Schreibweise bei Akkordumkehrung

von jamakasi, 05.05.07.

  1. jamakasi

    jamakasi Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.02.06
    Zuletzt hier:
    10.07.13
    Beiträge:
    118
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 05.05.07   #1
    hallo!

    gehe ich richtig in der annahme, dass die schreibwesise für akkorde in der sextakkord - und quartsextakkord-stellung wie folgt aussieht bzw. aussehen kann):

    z.B. erste umkehrung von c-moll : Cm6 (die "6" ein wenig kleiner und hochgestellt geschrieben) ?

    oder z.b. zweite umkehrung von Des-dur übermäßig : D("b" hochgestellt)+46 (die 4 und die 6 kleiner und untereinander geschrieben). (das "+" als zeichen für übermäßig)

    vielen dank schon mal für jede antwort.

    gruß
    manu
     
  2. reiser"so

    reiser"so Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    09.04.07
    Zuletzt hier:
    22.07.07
    Beiträge:
    21
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 05.05.07   #2
    Hi, bin kein Harmonielehre profi ,würde aber sagen

    zu1.) cm6 heisst cm mit 6 , d.h. die Töne c es g a (die 6), eventuell auch ohne G (die 5). Ich würde eher `nen Slashcord draus machen und das eb (1.Umkehrung )im Bass notieren, dh. cm/eb.

    zu2.) Die Akkorde werden der Grösse nach aufgeschrieben, d.h. Du hättest hier bei deiner Schreibweise ( Db+ 4/6) einen Db + 6/sus4 aufgeschrieben.Dieser hätte theoretisch die Töne Db Gb (Sus 4)A H (die 6), du siehst, ein von Tönen etwas anderer Akkord.
    Du möchtest aber die 2. Umkehrung haben, d.h. A Db F, würde sich wohl wieder Db+/A (Db mit A im Bass) anbieten. Allerdings kannst Du, jeweils nach den harmonischen Zusammenhängen , diesen Akkord auch als A+ bezeichnen.
     
  3. Colorido

    Colorido Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.11.06
    Zuletzt hier:
    30.11.16
    Beiträge:
    306
    Ort:
    Achse zwischen op ewig ungedeelt und Hangover
    Zustimmungen:
    71
    Kekse:
    1.585
    Erstellt: 05.05.07   #3
    Der Begriff "Sextakkord" kommt aus der basstonbezogenen Denkweise, also im Wesentlichen vom Generalbass. Wenn die Terz im Bass ist, so haben wir eine Terz über dieser Terz die Quinte, und eine Sexte über dem Bass den Grundton.

    Wichtig bei jeder Art von Akkordbezifferung ist, dass man weiß, ob sich die Bezifferung jetzt auf den Bass oder auf den Grundton bezieht.
     
  4. Livia

    Livia Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.04.06
    Zuletzt hier:
    1.09.10
    Beiträge:
    344
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    198
    Erstellt: 06.05.07   #4
    Hö?
    Wenn man z.B. einen C-Dur-Akkord hat.
    Grundstellung C, E, G. Umkehrungen: E, G, C - G, C, E. Dann heißt der Akkord doch immer C. :screwy:
     
  5. Orgeltier

    Orgeltier Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    23.04.07
    Zuletzt hier:
    9.12.16
    Beiträge:
    910
    Ort:
    Köln
    Zustimmungen:
    233
    Kekse:
    3.988
    Erstellt: 07.05.07   #5
    nein.... man muss ganz eindeutig zwischen der klassischen schultheorie und der jazz/pop theorie unterscheiden.
    klar bleibt der akkord C, jedoch sind 6 und 46 die beschreibung für die umkehrungen. hochoffiziel nennt man die nämlich nicht einfach nur 1. und 2. umkehrung.
    wie schon gesagt, darf man hier nicht die 6. stufe spielen, sondern es ist die erste umkehrung erwartet.
     
  6. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    11.04.04
    Zuletzt hier:
    8.12.16
    Beiträge:
    5.926
    Ort:
    Tranquility Base
    Zustimmungen:
    565
    Kekse:
    18.025
    Erstellt: 07.05.07   #6
    ist es sinnvoll bei übermäßigen dreiklängen die lage anzugeben? imho müsste der grundton reichen da der ü. immer gleich geschichtet wird...:confused:

    streng genommen gibt es ja nichteinmal eine wirkliche lage... jedenfalls keine eindeutige.
     
  7. jamakasi

    jamakasi Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.02.06
    Zuletzt hier:
    10.07.13
    Beiträge:
    118
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 07.05.07   #7
    ah ok, alles klar. das hilft mir schonmal weiter. :) ist es dann wirklich so wie ich vermutet habe, dass man z.B. bei F-dur ein "F" mit einer hochgestellten, kleinen "6" dahinter schreibt & bei der zweiten umkehrung eben ne hochgestellt, kleine "46" ?

    bevor ich nen neuen thread dafür aufmachen muss:

    ich habe gerade probleme beim notieren eines dreiklanges: "B" mit hochgestelltem kleinem "b" und nem "+". bin ich doch richtig in der annahme "B(flat)übermäßig" ?

    wie passt das richtigerweise ins notensystem ? die töne sind ja ohne vorzeichen B-D-F. das "B" wird zum "B-flat" erniedrigt", soweit klar. aber notiere ich das eigentlich verlangte erhöhte "F" ? ich kann doch die vorzeichen nicht mischen (tonika mit "b" und dominante mit nem "kreuz") ?
     
  8. konbom

    konbom Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    18.06.06
    Zuletzt hier:
    23.01.12
    Beiträge:
    470
    Ort:
    Plettenberg/Sauerland
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    351
    Erstellt: 10.05.07   #8
    Kannst du schon (und solltest du sogar). Übermäßige Akkorde stammen nämlich nicht von den normalen Durtonleitern ab, in denen das nicht möglich ist, sondern von einer Ganztonleiter, bei der das sehr wohl passieren kann.

    MfG

    P.S.: btw, Tonika und Dominante sind hier wohl die falschen Ausdrücke, da sie immer ganze Akkorde beschreiben. Was du meinst, sind wohl Grundton und Quinte...
     
  9. Vauge

    Vauge Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    29.10.04
    Zuletzt hier:
    13.11.09
    Beiträge:
    146
    Ort:
    Bremerhaven
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    99
    Erstellt: 11.05.07   #9
    Ich weiß nicht in wie fern das für Musiktheoretiker Bestand hat, aber "üblicherweise" nimmt man an, das ein beliebiger Akkord den Grundton als Bass hat. - Soll das anders sein (zB bei den Umkehrungen) wird dann ein Slash benutzt also zB C/G, Damit ist sofort zu erkennen welcher Bass gespielt werden soll. Was die Notierung der Lagen angeht: Wenn ein Akkord in einer bestimmten Lage gespielt werden soll, notiert man die halt, (oft mit römischen Ziffern: zB A hochgestellt V für A-Barree im 5.Bd) ansonsten kann der Gitarrist selbst wählen. - Wie gesagt, das sind "nur" Einigungen an die sich viele halten. Ob es etwas "richtiges" im Sinne von - nur so ist es korrekt - gibt, wage ich zu bezweifeln. Auf jeden Fall kümmern sich eine Menge Leute nicht unbedingt darum ob eine Akkordbezeichnung wirklich korrekt ist. Ich persönlich schreibe deshalb bei Akkorden die nicht allgemein bekannt sind sowas wie Em=022000 dazu. Dann kann jeder lesen wie der Akkord gegriffen werden soll. Zusätzlich eben den Bass hinter dem /, falls es nicht der Grundton ist.
     
  10. jamakasi

    jamakasi Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.02.06
    Zuletzt hier:
    10.07.13
    Beiträge:
    118
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 11.05.07   #10
    :) perfekt, vielen dank für eure hilfe, jetzt hab ich´s auch endlich kapiert.
     
Die Seite wird geladen...