Singen, GefĂŒhl, das Leben, das Universum...

maimai2894573289hf
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Ich hoffe, es ist bei euch auch so, dass ihr nicht singen könnt, solange ihr im Inneren sehr unharmonisch seid bzw. wenn bei MIR die Vocals wirklich gut und harmonisch klingen, dann nur, wenn ich das im Inneren auch selber bin/mich so fĂŒhle (WÄHREND dem Singen). Ich habe auch von vielen SĂ€ngern gehört, dass sie sich wĂ€hrend dem Singen in einer sehr angenehmen GefĂŒhlswelt befinden, ja, die fast schon ĂŒberirdisch schön ist (UnabhĂ€ngig davon, ob man jetzt mit seinen Vocals Wut oder eher negative Emotionen ausdrĂŒckt).

Bei mir ist es allerdings so, dass meine GefĂŒhle mich eher kontrollieren, anstatt dass ich SIE kontrolliere. Wenn es mir z.B nicht so gut geht oder ich gestresst bin, fĂ€llt es mir sehr schwer, mich auf die GefĂŒhle beim Singen zu konzentrieren. Dann singe ich nur meine momentanen, dekonstruktiven GefĂŒhle bzw. ich singe OHNE jegliches, wirkliches GefĂŒhl der Schönheit und Harmonie und am Ende kommen zwar dennoch die richtigen Töne raus, da ich kein Problem mit Töne treffen hab, allerdings ist das Grundkonstrukt der Stimme einfach nur unschön.

Kann mir jemand weiterhelfen und eventuell seine eigenen Erfahrungen mit mir teilen?

Danke,
lg
 
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Hallo @maimai2894573289hf und Herzlich Willkommen im Board :hat:

GrundsĂ€tzlich kann ich bestĂ€tigen, dass die ... hmm ... sagen wir Ă€ußeren UmstĂ€nde eine Auswirkung auf meinen Gesang haben. Am Wochenende kann ich viel geschmeidiger singen als unter der Woche Abends, wenn ich buchstĂ€blich "mit so 'nem Hals" von der Arbeit kommen. Hat aber eher was mit Spannung / Entspannung zu tun, die sich auf die Halsmuskulatur ĂŒbertrĂ€gt und weniger mit GefĂŒhlen. :nix:

Die ĂŒbliche Bandbreite der GefĂŒhle dagegen hat bei mir nur wenig Einfluß. Das mag natĂŒrlich daran liegen, dass meine ĂŒbliche GefĂŒhlsbandbreite einfach nicht so groß ist. Wenn ich singe, dann singe ich eben und dann spielen GefĂŒhle keine Rolle. Ich habe allerdings noch nicht probiert in einer extremen GefĂŒhlssituation zu singen, z.B. wĂ€hrend mir " so richtig zum Heulen ist" (mit entsprechendem Kloß im Hals) oder mit einer Stinkwut, z.B. 2 Minuten nachdem ich mich gerade mit meiner Frau gezofft habe - kĂ€me wohl bei ihr auch nicht sonderlich gut an :D . Möglicherweise hĂ€tte ich da auch Probleme :nix:

Was ich bestÀtigen kann: wenn ich singe trÀgt das sehr zu meinem Wohlbefinden bei :)

LG Robert
 
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Dann singe ich nur meine momentanen, dekonstruktiven GefĂŒhle bzw. ich singe OHNE jegliches, wirkliches GefĂŒhl der Schönheit und Harmonie

Ein Profi muss jedes GefĂŒhl jederzeit abrufen können - egal, wie es ihm tatsĂ€chlich geht.

Ein Nichtprofi aber darf sich einfach die passenden Song zu seinem GefĂŒhlszustand aussuchen. Wenn du also destruktiv gestimmt bist, sing keine Song voller Schönheit und Harmonie, sondern was dreckiges, was zu deiner Stimmung passt.

Oder interpretiere einen Song deiner Stimmung entsprechend.
 
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Bei mir ist es allerdings so, dass meine GefĂŒhle mich eher kontrollieren, anstatt dass ich SIE kontrolliere.
Das ist unpraktisch.

Ich schließe mich da weitgehend @drowo an. Wenn ich abends totmĂŒde in der Probe bin und wie ein nasser Kartoffelsack auf dem Stuhl hĂ€nge, geht es halt einfach nicht so gut wie nach einer schönen Sporteinheit, wo mein ganzer Körper zwar aktiviert, aber doch entspannt genug ist. Musik machen ist aber bei mir ein wunderbares Mittel, um runterzukommen und mich wieder wohler zu fĂŒhlen.
Wenn du also destruktiv gestimmt bist, sing keine Song voller Schönheit und Harmonie, sondern was dreckiges, was zu deiner Stimmung passt.
Finde ich eine gute Idee. Man kann das ja dann bei Bedarf zur Harmonie ĂŒberleiten.
 
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Hat aber eher was mit Spannung / Entspannung zu tun, die sich auf die Halsmuskulatur ĂŒbertrĂ€gt und weniger mit GefĂŒhlen. :nix:

Naja, ich seh's halt so. Wenn ich sehr negative GefĂŒhle hab, dann kann ich ja kaum meine Halsmuskulatur entspannen, bzw. ich bin an sich einfach nicht entspannt, oder wenn ich meinen Körper entspanne (Auch meine Halsmuskulatur), verbessert sich auch gleich meine GefĂŒhlswelt, zumindest ist das bei mir so. Ich glaube schon, dass es bei jedem auch so zusammenhĂ€ngt. Körper und Psyche sind ja sehr verbunden miteinander.


Die ĂŒbliche Bandbreite der GefĂŒhle dagegen hat bei mir nur wenig Einfluß. Das mag natĂŒrlich daran liegen, dass meine ĂŒbliche GefĂŒhlsbandbreite einfach nicht so groß ist. Wenn ich singe, dann singe ich eben und dann spielen GefĂŒhle keine Rolle. Ich habe allerdings noch nicht probiert in einer extremen GefĂŒhlssituation zu singen, z.B. wĂ€hrend mir " so richtig zum Heulen ist" (mit entsprechendem Kloß im Hals) oder mit einer Stinkwut, z.B. 2 Minuten nachdem ich mich gerade mit meiner Frau gezofft habe - kĂ€me wohl bei ihr auch nicht sonderlich gut an :D . Möglicherweise hĂ€tte ich da auch Probleme :nix:

Was ich bestÀtigen kann: wenn ich singe trÀgt das sehr zu meinem Wohlbefinden bei :)

LG Robert

Ich weiß ja nicht, aber gehört es nicht dazu, dass man als ein wirklich guter SĂ€nger eine enorme GefĂŒhlsbandbreite besitzt, deren GefĂŒhle man dann auch genauso ausdrĂŒcken kann, wie man in dem Moment will? "Wenn ich singe, dann singe ich eben und dann spielen GefĂŒhle keine Rolle.".

GefĂŒhle sind meiner Meinung nach das A und O bei einem guten Lied, GefĂŒhle in einer Stimme sind der Grund, wieso ich bei manchen Liedern GĂ€nsehaut bekomme oder mir die TrĂ€nen kommen. Also nur MEINE Meinung, jeder darf und kann singen, wie er will, es gibt kein richtig und falsch :D es ist ja auch alles eigentlich Geschmackssache bei der Musik


Ein Profi muss jedes GefĂŒhl jederzeit abrufen können - egal, wie es ihm tatsĂ€chlich geht.

Wie kann ich das am besten Lernen?
 
Wie kann ich das am besten Lernen?

Wenn man etwas richtig gut und routiniert kann, kann man es immer. Vielleicht minimal schlechter als bei bester Tagesform, aber das fĂ€llt nicht so stark ins Gewicht. Zumindest nicht fĂŒr das Publikum.

Das heißt: du musst einfach deine Performance derart verbessern, dass du dich auf sie verlassen kannst und weniger auf deine Laune oder den Zufall.

Das "GefĂŒhlsproblem" haben imho auch ĂŒberwiegend Leute, die mehr fĂŒr sich selbst singen und weniger fĂŒr ein Publikum oder in einer Band. Denn wenn man mit Menschen musikalisch interagiert, tritt die eigene Stimmung etwas mehr in den Hintergrund.

GefĂŒhle sind meiner Meinung nach das A und O bei einem guten Lied

Das mag sein. Aber es geht bein Singen nicht darum, dieses GefĂŒhl wĂ€hrendessen zu haben, sondern darum, es zu transportieren. Es notfalls auch nur zu simulieren
 
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Das mag sein. Aber es geht bein Singen nicht darum, diese GefĂŒhl wĂ€hrendessen zu haben, sondern darum, es zu transportieren. Es notfalls such nur zu simulieren

Wenn ich es aber nur "simuliere", hab ich dann nicht genau das gleiche Problem wie ein Schauspieler, der nicht schauspielern kann? Was einen Schauspieler authentisch macht, IST doch, dass er die jeweiligen Emotionen und GefĂŒhle tatsĂ€chlich in dem Moment erlebt bzw. produziert und nicht nur so "tut". Wenn ein Schauspieler die Emotionen nur "vorspielt", dann ist das echt extremst unauthentisch und ich z.B bei schlechten deutschen TV Sendungen, kann da einfach nicht mitfĂŒhlen, weil es da auch NICHTS zum mitfĂŒhlen GIBT.

Ich habe mir schon Interviews von Schauspielern angesehen, die meinten, dass ihnen wĂ€hrend dem Schauspielern (Bei extremen, traurigen Szenen) sogar der Kotzreiz kam, da sie all diese GefĂŒhle und Emotionen bei sich hervorgerrufen haben.

Ich meine, nur weil ich ein GefĂŒhl von Trauer produziere, muss ich ja nicht gleich wirklich traurig sein.. Ich kann ja nachher in meinen normalen, eigentlichen Zustand wechseln, aber ich sollte doch als wahrhafter "KĂŒnstler" in der Lage sein, diese Emotionen tatsĂ€chlich zu spĂŒren, sonst macht es doch nichts zur Sache.

Ich denke, ob beim Schauspielern oder Singen, es ist das gleiche Prinzip.

Korrigiert mich, aber das sind so meine Gedanken dazu..
 
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Wenn du recht hĂ€ttest, mĂŒsste eric clapton jedesmal, wenn er tears in heaven singt, in TrĂ€nen ausbrechen, da er das Lied fĂŒr seinen verstorbenen Sohn geschrieben hat.

Bei dem Vergleich mit den Schauspielern geht es darum, den Zugang zu finden und der kann sicher authentisch sein. Aber danach muss das Spiel routiniert werden. Sonst mĂŒsste der Theaterschauspieler jedesmal kotzen, wenn er diese bestimmte Szene spielt.

Wenn du einen Song einstudierst, musst du ebenfalls zunĂ€chst das GefĂŒhl finden. Wenn du das gefunden hast und diesen Song 400 mal gesungen hast, wird das anfĂ€ngliche GefĂŒhl zur automatisierten Performance. Jederzeit reproduzierbar.

Ich nehme an, dass du dir jederzeit ein Butterbrot schmieren kannst. Warum kannst du das? Weil du es schon zigtausende Male gemacht hast. Du weißt, was du tust.
 
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Was einen Schauspieler authentisch macht, IST doch, dass er die jeweiligen Emotionen und GefĂŒhle tatsĂ€chlich in dem Moment erlebt bzw. produziert und nicht nur so "tut".
Naja schon, das sehe ich so wie Du. Nur, die SchauspielerInnen/SĂ€ngerInnen mĂŒssen ihre GefĂŒhle so weit beherrschen, dass sie eben nicht auf der BĂŒhne das Kotzen anfangen. Oder so heulen, dass sie nicht mehr singen können. Klar mĂŒssen sie die GefĂŒhle reproduzieren können, aber eben nur so weit, dass sie sie darstellen können.
 
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Ich fasse meinen Sermon noch mal in einem Satz zusammen:

Wenn dein Befinden verhindert, einen Song zu performen, heißt das vermutlich, dass du noch nicht weißt, wie du diesen Song singen willst, kannst, solltest

Nun weiß ich ja nicht, was und warum du singst. Eigene Songs? Cover? Alleine? In einer Band oder einem Chor? Und wer beurteilt dich ĂŒberhaubt? Du selbst?

Das eigene Urteil ist besonders am Anfang nichts wert. Ob man einen Song gefĂŒhlvoll singt, kann man kaum selbst beurteilen. Denn auch die Selbstwahrnehmung ist eben stimmungsabhĂ€ngig.
 
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Das ist vielleicht ein wesentlicher Kern der ProfessionalitĂ€t, sei es bei Musikern oder Schauspielern: Die GefĂŒhle, die gerade im StĂŒck im Zentrum stehen, angemessen und ĂŒberzeugend ausrĂŒcken zu können, ihnen also Ausdruck zu geben. Eben nicht, in diesem Moment selber diese GefĂŒhle zu haben.
Alles andere wĂ€re auch hinderlich, zum einen, weil man in GefĂŒhlsduselei abrutschen könnte, weil man zu viel Energie verbraucht, und weil man schlimmstenfalls den oft schnell wechselnden GefĂŒhls-AusdrĂŒcken in einem StĂŒck nicht flexibel folgen kann. Ein langsamer Satz kann traurig sein bzw. klingen, der nĂ€chste Satz kann aber in einem extremen Kontrast dazu ĂŒberschwĂ€nglich fröhlich sein. Von den wechselnden GefĂŒhls-Momenten einer Opern-Rolle ganz zu schweigen. "Rolle" ist hier zudem ein gutes Stichwort: wir spielen auf der BĂŒhne eine "Rolle", nicht unbedingt uns selber (wobei das natĂŒrlich auch der Fall sein kann, vor allem, wenn man z.B. eigene Sachen spielt).

Um eine möglichst große Bandbreite an GefĂŒhlen darstellen zu können, ist ein eigenes intensives GefĂŒhls-Erleben, das Erfahren von GefĂŒhlen am eigenen Leib auf jeden Fall eine wichtige Voraussetzung.
Wer den Ausdruck von Trauer darstellen können will, muss wissen, wie sich Trauer anfĂŒhlt. Das muss allerdings immer noch nicht heißen, dass man alles auch wirklich selber erlebt haben muss, um den angemessen Ausdruck zu finden. Man muss es nur wissen. Als Beispiel dafĂŒr möchte ich den Krimi-Autor nennen, der auch die Figur des Mörders entwerfen muss und den Schauspieler, der einen Mörder spielt. Beide mĂŒssen aber auf gar keinen Fall selber schon mal einen Mord begangen haben, um den Text angemessen zu schreiben bzw. die Rolle angemessen darstellen zu können.
Empathie ist hier das Stichwort.
 
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Schön zusammengefasst @LoboMix

Ich ergĂ€nze: profanerweise ist es oft fast wichtiger, die Klischees von GefĂŒhlen zu kennen als die GefĂŒhle selbst. Und dafĂŒr reicht Beobachten. Auch sich selbst.
 
Zwar bin ich kein SĂ€nger, aber: Es könnte hilfreich sein, Dir einen Charakter, eine Rolle fĂŒr die BĂŒhne auszudenken. Wenn ich auf die BĂŒhne gehe, betritt nicht grumpy ol' Johannes K. die BĂŒhne, sondern fun dude Mr. Johnny Prosecco. Mein alter ego erlebt, durchlebt, erleidet im Lauf einer Show natĂŒrlich auch oft ein Wechselbad der GefĂŒhle, insbesondere mit der Band, in der wir komplett selbstkomponierte Musik spielen, die mir unendlich am Herzen liegt. Aber ich kann mir das immer noch aus einer gewissen inneren Distanz aus ansehen und bin nicht ganz so stark davon betroffen als wenn das alles mir passieren wĂŒrde.
 
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Als ich @antipasti s ersten Beitrag gelesen habe, dachte ich erst "Was schreibt der Gute denn da, so hat sie das doch gar nicht gemeint !?". :confused:
Beim Weiterlesen wurde mir klar, :guilty: dass ich derjenige war der nix kapiert hatte :D

@maimai2894573289hf Die Kollegen hab im Prinzip alles Wichtige und Richtige dazu gesagt, nur wĂŒrde ich gerne noch ein MissverstĂ€ndnis zwischen uns beiden ausrĂ€umen :)
Ich weiß ja nicht, aber gehört es nicht dazu, dass man als ein wirklich guter SĂ€nger eine enorme GefĂŒhlsbandbreite besitzt, deren GefĂŒhle man dann auch genauso ausdrĂŒcken kann, wie man in dem Moment will? "Wenn ich singe, dann singe ich eben und dann spielen GefĂŒhle keine Rolle.".
Ja klar, GefĂŒhle zu transportieren gehört natĂŒrlich zum Singen dazu, sogar bei mir ;-) . Aber meine GefĂŒhle welche ich noch 10 Sekunden vor dem Song hatte, spielen keine Rolle weil ich das GefĂŒhl des Songs 'rĂŒber bringen muss und nicht das welches ich zufĂ€llig gerade habe. Wie @antipasti so treffend schrieb ist das natĂŒrlich eine "Simulation" bei der man sich der Klischees bedient.

Ich versuche mein (Musical-) Repertoire von ca 1,5h wenigstens einmal die Woche am StĂŒck durchzusingen. Dabei sind die unterschiedlichsten Emotionen zu transportieren: zarte Liebesduette, ĂŒberhebliche Prahlerei, Nachdenklichkeit, Verzweiflung, tosende Wut ... bis hin zu Suizidgedanken, Wahnsinn und Schizophrenie. Also alle paar Minuten eine neue GefĂŒhlswelt, manchmal 2-3 Emotionen wechselnd im gleichen Song. Diese GefĂŒhle kann man unmöglich "in Echt" innerhalb einer so kurzen Zeitspanne haben :nix:

Ich unterstĂŒtze diese simulierten GefĂŒhlswelten dann nicht nur stimmlich, sondern auch mit entsprechender Gestik und Mimik - obwohl mir keiner zusieht. Das hilft tatsĂ€chlich ... aber letzten Endes ist das alles nicht echt :nix:

EDIT: ich bin auch ganz froh darĂŒber, dass es nicht echt ist - insbesondere im Zusammenhang mit Suizid und Schizophrenie :D

LG Robert
 
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Das eigene Urteil ist besonders am Anfang nichts wert. Ob man einen Song gefĂŒhlvoll singt, kann man kaum selbst beurteilen. Denn auch die Selbstwahrnehmung ist eben stimmungsabhĂ€ngig.


Ich merke das doch wĂ€hrend dem Singen, ob ich und welche GefĂŒhle ich im Moment spĂŒre. Du meinst nur "gefĂŒhlvoll", gefĂŒhlvoll kann alles sein. Traurig, Fröhlich etc. ob ich ĂŒberhaupt ein GefĂŒhl wĂ€hrend dem Singen hab, sollte ich doch spĂŒren können, oder etwa nicht?
Oder ich glaube, du hast dich falsch ausgedrĂŒckt
Und klar ist Selbstwahrnehmung stimmungsabhĂ€ngig, aber sollte man da nicht auch versuchen, das soweit zu lernen, dass man jederzeit z.B beim Nachhören der Aufnahme objektiv nachfĂŒhlen/spĂŒren kann?
GefĂŒhle sind natĂŒrlich subjektiv, wenn allerdings jemand traurig ist und man einigermaßen an Empathie besitzt, sollte man das auch wahrnehmen/fĂŒhlen können.


Das ist vielleicht ein wesentlicher Kern der ProfessionalitĂ€t, sei es bei Musikern oder Schauspielern: Die GefĂŒhle, die gerade im StĂŒck im Zentrum stehen, angemessen und ĂŒberzeugend ausrĂŒcken zu können, ihnen also Ausdruck zu geben. Eben nicht, in diesem Moment selber diese GefĂŒhle zu haben.
Alles andere wĂ€re auch hinderlich, zum einen, weil man in GefĂŒhlsduselei abrutschen könnte, weil man zu viel Energie verbraucht, und weil man schlimmstenfalls den oft schnell wechselnden GefĂŒhls-AusdrĂŒcken in einem StĂŒck nicht flexibel folgen kann. Ein langsamer Satz kann traurig sein bzw. klingen, der nĂ€chste Satz kann aber in einem extremen Kontrast dazu ĂŒberschwĂ€nglich fröhlich sein. Von den wechselnden GefĂŒhls-Momenten einer Opern-Rolle ganz zu schweigen. "Rolle" ist hier zudem ein gutes Stichwort: wir spielen auf der BĂŒhne eine "Rolle", nicht unbedingt uns selber (wobei das natĂŒrlich auch der Fall sein kann, vor allem, wenn man z.B. eigene Sachen spielt).

Um eine möglichst große Bandbreite an GefĂŒhlen darstellen zu können, ist ein eigenes intensives GefĂŒhls-Erleben, das Erfahren von GefĂŒhlen am eigenen Leib auf jeden Fall eine wichtige Voraussetzung.
Wer den Ausdruck von Trauer darstellen können will, muss wissen, wie sich Trauer anfĂŒhlt. Das muss allerdings immer noch nicht heißen, dass man alles auch wirklich selber erlebt haben muss, um den angemessen Ausdruck zu finden. Man muss es nur wissen. Als Beispiel dafĂŒr möchte ich den Krimi-Autor nennen, der auch die Figur des Mörders entwerfen muss und den Schauspieler, der einen Mörder spielt. Beide mĂŒssen aber auf gar keinen Fall selber schon mal einen Mord begangen haben, um den Text angemessen zu schreiben bzw. die Rolle angemessen darstellen zu können.

Empathie ist hier das Stichwort.

Du weißt aber schon, was Empathie bedeutet?
Die Spiegelneuronen im Gehirn sorgen dafĂŒr, dass man etwas, was ein anderer erlebt, tatsĂ€chlich auch selber FÜHLT, also nachempfindet in dem Moment. Wenn jemand traurig ist und grad weint, dass man es FÜHLT..

"wir spielen auf der BĂŒhne eine "Rolle", nicht unbedingt uns selber"

-ich habe oben folgendes geschrieben: "Ich meine, nur weil ich ein GefĂŒhl von Trauer produziere, muss ich ja nicht gleich wirklich traurig sein.. Ich kann ja nachher in meinen normalen, eigentlichen Zustand wechseln, aber ich sollte doch als wahrhafter "KĂŒnstler" in der Lage sein, diese Emotionen tatsĂ€chlich zu spĂŒren, sonst macht es doch nichts zur Sache."

Und klar, sollte man deswegen nicht auf der BĂŒhne das Kotzen anfangen. Aber ich erlebe, dass es sehr möglich ist, gewisse Emotionen einfach nur so zu produzieren, obwohl ich sie nicht wirklich in dem Moment habe. Ich muss mich z.B nur auf Traurigkeit konzentrieren und schon spĂŒre ich sie. Ich kann sie durch Konzentration intensivieren oder abklingen lassen. Dass sollte mich doch davon abhalten und auch andere SĂ€nger davon abhalten auf der BĂŒhne zu kotzen bzw. das ist doch die ProfessionalitĂ€t an der Sache?

Du meinst, man muss nur wissen, wie sich GefĂŒhle anfĂŒhlen, dass man diese aber nicht in dem Moment z.B wĂ€hrend dem Singen tatsĂ€chlich fĂŒhlt, sondern nur RÜBERBRINGT durch die Stimme, eventuell auch die Mimik, Körperhaltung?

Aber wie ich oben bereits geschrieben habe, ich z.B als ein ziemlich sensibler Mensch und als ein Empath spĂŒre das SOFORT, wenn gewisse GefĂŒhle nicht tatsĂ€chlich gespĂŒrt/gefĂŒhlt werden vom SĂ€nger/Schauspieler.

Schön zusammengefasst @LoboMix

Ich ergĂ€nze: profanerweise ist es oft fast wichtiger, die Klischees von GefĂŒhlen zu kennen als die GefĂŒhle selbst. Und dafĂŒr reicht Beobachten. Auch sich selbst.

-Aber wie ich oben bereits geschrieben habe, ich z.B als ein ziemlich sensibler Mensch und als ein Empath spĂŒre das SOFORT, wenn gewisse GefĂŒhle nicht tatsĂ€chlich gespĂŒrt/gefĂŒhlt werden vom SĂ€nger/Schauspieler.



@maimai2894573289hf Die Kollegen hab im Prinzip alles Wichtige und Richtige dazu gesagt, nur wĂŒrde ich gerne noch ein MissverstĂ€ndnis zwischen uns beiden ausrĂ€umen :)

Ja klar, GefĂŒhle zu transportieren gehört natĂŒrlich zum Singen dazu, sogar bei mir ;-) . Aber meine GefĂŒhle welche ich noch 10 Sekunden vor dem Song hatte, spielen keine Rolle weil ich das GefĂŒhl des Songs 'rĂŒber bringen muss und nicht das welches ich zufĂ€llig gerade habe. Wie @antipasti so treffend schrieb ist das natĂŒrlich eine "Simulation" bei der man sich der Klischees bedient.

Ich versuche mein (Musical-) Repertoire von ca 1,5h wenigstens einmal die Woche am StĂŒck durchzusingen. Dabei sind die unterschiedlichsten Emotionen zu transportieren: zarte Liebesduette, ĂŒberhebliche Prahlerei, Nachdenklichkeit, Verzweiflung, tosende Wut ... bis hin zu Suizidgedanken, Wahnsinn und Schizophrenie. Also alle paar Minuten eine neue GefĂŒhlswelt, manchmal 2-3 Emotionen wechselnd im gleichen Song. Diese GefĂŒhle kann man unmöglich "in Echt" innerhalb einer so kurzen Zeitspanne haben :nix:

Ich unterstĂŒtze diese simulierten GefĂŒhlswelten dann nicht nur stimmlich, sondern auch mit entsprechender Gestik und Mimik - obwohl mir keiner zusieht. Das hilft tatsĂ€chlich ... aber letzten Endes ist das alles nicht echt :nix:

EDIT: ich bin auch ganz froh darĂŒber, dass es nicht echt ist - insbesondere im Zusammenhang mit Suizid und Schizophrenie :D

LG Robert


-Ich meine, nur weil ich ein GefĂŒhl von Trauer produziere, muss ich ja nicht gleich wirklich traurig sein.. Ich kann ja nachher in meinen normalen, eigentlichen Zustand wechseln, aber ich sollte doch als wahrhafter "KĂŒnstler" in der Lage sein, diese Emotionen tatsĂ€chlich zu spĂŒren, sonst macht es doch nichts zur Sache.
-Aber wie ich oben bereits geschrieben habe, ich z.B als ein ziemlich sensibler Mensch und als ein Empath spĂŒre das SOFORT, wenn gewisse GefĂŒhle nicht tatsĂ€chlich gespĂŒrt/gefĂŒhlt werden vom SĂ€nger/Schauspieler.

"Also alle paar Minuten eine neue GefĂŒhlswelt, manchmal 2-3 Emotionen wechselnd im gleichen Song. Diese GefĂŒhle kann man unmöglich "in Echt" innerhalb einer so kurzen Zeitspanne haben"

Nicht wirklich selber haben, aber produzieren?

Zitat von oben -> (Sorry, bin zu faul, zum Schreiben) Und klar, sollte man deswegen nicht auf der BĂŒhne das Kotzen anfangen. Aber ich erlebe, dass es sehr möglich ist, gewisse Emotionen einfach nur so zu produzieren, obwohl ich sie nicht wirklich in dem Moment habe. Ich muss mich z.B nur auf Traurigkeit konzentrieren und schon spĂŒre ich sie. Ich kann sie durch Konzentration intensivieren oder abklingen lassen. Dass sollte mich doch davon abhalten und auch andere SĂ€nger davon abhalten auf der BĂŒhne zu kotzen bzw. das ist doch die ProfessionalitĂ€t an der Sache?



Wie gesagt, vielleicht ist es bei anderen Menschen nicht so und es juckt niemanden, ob jemand etwas nur rĂŒberbringt oder wirklich produziert, fĂŒhlt, rĂŒberbringt, abklingen lĂ€sst und in seinen normalen Zustand wechselt. Bzw. vielleicht merkt niemand den Unterschied.

Aber ich werde mir noch einige Interviews anschauen von SĂ€ngern/Schauspielern/KĂŒnstlern, weil es mich wirklich interessieren wĂŒrde, was andere dazu meinen, vor allem Leute, die Millionen von Menschen berĂŒhren. Ich wollte das eigentlich die ganze Zeit machen, aber ich bin ein Profi der Prokrastination.
 
Kannst du - wie schon mal gefragt - ein bisschen was zu deinem Background preisgeben? Es ist sehr schwer, zu antworten, wenn man nicht weiß, mit wem man spricht..

Deine Frage ist keine Grundsatzfrage. Eine erfahrene Operndiva wird deine Frage anders meinen als eine AnfÀngerin, die sich allein ausprobiert.
 
Wie gesagt, vielleicht ist es bei anderen Menschen nicht so und es juckt niemanden, ob jemand etwas nur rĂŒberbringt oder wirklich produziert, fĂŒhlt, rĂŒberbringt, abklingen lĂ€sst und in seinen normalen Zustand wechselt. Bzw. vielleicht merkt niemand den Unterschied.
Wenn das Gehörte den/die Hörer ĂŒberzeugt und berĂŒhrt, wenn die in der Musik ausgedrĂŒckten GefĂŒhle sich dem Podium mitteilten, dann darf man den Auftritt als gelungen bezeichnen. Besser geht es ohnehin nicht.
Wie der ausfĂŒhrende KĂŒnstler/die KĂŒnstlerin es bewerkstelligte, vor allem auch in Hinsicht auf den Ausdruck der emotionalen Aspekte, wird man schwerlich herausfinden, wenn man nicht die Gelegenheit hat, ein fast schon intimes Interview mit ihr/ihm fĂŒhren zu können - und diese/r dann auch ehrlich antwortet. In dieser Hinsicht wĂŒrde ich bei manchen ÂŽoffiziellenÂŽ Interviews besonders von "ShowgrĂ¶ĂŸen" ein gewisses Misstrauen walten lassen, denn mancheine(r) aus diesem Kreis begibt sich auch und gerade in solchen Situationen in eine sehr bewusst kontrollierte Rolle, da er/sie ja bestrebt ist, in der Öffentlichkeit ein bestimmtes Bild von sich aufrecht zu halten. (Mir fallen dazu spontan insbesondere manche Interviews von AndrĂ© Rieu ein, den ich als genau den Typ ansehe, der ein sehr bestimmtes und sorgfĂ€ltig konstruiertes Bild von sich in der Öffentlichkeit prĂ€sent haben und halten will.)

Was ich dazu hier schrieb, sind eigene Erfahrungen zu dem Thema und Erfahrungen, die ich in Zusammenarbeit und im Austausch mir nÀher bekannter Kolleginnen und Kollegen gemacht habe.
Dazu kommen noch ganz intensiv die Vertiefungen, die ich im Zusammenhang mit der "Dispokinesis fĂŒr Musiker" (begrĂŒndet von G.O. van de Klashorst) zur EmotionalitĂ€t bei Musikern gemacht habe und dem Wesen einer gut "disponierten" Form, vor allem auch als KĂŒnstler auf einer BĂŒhne. Denn wie ich schon schrieb, kann ein problematischer Umgang mit seiner eigenen EmotionalitĂ€t und der Anforderung, in seiner BerufsausĂŒbung als professioneller Musiker dem emotionalen Gehalt der aufgefĂŒhrten Musik Ausdruck zu geben, zu einem krĂ€ftezehrenden, sozusagen "Kampf" ausarten, bei dem die AuffĂŒhrung schließlich nicht gelingt und das Publikum möglicherweise unangenehm berĂŒhrt. Oder eben "GefĂŒhsduselei", die zwar ein bestimmtes Publikum durchaus anzusprechen vermag, der Musik selber aber Unrecht, wenn nicht sogar Gewalt antut. (Hier kommt mir die eine oder andere AuffĂŒhrung des Pianisten Lang Lang in den Sinn, bei der er meiner Meinung nach die Musik nur als Vehikel benutzte, sich, sein Ego, seinen ÂŽGeniusÂŽ, bzw. eben seine persönliche EmotionalitĂ€t darzustellen.)
 
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Ich merke das doch wĂ€hrend dem Singen, ob ich und welche GefĂŒhle ich im Moment spĂŒre.
Klar merkst du in dem Moment ob und welches GefĂŒhl DU hast, aber worauf @antipasti hinaus wollte ist: du kannst als AnfĂ€nger(in) kaum beurteilen ob diese so auch beim PUBLIKUM ankommt.
ich z.B als ein ziemlich sensibler Mensch und als ein Empath spĂŒre das SOFORT, wenn gewisse GefĂŒhle nicht tatsĂ€chlich gespĂŒrt/gefĂŒhlt werden vom SĂ€nger/Schauspieler.
Wirklich? Und wie verifizierst du das? :gruebel:
Ich glaube dir schon, dass du als Empath die transportierten Emotionen des Songs in dir spĂŒrst als ob es deine eigenen wĂ€ren. Aber ob das die echten GefĂŒhle des SĂ€ngers sind oder das perfekte Schauspiel eines Profi kannst du meiner Meinung nach nicht unterscheiden - und ganz gewiss nicht nachprĂŒfen. Einfach nur zu postulieren "Ich bin Empath, ich kann das!" ist genauso gehaltvoll wie wenn ich sage "Nö, kannst du nicht!" :nix:
Nicht wirklich selber haben, aber produzieren?
produzieren habe ich nicht geschrieben - es war von transportieren die Rede ;)
Ich muss mich z.B nur auf Traurigkeit konzentrieren und schon spĂŒre ich sie.
Wie passt dieser Satz jetzt zu deinem ersten Posting, bzw. zum Titel des Threads? :confused: Ich dachte eigentlich bei dir ...
.... ist es allerdings so, dass meine GefĂŒhle mich eher kontrollieren, anstatt dass ich SIE kontrolliere
Aber vielleicht hast du dich ja nur ...
... falsch ausgedrĂŒckt
:nix:
Aber ich werde mir noch einige Interviews anschauen von SĂ€ngern/Schauspielern/KĂŒnstlern, ... , vor allem Leute, die Millionen von Menschen berĂŒhren.
Nur zu, aber was erwartest du dir davon? Das jemand der von seinem Image lebt sein Innerstes öffnet und der Welt "die Wahrheit" zeigt? Es gibt im SHOW-BUSINESS nicht nur Leute wie Klaus Kinski. Denk ĂŒber die beiden Teile des fett gedruckten Begriffs mal separat nach: Es ist eine Show und es geht ums GeschĂ€ft. Immer. Je berĂŒhmter und erfolgreicher der KĂŒnstler, desto wahrer wird diese Aussage.

Glaubst du im Ernst, ich hĂ€tte das was ich ob geschrieben habe in einem Interview gesagt, wenn mein Einkommen von der Wahrnehmung meines Publikums abhĂ€ngen wĂŒrde????
Ich hĂ€tte eher folgendes gesagt: "Wenn ich einen Song interpretiere, dann tauche ich völlig ein. Manchmal fĂ€llt es mir schwer die Emotionen wieder abklingen zu lassen, es ist wie ein Sog, der mich mit der Musik, den Emotionen und meinem Publikum eins werden lĂ€ĂŸt ..." usw

Um nochmal auf deinen Eingangspost zurĂŒckzukommen:
Ich hoffe, es ist bei euch auch so, dass ihr nicht singen könnt, solange ihr im Inneren sehr unharmonisch seid
Muß ich fĂŒr mich verneinen. Ich singe sobald es Zeit zum Üben ist, ich auf der BĂŒhne stehe oder in der DAW die RECORD Anzeige leuchtet. Und ich kenne ein paar Leute die ihr Brot damit verdienen (ich nicht) und es genauso machen. :coffee:
Kann mir jemand weiterhelfen und eventuell seine eigenen Erfahrungen mit mir teilen?
Das mit den Erfahrungen mitteilen haben ich und andere versucht, :hat:
aber ich fĂŒrchte beim Weiterhelfen bin zumindest ich gescheitert :nix:

LG Robert
 
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OK, noch ein Versuch :) Ich wĂŒrde dir wirklich gerne helfen, weil ich glaube dass du dich da unnötig in etwas reinsteigerst.

Nachdem du in deinem anderen Thread nach Hörproben gefragt hast: bitte schön. Confrontation aus Jekyll & Hyde (hatte ich hier ohnehin schon mal eingestellt)
https://soundcloud.com/user-590914163/confrontation-v0

Gespielte Niedergeschlagenheit, gefakte Schizophrenie (ich singe beide), unechte Überheblichkeit, Bedrohung, Angst, Verzweiflung .... alles nur Gaukelei :)
Jetzt wirst du sicher sagen "Na klar, hab ich (Empath) sofort erkannt" - nachdem ich das aber schon vorher verraten hatte, zÀhlt das nicht :engel:

Glaubst du irgendein Darsteller der das Abend fĂŒr Abend, 6 Tage die Woche, in 500 Shows auf die BĂŒhne bringt durchlebt diese GefĂŒhle in dem Moment wirklich?
Und - erwartet das ĂŒberhaupt jemand im zahlenden Publikum? Das Publikum erwartet unterhalten zu werden (show business) und diesen Anspruch versuchen KĂŒnstler, unter anderem auch ich, zu erfĂŒllen.

Jetzt bist du dran: erzÀhl ein bisschen mehr von deinem Background, wo du Schwierigkeiten siehst mit dem Ausdruck von Emotionen in einem konkreten Song ... wenn möglich auch mit einer Hörprobe :)

LG Robert
 
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Wie gesagt, vielleicht ist es bei anderen Menschen nicht so und es juckt niemanden, ob jemand etwas nur rĂŒberbringt oder wirklich produziert, fĂŒhlt, rĂŒberbringt, abklingen lĂ€sst und in seinen normalen Zustand wechselt. Bzw. vielleicht merkt niemand den Unterschied.
Transportieren. Produzieren ein StĂŒck weit auch, aber eben nur ein StĂŒck weit, sonst sind wir bei dem Thema, von den GefĂŒhlen kontrolliert zu werden.
Bist Du eigentlich mÀnnlich oder weiblich?
Glaubst du irgendein Darsteller der das Abend fĂŒr Abend, 6 Tage die Woche, in 500 Shows auf die BĂŒhne bringt durchlebt diese GefĂŒhle in dem Moment wirklich?
Ein StĂŒck weit. Ich halte es fĂŒr ausgeschlossen, sich in die Körperhaltung des (Grund-)GefĂŒhls zu begeben und dabei ein anderes GefĂŒhl zu fĂŒhlen, Stichwort Embodiment. Ich nutze das auch ganz bewusst, wenn ich schlecht drauf bin (und gerade drandenke...) NatĂŒrlich nicht ganz, wobei Schizophrenie ja streng genommen kein eigenes GefĂŒhl ist, sondern verschiedene GrundgefĂŒhle (Angst, Wut?) auslöst. Und auf die GrundgefĂŒhle kann man wieder zurĂŒckgreifen.
Jetzt bist du dran: erzÀhl ein bisschen mehr von deinem Background, wo du Schwierigkeiten siehst mit dem Ausdruck von Emotionen im Song ... wenn möglich auch mit einer Hörprobe :)
Unterschrieben. Ich finde es unfair, andere um Hörproben zu fragen und selber keine zu geben. Und da ich gerade keine online habe, werde ich mich zurĂŒckhalten.
 

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