Schlagzeug-Abnahme

von TrusT_Burgi, 10.01.07.

  1. TrusT_Burgi

    TrusT_Burgi Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    23.12.06
    Zuletzt hier:
    13.01.07
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 10.01.07   #1
    Hallo Leute

    Ich habe so einige Fragen über das Abnehmen vom Schlagzeug über eine PA anlage!

    ALso gibt es Geräte die mir eine Kick und eine Puntch bei der Bassdrum machen?? Weil bei mir habe ich so viel Hall immer drauf! Und mann hört denn einzelne Schläge nicht mehr so gut! Das selbe Problem auch bei den Toms!!

    Was kann ich da Machen??

    Welche EInstellungen soll ich am Mischpult für die einzellnen Trommeln Vornehmen??

    Wie soll ich abnehmen live?? Jede Trommel oder nur ein paar Mikrofone???

    Kann mir wer helfen??

    Danke:great:
     
  2. nils1

    nils1 HCA Drum-Tuning HCA

    Im Board seit:
    08.01.07
    Zuletzt hier:
    25.11.16
    Beiträge:
    466
    Ort:
    Bremen
    Zustimmungen:
    84
    Kekse:
    2.826
    Erstellt: 10.01.07   #2
    Hallo,

    zuerst kommt die Stimmung der Trommeln. Für akustisches Spiel muss meist anders gestimmt werden als für Close-Miking. Wenn die Stimmung OK ist, kann man sich anderen Dingen zuwenden.

    Wie viele Mikros du nimmst hängt von der Musik und der Situation ab. Die meisten Jazzer nehmen nur Overheads und ggf. ein Bassdrummikro, weil sie auf sehr naturgetreuen, akustischen Sound stehen und nicht so viel Druck brauchen. Für die meisten Pop/Rock....Stilarten wird zusätzlich ein sog. Close-Miking verwendet, also i.d.R. jede Trommel noch mal einzeln abgenommen.

    Das A und O bei der Abnahme ist die Mikrofonierung. Welches Mikro wofür und wo muss es genau positioniert sein. Damit kann man das meiste erledigen BEVOR man am EQ dreht und BEVOR man irgendeinen Effekt verwendet.

    Experimentiere mal mit der Positionierung. Schalte vorher die EQs aus oder auf flat und nimm alle Effekte weg. Dann richte die Mikros von den trommeln, die zuviel Attack haben, mehr zum Rand hin aus. Höhe über dem Fell, Anstellwinkel und Entfernung vom Kesselrand sind die drei Parameter, die man ändern kann.

    Dann ist es noch wichtig, ob man live spielen oder eine Aufnahme anfertigen will. Die Einstellungen am EQ für live sind extrem durch die räumlichen Gegebenheiten bestimmt. Bei einer Aufnahme würde ich immer dazu raten trocken aufzunehmen und erst hinterher die Aufnahme zu bearbeiten.



    Nils
     
  3. TrusT_Burgi

    TrusT_Burgi Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    23.12.06
    Zuletzt hier:
    13.01.07
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 10.01.07   #3
    Hallo

    Danke erstmal für die super Infos! Ist mir mal schon eine große hilfe. Also ich spiele in Richtung Rock! Hilft so ein Gate oder wie das heißt?? Weil meine Trommeln haben so einen natürlichen Hall immer oben beim Live Abnehmen??? Ich hätte aber gerne wenn man den schlag genau hört und sonnst nichts! Dann hört man auch die einzelnen Schlage besser!
     
  4. ulze

    ulze Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    27.05.06
    Zuletzt hier:
    10.12.11
    Beiträge:
    792
    Ort:
    Burghausen/Burgkirchen
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    805
    Erstellt: 10.01.07   #4
     
  5. TrusT_Burgi

    TrusT_Burgi Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    23.12.06
    Zuletzt hier:
    13.01.07
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 10.01.07   #5
    Vielen dank für die super auskunft

    Und die Einstellungen fürs Mischpult?? Gibts da "Vorgaben"?? wie stell ich den EQ ein??
     
  6. ulze

    ulze Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    27.05.06
    Zuletzt hier:
    10.12.11
    Beiträge:
    792
    Ort:
    Burghausen/Burgkirchen
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    805
    Erstellt: 10.01.07   #6
    Das ist immer eine riesen Frage - und man kann sie so nicht beantworten.
    Jeder hat sein eigenes Rezept aber was gewiss ist: Du musst den Sound mögen! Stells so ein das du es gut findst. Eine kleine Hilfe noch: Man gewöhnt sich an die Einstellungen bzw. das Ohr gewöhnt sich daran deswegen:
    1. Nicht übertreiben!
    2. Immer im Vergleich zum Rohmaterial bzw. unbearbeiteten Audiosignal probehören.
     
  7. Puncher

    Puncher Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    21.02.06
    Zuletzt hier:
    23.09.10
    Beiträge:
    2.559
    Ort:
    Aachen
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    2.663
    Erstellt: 10.01.07   #7
    Ideen für Einstellungen (EQs, Gates, Kompressoren) findest du unter Tontechnik
     
  8. richi002

    richi002 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.05.06
    Zuletzt hier:
    5.07.12
    Beiträge:
    165
    Ort:
    Burgstädt
    Zustimmungen:
    3
    Kekse:
    225
    Erstellt: 11.01.07   #8
    Das Hallprobelm bei allen Trommeln des Drumsets hatte unser Schalgzeuger auch immer. Egal wie gut es gestimmt war es hat immer gehallt.

    Die Lösung: In die Basedrum ein Drum Kissen rein. Die BD klingt plötzlich schon viel satter und hat weniger nachhall, weil das Kissen beide Felle abdämpft. Alles neu stimmen. Dann das BD Mikrofon auf verschiedene Teile des Schlagfells richten. Mitte - Kick nach ausen wird es immer "bassiger" mit weniger Obertönen. Es gibt zwei millionen Möglichkeiten wie du das Mik positionierst. Einfach in einer ruhigen Minute hinsetzen und ausprobieren.
    Als Schlegel für die Fußmaschine solltest du für ordentlich Kick einen Plastikschlägel oder Holzschlägel verwenden. Filz klingt dafür teilweise zu dumpf.

    Bei den Toms mit Schaumstoff/Tempotaschentuch und Gaffa Tape versuchen Schlag und Resonanzfell zu dämpfen. Bei der Snare nur das Schlagfell. Versuche die Felle straff zu spannen um ein kürzeres Nachschwingen zu erreichen.

    Wenn du noch die Orginalfelle auf deinen Drums hast schmeiß sie runter, wenn es nicht gerade neue Remo Felle sind. Nach dem Austausch aller Felle kommen die Toms unseres Schlagzeugers ohne jegliche Dämpfung aus und haben nur wenig Hall. Die Snare wurde richtig gut "klatschend" also kurz, direkt und prägnant. Die Schlagfelle sind genauso wichtig wie die Resofelle.

    Die Mikrofonierung der Toms ist auch wieder Geschmackssache. Versuche mit der Ausrichtung zu experimentieren um den für dich besten Klang zu erzielen.

    Gates würde ich erst als Feinschliff für ein gut klingendes Set einsetzen. Sonst produziern die nur Müll.


    Gruß
    Martin
     
  9. Puncher

    Puncher Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    21.02.06
    Zuletzt hier:
    23.09.10
    Beiträge:
    2.559
    Ort:
    Aachen
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    2.663
    Erstellt: 12.01.07   #9
    Iiiiih. Da kann man ja gleich das Schlagzeug-Set vom Aldi nehmen. Klar, Kick wirst meist etwas gedämpft. Aber Tempo-Orgien auf den Toms? Da sollte der Mischer noch mal ein wenig sich mit gutem Mischen beschäftigen.
     
  10. ulze

    ulze Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    27.05.06
    Zuletzt hier:
    10.12.11
    Beiträge:
    792
    Ort:
    Burghausen/Burgkirchen
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    805
    Erstellt: 12.01.07   #10
  11. richi002

    richi002 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.05.06
    Zuletzt hier:
    5.07.12
    Beiträge:
    165
    Ort:
    Burgstädt
    Zustimmungen:
    3
    Kekse:
    225
    Erstellt: 12.01.07   #11
    Nun ja, wenn ich davon ausgehe, dass eine Tom eben durch schlechte Felle, Kessel, Stimmung etc. sehr hallt, dann ist da auch nichts mit gutem Mischen zu machen.
    Zitat
    Und Tempo Taschentücher sind so die gewöhnlichsten Helfer in solchen Sachen. Es gehen auch solche Gel-Pads oder andere Dämpfer. Diese sind meistens aber nicht bei der Hand und zum Experiementieren sind die Tempos alle mal ok.


    Gruß
    Martin
     
  12. B?niB

    B?niB Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    14.10.03
    Zuletzt hier:
    10.03.12
    Beiträge:
    567
    Ort:
    Iffezheim
    Zustimmungen:
    5
    Kekse:
    249
    Erstellt: 23.01.07   #12
    Also erstmal die Toms abdämpfen ist der einfachste (und günstigste) mechanische Weg. Erst wenn man das versucht hat und noch nicht zufrieden ist, sollte man sich Kompressoren zulegen. Das ganze ist dann über die Attack-Time so einzustellen, dass du einen guten Kick hast (natürlich erfordert all dies auch eine gute Mikrofonierung) und das Nachschwinngen des Instrumentes im Level (beim einsetzten des Kompressors) bedämpft wird.
     
  13. Boerx

    Boerx Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    07.08.05
    Zuletzt hier:
    5.12.16
    Beiträge:
    3.174
    Ort:
    Karlsruhe
    Zustimmungen:
    383
    Kekse:
    14.712
    Erstellt: 24.01.07   #13
    Kompressoren für Toms halte ich für den falschen Weg, bei Snare und Kick ok. In der Regel komm ich ohne Kompressoren für das Drumset aus evtl. mal einer in der Summe. Bei entsprechenden Mikros und guten Trommeln braucht man auch für Snare und manchmal sogar der Kick nicht mal ein Gate.
     
  14. B?niB

    B?niB Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    14.10.03
    Zuletzt hier:
    10.03.12
    Beiträge:
    567
    Ort:
    Iffezheim
    Zustimmungen:
    5
    Kekse:
    249
    Erstellt: 24.01.07   #14
    Das mit der Summenkompression beim Drumset, is das was...? ich hab zu wenig Kanäle am Pult und nehm deshalb nur mit vier Spuren ab (01V mit internen Dynamics), habe mich aber bisher noch gescheut, ein Submixer zu nehmen und die ganze Summe zu komprimieren.

    Wie du sagst: "bei entsprechenden Mikros und guten Trommeln"... ist das nicht vorhanden, ist ein Kompressor sicher die günstigste, wenn auch net die optimalste Lösung.
     
  15. freekey

    freekey Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    02.02.07
    Zuletzt hier:
    26.02.07
    Beiträge:
    1
    Ort:
    Wolfenbüttel
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 02.02.07   #15
    Pauschal gibt es wohl kaum "Vorgaben", wie man ein Schlagzeug abmixt. Hier habe ich ein paar Daten ausgegraben, die Dir vielleicht als Orientierung helfen könnten.

    Bass drum:
    Anhebung zwischen 60Hz bis 80Hz gibt mehr Druck, Absenkung zwischen 250Hz und 350Hz beseitigt den "holzigen" Klang, Anhebung zwischen 2kHz und 4kHz bringt mehr "Kick"

    Snare:
    Anhebung zwischen 140Hz bis 260Hz "fetter" Klang, Absenkung zwischen 300 und 500Hz macht die Snare "weicher", den typischen Snare-Sound erzielt man mit der Anhebung zwischen 5KHz und 6kHz

    Tom:
    Anhebung zwischen 80Hz und 120Hz ergibt einen vollen Sound, Absenkung zwischen 300Hz bis 500Hz macht den Ton "weicher", Anhebung zwischen 4kHz und 6kHz hebt den Anschlag hervor.

    ...hoffe, ich konnte Dir ein bischen weiterhelfen.

    Gruß
    :cool:freekey
     
Die Seite wird geladen...

mapping