sonst kommt man gac mit dem "denken" nicht mit
    :great:

    *gg*
    so machs zumindest ich
    :D
     
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